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	<title>Phil-Life.net &#187; expat</title>
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		<title>Walters Zeit in Paniog</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 07:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die eifrigen Leser hier koennen sich sicher an Walters Umzug erinnern, als er mit dem Motorrad von San Jose nach Paniog fuhr. Er kam ja total verdreckt an und hatte eigentlich eine freundliche Begruessung erwartet. Aber dem war nicht so. Helen fauchte ihn an, doch erst einmal ein Bad zu nehmen mit all dem Schlamm. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die eifrigen Leser hier koennen sich sicher an Walters Umzug erinnern, als er mit dem Motorrad von San Jose nach Paniog fuhr. Er kam ja total verdreckt an und hatte eigentlich eine freundliche Begruessung erwartet. Aber dem war nicht so. Helen fauchte ihn an, doch erst einmal ein Bad zu nehmen mit all dem Schlamm. Also wollte Walter baden. Aber was fuer ein Bad! Denn die Eltern von Helen hatten kein Badezimmer. In San Jose konnten sie wenigstens noch beim Onkel baden. Rico, mein Schwager hatte Mitleid mit Walter und bot ihm das Badezimmer im Haus der Familie an. War zwar auch nur ein &#8211; wie es auf dem Land eben ueblich ist &#8211; &#8220;Schoepfkellenbad&#8221;, aber nachdem er sich gruendlich geschrubbt hatte, sah er wieder aus wie ein Mensch.</p>
<p>Zurueck im Haus von Helens Eltern wurde dann auch gleich ueber finanzielles gesprochen. Denn die Eltern hatten kein Geld, Walter auch nicht und nun wurde Druck auf ihn gemacht, das Motorad zu verkaufen. <span id="more-1886"></span>Walter wollte eigentlich nicht so recht, aber Helen jammerte und am Ende stimmte er zu.</p>
<p>Am Abend musste er sich zum ersten Mal an wirkliches &#8220;Landessen&#8221; gewoehnen, denn es gab Bulad und Reis. Geschmeckt hat es ihm nicht und gegessen hatte er auch nicht viel. Ich bekam von ihm auch prompt eine SMS, in der er von seinem &#8220;opulenten Mahl&#8221; erzaehlte. Und zum ersten Mal musste er am naechsten morgen Nilugao zum Fruehstueck essen. Das ist nur eben waessrig gekochter Reis in Salzwasser. Natuerlich war sein Essen wieder von einer SMS begleitet.</p>
<p>Die ersten Tage gingen vorbei und es meldete sich ein Kaeufer fuer das Motorrad. Man hoere und staune: Es war der dicke Cousin von Helen, der seinerzeit ein Laptop von Walter bestellt hatte, es ihm aber nicht abnahm nach Walters Ankunft auf den Philippinen. Denn angeblich hatte er kein Geld. Natuerlich sollte es ein Teilzahlungsgeschaeft sein, denn er hatte nicht genug cash. 25000 Pesos wollte es bezahlen und 15000 wollte er anzahlen. Das Motorrad war aber wesentlich mehr wert. Walter protestierte und wollte nicht verkaufen, aber da das Motorrad auf Helen zugelassen war, hatte er keine Wahl. Der Cousin machte also seine Teilzahlung und uebernahm das Motorrad. Die Papiere bekam er natuerlich noch nicht. Aber wie ihr euch denken koennt, ist das nicht das Ende der Geschichte.Das Geld nahm zum Grossteil Helen in Verwahrung und Walter behielt nur 5000 Pesos.</p>
<p>Am Anfang machte Walter das Landleben noch einigermassen Spass; er schaute sich die Gegend an, wanderte nach Sering und Melgar, fuhr mit dem Boot nach San Roque und kam &#8211; vom Essen mal abgesehen &#8211; einigermassen zurecht. Nur wird das natuerlich innerhalb weniger Tage langweilig,  insbesondere da er alles auf dem Landweg zu Fuss machen musste.</p>
<p>Jeden Tag gab es Reis mit Fisch in allen erdenklichen Variationen. Ich will euch das hier ersparen, da Philippinenkenner das ja eh wissen.</p>
<p>In Sering, dem Nachbardorf, wurde jeden Sonntag geschlachtet und Walter wollte auch mal wieder Fleisch essen. Er sprach mit Helen, und die meinte lapidar, dass man kein Geld dafuer habe. Als Walter nach dem Verbleib des Geldes fragte, meinte sie dass sie alles ausgegeben habe fuer Reis und Fisch und fuer das Baby und verlangte natuerlich auch die 5000 von Walter. Auf mein Anraten hin, hatte er das Geld aber zur Verwahrung Rico gegeben und ich habe dafuer garantiert. Er behielt sich lediglich 200 Pesos in der Tasche, die er alle zwei oder drei Tage aufrischte. Er sagte, dass er dieses Geld als absoluten Notgroschen aufheben wuerde und es nicht herausgeben werde. Helen war sauer und sprach nicht mehr mit ihm.</p>
<p>Als es Zeit zum Essen war rief ihn keiner an den Tisch, als er sich hinsetzte &#8211; alle anderen hatten schon angefangen bzw. waren fast fertig &#8211; gruesste ihn keiner. Es war als ob er nicht existierte. Ich hatte ihn ja schon lange vor einer solchen Situation gewarnt und er nahm es eben hin.</p>
<p>Leider kam Walter mit dem Essen ueberhaupt nicht zurecht und er ass nur sehr wenig. Natuerlich nahm er ab. Einmal die Woche klagte er mir mindestens sein Leid. Waere wohl taeglich gewesen, aber er hielt sich zurueck mit dem Load kaufen.</p>
<p>Und so kam es wie es kommen musste. Eines Tages, es muss um den 20. April herum gewesen sein, klappte er zusammen und kollabierte. Wie lange er da bewusslos auf dem Boden gelegen hatte, wusste er nicht mehr, aber es war wohl gegen fuenf gewesen als er zusammen brach und nun war es schon dunkel und es ruehrte sich nichts im Haus. Er schleppte sich zu seinem Schlafplatz in der Ecke &#8211; aus dem gemeinsamen Zimmer hatte Helen ihn seit der Weigerung mit dem Geld ausquartiert &#8211; entrollte die Matte und schlief auch sofort ein. Drei Tage lag er auf seiner Matte, und wenn er etwas brauchte wie Wasser zumTrinken musste er es sich trotz seines erbaermlichen Zustandes selber holen. Nach drei Tagen schickte er mir eine SMS und bat mich anzurufen. Das machte ich und als er mir von seinem Zusammenbruch und der &#8220;Hilfe&#8221; erzaehlte, riet ich ihm zu gehen. Ich bot ihm an bei uns zu bleiben, bis er nach Hause fliegen konnte. Nun machte sich sein Notgroschen bei Rico bezahlt.</p>
<p>Ich rief Rico an und bat ihn fuer Walter was vernuenftiges zu kochen wie Huehnersuppe.  Inday wuerde ihm das Huhn bei ihrem naechsten Besuch bezahlen. Zwei Stunden spaeter kam eine SMS von Walter und er bedankte sich fuer das Essen. In jener Nacht blieb er bei Rico.</p>
<p>Am naechsten Tag erzaehlte er Helen, dass er gehen wuerde. Sie nahm es mit einem Axelzucken zur Kenntnis. Er packte seine Sachen und kroch erst mal bei Rico unter. Am 27.4. bekam ich frueh morgens eine SMS, dass er Paniog verlassen hatte und auf dem Boot nach Surigao City sei.</p>
<p>Von dort fuhr er mit dem Bus nach Butuan und ueber Davao nach Gensan. Nachts um eins kam er bei uns an. Aber er sah schlimm aus. Wog er frueher 80 Kilo, dann wog er jetzt nur noch 60 Kilo.</p>
<p>Wir mussten ihn wohl erst einmal wie hoch paeppeln.</p>
<p>Und das austehende Geld fuer den Motorradverkauf wurde nie an Ihn bezahlt.</p>
<p>The end.</p>

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		<title>Walters Motorrad</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 07:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 18. Oktober 2008 waren Walter und Helen aus unserem Haus ausgezogen und hatten sich nur zirka 2 Kilometer von uns entfernt ein Haus gemietet, das allerdings reparaturbeduerftig war und bei heftigem Regen stellte es sich auch als nicht ganz dicht heraus. Zum Glueck erlaubte die Eigentuemerin Reparaturen von der Miete abzuziehen. Schon zwei Tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Oktober 2008 waren Walter und Helen aus unserem Haus ausgezogen und hatten sich nur zirka 2 Kilometer von uns entfernt ein Haus gemietet, das allerdings reparaturbeduerftig war und bei heftigem Regen stellte es sich auch als nicht ganz dicht heraus. Zum Glueck erlaubte die Eigentuemerin Reparaturen von der Miete abzuziehen.</p>
<p>Schon zwei Tage nach dem Umzug schaute Walter nach einem Motorrad. Er dachte daran sich ein neues zu kaufen und auf Raten zu bezahlen, aber das erwies sich als gar nicht so einfach, schliesslich hatte er &#8220;nur&#8221; ein Touristenvisum und die Verkaeufer waren da wohl skeptisch er koennte einfach wieder ausreisen. Schliesslich fand er eine gebrauchte 125er Yamaha XT die ihm gefiel und die scheinbar auch einigermassen in Ordnung war. Scheinbar&#8230;.. <span id="more-857"></span>Nun der Verkaeufer wollte 40k haben, aber Walter war ja nun wirklich klamm bezueglich barem und da er schnell feststellte, dass der Verkaeufer einen Laden fuer Computerteile und Elektronik hatte, machte er ihm ein Angebot. 10k in bar und der Rest durch einen Tausch mit seinen Computerteilen, die er ja im voraus per Balikbayan Box an mich geschickt hatte. Der Verkaeufer stimmte nach ausgiebiger Besichtigung aller Teile zu und Walter war nun motorisiert. Ein Kaufvertrag wurde geschlossen, aber das war etwas komplizierter, da der Eigentuemer nicht der Verkaeufer war, sondern dessen Bruder. Eine &#8220;Power of Attorney&#8221; lag nicht vor. So wurde das Geschaeft zwar abgeschlossen, aber eine Umschreibung des &#8220;Bikes&#8221; war nicht moeglich, da der Bruder erstmal den Vertrag unterschreiben musste. So konnte Walter zwar das Motorrad benutzen, aber das war auch alles fuer den Moment.</p>
<p>Als naechstes mussten zwei Helme besorgt werden, denn auch hier galt die Helmpflicht. Walter kaufte zwei billige &#8220;Integralhelme&#8221; Made in China und was oder ob die was taugen, wuerde man nur im Falle eines Unfalls erfahren. Hoffentlich mussten sie sich nicht bewaehren, denn bei 1500 Pesos pro Helm bin ich eher skeptisch.</p>
<p>Nach den ersten Tagen stellte Walter natuerlich einige ganz erhebliche Maengel an dem &#8220;Gefaehrt&#8221; fest. So musste der Motor ueberholt werden. Wie schon gesagt war Walter sehr geschickt im Handwerklichen und hatte auch in Bezug Motoren Erfahrung und er zerlegte das &#8220;Geraet&#8221; komplett in seine Einzelteile. Ich kannte ja Walter in dieser Beziehung. Auch wenn er ein &#8220;Teil&#8221; noch nie zerlegt hatte, so begann er die Arbeit sowieso und sortierte alle Teile, jede Schraube in der Reihenfolge, in der er sie entnahm. Die ganzen Teile wurden auf ein grosses weisses Tuch gelegt. So hatte er versucht meine Bridge Kamera zu reparieren. Leider war das kaputte Teil fuer die Kamera einzeln nicht zu bekommen und so baute er sie wieder zusammen und sie funktionierte genauso wie vorher ohne das Zoom. Auch die Zerlegung des Motors ging so von statten. Als er den Motor zerlegt hatte wollte er erstmal einen neuen Dichtungssatz und verschieden andere Teile kaufen. Er ermahnte Helen noch einmal nur ja nichts anzufassen und zog los um alles zu besorgen. Als er zurueck kam, gab es einen Riesenschrecken. Das weisse Tuch mit den Teilen war weg. &#8220;Wo sind die Motorenteile?&#8221; fuhr er Helen an. &#8220;Na im Tuch schoen gebuendelt in der Abstellkammer. Mich hat das hier im Wohnzimmer gestoert.&#8221; entgegnete sie und Walter holte sich das Buendel aus der Kammer. Alles war natuerlich durcheinander gepurzelt und Walter fluchte erst mal alle Heiligen vom Himmel &#8216;runter. Dann schiss er Helen zusammen, die natuerlich &#8220;nix&#8221; gemacht hatte, schliesslich sei alles vollstaendig war ihre Ausrede um das &#8220;nix&#8221; zu begruenden. Der Haussegen hing also die naechsten drei Tage schief, denn als Walter versuchte nach einer Stunde oder so einzulenken, machte Helen einen auf &#8220;Tampo&#8221; und fuer drei Tage gab es das Schweigen im Walde. Walter kam erst mal zu uns &#8216;rueber und &#8220;weinte&#8221; sich aus.</p>
<p>Am naechsten Tag versuchte Walter die Teile wieder zu sortieren so gut es ging und alles was er nicht genau wusste wurde getrennt aufbewahrt. Dann ging es an die Reparatur und Walter fing mit dem Zusammenbau an und tauschte dabei Beschaedigtes aus. Da er drei Tage brauchte wurde er wegen Helens Schweigen wenigstens nicht gestoert. (Ich frage mich, was solche &#8220;Streitereien&#8221; bringen, ist doch schade um die verlorene Zeit miteinender. Wir haben das in unserer Ehe ganz am Anfang schon abgestellt.) Walter brachte den Motor &#8211; wie nicht anders zu erwarten &#8211; am Ende auch ohne Probleme zum Laufen. Er musste auch noch einige andere Teile besorgen und erneuern, aber dann stand das &#8220;Ding&#8221; da wie eine eins.</p>
<p>Mittlerweile war auch der unterschriebene Kaufvertrag zurueck gekommen und das Motorrad wurde auf den Namen von Helen umgemeldet. Das naechste Problem war nun Walters Fuehrerschein, denn mit dem deutschen &#8220;Lappen&#8221; (er hatte noch den Rosanen) konnte er nur bis zum 6. November fahren. Er ging also auf die LTO und beantragte einen philippinischen Fuehrerschein. Nun es blieb beim Versuch, denn mit einem Touristenvisa wollten sie den Fuehrerschein nicht umschreiben. Und seinen internationalen &#8220;Lappen&#8221; haben sie nur angesehen, die Nase geruempft und gemeint, dass der hier nicht gilt. Zum Glueck habe ich gute Beziehungen zum Chef der LTO hier und lud den in den naechsten Tagen zum Abendessen ein. Er kam gerne, denn er fuhr auf Rindsrouladen absolut ab. Spaetzle wollte er keine dazu, aber Kartoffelbrei. Nach dem Essen schilderte ich ihm Walters Problem, dass fortan fuer kurze Zeit sein Problem war. Innerhalb von zwei Tagen hatte Walter einen Computerausdruck als Fuehrerschein in der Tasche, der fuer 5 Monate galt. Bis dahin wuerde der origninale Fuererschein aus Manila ankommen.</p>
<p>Also war nun fuer Walter erstmal &#8220;Friede, Freude, Eierkuchen in Sachen Motorrad und Fuehrerschein angesagt und er brauchte keine Kontrollen mehr zu fuerchten.</p>

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		<title>Walters &#8220;Internet Cafe&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 06:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesem und in einigen zukuenftigen Beitraegen will ich ein wenig mehr von Walter erzaehlen. Es gibt da doch einiges, das in der langen Fortsetzungsgeschichte nur kurz angerissen war. Als Walter nach San Jose in Surigao zog, plante er ja ein Internet Cafe aufzumachen, sicherlich ein schwieriges Unternehmen ohne Geld. Aber Walter war ja ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem und in einigen zukuenftigen Beitraegen will ich ein wenig mehr von Walter erzaehlen. Es gibt da doch einiges, das in der langen Fortsetzungsgeschichte nur kurz angerissen war.</p>
<p>Als Walter nach San Jose in Surigao zog, plante er ja ein Internet Cafe aufzumachen, sicherlich ein schwieriges Unternehmen ohne Geld. Aber Walter war ja ein ewiger Optimist und glaubte das schon durchziehen zu koennen. Er kam also guten Mutes in San Jose an und dort zogen Helen und Walter erst einmal bei Helens Onkel ein. Der war natuerlich riesig erfreut ueber die unerwarteten Gaeste, aber philippinische Gastfreundschaft verbot ihm zu meckern. <span id="more-518"></span>Am naechsten Tag schwang sich Walter auf sein Motorrad um den Ort zu erkunden. Helen hatte ihm erzaehlt, dass es in der ganzen Town kein Internet Cafe gaebe und auf seiner Erkundungsfahrt konnte Walter natuerlich drei Internet Cafes entdecken. Er ging in alle drei  &#8216;rein und unterhielt sich mit den Betreibern, die vom guten Geschaeft schwaermten, aber ueber mangelndem Reparatur Service schimpften. Alles muessten sie nach Surigao City bringen und da ging mindestens ein Tag verloren, bei schlechtem Wetter manchmal auch zwei. &#8220;Halloooo&#8221; dachte sich Walter da ist ja Geld zu machen.</p>
<p>Zu Hause angekommen erzaehlte er Helen, dass man statt einem Internet Cafe doch ein &#8220;Repair Shop&#8221; fuer Computer aufmachen koennte und gleichzeitig andere Arbeiten mit anbieten koennte wie z.B. alle Arten von Software und Installationen und andere Dinge, wie die zahlreichen alten Fotos, die ueberall in den Haeusern hingen durch neue Ueberarbeitungen auf Vordermann bringen. Helen war insbesondere begeistert ueber die Idee mit den alten Bildern. Das sollte gutes Geld bringen meinte sie.</p>
<p>Am naechsten Tag zog Walter also los um nach einem geeignetem Platz zu suchen, wo man diese Idee verwirklichen koenne. Er wurde auch recht bald fuendig und sah eine alte groessere Garage leer stehen, zwar ohne Fenster aber mit offenem Tor war es hell genug und nachts musste man eh Licht machen. Nun die Eigentuemerin witterte natuerlich in dem daher gelaufenen &#8220;Joe&#8221; das Geschaeft ihres Lebens und forderte eine Monatsmiete von 5000 Pesos fuer das vergammelte Loch in dem es noch nicht mal  Strom gab und man sich erstmal mit der elektrischen Kooperative in Verbindung setzen musste um die Stromversorgung zu sichern. Zu Hause erzaehlte er von seinem &#8220;Fund&#8221; und der Onkel meinte, dass er die Eigentuemerin kenne und der erst mal den Marsch blasen wuerde wegen ihrer unverschaemten Forderungen. Am naechsten Tag gingen Walter, Helen und der Onkel zu der &#8220;Tante&#8221; und verhandelten. Man einigte sich auf eine Monatsmiete von 800 Pesos und Strom wuerde sie mittels eines Verlaengerungskabels vom Haus zur Verfuegung stellen, bis die Coop den Zaehler installiert hatte.</p>
<p>Man benoetigte nun einen oder mehrere Computer und so machte sich Walter am naechsten Morgen auf den Weg nach Surigao um sich dort zu erkundigen. In einem Computerladen fand er auch ein komplettes Angebot einschliesslich Drucker fuer 13000 Pesos. Man verhandelte und der Verkaeufer gab ihm Discount und Walter bezahlte nur knappe 12k. Fuer einen zweiten Rechner langte das Geld aber nicht mehr. Walter fuhr zurueck nach San Jose und besorgte dort noch Holz, Farbe und Naegel, denn am naechsten Morgen wollte man mit der Renovierung der Garage beginnen.</p>
<p>Da man Geld fuer den Schreiner sparen wollte, machte sich Walter selbst an die Arbeit. Er war handwerklich wirklich geschickt, aber er war kein Schreiner. Trotzdem zimmerte er, was das Zeug hielt; er haemmerte und fluchte, hobelte und schimpfte, saegte und maulte, nagelte und schrie usw. Aber entgegen aller Erwartungen war das &#8220;Rumgeschreinere&#8221; von Walter gar nicht so schlecht. So langsam nahm alles Formen an in den naechsten Tagen. Ein kleiner Bereich wurde abgetrennt zum schlafen. Der Rest war das &#8220;Shop&#8221; mit Arbeitstisch, Wartebank und dem Computertisch, der ja beim Kauf dabei gewesen war.</p>
<p>Am naechsten Tag druckte Walter einige &#8220;Broschueren&#8221; und verteilte die im Ort. Einige wurden auch an strategisch wichtigen Stellen aufgehaengt um Kunden zu werben. Und nun begann das Warten auf Kunden. Die Internet Cafes hatte er persoenlich ueber seinen Reparatur Service informiert. Nach einigen Tagen sollte dann auch der erste Kunde kommen. Ein altes vergammeltes Hochzeitfoto solle also &#8220;restauriert&#8221; werden. Nun Walter sagte dem Kunden am naechsten Tag wieder zu kommen und machte sich an die Arbeit. Als er fertig war, war das Resultat nun wirklich gelungen.</p>
<p>Am naechsten Tag kam der Kunde um sein neues &#8220;altes&#8221; Hochzeitsbild abzuholen. Die Begeisterung war gross und er meinte, er wuerde Walter weiter empfehlen, aber als der Kunde zahlen sollte, gab es ein langes Gesicht. Denn die 450 Pesos die Walter fuer seine Arbeit einschlieslich Drucken verlangte waren dem guten Mann zuviel. Denn die Preisliste, die Walter ihm gegeben hatte, hatte der Kunde  nicht gelesen. Es wurde also eine Weile gefeilscht und man einigte sich auf 350 Pesos. Natuerlich hatte der Kunde nicht genug Bares in der Tasche und zahlte 200 Pesos an und versprach den Rest in der kommenden Woche zu begleichen. Aber der Kunde kam nie mehr zurueck. Weitere Kunden kamen nur sporadisch und das eingenommene Geld reichte hinten und vorne nicht. Der Onkel bot Walter an seinen Helm zu kaufen und machte eine Anzahlung von 500 Pesos. Auch hier bekam er das Versprechen: Naechste Woche und danach hiess es wieder: Naechste Woche&#8230;. usw, aber das kennen ja die meisten Expats nur zu gut.</p>
<p>Die Miete war faellig, aber Walter konnte nur die Haelfte bezahlen, versprach aber von den naechsten Einnahmen zu &#8220;loehnen&#8221; was er auch machte. Sechs Wochen mit dem &#8220;Internet Cafe&#8221; waren vergangen, aber Geld wurde keines verdient. Reserven hatte man nicht, also musste das Cafe geschlossen werden. Uebrigens waren die Internet Cafe Betreiber nie zu Walter gekommen, die waren weiter nach Surigao City gefahren um ihre PCs repariert zu bekommen.</p>
<p>Helen und Walter entschlossen sich nach Paniog zu ziehen, aber das ist eine andere Geschichte.</p>

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		<title>Ode an ein angebruetetes Entenei!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 07:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[balut]]></category>
		<category><![CDATA[entenei]]></category>
		<category><![CDATA[expat]]></category>
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		<description><![CDATA[Balut Ein “Fippse” uberred’t mich zu essen Eine der Pinoy Delikatessen Balut – ich must’ kotzen Danach nur noch motzen Mag das Essen ganz schnell vergessen. Beliebt bei Bier –und Rumtrinkern im ganzen Land ist es wohl der meist geliebte Pulutan (Snack beim trinken alkoholischer Getraenke) fuer Pinoys, aber eben auch der meist gehasste bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Balut</strong></p>
<p>Ein “Fippse” uberred’t mich zu essen</p>
<p>Eine der Pinoy Delikatessen</p>
<p>Balut – ich must’ kotzen</p>
<p>Danach nur noch motzen</p>
<p>Mag das Essen ganz schnell vergessen.</p>
<p>Beliebt bei Bier –und Rumtrinkern im ganzen Land ist es wohl der meist geliebte Pulutan (Snack beim trinken alkoholischer Getraenke) fuer Pinoys, aber eben auch der meist gehasste bei uns Expats. International ist Balut wohl der Inbegriff von kulinarischem Ekel, so dass es sogar in der TV Reality Show “Fear Factor” als “Mutprobe” verwendet worden war. Aber fuer einen Pinoy ist Balut eine der groessten “Koestlichkeiten” des Landes.<span id="more-379"></span></p>
<p>Wer kennt sie nicht die Balut Verkauefer im ganzen Land….. ob in Pagudpud im hohen Norden oder in Digos im tiefen Sueden, man hoert sie lange bevor man sie sieht. “Baluuuuuuut” toent es durch die Nacht und meist wird der Ton am Ende noch angehoben. Schlafraubend hoeren wir es manchmal sogar noch nach Mitternacht. (Ein Gesetz sollte den Genuss und Verkauf von Balut nach Mitternacht untersagen . Hier sollte eigentlich ein zwinkender Smilie hin, aber wir haben “Einbauprobleme”)</p>
<p>Aber was ist denn nun genau dieses “wunderbare” und gleichzeitig “ekelerregende” Balut? Nun befruchtete Enteneier werden in speziell dafuer vorgesehenen Behaeltern fuer 18 – 21 Tage angebruetet, so dass das Ei einen vollstaendigen Foetus mit Fuessen, Schnabel und Federn enthaelt. Das Ei wird gekocht und warm gehalten verkauft an die Liebhaber dieser Delikatesse.</p>
<p>Balut richtig zu essen ist eine Kunst. Es beginnt mit dem Wort: Wenn man Balut sagt, beginnt man mit leicht geschlossenen Lippen, die Zunge testet ganz kurz den Gaumen, der Mund oeffnet sich und formt ein O oder U in Vorfreude auf das kommende, und die Zunge beruehrt kurz die Zaehne. In diesen Mundbewegungen alleine ist die Liebe des Filipino zu Balut ausgedrueckt. Danach klopft man das stumpfe Ende des Eies auf, entfernt vorsichtig die Schale bis man eine Oeffnung hat, die in etwa der Groesse einer ein Peso Muenze entspricht. Nun wuerzt man den Saft im Ei mit einem Gewuerz seiner Wahl – meist wird es wohl Salz sein – und schluerft den “Juice” aus dem Ei. Danach wird weiter geschaelt und Stueck fuer Stueck der Entenembryo verspeisst. Ein wenig Calamansi Juice wird von vielen auf das junge Entchen getraeufelt.</p>
<p>Mich schuettelt es schon bei der “Vorstellung” Balut zu essen, bei dieser genauen Beschreibung musste ich mich fast uebergeben. Vielleicht sollte ich mir ein “wasserdichtes” Keyboard zulegen.</p>
<p>Aber fuer Pinoys ist Balut “Food for the Gods”. Ausserdem wird ihm eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt, was fuer den “Macho Pinoy” sicherlich nicht unbedeutend ist.</p>
<p>Wenn ich in das Alter komme, in dem ich um meine Potenz bangen muss, werde ich mich dann lieber an Viagra halten, aber das Balut schoen da lassen, wo es hingehoert – im Behaelter des Verkaeufers –</p>
<p>PS: Fuer den “Fippsen” in dem kleinen Limerick moechte mich entschuldigen, aber es musste ein zweisilbiges Wort sein und zweimal “Pinoy” waere schlechter Stil gewesen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EgjIrtCBpdA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/EgjIrtCBpdA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 04:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[expat]]></category>
		<category><![CDATA[immigration]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In einen Philippinenblog gehoert eigentlich alles was auch im weiteren Sinn etwas mit den Philippinen zu tun hat. Diese Geschichte begann in Deutschland zu einer Zeit, als Hartz IV noch relativ neu war. Der Betroffene hatte zu der Zeit alles Moegliche im Sinn, aber ganz sicher nicht die Philippinen.  Das Chatten im Internet kam immer mehr in Mode und viele Maedels aus sogenannten &#8220;Drittweltlaendern&#8221; merkten recht schnell, das damit Kohle zu machen ist.  Die Filipinas gehoerten natuerlich zu den Vorreitern, zu deutsch,  sie sind fast immer vorne dran, wenn es etwas zu holen gibt. Ich habe mich schon oft gefragt, was passieren wuerde, wenn diese Energie bei ehrlicher Arbeit eingesetzt wuerde. Und der Deutsche um den es in dieser Geschichte geht, begann mit der &#8220;Chatterei&#8221;, ohne die diese Story niemals geschrieben worden  waere.<span id="more-275"></span></p>
<p>Im Sommer 2007 wurde ich dann in die Sache hinein gezogen und sollte erste &#8220;Erfahrung&#8221; in Bezug auf Chat Girls sammeln. Halt!  Nicht was ihr jetzt alle denkt, nein, sondern&#8230;. aber lasst mich das von Anfang an erzaehlen.</p>
<p>Es war Juli und ich war seit einigen Monaten im Philippinenforum Deutschland angemeldet aber erste seit zirka Mitte Juni aktiv. Ich war also ein &#8220;Jungspund&#8221; im Forum und trotzdem kam diese private Nachricht &#8211; in Kuerze PN genannt &#8211; bei mir an. Warum? Nicht weil ich so ein erfahrener &#8220;Forumsschreiberling&#8221; gewesen waere, sondern weil ich eben in General Santos lebte.  Der &#8220;junge&#8221;  Mann &#8211; im Vergleich zu mir war er das wohl &#8211; erkundigte sich bei mir, wie er am besten von Davao nach GenSan kaeme. Er hatte einen Flug gebucht, der in Davao landete und wollte also Mitte September hier in GenSan ankommen um seine Internet Bekanntschaft kennen zu lernen.</p>
<p>Nun in den naechsten Wochen unterhielten wir uns sehr oft im Messenger und Walter &#8211; so wollen wir ihn der Einfachheit halber mal nennen &#8211; hatte sehr viele Fragen. Ich habe den Namen Walter bewusst gewaehlt, denn das &#8220;Mein Gott&#8221; steht dann sozusagen schon im Raum. Und ich moechte mich im Vorfeld bei allen, die Walter heissen, entschuldigen.</p>
<p>Aber zurueck zur Geschichte:  Nach vielen Chats im Messenger bot ich Walter an, dass ich ihn gerne auch in Davao am Flughafen abholen koenne, wenn er mir den Sprit bezahlen wuerde. Walter hatte naemlich etwas Angst am Ende ueberall anzukommen nur eben nicht da, wo er hin wollte.  Naja und bescheuert wie ich bin, sagte ich ihm auch noch er koenne bei uns schlafen. Aber er war auch ein sehr netter Mensch.</p>
<p>Nun ja Walter erzaehlte mir nun, dass er das Maedel schon seit einem Jahr kannte &#8211; zuvor hatte er auch mit Girls aus anderen Laendern gechattet, und seit 2006 &#8211; da war er in China &#8211; hatte er sich auf Asiatinnen &#8220;eingeschossen&#8221;,  aber eine Chinesin wollte er nicht, weil er die Sprache nicht erlernen wollte und er beim Englisch reden mit deren Akzent Probleme haette. Das wundert mich nicht, denn diese Probleme habe ich auch, obwohl ich geschaeftlich schon oft genug mit Chinesen zu tun hatte.  Je besser wir uns kennen lernten um so mehr erzaehlte er, und dabei stellte sich nun heraus, dass er des oefteren Geld an seine &#8220;Internetliebe&#8221; geschickt hatte, immerhin den stolzen Betrag von guten 3000 Euro im Verlauf von elf  Monaten.</p>
<p>Nachdem er nun im Chat angekuendigt hatte, dass er eben Mitte September auf Besuch kommen wollte, reagierte seine Angebetete nicht ganz so, wie er es sich erhoffte. Nachtigall ick hoer dir trappsen!  (Hoppla, als Bayer sollte ich da eigentlich sagen: Jo mie leckst am Arsch, aber do is der Wurm drin) Haben wir das denn nicht schon oefter gehoert? Er erzaehlte es mir und ich bot ihm an, dass wir uns ja mal erkundigen koennten, um welche &#8220;Dame&#8221; es sich bei seiner &#8220;Liebsten&#8221; handelte. Er stimmte zu und gab mir den Namen und die Adresse seiner hoffentlich zukuenftigen Lebenspartnerin.  Ein Bild schickte er mir auch &#8211; es war eine Webcam Aufnahme -  und &#8211; ohlala &#8211; ich konnte ihn verstehen. Ein bildhuebsches Maedel, vielleicht ein bisserl zu sehr geschminkt fuer meinen Geschmack,  lachte mich vom Bildschirm an.</p>
<p>Am Abend dieses Tages unterhielt ich mich mit meiner Tochter und fragte ob sie dieses Maedchen &#8211; sie wohnte uebrigens in Alabel, einer Staedtchen nur neun Kilometer von GenSan entfernt, aber bereits in Sarangani der Nachbarprovinz &#8211; kenne, was sie aber verneinte. Nun ich erzaehlte ihr von Walters Bedenken und fragte Marion, ob sie sich vielleicht in Alabel  ueber das Maedel erkundigen koennte. Meine Tochter bejahte, koenne aber erst am Wochenende hin, da es sonst mit der Schule Probleme geben koennte, sie wollte deswegen nicht abwesend sein. Ich erzaehlte Walter von seinem Glueck und er war schon sehr gespannt, was Marion heraus finden wuerde.</p>
<p>Das Wochenende kam, und am Sonntag Nachmittag machte sich meine Tochter auf, zusammen mit meiner Schwaegerin um hier Informationen zu bekommen. Wir anderen blieben daheim und vertrieben uns den Nachmittag mit der Glotze und angeregter Unterhaltung. Die Stunden vergingen und wir wunderten uns schon ein wenig, dass die &#8220;Ermittlungen&#8221; von Marion so lange dauerten. Musste wohl doch ein wenig komplizierter sein als es ausgesehen hatte.  Nun der Schlag mit dem &#8220;Hammer&#8221; sollte uns noch frueh genug treffen.</p>
<p>Gegen halb sieben kamen die beiden dann nach Hause und noch bevor sie zu erzaehlen begannen, lachten sie erstmal und es war kein Wort aus ihnen herauszubringen. Jedesmal wenn sie anfingen zu erzaehlen, begannen sie zu lachen. Wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen warum.  Nun ja, alles was lustig ist geht mal zu Ende und meine Tochter begann zu erzaehlen: &#8220;Wir sind also in Alabel erst mal ein wenig &#8216;rum gefahren und haben einige Leute gefragt, aber keiner konnte mit dem Namen etwas anfangen. Daher fuhren wir zur Polizeistation um dort zu fragen und auch da sagte man uns, dass es den Familennamen zwar gaebe, aber niemand dort hiesse Maria. Wir liessen uns die Adresse geben und fuhren einfach mal dort hin. Wir riefen &#8216;Ayo&#8217; und eine Frau um die 45 herum oeffnete. Wir fragten nach Maria und die Frau schaute einen Moment verdutzt und fragte, ob wir wohl den Mario meinten, ihren Sohn. Nein nein, wir meinen schon Maria, es handelt sich um ein Maedchen. Die Frau begann zu lachen um dann aufklaerend zu bemerken: Mein Sohn ist ein Ladyboy!&#8221;</p>
<p>Tja und hier kommt es zum ersten mal in dieser Story: &#8220;Mein Gott Walter!</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 2.Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 06:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den &#8220;Typen&#8221; getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den &#8220;Typen&#8221; getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem Betrachten meinte sie, dass man den Ladyboy auf diesem Bild wirklich nicht erkennen koenne.</p>
<p>Oh je, dachte ich mir, das ist ja eine schoene Scheisse. Wie bringe ich das nur dem Walter bei. <span id="more-297"></span>Das war eine aeusserst unangenehme Aufgabe. Nun etwa zwei Stunden spaeter kam Walter online und &#8220;funkte&#8221; mich auch erwartungsgemaess sofort an:</p>
<p>&#8220;Nun habt ihr was &#8216;rausbekommen?&#8221;  war seine erste Frage und ich zoegerte erst einen Moment bevor ich antwortete: &#8221; Ja schon aber das ist alles nicht ganz so einfach zu erklaeren. Und die Frage hier ist, ob du das ueberhaupt glaubst.&#8221;</p>
<p>Und so erzaehlte ich ihm die ganze Geschichte genauso wie Marion sie uns erzaehlt hatte. Wie erwartet war er erst etwas unglaeubig und platzte dann heraus: &#8220;Aber sie hatte mir doch ihre Pussy gezeigt!&#8221;  &#8220;Was, wie soll das denn gehen?&#8221; fragte ich und er sagte: &#8220;Warte mal ich schicke dir das Bild.  Auf dem Bild war dann zu sehen wie &#8220;sie&#8221; ihr Hoeschen etwas nach unten rollte und ausser Haaren waren keine Einzelheiten zu erkennen. Wenn &#8220;sie&#8221; also den Penis geschickt zwischen den Beinen &#8220;verklemmt&#8221; hatte, konnte man das durchaus als &#8220;Maedchen&#8221; durchgehen lassen. Ich erklaerte ihm, dass dieses Bild ja nun wirklich kein Beweis ist so wie man &#8220;es&#8221; saehe, und er sollte sich nun doch ueberlegen, was er weiterhin tun wolle. Walter bedankte sich und meinte er muesse erstmal darueber nachdenken, wie er das weiter handhaben wolle und wuerde mir spaeter Bescheid geben.</p>
<p>Fuer drei Tage meldete  Walter sich nicht um dann wieder online zu kommen und mir seine Plaene zu erlaeutern: &#8221; Ich habe in den drei Tagen zweimal mit ihr gechattet und mich entschlossen nichts zu sagen. Ich werde kommen und mich mit &#8220;ihr&#8221; treffen und dann eben konfrontieren.&#8221; &#8220;Wenn du das willst, sollten wir aber, bevor du das machst, ein paar Einzelheiten besprechen. Pinoys haben es nicht so gerne, wenn sie bloss gestellt werden.&#8221;  Wir beliessen es dabei und &#8220;redeten&#8221; noch ein Weilchen ueber andere Dinge.</p>
<p>Die Wochen vergingen und Walter erwaehnte &#8220;sie&#8221; mit keinem Wort mehr und ich fragte auch nicht weiter. Der September kam und der Tag seiner Abreise rueckte immer naeher. Ich fragte Walter, ob er mir Schnapsbohnen und Marzipan mitbringen koennte, denn das bekomme ich hier nirgendwo zu kaufen und er versprach es mir.</p>
<p>Am 21. September sollte er nachmittags in Davao ankommen und ich fuhr bereits am Vortag nach Davao, da ich beim Swiss Deli in Lanang noch einkaufen wollte. Nach der Ankunft ging ich also erstmal in den Deli Shop und machte die Vorbestellung und sagte ich wuerde alles am fruehen Nachmittag des naechsten Tages abholen. Das mache ich immer so wenn ich dort einkaufe.</p>
<p>Abends assen meine Frau und ich wie so oft im Picobello und gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen um Walter abzuholen. Der Flug aus Singapur war puenktlich gelandet und da Walter der einzige &#8220;Weisse&#8221; war, erkannten wir ihn sofort. Wir begruessten uns und luden erst mal seine Koffer ins Auto. Dann fuhren wir los, rauschten kurz im Swiss Deli vorbei um das Bestellte abzuholen und fuhren dann los nach GenSan.  Unterwegs hielten wir an verschiedenen Stellen an zum fotographieren und als wir am Tubac Viewpoint ankamen traute er sich nicht an das Gelaender &#8216;ran um Bilder zu machen und bat mich das fuer ihn zu tun.  Walter hatte Hoehenangst aber merkwuerdigerweise nicht im Flieger. Er erzaehlte dann auch, dass sich diese Angst in den letzten Jahren bei ihm graduell entwickelt hatte und so schlimm wurde, dass er seinen Job als LKW Fahrer aufgeben musste, weil er nicht mehr ueber Bruecken fahren konnte. Es wurde immer schlimmer und am Ende konnte er nicht mal Treppen hochsteigen, die an einer Seite ein Gelaender hatten. Das machte ihn voruebergehend berufsunfaehig und er bezog eine kleine Rente, die in etwa Hartz IV entsprach. Nebenher verdiente er sich schwarz einiges dazu, da er sich mit Computern bestens auskannte. Er lebte also nicht schlecht, wenn er auch keine Reichtuemer besass. Er war sozusagen Fruehrentner mit 40 Jahren.</p>
<p>Nach knappen drei Stunden kamen wir in GenSan an und quartierten ihn erstmal im Zimmer meines Sohnes ein, da das Gaestezimmer von Besuch aus Surigao belegt war. Danach gab es Abendessen und Walter ging schon um neun Uhr schlafen, da er auf Grund der Zeitverschiebung schon muede war. Zudem hatte er im Flugzeug nicht schlafen koennen.</p>
<p>Am naechsten Morgen besorgten wir ihm eine lokale SIM Karte, damit er sich mit &#8220;seiner Liebsten&#8221; in Verbindung setzen konnte. Die ersten Text Messages wurden ausgetauscht und &#8220;sie&#8221; weigerte sich  zu einem Treffen zu kommen. &#8220;Sie&#8221; wollte unbedingt, dass Walter nach Alabel kommt, wovon wir ihm aber abrieten, da wir wollten, dass er sich mit &#8220;ihr&#8221; an einem oeffentlichen Ort triftt, damit es im Falle von Streitereien nicht zu Handgreiflichkeiten gegen ihn kommen konnte.  Am Ende stimmte &#8220;sie&#8221; zu sich mit Walter im Fagioli Cafe zu treffen. Morgen um drei sollte dann die &#8220;Stunde der Wahrheit&#8221; sein.</p>
<p>Unterdessen nahm sich Walter mal meinen PC vor, bemaengelte dies und jenes, lud &#8216;runter, installierte, machte dies und das,  und am Ende war das Ding doppelt so schnell. Er konnte also wirklich was. Ansonsten passierte nicht weiter viel an jenem Tag.</p>
<p>Nun war es soweit. Am Vormittag war ich mit Walter zum Fagioli gefahren um es ihm zu zeigen, denn er wollte nicht, dass wir ihn nachmittags  hinbringen. &#8220;Sie&#8221; sollte, falls sie schon da ist, keine Moeglichkeit haben, Walter mit uns in Verbindung zu bringen. Um viertel vor drei zog Walter los und wir alle im Haus waren gespannt wie der legendaere Flitzebogen,  was da nun passieren wuerde. Ich hatte Walter ja prophezeit, dass &#8220;sie&#8221; nicht in Erscheinung treten wuerde, er meinte aber &#8220;die kommt bestimmt&#8221;&#8230;&#8230;</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 3.Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen halb sieben kam Walter wieder zurueck und nach einem kurzen Hallo begann er zu erzaehlen: &#8220;Als ich ins Fagioli kam und mich hinten in den Garten setzte wegen der Raucherei, bekam ich kurz darauf eine SMS mit der Frage, wo ich denn sei. Ich antwortete, dass ich im Garten sitze und zwei Minuten spaeter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen halb sieben kam Walter wieder zurueck und nach einem kurzen Hallo begann er zu erzaehlen: &#8220;Als ich ins Fagioli kam und mich hinten in den Garten setzte wegen der Raucherei, bekam ich kurz darauf eine SMS mit der Frage, wo ich denn sei. Ich antwortete, dass ich im Garten sitze und zwei Minuten spaeter kam ein Maedel und steuerte auf meinen Tisch zu. Hallo Walter, sagte sie und setzte sich. Ich schluckte erst mal und dachte mir, das ist aber ganz jemand anderes. Na ja, ich sagte erst mal nichts und wartete ab, welches Spiel hier gespielt werden soll. Nach der kurzen Begruessung meinte sie, wie schoen es doch waere, dass man sich endlich persoenlich kennenlernen wuerde. <span id="more-336"></span>Scheisspiel, dachte ich mir, denkt sie denn, dass ich als Kind zu heiss gebadet worden war und das nicht merke. Ich liess sie erzaehlen, beantwortete ihre Fragen und spielte mit. Gegen sechs Uhr meinte sie, dass sie nun gehen muesse, weil die Eltern es nicht gerne sehen wuerden, wenn sie spaet unterwegs sei. Wir verabredeten uns fuer den naechsten Tag und ich war eigentlich schon gespannt, wie das Spiel weitergehen sollte.&#8221;</p>
<p>Ich meinte: &#8220;Walter, der hat eine Cousine oder sowas geschickt, nach dem Motto, dass wir den vielleicht weiter melken koennen.&#8221; &#8220;Ja&#8221; sagte Walter &#8220;das dachte ich mir auch. Ich werde mich noch ein oder zweimal mit ihr treffen und dann aber Aufklaerung verlangen. Das ist schon eine Frechheit.&#8221; Wir diskutierten alle noch eine Weile darueber, aber wir kamen einstimmig zu dem Schluss, dass hier ein weiterer Abzockversuch gestartet werden soll.</p>
<p>Am naechsten Tag ging Walter also wieder aus um sich mit ihr zu treffen und es gab das gleiche Spiel. Kein Wort, dass sie eigentlich als &#8220;Ersatz fuer Maria&#8221; gekommen war.  Also schrieb Walter am Abend eine SMS und fragte, was das denn fuer ein Scheisspiel sei, das hier getrieben wird. Die Antwort war Entruestung und Unverstaendnis. Schliesslich sei sie ja sehr an Walter interessiert und wuesste ueberhaupt nicht was er mit Spiel meinte.  Walter entschloss sich sie dann morgen zur Rede zu stellen.  Aber dazu kam es nicht mehr.</p>
<p>Als die beiden sich dann am naechsten Tag trafen, platzte &#8220;Maria&#8221; heraus, dass sie eigentlich gar nicht Maria waere. Walter antwortete gelassen, dass ihm das im ersten Moment schon klar war, schliesslich haette er Mario oft genug mit der Webcam gesehen. Nun war sie aber ueberrascht, dass Walter wusste, dass Mario/Maria ein Ladyboy sei.  Alice, so hiess die &#8220;Ersatzmaria&#8221; entschuldigte sich wortreich, dass sie sich von ihrem Cousin ueberreden lassen hatte diese dumme Spiel mitzumachen. Man trennte sich und Walter kam nach Hause. Dort fragten wir ihn natuerlich was er nun vor haette. Er meinte, er wuerde dem Mario jetzt erst mal eine wuetende SMS schicken um sein Geld zurueckzufordern. Ich machte ihm klar, dass er davon wohl keinen Cent wiedersehen wuerde und eine Klage wohl auch nicht erfolgversprechend waere. Die SMS ging raus und die Antwort kam prompt. Mario schrieb, dass er fuer die Dummheit von Walter wohl nicht verantwortlich gemacht werden kann. Walter antwortete, die Tatsache, dass Mario sich als Frau ausgegeben haette, kann durchaus als Betrug angesehen werden und er werde klagen. &#8220;Ja klag doch du Arsch&#8221;  kam es hoehnisch in der naechsten SMS zurueck. &#8220;Walter hoer auf damit, du erreichst ueberhaupt nichts&#8221; unterbrach ich ihn beim Antwort texten, &#8220;am besten du gehst morgen zur Polizei in Alabel um das ganze aufnehmen zu lassen. Das ist keine Anzeige wie in Deutschland, aber es ist zumindest aktenkundig gemacht worden, falls du spaeter doch was unternehmen willst und moeglicherweise bekommt Mario Schiss und zahlt vielleicht doch was zurueck.&#8221;</p>
<p>Damit war das Thema zumindest vorlaeufig erledigt und am naechsten Tag fuhr ich mit Walter nach Alabel um die Sache bei der Polizei eintragen zu lassen. Wie erwartet grinsten sich die Polizisten eins, aber nahmen die Sache auf und der eine Polizist informierte Mario, dass eine &#8220;Anzeige&#8221; gegen ihn eingegangen sei. Am Abend kam dann eine SMS mit dem Angebot von Mario, das erschwindelte Geld in Raten zurueckzuzahlen. &#8220;Na prima&#8221; meinte Walter aber ich zog ihm den Zahn und erklaerte, dass Filipinos  schnell etwas versprechen wuerden, wobei man es mit dem Halten des Versprochenen nicht sehr ernst nehmen wuerde.</p>
<p>Dann fragte Walter, ob wir ihn nicht jemanden vorstellen koennten, damit er wenigstens etwas Begleitung in seinem Urlaub haben wuerde. Meine Frau dachte ein Weilchen nach und ihr fiel eine entfernte Cousine ein, die in Butuan als Maid arbeitete.  Also ging eine SMS  &#8216;raus und die beiden texteten eine Weile. Dann meinte meine Frau, dass Helen &#8211; so hiess die Cousine &#8211; fuer ein paar Tage kommen koennte. Allerdings muessten wir ihr das Fahrgeld schicken, denn wie ueblich hatte die Cousine  kein Geld in der Tasche.</p>
<p>Am naechsten Tag schickte ihr Walter das Fahrgeld und am folgenden Tag kam Helen in GenSan an. Die beiden lernten sich kennen und mochten sich scheinbar. Wir liessen die zwei meist alleine und sie erforschten auf eigene Faust GenSan und die naechste Umgebung. Wir machten auch einen Ausflug zum Lake Sebu fuer zwei Tage, verbrachten einen Tag am Gumasa Beach und die beiden fuhren auch oefter alleine zum London Beach (das Resort dort ist mittlerweile geschlossen) um zu schwimmen. So gingen die Tage doch recht schnell vorbei, bis eine SMS aus Butuan ihre Rueckkehr forderte. Schliesslich hatte Helen einen Job dort und dem Boss dauerte die Abwesenheit seiner Helferin schon entschieden zu lange. Also hiess es Abschied nehmen als meine Frau ein Angebot machte: &#8220;Helen du kannst auch bei uns arbeiten, wenn du willst. Dann kannst du zumindest bis zum Ende von Walters Urlaub mit ihm zusammen sein.&#8221; Das schien Helen nicht so sehr zu schmecken und es stellte sich schnell heraus, dass sie 13000 Peso &#8220;cash advance&#8221; bei ihrem Boss hatte. Walter bot an das ihr zu zahlen, aber er hatte nun auch nicht soviel Bargeld dabei, dass es am Ende auf uns zurueck fiel. Aber Walter bezahlte uns spaeter von Deutschland aus.  So fuhren die beiden gemeinsam nach Butuan um Helen von ihrer Arbeitsstelle loszueisen und dann wollten die beiden noch nach Dinagat in das Dorf von dem Helen stammte.</p>
<p>Wir waren gespannt, wie Walter das Leben in einem einfachen Dorf wie Paniog aufnehmen wuerde, denn das kannte er noch nicht.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 06:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach acht Tagen kamen Walter und Helen zurueck nach GenSan und erzaehlten. Walter fand das einfache Leben in diesem Fischerdorf einfach nur klasse und alle waren so lieb und nett und freundlich zu ihm gewesen.  (Das hab ich doch schon mal gehoert) Ich selbst hatte lange genug auf dem Land gelebt (in Surigao und Bukidnon)  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach acht Tagen kamen Walter und Helen zurueck nach GenSan und erzaehlten. Walter fand das einfache Leben in diesem Fischerdorf einfach nur klasse und alle waren so lieb und nett und freundlich zu ihm gewesen.  (Das hab ich doch schon mal gehoert) Ich selbst hatte lange genug auf dem Land gelebt (in Surigao und Bukidnon)  und habe jetzt eigentlich schon ganz gerne etwas Stadt um mich herum.  Manila muss nicht sein, aber eine mittelgrosse Stadt wie GenSan passt da gerade.</p>
<p>Am Abend erzaehlten die beiden, dass sie heiraten wollten. Ach du meine Guete, heiraten! Kennen sich gerade mal gute zwei Wochen und wollen heiraten. Mein Gott Walter, ihr habt sie doch nicht alle beisammen!   <span id="more-341"></span>Ich versuchte den beiden zu erklaeren, dass man ja nicht unbedingt heiraten muesse und auch ohne Trauschein zusammenleben koennte. Aber sie wollten eben heiraten. Und dann kam der naechste Hammer: Walter wollte unbedingt auf den Philippinen leben. Er wollte Expat werden und sich in GenSan niederlassen. Na wenigstens nicht in der Naehe der Familie.Ich fragte Walter wie er sich das vorstellte und was er denn machen wollte um Geld zu verdienen, und er meinte nur, na da wird sich was finden. Ich konnte eigentlich nur noch den Kopf schuetteln, aber da er ja jetzt fuer ein Jahr nach Deutschland zurueck ginge, wuerde er sich vielleicht alles nochmal ueberlegen und beschloss das Thema vorerst auf sich beruhen zu lassen.</p>
<p>Die restlichen zehn Tage von Walters Urlaub vergingen wie im Flug und der Tag seines Rueckfluges kam immer naeher. Schlieslich war es soweit und wir fuhren morgens los nach Davao um ihn zum Flughafen zu bringen. Sein Flug ging am fruehen Abend und wir bummelten noch ein wenig in der Stadt und assen Pizza im Picobello. Drei Stunden vor Abflug brachten wir ihn zum Flughafen und nach einer langen Verabschiedung und schier endlosen Knutscherei der beiden, konnten wir auch Tschuess sagen und Walter verschwand mit seinem Gepaeck im Abfertigungsgebaeude.</p>
<p>Wir fuhren zurueck nach GenSan und Helen war auf der gesamten Rueckfahrt sehr schweigsam.</p>
<p>Nach zwei Tagen meldete sich Walter im Chat bei mir um zu sagen, dass er gut angekommen waere. Zwei Wochen spaeter teilte Helen uns mit, dass sie aufhoeren wuerde zu arbeiten und nach Paniog fahren wollte um dort auf die Rueckkehr Walters zu warten. Er wolle es so, was sich aber hinterher als Luege herausstellte. Aber wir wollen ja der Geschichte nicht vorgreifen. Wir liessen sie ziehen und suchten uns eine andere Helferin, die uebrigens heute noch bei uns ist.</p>
<p>Die Wochen und Monate vergingen. Walter und ich chatteten im Internet einmal die Woche oder so, aber mit Helen war die Kommunikation schwieriger, da sie auf dem Land lebte, mit Computern nicht umgehen konnte und selbst wenn, es bei ihnen im Dorf keine Moeglichkeit gibt, eine Verbindung zum Netz zu bekommen. Da blieb nur das Handy mit SMS als einziges Kommunikationsmittel.</p>
<p>Anfang Maerz 2008 machten wir uns auf unsere geplante Rundreise durch das ganze Land. Da ich mobiles Internet hatte, standen Walter und ich in Verbindung.  Im Mai teilte er mir mit, dass er eine Balikbayan Box mit Computerteilen an meine Addresse geschickt habe, da er hier etwas mit Computern machen wolle. Ende Juni schrieb er mir, dass er am 6. August in Manila ankommen wuerde. &#8220;Guter Gott Walter, da sind wir ja noch gar nicht zuhause und abkuerzen werden wir den Urlaub deinetwegen bestimmt nicht.&#8221; Das machte ihm aber nichts aus, er wuerde eben warten, bis wir um den 20. August herum ankommen wuerden.  Am 19. kamen wir dann zu Hause an und da waren die beiden. Naja ganz so hatte ich mir die Rueckkehr eigentlich nicht vorgestellt.</p>
<p>Wir gewohnten uns leider nur allzuschnell an das Alltagsleben und Walter erzaehlte, er habe alle Papiere zum heiraten bereits dabei einschliesslich des Ehefaehigkeitszeugnisses. Alles war  in die Wege geleitet worden und sogar an einem Seminar haetten sie teilgenommen, bei dem man Helen gar schauderliche Dinge ueber uns &#8220;Foreigners&#8221; erzaehlt haette und sich sogar nach sexuellen Gewohnheiten erkundigte.  Ich versuchte Walter ins Gewissen zu reden und die Hochzeit zurueckzustellen, aber er meinte, dass er jetzt alle Papiere habe und geheiratet werden wuerde. Punkt!</p>
<p>Am gleiche Abend fragte ich ihn, wieviel Geld er ueberhaupt mitgebracht habe und da haette mich wirklich fast der Schlag getroffen. 800 Euro!!! Ich war sprachlos. &#8220;Naja das war schon mehr&#8221; verteidigte er sich, &#8220;aber die Vorbereitungen fuer die Hochzeit und das Brautkleid und und und&#8230;.. Und ich will ja die Computerteile verkaufen das bring auch nochmal 4000 Euro.&#8221;  &#8220;Wers glaubt&#8221; entgegegnete ich. Naja er hatte ja immerhin seine stolze Rente in Hoehe von 350 Euro, also verhungern wuerde er nicht.  Das war auch so ein Trugschluss!</p>
<p>Ende September kam der grosse Tag der beiden und nachdem wir uns alle schoen heraus geputzt hatten,  ging es zum Gericht, wo der Richter auf uns warten sollte. Aber bedauerlicherweise wurde weder meine Frau noch die Braut ins Gerichtsgebaeude gelassen, da kurzaermelige Bekleidung nicht zulaessig war.  Wir riefen also daheim an, damit jemand zwei Jacken fuer die Damen vorbei bringen konnte. Schliesslich waren wir im Gerichtsgebaeude, aber der Richter war noch nicht da. Der musste naemlich ein Ticket kaufen um am kommenden Montag nach Manila zu fliegen, da er dort an einem Seminar teilnehmen sollte. Was fuer ein Zeitpunk zum Ticket kaufen!  Haette ja auch die Sekretaerin schicken koennen. Also warteten wir mehr oder weniger geduldig auf den &#8220;Herrn Richter&#8221;! Mit 45 Minuten Verspaetung kam der Richter endlich an und die Zeremonie konnte beginnen. Der Richter hielt eine Ansprache an die Paare &#8211; neben Walter und Helen waren da noch vier andere Heiratswuetige  &#8211; und als er loslegte, sprach er von Gesetzen und den Filipinos, den OFWs, die in Kaelte und Hitze fuer ihr Land arbeiteten und von den Strassenkindern  und sprach und suelzte und sprach und droehnte und redete usw &#8211; ad infinitum &#8211; 5 Minuten, 30 Minuten 1 Stunde, und nirgendwo war ein Schalter um ihn auszuschalten. Der eine Braeutigam begann leise zu schnarchen &#8211; alle grinsten &#8211; eine andere Braut konnte nur mit Muehe die Augen offen halten und endlich nach 72! Minuten war er fertig und begann die Zeremonie zu erklaeren. Zehn Minuten spaeter war alles vorbei und ob die beiden den groessten Fehler ihres Lebens gemacht hatten wuerde die Zukunft zeigen.</p>
<p>Der Caterer hatte das bestellte Essen wie ausgemacht um vier Uhr gebracht, aber wir kamen erst gegen sechs Uhr nach Hause und so war alles kalt geworden.</p>
<p>Fuer Helen und Walter, den neugebackenen Expat, hatte nun das &#8220;Abenteuer Ehe&#8221; begonnen, und was fuer ein Abenteuer es werden sollte.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 5.Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 07:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits nach drei Tagen kam Walter zu mir um mich zu fragen, ob es normal sei, dass die Filpinas dauernd meckern. Er meinte seit sie den Ring am Finger hat, wuerde sie sich laufend beklagen. Nichts koenne er mehr richtig machen. Ich verneinte, schliesslich wuerde meine Frau auch nicht dauernd meckern und hat sie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits nach drei Tagen kam Walter zu mir um mich zu fragen, ob es normal sei, dass die Filpinas dauernd meckern. Er meinte seit sie den Ring am Finger hat, wuerde sie sich laufend beklagen. Nichts koenne er mehr richtig machen. Ich verneinte, schliesslich wuerde meine Frau auch nicht dauernd meckern und hat sie auch nicht in der Vergangenheit gemacht.</p>
<p>Am naechsten Tag, sprach ich Walter darauf an doch mal ernsthaft ueber seine Zukunft nachzudenken und etwas zu tun. Ich machte ihm auch klar, dass er nicht dauerhaft hier bei uns im Haus leben kann. &#8220;Ja&#8221; sagte er &#8220;ich lasse mir was einfallen, muss aber mit Computern zu tun haben.&#8221; &#8220;Ok, Walter hoer zu&#8221; begann ich &#8220;hier in GenSan gibt es auf Grund der fischverarbeitenden Industrie hunderte von Firmen und alle haben Computer in Verwendung. <span id="more-349"></span>Aber alle, die ich kenne, haben niemanden der ordentliche Reparaturen und andere Arbeiten erledigen kann. Das waere eine Luecke fuer dich. Du sprichst die Firmen an und wenn du deine Sache gut machst, hast du bald mehr Kunden als du alleine aufarbeiten kannst&#8221; E r meinte, er wuerde sich das mal ueberlegen, aber erst muesste er mal eine Wohnung finden und mit Helen ins Reine kommen, damit die Noergelei aufhoeren wuerde. Zwei Tage spaeter gab es den ersten handfesten Streit. Helen wollte dass er 20000 Pesos an ihren Vater schickt, damit er sich eine Karaoke kaufen koennte um Geld zu verdienen. Walter hatte keine 20000 uebrig, also gab es Knatsch und er machte erstmals mit Tampo Bekanntschaft. Da redet dann der Partner bis zu drei Tagen kein einziges Wort mit dir.</p>
<p>Am 18. Oktober war es dann soweit. Die beiden hatten eine Wohnung gefunden und zogen aus. Als eine der ersten &#8220;Amtshandlungen&#8221; wurde ein gebrauchtes Motorrad gekauft um mobil zu sein. Brauchte er ja, wenn er mit den Firmen reden wollte um  deren Computer instand zu halten. Aber er ging nie los, um mit den Firmen zu sprechen.</p>
<p>Nun moechte ich ganz kurz erklaeren, wie er in Deutschland die Ueberweisung seiner Rente von einem Freund handhaben liess. Der Freund hob die Rente via ATM Karte von Walters Konto ab und ueberwies das Geld an Walter via Western Union. Zudem leerte der Freund den Briefkasten von Walters Wohnung in Deutschland und informierte ihn, wenn irgendwas wichtiges anlag. Das sollte spaeter eine ganz wichtige Rolle spielen. Die beiden lebten so vor sich hin in ihrer neuen Wohnung und stritten oefter , aber dann so, dass die Fetzen flogen. Walter kam dann bei uns vorbei  um sich &#8220;auszuweinen&#8221;.  Beruflich kuemmerte er sich nicht weiter um moegliche Kontakte und meinte nur er muesse erst mal einen klaren Kopf bekommen und Helen sich normal verhalten. Er hatte auch einige der Computerteile verkauft, aber weniger erloest als er bezahlt hatte.</p>
<p>So ging die Zeit ins Land und Anfang Januar eroeffnete er mir, dass seine Frau schwanger sei. &#8220;Amen&#8221; sagte ich, &#8220;wie kannst du nur?&#8221; Das Genoergle wurde immer schlimmer und im spaeten Januar setze Walter seine Frau in den Bus und schickte sie nach Surigao. Dort sollte sie sich mal ueberlegen, was sie eigentlich wollte. Und wenn sie gewillt sei sich normal zu verhalten, wuerde er sie zurueck holen. Aber Plaene sind dazu da um sie umzustossen, und spaeter im Februar beschloss er zu ihr nach Surigao zu ziehen. Meine Warnungen nicht in der Naehe der Familie zu leben schlug er in den Wind. Mit ihren Liebesschwueren und ihrem &#8220;ichhabmichgeaenderthoney&#8221; Geschwaetz hatte sie ihn wohl eingelullt. Walter fuhr dann Ende Februar mit dem Motorrad nach Surigao. Dort wollten sie in San Jose ein Internet Cafe betreiben. Mit wessen Geld sie das starten wollten war mir allerdings ein Raetsel.  Walter rief mich nach nur wenigen Tagen an, dass seine Rente nicht auf seinem Konto eingetroffen war. Er bat nun seinen Bruder in Deutschland der Sache nachzugehen. Der fand heraus, dass da ein amtlicher Brief in Walter Postkasten war, der natuerlich vom Freund nicht geleert worden war, und da stand drin, dass er zur Nachuntersuchung bestellt war, die ausschlaggebend sein wuerde um seine Rentenansprueche weiter laufen zu lassen. Walter kam nicht und die Zahlungen wurden eingestellt. &#8220;Glory Halleluja&#8221; nun sass er echt in der Scheisse. Das Motorrad wurde verkauft und damit hielten sie sich einige Wochen ueber Wasser. Spaeter im Maerz zogen sie nach Paniog um, in das kleine Dorf das ihm in seinem Kurzurlaub letztes Jahr so gut gefallen hatte. Sie lebten im Haus der Schwiegereltern und nun waren taeglich Reis mit Fisch und Fisch mit Reis angesagt und das in allen &#8220;Varianten&#8221;. Guten Appetit! Einige male bekam ich eine SMS von ihm. Es ging ihm dort ueberhaupt nicht gut.</p>
<p>Spaeter in den letzten April Tagen kollabierte Walter und wie er mir spaeter erzaehlte kuemmerte sich kein Mensch im Haus um ihn. Naja so pleite wie er war, war er auch nicht mehr wichtig fuer die Familie. Einige Tage spaeter machte sich Walter auf den Weg nach GenSan. Fuer ihn war seine Ehe vorbei! Als er ankam erschraken wir. Aus dem einst wohlgenaehrten Mann war ein &#8220;Klappergestell&#8221; geworden und meine Frau kochte ihm erst einmal eine Huehnersuppe. Huehnersuppe soll ja Balsam fuer den Koerper und die Seele sein.</p>
<p>Als Walter sich so einigermassen erholt hatte, sprachen wir ueber seine Zukunft. Er wollte nun das mit den Firmen machen, aber traute sich da selber nicht ran. Also suchte er jemand, der die Vorgespraeche uebernehmen wuerde, und er wuerde die Arbeit machen. Wochenlang sprach er mit verschiedenen Leuten, man machte ihm viele Versprechungen, aber niemand bekam die Sache angeleiert. Und selbst traute er sich einfach nicht los. Gelegentlich schickte seine Mutter 50 oder 100 Euro. Walter  lebte bei uns im Haus im Zimmer meines Sohnes, der darueber zwar nicht gluecklich war, es aber klaglos hinnahm.  Zum Glueck studierte seine Schwester in einer anderen Stadt und so konnte er deren Zimmer benutzen.</p>
<p>Auch meine Frau war unzufrieden mit der Situation aber wir konnten ihn ja nicht auf die Strasse setzen und verhungern lassen. Ich beschloss mit Walter ein ernsthaftes Wort zu reden.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 07:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Tag hatte ich ein langes Gespraech mit Walter und machte ihm unmissverstaendlich klar, dass es so nicht weitergehen kann. Er muesse sich nun entscheiden, was er aus seiner Zukunft machen wolle;  entweder er findet hier eine Moeglichkeit sein Geld zu verdienen, oder er geht zurueck nach Deutschland. Er dachte eine Weile nach und meinte, dass Deutschland fuer ihn wohl im Moment die einzige Option sei.  &#8220;Aber wie an ein Ticket kommen ohne Geld?&#8221;  fragte er nachdenklich. &#8220;Nun vielleicht solltest du mal mit deiner Mutter reden&#8221; schlug ich vor, &#8220;sie kann dir doch das Geld fuer ein Ticket leihen, oder?&#8221; Am gleichen Tag schickte Walter eine mail an seine Mutter.</p>
<p>Es war ja mittlerweile August geworden und es kam keine Antwort von seiner Mutter. Walter meinte, da seine Mutter fast blind sei, lese sein Stiefvater die mails und erzaehle ihr nur was ihm in den Kram passte. <span id="more-358"></span>&#8220;Dann musst du anrufen und mit ihr selbst sprechen&#8221; war meine Antwort, was Walter dann auch machte. Seine Mutter sagte, dass es im Moment unmoeglich sei, da sie in wenigen Tagen auf Kur gingen &#8211; solche &#8220;Kuren&#8221; waren gemaess Walter nichts anderes als &#8220;getarnte Urlaube&#8221; &#8211; aber dass sie Mitte Oktober wieder zu Hause waeren, und dann koenne man ueber ein Rueckfluticket reden.</p>
<p>Walter fand zwischenzeitlich ein Internetcafe, deren Eigentuemer aufhoeren mussten und alle PCs, sowie zwei Aircons und anderen Krimskrams verkauften. Die Preisvorstellung war allerdings jenseits von gut und boese. Sie wollten 200.000,00 Pesos. Trotzdem schaute sich Walter alles an, checkte jeden Rechner, den Server, die ACs und alles andere und machte ein Angebot von 60.000,00 Pesos, nachdem er mit mir Ruecksprache gehalten hatte.  (Erstaunlich nicht?) Am naechsten Tag wurde das Angebot per SMS abgelehnt. Ich haette ihm das Geld geliehen und nach noetigen Reinigungen und Reparaturen waeren die PCs und alles andere einzeln verkauft worden. Der Gewinn duerfte mehr als ausreichend sein, damit Walter sich ein Ticket kaufen konnte.</p>
<p>Mitte August gebar Helen ein gesundes Baby &#8211; es war ein Maedchen &#8211; und sie wollte dass Walter unbedingt kaeme. Auch Walter wollte natuerlich &#8211; verstaendlicherweise &#8211; seine Tochter sehen. Seine Mutter hatte ihm einige Tage zuvor 100 Euro geschickt und so machte er sich auf den Weg nach Surigao. Drei Tage spaeter war er zurueck und erzaehlte. Er zeigte uns Bilder von seiner Tochter und war nun ganz stolzer Vater. Als wir ihn fragte, ob das etwas geaendert haette an der ganzen Situation zwischen ihm und Helen, verneinte er und meinte nur, dass sie von der ersten bis zur letzten Minute nur genoergelt haette.</p>
<p>Anfang September kam eine SMS von den Eigentuemern des &#8220;Computerrestpostens&#8221; dass sie nun gewillt seien, alles fuer 75.000,00 Pesos abzugeben und Walter traf sich daraufhin nochmal mit der Frau um zu sehen, ob nicht vielleicht doch noch etwas abverkauft worden war und es sich nur noch um den Muell handle. Nun der Server war weg, ebenso zwei Monitore, aber der Rest war vollstaendig. Also machte Walter nach Ruecksprache mit mir ein Gegenangebot von 50k. Drei Tage spaeter einigte man sich dann auf 54.000.00 und Walter sagte, dass er die Sachen nicht vor Mitte September abholen und bezahlen koennte, was dann auch tatsaechlich geschah. Nachdem wir die Computer nach einem endgueltigen Check up dann abholten und bezahlten machte sich Walter unverzueglich ans Werk. In den naechsten Tagen und Wochen wurde ausgeblasen, gereinigt, repariert und getestet und  Walter arbeitete bis zu 15 Stunden am Tag. Hier war er in seinem Element und Dinge liefen wie geschmiert.</p>
<p>Aber nun kam die Gretchenfrage von Walter. &#8220;Sag mal wie verkaufen wir das eigentlich?&#8221; fragte er eines Morgens, nachdem er bereits 14 Rechner und eine Aircon verkaufsfertig hatte. &#8220;Mein Gott Walter, ein Jahr bist du hier und weisst immer noch nicht das Grundlegende?&#8221;  Ich wunderte mich ueberhaupt nicht, dass er das  nicht anfaenglich gefragt hatte. Nun ich erklaerte ihm, dass es mehrere Moeglichkeiten gaebe, und dass das aber hier etwas anders ablaufe als in Deutschland.  Ich erzaehlte ihm von Sulit und Adpost, von Vermittlern und schwarzen Brettern in den Schulen usw.  Nun schaltete  Walter erstmal Anzeigen im Internet, wir machten ein kleines  &#8220;Plakat&#8221; und hingen es &#8211; in Plastilfolie verpackt &#8211; an strategischen Stellen auf und wir sprachen mit einigen Vermittlern. Die Kinder sollten fuer das Aushaengen an den Schulen sorgen.</p>
<p>Seine erste Kundin war eine dicke &#8220;Tumboy&#8221; und sie vermittelte den Verkauf von drei Geraeten. Nach Abzug der Kommission blieben Walter 22.500,00 Pesos, von dener er gleich 20k bei mir ablieferte um seine &#8220;Schulden&#8221;  fuer den Ankauf der PCs zu bezahlen. Das war ihm sehr wichtig.</p>
<p>Am naechsten Tag hatte Walter Fieber und Schmerzen und fragte mich, nach der Beschreibung der Symptome, was das sein koennte. Da ich die gleiche Erkrankung vor vielen Jahren schon hatte, meinte ich, dass sich das nach Nierenbeckenentzuendung anhoere und da muesse er unbedingt zum Arzt.  &#8220;Nein, kein Arzt&#8221;  meinte er, &#8220;die paar Kroeten, die ich nun in der Tasche habe, reichen dafuer sowieso nicht.&#8221;  Er beschloss im Internet zu recherchieren und sich selbst zu behandeln. &#8220;Mein Gott Walter, deine Gesundheit sollte dir doch wirklich wichtiger sein&#8221; schimpfte ich mit ihm, aber wie ueblich erwiess er sich als beratungsresistent und zog seine Sache durch, auch wenn es noch so ein Murks war. Nach einigen Versuchen fand er dann die richtigen Medikamente und die Behandlung schlug an. Das Fieber fiel und Walter wurde wieder gesund.</p>
<p>In der Zwischenzeit wurden weitere Rechner verkauft  und heute haben wir noch die zwei ACs uebrig und drei Rechner sowie einige Monitore, Motherboards, AVRs und allerlei anderen Krimskram. Die Schulden bei mir sind voll bezahlt und Walter hatte zur Abwechslung mal wieder Geld in der Tasche.</p>
<p>Wie vorher erwaehnt kam seine Mutter Mitte Oktober aus der Kur und nun sollte ein Ticket reserviert werden. Das billigste das wir fanden war one &#8211; way von Davao nach Frankfurt mit SIA fuer 397 Euro. Nun heute soll das Geld ankommen &#8211; und bis heute kam eigentlich immer alles, das die Mutter schickte puenktlich an &#8211; und dann wird die Reservierung in eine Buchung umgewandelt und am 10. November kann Walter nach Hause fliegen. Mein Sohn wird gluecklich sein, bekommt er doch sein Zimmer zurueck, ich werde etwas traurig sein, denn ich werden Walter vermissen, seine Naivitaet, seine Tolpatschigkeit, mit der er entlang des Weges in jeden philippinischen Fettnapf trat , seine Hilfsbereitschaft, seine Ehrlichkeit und ueber allem seine Menschlichkeit.</p>
<p>Trotz der widrigen Umstaende waren wir Freunde geworden.</p>
<p>Viel Glueck daheim Walter!</p>
<p>Walter hat schon &#8220;gedroht&#8221;, dass er wieder kommt!!! (Hier ist das Fehlen eines zwinkernden Smilie besonders schmerzhaft.)</p>
<p>Fortsetzung folgt, wann immer Walter wieder auf die Philippinen kommt&#8230;.</p>

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