24.April.2010
Es gruent so gruen…… 4. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Oben hatten wir nun sechs Hektar Land, fertig zum Pflanzloecher machen, aber wir hatten noch keine Saemlinge. Aber da alles wie gemulcht war, hatte das auch keine ganz so grosse Eile. Die Tomaten sollten um den 15. Februar in die Baggings. Aber wir entschieden uns schon mal den Chinakohl zu saeen. Das ging folgendermassen von statten. Bano “schnitzte” kleine kurze Stoecklein mit einer Spitze und einem “Absatz”. Wenn man die nun in die Erde der Baggings bis zum “Absatz” steckte, hatte man ein zirka fuenf Millimeter tiefes Loch. Wegen des Absatzes waren alle Loecher gleichmaessig tief. Dort kamen nun die Samenkoerner des Chinakohls hinein und mit einer kurzen Handbewegung wurde das Loch geschlossen. Danach wurde angegossen und alle Samen waren gleichmaessig tief “vergraben”. So bereiteten wir etwa 10.000 Saemlinge vor. Danach machten wir noch 4.000 Saemlinge mit Petersilie. (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, farm, gemuese, lanatapan23.April.2010
Es gruent so gruen…… 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Heute durften wir Bano und Junjun zusehen, wie sie das Bagging machten. Zuerst holten sie sich aus diesen Waellen, die als Begrenzung der Felder dienten, etliche Saecke voll Erde. Alles an organischem Material, das waehrend der Landvorbereitung und des Jaetens anfiel, wurde von den Bauern auf diese Waelle geworfen, wo es verrottete und besten Kompost bildete. So war das natuerlich erstklassige Erde. Die beiden begannen das Bagging und ruckzuck waren schon an die hundert “Samenbecher” fertig. Das ging so schnell, dass ich die genaue Prozedur zuerst gar nicht mit bekam. Ich liess mir das also zeigen. Man rollt eines dieser vorgeschnittenen Bananenblaetter um zwei Finger herum, nimmt es ab und stopft es gegen die Handflaeche mit Erde voll. Dann stellt man es in ein von Bambus begrenztes Rechteck, das vorher vorbeitet worden war. Das Rechteck zur Aufname der Samenbecher sollte auf ebenem Land sein, wo sich auch kein Wasser staut. (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, farm, gemuese, lanatapan22.April.2010
Es gruent so gruen…… 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Am naechsten Morgen zogen wir nach dem Fruehstueck erst mal los unser Land anzusehen. Gleichzeitig wollte ich Nong Dayong nach einigen Arbeitern fragen, die oben den “Pool” graben koennten. Unser Land lag naemlich etwa 100 Hoehenmeter ueber dem gemieteten Haus. Deswegen sprachen wir immer von “oben”. Allerdings war der Anmarsch etwas muehevoll, denn man musste gegenueber auf der anderen Strassenseite einen Abhang hoch und der Weg ging direkt geradeaus nach oben und war extrem steil. In Deutschland haette der in einigen Serpentinen nach oben gefuehrt und dementsprechend keuchten wir auch, als wir ankamen. Die andere Moeglichkeit waere gewesen etwa drei Kilometer der Strasse zu folgen, dann waeren wir auch dort gewesen.
Nong Dayong begruesste uns sehr freundlich und wir bezahlten erst einmal den ausstehenden Betrag fuer die Pacht, da wir ja damals nur eine Anzahlung gemacht hatten. (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, farm, gemuese, lanatapan21.April.2010
Es gruent so gruen….. 1. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Als wir damals 1990 Dinagat verlassen hatten, haben wir zusammen mit Ric, einem Filipino, in Cagayan de Oro ein deutsches Restaurant mit Music Lounge aufgemacht und das lief eigentlich sehr ordentlich. Das Restaurant hiess Beeline und vielleicht kann sich der eine oder andere noch daran erinnern. Es lag an der Ecke Tiano Brothers und Fernandez Street und man kann heute noch die ausgebleichten Ueberreste der damaligen Wandmalereien auf der Aussenmauer sehen. (Zumindest waren sie Ende Februar noch da) Aber bereits im August 1990 bekam ich Probleme mit meinem Partner wegen des Managements. Wir entschieden zu losen wer geht und wer bleibt. Ich verlor den Muenzenwurf und so hielt ich mich an die Abmachung, aber wollte natuerlich meine Investition wieder haben. Das dauerte aber noch bis zum Oktober und so lange war ich dann auch noch im Beeline taetig. (weiterlesen…)
Tags: bukidnon, farm, gemuese, lanatapan12.Oktober.2009
Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 1. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Anfang der 90er Jahre hatten wir in Bukidnon begonnen eine Farm aufzubauen um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Schliesslich hatte die Bergbau Geschichte auf Dinagat in einem “Debakel” geendet – ohne unser Verschulden – und essen mussten wir; zudem hatten wir zwei kleine Kinder zu ernaehren.
Die Farm lief nach anfaenglichen Schwierigkeiten – koennte man als “Geburtswehen” bezeichnen – recht gut und der Bedarf stieg fast woechentlich. Da wir nicht alles selbst pflanzen konnten ohne die Uebersicht zu verlieren, hatten wir begonnen andere Farmer zu finanzieren. (weiterlesen…)
Tags: aerger, Barangay, dole, farm, gemuese, neidfaktor, schiessen11.Oktober.2009
Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 2. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Einige Tage spaeter fuhren meine Frau, mein Schwager und ich nach Malaybalay zum ersten “Hearing” bei der DOLE. (Department of Labor and Employment sozusagen das philippinische Arbeitsamt) Als wir dort ankamen standen unsere “Ex-Mitarbeiter” zusammen mit – na wem? jaaaa, dem Barangay Captain – vor dem Gebaeude und warteten auf den Beginn der “Verhandlung”. Wir gingen nach oben und warteten dort auf den dafuer vorgesehenen Baenken. Damals durfte man auch noch rauchen in oeffentlichen Gebaeuden, damit fiel das laestige gelegentliche nach draussen Rennen zum Rauchen weg. Kurze Zeit spaeter kam der Arbiter (so eine Art Schiedsrichter aber am Ende auch Arbeitsrichter) und stellte sich vor. (weiterlesen…)
Tags: aerger, Barangay, dole, farm, gemuese, neidfaktor, schiessen10.Oktober.2009
Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 3. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Bereits zwei Tage spaeter erschien der Barangay Captain vor Gericht um seine Kaution zu bezahlen um damit den Haftbefehl voruebergehend ausser Kraft zu setzen. Wie wir spaeter erfuhren, hatte der Mayor das Geld vorgeschossen.
Beim naechsten Liefertermin in Cagayan de Oro ging ich zu dem damals neu eroeffneten National Bookstore und kaufte mir den “Labor Code of the Philippines” um mich in den naechsten Tagen selbst auch genauer ueber die rechtliche Lage zu informieren. Wir hatten zwar “Chop Chop Rabanes” auf unserer Seite, aber ich haette eben selbst ganz gerne gewusst, was Sache ist. (weiterlesen…)
Tags: aerger, Barangay, dole, farm, gemuese, neidfaktor, schiessen09.Oktober.2009
Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 4. Teil
von Kai | Kategorie Erlebnisse
Mit den neuen Mitarbeitern aus Dinagat lief anfaenglich alles sehr zaeh und wir konnten nicht genug Gemuese produzieren. Bano produzierte zwar erstklassig in Victory aber unser Agronom baute nur Mist und es kam von seinem Ende einfach nicht genug. Man muss aber dazu wissen, dass unser Agronom Landwirtschaft studiert hatte, wogegen Bano nur die zweite Klasse Grundschule erreicht hatte und praktisch Analphabet war. Ein dickes Diplom muss nicht immer was taugen. Aber Bano – ein Talaandig – hatte halt von klein auf immer auf Gemuesefeldern gearbeitet und wusste einfach was zu tun war. So blieb uns nichts anderes uebrig als Gemuese zuzukaufen um zumindest unsere Kunden zufrieden zu stellen. Auf Neukunden Werbung verzichteten wir. (weiterlesen…)
Tags: aerger, Barangay, dole, farm, gemuese, neidfaktor, schiessen



