10.Dezember.2010
Unsere Hunde 4. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Mac frass und frass und frass. Er wuchs und wuchs und wuchs. Und als er ein Jahr alt war, hatte er eine Schulterhoehe von 98 Zentimetern erreicht. Das war aber nicht das Ende, denn das erreichte Mac bei 108 Zentimetern. Damit gehoerte er zweifelsohne zu den grossen Doggen. Doggen sind ja erstaunlich verspielt und trotz ihrer Groesse echte Familienhunde. Und sie sind aeusserst wirkungsvoll dank ihrer Groesse. Filipinos kamen nie auf das Grundstueck, bevor der Hund nicht angeleint war. Aber so eine Dogge hat auch eine komische “Angewohnheit”. Sie stecken einem den Kopf in den Schoss und dann schieben sie. Mit 80 kg Gewicht dahinter, muss man sich schon anstrengen, damit man nicht auf den “Arsch” faellt. Und wenn der Hund einen anspringt hat man besser eine gute Reaktion und weicht aus, weil man ansonsten auf dem Hinterteil sitzt. Aber sie klaeffen nicht herum. Mac bellte nur, wenn es einen Grund gab. Seine tiefe “Stimme” nervte wenigstens nicht wie das Geklaeffe von Poypoy zuvor. (weiterlesen…)
Tags: farm, hund, Mindanao, philippinen07.Dezember.2010
Unsere Hunde 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Als wir in Cagayan de Oro eine Zweitwohnung wegen der Schule der Kinder hatten, brachte Marion eines Tages einen jungen Hund nach Hause. Es war ein goldfarbener philippinischer Mischling mit dem hier so haeufigen “Ringelschwanz”. Ich weiss nicht ob das euch schon aufgefallen ist, aber bei philippinischen Hunden ringelt sich der Schwanz oft nach oben. Sie nannte den Hund Shikeina. Wie sie auf diesen Namen kam, wissen die Goetter. Und sie versprach hoch und heilig fuer den Hund zu sorgen. Dreimal duerft ihr raten, wer sich nach zwei Wochen eifrigen Kuemmerns dann um den Hund bemuehen musste.
Shikeina war noch sehr jung und dementsprechend verspielt. Damals waren wir finanziell nicht auf Rosen gebettet und nach dem sechsten Paar zerkauter Slipper war ich dann doch veraergert, denn die kosteten Geld. Weder Erziehung noch der beruehmte Gummiknochen schafften Abhilfe, also wurde Shikeina erst einmal in den Garten verbannt. (weiterlesen…)
Tags: farm, hund, Mindanao, philippinen02.Dezember.2010
Unsere Hunde 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Etwa drei Wochen spaeter wachten wir mitten in der Nacht auf. Kathi bellte, Leute schrien und einer jammerte. Wir standen auf und ich schnappte mir die Bolo und dann ging es zusammen mit Rico nach draussen. Vier Igorots – einen davon kannte ich – standen mit dem Ruecken zur Wand und Kathi stand vor ihnen und verbellte sie. Einer hielt sein blutiges Handgelenk und jammerte und die anderen versuchten sie mit Bolos zu treffen, aber Kathi war viel zu flink. Rico ging und weckte den Barangay Captain auf, der dann auch prompt mit seiner Schrotflinte bewaffnet kam. Er uebernahm die “Truppe” der Hundefaenger und befragte sie sofort, was sie nachts um drei Uhr hier machen wuerden. In Anbetracht einer knurrenden Kathi, die ich nur mit Muehe zurueck halten konnte, fiel das Gestaendnis nicht schwer. Kathi sollte in den Kochtopf wandern, was ihr verstaendlicherweise nicht gefiel. Einen der Maenner hatte sie ins Handgelenk gebissen und einen zweiten in die Wade, was ich zuerst gar nicht gesehen hatte. Der Captain nahm die Maenner mit und sperrte sie ueber Nacht in die Barangay Stockade. (eine Art Gefaengnis) (weiterlesen…)
Tags: farm, hund, Mindanao, philippinen30.November.2010
Unsere Hunde 1. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Die meisten Expats haben Hunde auf den Philippinen. Unseren ersten Hund haben wir geerbt von Schweizer Expats. Sie hiess Kathi und das befreundete Schweizer Ehepaar, dem Kathi gehoerte wanderte von den Philippinen nach Australien aus. Kathi sollte zusammen mit Philipp eingeschlaefert werden, was wir natuerlich nicht zulassen konnten. Philipp war schon aelter und mit neun Jahren fuer einen Doberman, bewegte er sich dem Ende entgegen, aber Kathi war erst drei und so “erbten” wir sie nach langen Gespraechen, in denen wir versprachen sie nicht zum Kettenhund zu machen.
Kathi war sehr gut erzogen und folgte aufs Wort. Der erste Tag bei uns auf der Farm war schwierig fuer sie, denn sie trauerte. Aber vom naechsten Tag an ging es aufwaerts und innerhalb von drei Tagen folgte sie uns aufs Wort und fuehlte sich “sauwohl” bei uns, denn sie konnte rennen und laufen ohne Ende. Und sie war ein ausgezeichneter Wachhund, der auch ohne Zaun wusste, wo die Grenzen des Grundstuecks waren (weiterlesen…)
Tags: farm, hund, Mindanao, philippinen19.August.2010
Minny 4. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Wir pflanzten auch fuer das Cebu Midtown Hotel Senf und Gartenkresse in Styroporbehaeltern mit Deckel zum Transportieren und der Chefkoch dort, ein Oesterreicher, hatte eine Dauerbestellung von 200 Boxen woechentlich in zwei Lieferungen. Wie ueblich bereiteten wir unsere Lieferung vor, mussten aber dieses Mal mit dem Truck liefern, da die Jeepneys alle ausgebucht waren. Das ist immer sehr viel riskanter, da unterwegs noch viel zugeladen wird, und die Trucks manchmal zu spaet ankamen. Das Schiff fuhr gewoehnlich um sieben Uhr abends ab und wir mussten dann schon gegen sechs die Kartons Bebot zum laden uebergeben.
Nachdem wir geladen hatten fuhr der Truck los und ich mit dem naechsten Bus hinterher. Bereits in Alanib ueberholten wir den LKW. Gegen vier Uhr kam ich in Cagayan an und ich informierte Bebot, dass wir Gemuese fuer Cebu haben. Und dann wartete ich auf den Truck, der gegen 6.30 endlich eintrudelte. Bebot wartete auch auf die Ware, aber der Truck verweigerte das Abladen. Sie wollen erst zu abend essen. (weiterlesen…)
Tags: farm, gemuese, Mindanao, philipinen17.August.2010
Minny 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Zwei Tage spaeter machte das NBI eine Aussage demzufolge man den Analysen von privaten Labors nicht trauen duerfe, da sie gekauft seien, und nur ihre Analyse Gueltigkeit habe. Die Aussage, dass Obst und Gemuese natuerlich Formaldehyd enthielten sei “Schmarrn”, und der Standard der WHO sei “null parts per billion”.
Nun standen wir da und hatten trotz der Reise nach Manila und der hohen Kosten fuer die Analysen nichts erreicht. Unsere Kunden weigerten sich nach wie vor Gemuese abzunehmen, und der Schaden fuer die Farmer und Haendler ging bereits in die Millionen. Etliche Farmer beschlossen, ihre Ernten verfaulen zu lassen. Viele noch nicht erntereife Felder wurden vernachlaessigt, da keiner investieren wollte, da man nicht wusste, wenn der Zirkus vorbei sei. Das NBI wollte um jeden Preis recht haben. (weiterlesen…)
Tags: farm, gemuese, Mindanao, philipinen16.August.2010
Minny 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Im July 1994 erschien ein Artikel in der Zeitung, dass Gemuese aus verschiedenen Gebieten Luzons mit Formalin behandelt worden sei, um die Lagerdauer zu verlaengern. Dieses Gemuese stammte in erster Linie aus Nueva Vizcaya und Nueva Ecija. Einige Tage spaeter verschaerfte sich die Situation mit Berichten, dass auch Gemuese aus Bataan mit Formalin behandelt worden sei. Im naechsten Artikel war dann zu lesen, dass das Gemuese aus den Kordilleren ebenfalls belastet sei. Das liess die “Formalinpanik” auch auf die Visayas und Mindanao uebergreifen und Verkaeufe fielen in den Keller. Man konnte es aber den Kunden nicht uebel nehmen, da Formalin in erster Linie bekannt war um Leichen “haltbar” zu machen.
Auch unsere Bestellungen gingen drastisch zurueck. In Agora kochten die Geruechte und es wurde geraetselt, welche Farmer und Haendler wohl Formalin verwenden wuerden. (weiterlesen…)
Tags: farm, gemuese, Mindanao, philipinen17.Juli.2010
Die Oma im Schrank
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Als Otto damals seine Gemuesefarm gemacht hatte, war ich ja einmal auf Besuch in seinem dunklen Tal, das nur Sonnenschein von zehn Uhr vormittags bis etwa vier Uhr nachmittags hatte und wo die Temperaturen ohne Sonne sehr schnell auf 16-18 Grad fielen. Ich war eigentlich damals schon beindruckt, denn er hatte fleissig gepflanzt und gut gearbeitet, so dass alles sehr ueppig wuchs und er wohl eine gute Ernte erwarten konnte, die er dann auch tatsaechlich hatte.
Zudem hatte er einen kleinen Fischteich angelegt, der mit Wasser vom nahen Fluss gespeisst wurde, wobei mich die Naehe des Flusses nerven wuerde, denn insbesonders waehrend der Regenzeit war das kein Rauschen mehr, sondern ein ohrenbetaeubendes Tosen. Dort lebte der Otto also ins seiner Bambushuette und es war eigentlich ganz ok, wenn auch der Platz sehr klein war. Das “Schlafzimmer” hatte hoechstens 4 qm und auch der Wohnraum war relativ klein. (weiterlesen…)
Tags: farm, Mindanao, otto, philippinen14.Juli.2010
Georg und Otto 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Wir warteten also geduldig, auf das was kommen sollte. Etwa fuenf Tage spaeter kam Georg aus den Waeldern zurueck, allerdings erfuhren wir das erst eine gute Woche spaeter, denn Otto tat alles um zu verhindern, dass Georg mit anderen Leuten Kontakt hielt, und verstand es geschickt ihn bei sich hinten im Tal zu halten.
Endlich kam die erloesende Nachricht per Funk, dass die Zurueckbuchung geklappt hatte und das Geld unterwegs sei auf das Konto von Georgs Mutter. Zwei Tage spaeter erzaehlte mir dann Joseph, dass Georg zurueck sei und ich wollte ihn natuerlich unheimlich gerne ueber das Vorgefallene informieren, hatte aber andererseits echt keine Lust den Otto zu treffen. Louisa informierte ihn dann und Georg kam bei uns im Haus vorbei, da Otto nach Malaybalay gefahren war. ( Warum wohl?) (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, farm, Mindanao, otto, philippinen




