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	<title>Phil-Life.net &#187; immigration</title>
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		<title>Ein &#8220;nettes&#8221; Erlebnis</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 1. Maerz war die Deadline fuer meinen jaehrlichen Report beim Immigrationbuero. Ich war ja unterwegs gewesen und erst am Samstag zuvor zusammen mit Sven zu Hause angekommen. Sven musste auch sein Visum verlaengern, da er bei der Eiinreise ja nur die ueblichen 21 Tage bekommen hatte. Am Montag fuhren wir also zusammen zum Buero [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Maerz war die Deadline fuer meinen jaehrlichen Report beim Immigrationbuero. Ich war ja unterwegs gewesen und erst am Samstag zuvor zusammen mit Sven zu Hause angekommen. Sven musste auch sein Visum verlaengern, da er bei der Eiinreise ja nur die ueblichen 21 Tage bekommen hatte.</p>
<p>Am Montag fuhren wir also zusammen zum Buero der Immigration am National Highway im Royal Asia Komplex. Als wir die Treppen hoch gestiegen waren, sahen wir dann, das die Tuere offen stand. Wieder einmal war Stromausfall und im Buero traf ich dann Werner, der auch gekommen war um seinen jaehrlichen Obulus abzuliefern.  Werner teilte mir sogleich mit, dass man nun auch ein Residence Certificate (auch als Cedula bekannt) benoetigen wuerde und gab sich dann auch gleich seiner Lieblingsbeschaeftigung &#8211; dem Schimpfen ueber die Pinoys &#8211; hin. <span id="more-1420"></span>&#8220;Demnaechst werden sie auch noch die Penislaenge nachgewiesen haben wollen&#8221;, schimpfte er und erzaehlte danach, an wievielen Stellen er gewesen war, um eine Cedula zu bekommen.</p>
<p>Ich erkundigte mich nach der Sachlage bei dem Maedchen, die dafuer zustaendig war und bekam bestaetigt, dass man nun in der Tat eine gueltige Cedula brauchte. Darauf rief ich Attorney M. an und erkundigte mich bei ihm. Er war der regionale Immigrationschef, also der absolute Obermotz fuer unsere Ecke und ich kannte ihn recht gut. Da ich morgen bereits Penalty zahlen muesste, erbat ich von ihm die Erlaubnis heute alles auch ohne Cedula fertig machen zu koennen. Er genehmigte das und bat mich mein Handy an das Maedel weiter zu reichen. Er sprach dann kurze Zeit mit ihr und als ich wieder dran war, meinte er ich koenne heute alles fertig machen, muesse aber die Cedula so schnell wie moeglich nachreichen.</p>
<p>Ich bezahlte &#8211; die Quittung wuerde ich bei dem Vorzeigen der Cedula bekommen &#8211; und dann wollte Werner noch wissen, was bei meinem Anruf &#8216;raus gekommen war. Ich erzaehlte es ihm und dann meinte er: &#8220;Na die Lauferei hast du aber trotzdem um dein Residence Certificate zu bekommen.&#8221; &#8220;Nein&#8221; antwortete ich, &#8220;die habe ich nicht, das lasse ich von jemandem machen.&#8221; Erbost antwortete er: &#8220;Unmoeglich, du musst ja unterschreiben und dein Fingerabdruck muss auch drauf.&#8221; Ich grinste und meinte, das sei nicht noetig, entweder drueckt ein anderer seinen Finger da drauf, oder ich mache es wenn ich die Cedula habe. Ausserdem interessiert das keinen.</p>
<p>Werner war nun veraergert und ging zu dem Maedchen um zu petzen. Sie sprachen nicht sehr laut und ich verstand nur Bruchteile wie Fingerabdruck und Unterschrift. Er hatte ihr also voll erzaehlt, dass ich meine Cedula nicht selbst mache, sondern jemanden machen lasse. &#8220;Du bist doch eine alte Petze&#8221; sagte ich zu ihm und haemisch meinte er dass ich nun auch ueberall rumrennen muesse. &#8220;Nein&#8221; sagte ich und nannte ihn nochmal eine alte Petze und ein Arschloch. Er fing dann an zu schimpfen aber ich liess mich nicht groesser drauf ein, ausser ihm nochmal die &#8220;alte Petze&#8221; an den Kopf zu werfen und ihm zu sagen er soll mir aus den Augen gehen, mit solchen Leuten mit derart miesem Charakter wolle ich nichts weiter zu tun haben. Seine Frau zog ihn dann weg, bevor er mit einer weiteren Schimpftirade loslegen konnte.</p>
<p>Wir machten danach alles fuer Sven fertig, aber er konnte den Visumseintrag nicht bekommen wegen des Stromausfalles. Wir fuhren nach Hause und von dort rief ich meine Steuerberaterin an und bat sie fuer meine Frau und mich eine Cedula machen zu lassen.</p>
<p>Am naechsten Morgen brachte die Angestellte meiner Steuerberaterin gegen 10 Uhr unsere Residence Certificates. Ich unterschrieb und machte meinen Daumenabdruck drauf. Gegen zwei Uhr bekamen wir eine SMS, dass Svens Papiere fertig waren und fuhren hin. Ich zeigte meine Cedula, die Angestellte warf nur einen kurzen Blick drauf und ich hatte meine Quittung fuer 2010. Das Zahlen der Penalty blieb mir damit erspart und &#8216;rum laufen musste ich auch nicht um ein Residence Certificate zu bekommen. Im uebrigen haette ich dem Maedel auch eine Cedula von 1995 zeigen koennen, weil sie ja gar nicht groesser geschaut hatte.</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten&#8230;. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 07:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen. Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen.</p>
<p>Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war in den Sueden Mindanaos gereist. Sie hatten eine vierjaehrige Tochter namens Nicole, zudem war die Frau &#8211; sie hiess uebrigens Monika &#8211; schwanger. Der Ehemann &#8211; Helmut genannt &#8211; war in Deutschland kaufmaennischer Angestellter gewesen, Monika hatte bis zur Entbindung als Kellnerin gearbeitet und war danach &#8211; zumindest voruebergehend &#8211; Hausfrau und Mutter.<span id="more-406"></span>Die beiden hatten einen Traum, den man im Prinzip nur als idiotisch bezeichnen konnte; sie wollten  in den Urwaeldern von South Cotabato wie Adam und Eva leben und sind nach ihrer Ankunft in General Santos City auch gleich in die Provinz weiter gereist und in den Bergwaeldern verschwunden.</p>
<p>Claus hoerte zum erstenmal von den beiden, als eine Radiostation in GenSan von den beiden &#8220;Kanos&#8221; berichtete, die scheinbar voellig mittellos in der Naehe des Marktes gesehen worden waren und dort nach essbarem im Muell wuehlten. Die Reporter vermuteten, dass die Auslaender ausgeraubt worden waren, denn die wahre Geschichte kannte keiner und konnte sich auch keiner vorstellen. Das war kurz nach Weihnachten 1986 gewesen. Natuerlich hatte Claus die Nachrichten nicht weiter beachtet und sie fuer eine &#8220;Uebertreibung&#8221; der Reporter gehalten. Diese Nachrichten wurden auch von Linda gehoert. Linda war die Frau eines Freundes von Claus. (Ich hatte Linda erst nach dem Tod von Claus kennengelernt. Sie hat die Geschichte auch bestaetigt.) Linda ueberredete nun ihren Mann Fritz doch mal in der Naehe des Marktes nachzusehen, moeglicherweise koennten das ja sogar deutsche Landsleute sein. Fritz und Linda fuhren dann gemeinsam von Polomolok &#8211; ihrem Wohnort &#8211; nach GenSan und begannen ihre Suche. Nach einigen Fragen wurde die &#8220;Urwaldfamilie&#8221; auch von den beiden gefunden. Es waren tatsaechlich Deutsche. Die waren gerade bei einer Radiostation gewesen und hatten dort ein paar Pesos als Spende bekommen. Anfaenglich waren die &#8220;Gefundenen&#8221; nicht sehr gespraechig und zeigten sogar Widerstand irgend etwas zu sagen. Da Fritz Mitleid mit den Kindern hatte &#8211; das Baby war zwischenzeitlich auch auf die Welt gekommen &#8211; lud er sie zu sich nach Hause ein. Nach einigem Zoegern stimmten Helmut und Monika zu und dann fuhr man zusammen los um die Sachen der Deutschen aus einer Huette am Strand zu holen, in der die Familie nach ihrer Rueckkehr aus den Waeldern gehaust hatte. Allerdings flehten sie Fritz an nur ja nichts der Immigration zu melden. In der Huette angekommen traf Fritz fast der Schlag. Das innere der Huette glich einem Schuttabladeplatz. Verschmutzte Klamotten, verschimmelte Essensreste ja sogar blutige T-Shirts lagen am Boden &#8216;rum und es stank.  Fritz fuehlte sich nun ueberfordert und beschloss sich an Claus zu wenden. So fuhren die Muellers &#8211; so wollen wir Monika, Helmut und die Kinder der Einfachheit nennen &#8211; zusammen mit Linda und Fritz zum Haus von Claus.</p>
<p>Als Claus die Muellers sah, schlug er die Haende ueber dem Kopf zusammen und fragte was um Gottes Willen denn passiert war, denn die Muellers waren nicht nur abgemagert sondern offensichtlich auch krank. Helmut schien an Gelbsucht zu leiden, Monika hatte eine boese, vereiterte Fussverletzung und auch die Kinder waren krank, insbesondere das Baby. Klaus lud also erstmal die Muellers zu sich ein und stellte ihnen ein Zimmer in seinem Haus zur Verfuegung. Wieder baten die Muellers doch der Immigration nichts zu sagen, aber Claus meinte, dass sie wohl nichts zu befuerchten haetten, da der Chef des Immigrationbueros ein guter Freund sei. So zogen die Muellers nun bei Claus ein und mein Freund hatte keine Vorstellung, was er sich da aufgeladen hatte. Er der ordnungliebende penible Mann mit diesem &#8220;Sauhaufen&#8221;, das sollte noch was geben.</p>
<p>Claus kuemmerte sich nun erstmal um die Familie, waehrend Fritz  und Helmut schnell zum einkaufen fuhren. Nicole jammerte wie hungrig und durstig sie sei und Monika sagte ueberhaupt nichts, beantwortete keinerlei Fragen von Claus. Allerdings sollte Claus die ganze Geschichte noch erfahren. Offensichtlich war,  dass alle dringend medizinischer Versorgung bedurften und Claus rief einen Freund an, der Arzt war. Der kam auch bald und kuemmerte sich erstmal um das Baby, das einen schlimmen Durchfall hatte, danach wurde Nicole versorgt, die eigentlich ok war nur eben unterernaehrt. Monikas Wunde wurde versorgt und nach der Rueckkehr von Fritz und Helmut kam auch der an die Reihe. Nachdem das noetigste getan war, hatte die Frau von Claus zusammen mit Linda aus dem eingekauften ein Essen gemacht und nun sollte gegessen werden. Da kam dann aber schon ein Protest von den Muellers, die meinten, dass sie normalerweise so etwas nicht essen wuerden. Auf die Frage, was denn &#8220;genehm&#8221; waere, gab es aber keine Antwort. Nicole ass mit sichtlichem Appetit, aber die beiden Erwachsenen stocherten erst nur so &#8216;rum im Essen,  aber als Monika doch der Hunger uebermannte begann auch Helmut zu essen aber mit weniger Gusto.</p>
<p>Danach zog sich Helmut mit Frau und Kindern in das Zimmer zurueck, waehrend sich die Freunde noch ueber den Fall unterhielten. Sie raetselten hin und her, konnten sich aber beim besten Willen nicht vorstellen, was da passiert war und wie die Muellers in diese Lage gekommen waren. Auf die Wahrheit kam keiner, wie sollten sie auch unwahrscheinlich wie diese klang, aber die sollten sie noch frueh genug erfahren.</p>
<p>Zum Abschluss versprachen Fritz und Linda regelmaessig vorbei zu schauen und auch Obst und Gemuese von der Farm mitzubringen. Dann verabschiedeten sich die beiden und fuhren zurueck nach Polomolok. Claus schaute ihnen nach. Er hatte ja keine Ahnung, was er sich da aufgehalst hatte.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten sich dann auf dem Kuechentisch breit. Gemuese, Fleisch, Fisch, Obst und allerlei anderes wurde aus Tueten genommen und auf dem Tisch ausgebreitet. Davon wurde aber nichts gekocht oder gar gewaschen. Alles wurde roh gegessen und nur mit den Haenden, wobei die aber vorher auch nicht gewaschen worden waren. <span id="more-413"></span>Als die Familie mit dem Essen fertig war, standen sie auf und liessen alles so stehen wie sie es ausgebreitet hatten mit der Bemerkung, dass sich ein Abraeumen ja nicht lohne, da man in wenigen Stunden  wieder essen wuerde. Da gab es aber zuerst einmal ein Donnerwetter vom Claus, da er damit natuerlich nicht einverstanden war. Unmuetig raeumten die Muellers also ihren &#8220;Verhau&#8221; weg und fuellten alles wieder in Plastiktueten.</p>
<p>Etwas spaeter kam der Chef vom Immigration  Office vorbei und erkundigte sich nach dem Wohlergehen der neuen Gaeste von Claus.  Mit ihm war ein Reporter gekommen, der wohl dachte er koennte  einmal in seinem Leben  <strong>&#8220;DIE STORY</strong>&#8220;  schreiben. Der Chef der Immigration war sehr freundlich zu den Muellers, aber der Reporter belaestigte sie mit Fragen, so dass die sich immer tiefer in ihr Schneckenhaus zurueck zogen und gar nichts mehr von ihnen zu erfahren war. Claus bat nun den Immigration Chef um Aufschub und versprach ihm naechste Woche, wenn es der Familie besser ginge mit ihnen im Buero vorbei zu kommen. Der stimmte zu und ging, waehrend der Reporter nun wirklich mit Claus sprechen wollte. Er fragte ihn direkt, ob er gehoert habe, dass die Muellers ihre beiden Kinder verkaufen wollten. Das verneinte Claus natuerlich und warf den Reporter kurzerhand aus dem Haus, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es rechtliche Konsequenzen haben wuerde, sollte er seine &#8220;Raeuberpistole&#8221; veroeffentlichen.</p>
<p>Spaeter am fruehen Nachmittag brach Monika mit hohem Fieber zusammen und Claus plaedierte, dass sie unbedingt ins Krankenhaus muesse. Das wurde von Helmut abgelehnt, der meinte, dass sie im Normalfall immer auf Krankenhaeuser und Aerzte verzichten wuerden, weil sie keinerlei &#8220;chemische Medikamente&#8221; nehmen wuerden, sondern nur Naturheilmittel vertrauten. Aber er stimmte immerhin zu, dass ein &#8220;Herbalero&#8221; geholt wurde, der sich die Familie mal ansehen sollte. Der kam dann auch und &#8220;verschrieb&#8221; nach der Untersuchung allerlei Kraeuter nicht ohne Vicky &#8211; die Frau von Claus &#8211; darauf  hinzuweisen, dass Monika unbedingt einen richtigen Arzt sehen sollte, da er da mit seinen Kraeutern nicht viel ausrichten koenne. Er stellte auch fest, dass die gesamte Familie von Wuermern befallen war. Da die Widerstandskraft der Muellers durch das Erlebte der letzten Wochen nicht die Beste war, verabreichte der &#8220;Herbalero&#8221; auch staerkende Kraeuter, die wohl wichtige Vitamine enthielten. Und er &#8220;verordnete&#8221; der ganzen Familie ein Bad, da es um deren Hygiene schlecht bestellt war. Fuer Monika kam aber nur ein Waschen im Bett in Frage. Das Bad der Muellers &#8220;bestand&#8221; aus einem Abspritzem mit dem Gartenschlauch ohne Seife und Shampoo, da das ja nun auch wieder &#8220;chemisch&#8221; war und nach dem Abtrocknen wurden die schmutzigen Klamotten einfach wieder angezogen.  Zwischenzeitlich hatte  Vicky Monika gewaschen und dabei festgestellt, dass diese keine Unterwaesche trug und auf erstauntes Fragen hin von ihr bestaetigt bekam, dass das bei ihnen so ueblich sei. Auch der Saeugling war gebadet worden und trug zum erstenmal in seinem jungen Leben richtige Windeln, von denen die Muellers ansonsten auch nichts hielten.</p>
<p>Nach dem Abendessen, das fuer die Muellers in gewohntem Rahmen ablief,  begann Claus nun doch etwas zu bohren und meinte sie muessten schon erzaehlen, was sie in den letzten Wochen und Monaten gemacht hatten, da er dem Immigration Chef ja was sagen muesste in den naechsten Tagen. Helmut begann zu erzaehlen. Nachdem sie Gensan letztes Jahr verlassen hatten, fuhren sie bis nach Surallah und wanderten von dort in die Berge. Von weitem sahen sie einen groesseren See mit einer kleinen Ortschaft und da sie ohne Zivilisation leben wollten, machten sie einen grossen Bogen um den See. (vermutlich Lake Sebu) Sie waren dann immer bergan gelaufen und kamen am zweiten Tag ihrer Wanderung an einen kleinen Bergsee in dessen Umgebung sie sich niederliessen. Da sie kein Zelt hatten, wurde aus Astwerk und Blaettern erst einmal eine Art &#8220;Huette&#8221; gebaut in der man schlafen konnte. Grass und Laub bildeten die Matratze. Dort oben hatten sie gutes Trinkwasser, es gab Fische im See und mit Hilfe von Schlingen gelang es ihnen gelegentlich auch Kleinwild zu fangen. So lebten sie dort einige Monate mehr recht als schlecht bis bei Monika die Wehen begannen. Nun Eva hatte ihre Kinder ohne Aerzte zur Welt gebracht also konnten sie das auch. Sie hatten Glueck, dass die Geburt ohne weitere Komplikationen verlaufen war, und Monika gebar ein gesundes Maedchen. Sie nannten das Baby Simone. Drei Wochen nach der Geburt wurde die Muttermilch weniger und reichte nicht mehr fuer das Baby. Sie waren nun gezwungen etwas zu tun und Helmut zog los um unten in dem Ort am See um Hilfe zu bitten. Der Buergermeister fackelte nicht lange und schickte einige Maenner zum Lake Maugham hoch &#8211; so hiess der See an dem die Muellers gelebt hatten &#8211; um den Rest der Familie abzuholen. Am naechsten Tag wurden sie nach Surallah gebracht und fuhren von dort mit dem Jeepney nach GenSan. Dort mieteten sie sich in der anfangs erwaehnten Huette am Strand ein, bis eben die Nachrichten ueber sie durch die Radiostationen zu geistern begannen.</p>
<p>Claus war ueber soviel Naivitaet sein Leben fuehren zu wollen erst einmal geschockt und sprachlos.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 07:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der Sache nach. Im Zimmer der Muellers lag wie vorher alles auf dem Fussboden herum und mitten in dem Tohuwabohu lagen einige &#8220;Kackhaufen&#8221;. Nun wurde Claus echt sauer und verpasste Helmut einen ordentlichen Anschiss und forderte ihn auf  in den Schweinestall zu kacken, wenn er schon keine Toilette benutzen mochte. <span id="more-422"></span></p>
<p>Einige Tage spaeter ging Claus zur Immigration und erzaehlte dem Leiter des Bueros wo die Muellers seit ihrer Einreise gewesen waren. Zudem bat er ihn doch vorerst keinen Druck zu machen, da die Muellers wirklich verwirrt erschienen und Monika sowieso nicht reisefaehig sei. Der Chef der Immigration bat Claus lediglich ihn auf dem laufenden zu halten, ansonsten wuerde er gelegentlich unverbindlich anrufen um sich zu erkundigen. Er schlug auch vor sich doch mit der deutschen Botschaft in Verbindung zu setzen. Die koenne vielleicht helfen in einem so extremen Fall.</p>
<p>Monika ging es von Tag zu Tag schlechter und Claus entschied sie ins Krankenhaus zu bringen. Erwartungsgemaess opponierte Helmut, aber keiner kuemmerte sich um seine verbalen Attacken. Im Krankenhaus wurde Monika erst einmal an einen Tropf gehaengt und zahlreiche Laboruntersuchungen eingeleitet. Da Helmut sich nun um seine Frau kuemmern musste, lieh Claus ihm ein Fahrrad, damit er leicht zwischen Haus und Klinik hin und her fahren konnte. Simone brachte Claus bei Vickys Schwester unter und Nicole blieb bei Claus im Haus. Die Zeit wurde nun erstmal genutzt die Schweinerei der Muellers zu entfernen und alles zu saeubern und zu desinifizieren.</p>
<p>Monika entpuppte sich als sehr schwierige Patientin. Einige Tage nach der Einlieferung begann sie jede Kooperation zu verweigern. Obwohl sie  Gelbsucht hatte, wollte sie keine Medikamente nehmen;  zudem hatte sie verschiedene Wuermer, die auch dringend der Behandlung bedurften. Auf Antrag der Immigration entschied dann ein Richter, dass Monika zeitweise entmuendigt wurde und die Entscheidungsgewalt war nun in den Haenden des behandelten Arztes.  Von da an ging es aufwaerts mit Monikas Gesundheit.</p>
<p>Zwischenzeitlich gab es einen Riesenkrach mit Helmut, da er nicht erlauben wollte, dass Nicole die Medikamente zum Entwurmen nahm. Claus drohte nun dem Helmut Pruegel an, wenn er nicht endlich zustimmen wuerde. Eingeschuechtert gab er nun seine Erlaubnis, aber behauptete immer, dass er das mit seinen Kraeutern wohl auch haette heilen koennen.</p>
<p>Wenn Claus Monika im Krankenhaus besuchte, erzaehlte die ein wenig aus dem Leben in Deutschland unter anderem eben auch, dass die Idee im Urwald zu leben auf dem Mist von Helmut gewachsen war. Sie selbst habe nur mitgespielt weil sie ihn eben liebte und dort oben im Wald war es fuer sie schon schwierig gewesen, insbesondere in den letzten Wochen vor der Entbindung. Claus sah das Auftauen von Monika als positive Entwicklung an, aber wie sehr er sich doch taeuschen sollte.  Die Geschehnisse sollten sich in Kuerze ueberschlagen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu wurde Helmut immer verstockter und sturer und wollte in keiner Weise von seinen Plaenen lassen. Unter anderem konfrontierte ihn Claus nun mit der Behauptung des Reporters das Baby verkaufen zu wollen und erstaunlicherweise leugnete Helmut dies nicht ab.  &#8220;Wir dachten es waere leichter ohne das Baby und etwas Geld zu haben waere sicherlich nicht das schlechteste gewesen.&#8221;  Das war alles was er zu diesem Thema zu sagen hatte.</p>
<p>Einige Tage spaeter gab es erneut wegen des total verschmutzten Zimmers Streit zwischen Claus und Helmut in dessem Verlauf Helmut den Wunsch aeusserte,  sobald wie moeglich weiter zu ziehen. Claus konnte dem natuerlich wegen seines Versprechens dem Chef der Immigration gegenueber nicht zustimmen, aber sagte  erstmal nichts weiter,  sondern entschloss sich die Entwicklung  zu beobachten. Die Streitereien mit Helmut stiessen ihm langsam sauer auf. Der war wirklich ein Sturkopf der ersten Klasse.</p>
<p>Einige Tage spaeter war Helmut mit Nicole verschwunden.  Nachfragen ergaben, dass auch das Baby nicht mehr im Haus der Schwester verblieben war und von Helmut abgeholt worden war.  Claus und Vicky fuhren ins Krankenhaus zu Monika, aber auch die war weg. Die Rechnung war natuerlich unbezahlt geblieben. Die beiden hatten keine Ahnung wo die Muellers haetten sein koennen. Am Abend bekam Claus dann einen Anruf von Fritz, der ihm erzaehlte, dass seine Frau Linda die Uebersiedlung der Muellers heimlich in die Wege geleitet haette, da Helmut sich bei Fritz beschwert haette,  dass Claus  hinter seinem Geld her sei und er haette ihn ausserdem einmal zusammen geschlagen. Nun war es an Claus wuetend zu werden ob der Luegen, die Helmut verbreitet hatte. &#8220;Der hat doch ueberhaupt kein Geld&#8221;, schrie er wuetend, &#8220;der wollte doch sogar das Baby verkaufen.&#8221; Nach langem Hin und Her meinte Claus, dass er morgen den Boss vom Immigration Office ueber den &#8220;Umzug&#8221; von den Muellers nach Polomolok verstaendigen wuerde. Claus erzaehlte dann noch von den merkwuerdigen Angewohnheiten der Muellers und wuenschte Fritz viel Spass mit seinen neuen Hausgaesten.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhr Claus als erstes zur Immigration um dort Bescheid zu sagen, denn er wollte auf keinen Fall irgendwelche Nachteile erleiden, weil die Muellers sich abgesetzt hatten. Zum Glueck hatte das Immigration Office in GenSan auch Polomolok unter sich und der Boss meinte, man wuerde heute oder morgen dort hin fahren und dann wohl Naegel mit Koepfen machen, schliesslich haetten die Muellers kein gueltiges Visum. Am Nachmittag bekam Claus einen Anruf und wurde von den Leuten im Immigration Buero gefragt, ob er denn mitfahren wolllte um die Muellers abzuholen. Claus verneinte und so fuhren die Beamten ohne ihn los.</p>
<p>Um sechs Uhr abends kamen die Beamten bei Claus in der Wohnung vorbei. &#8220;Die Muellers sind verschwunden, die ganze Familie ist weg und sie haben etliche Gebrauchsgegenstaende geklaut und mitgenommen&#8221;, wurde ihm aufgeregt erzaehlt. &#8220;Niemand hat etwas gesehen und gehoert, aber wir haben sie nun offiziell zur Fahndung ausgeschrieben.&#8221;</p>
<p>Fortetzung folgt&#8230;.</p>

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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 09:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann &#8216;rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  &#8220;Schaut doch mal und denkt logisch,&#8221; sagte Claus, &#8220;der Helmut hatte mir ja mitgeteilt, dass er in die Berge  zurueck wolle und die geklauten Gebrauchsgegenstaende deuten auch darauf hin&#8221;.  Die Frage war nur, wohin sie diesesmal gewandert sind. Damals war der Sueden von Mindanao noch voller Waelder und es gab viele Moeglichkeiten sich darin zu verlieren.  <span id="more-429"></span>Man vertagte sich erst einmal und wollte sich dann am naechsten Morgen im Office treffen, um zu beraten was man tun koenne.</p>
<p>In der Fruehe wurden im Buero der Immigration erst einmal ueberall Karten ausgebreitet und lang und breit diskutiert, wo die Muellers sich hin gefluechtet haben koennten.  Moeglichkeiten gab es viele z.B. von Polomolok zurueck nach GenSan und dann in die Berge suedlich von General Santos, oder oestlich davon, ebenso waere die Gegend um den Mount Apo von Kidapawan aus gesehen eine Moeglichkeit. Es haette aber auch zurueck Richtung Allah Valley gehen koennen, ja sogar das suedliche Bukidnon kaeme in Frage. &#8220;Also so kommen wir nicht weiter,&#8221; meinte Claus, &#8221; die koennten praktisch ueberall sein und wir sollten zuerst einmal die Jeepney Fahrer in Polomolok befragen und heraus finden, wer die gestern mitgenommen hat und wohin, das gaebe dann zumindest einen Anhaltspunkt.&#8221; Man einigte sich auf diese Variante und fuhr also los nach Polomolok. Dort an den Jeepney Haltestellen wurde man auch schnell fuendig, und es gab einige, die sich an die Muellers erinnern konnten. Als Langnase faellt man halt doch mehr auf. Allerdings wussten sie nur zu sagen mit welchem Jeepney die Muellers abgefahren waeren, aber nicht wo sie ausgestiegen waren und der Fahrer, der sie mitgenommen hatte, war unterwegs, sollte aber in 2-3 Stunden wieder in Polomolok sein. Da blieb nichts anderes als warten.</p>
<p>In der Tat kam der erwartete Fahrer nach weniger als drei Stunden in Polomolok an, war allerdings keine grosse Hilfe, da sie mit ihm nur zurueck nach General Santos gefahren waren. Da seien sie ausgestiegen und weiter wusste der Fahrer nichts zu berichten. Also fuhr die ganze Truppe von Immigration Beamten zusammen mit Claus zurueck und begannen nun in GenSan an den Jeepney Haltestellen und den Bus Terminals zu fragen. Auch hier liess der Erfolg nicht lange auf sich warten. Die Muellers waren in einen Bus nach Davao gestiegen. Zum Glueck war jener Bus auf dem Weg nach GenSan und wieder musste man warten, aber warten gehoert auf den Philippinen einfach dazu. Als der Bus ankam, erinnerte sich der Kondukteur nur all zu gut an die Familie Mueller und erzaehlte, dass die in Davao an der Kreuzung nach Bukidnon ausgestiegen seien. Damit ergaben sich nun zwei Moeglichkeiten. Entweder die Waelder im Hochland um Buda herum, oder eben weiter noerdlich, wobei es hier wieder schwieriger wurde, denn da gab es zuviele Moeglichkeiten. Man entschloss sich also in Buda zu suchen. Da das Immigration Buero kein Geld fuer solche Aktionen hatte, blieben die ganzen Kosten wie Sprit und Essen und vielleicht sogar Uebernachtungen an Claus haengen.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhren Claus, der Boss der Immigration und ein Mitarbeiter mit dem Auto von Claus in Richtung Davao und Buda. Auch hier waren sie in der Lage schnell wieder auf eine Spur der Muellers zu stossen, waren sie doch in einer Carenderia gewesen und dort aufgefallen, weil sie rohes, mitgebrachtes Gemuese verzehrt hatten. Allerdings verlor sich nun die Spur, denn keiner konnte sich erinnern wo sie nach dem Essen hingegangen waeren.  Eine Umfrage im Ort erbrachte nichts und auch die oertliche Polizei hatte keine Ahnung, versprach aber die Augen aufzuhalten. Unseren &#8220;Detektiven&#8221; blieb nichts anderes uebrig, als unverichteter Dinge wieder zurueck zu fahren.</p>
<p>Die Wochen vergingen und man hoerte nichts mehr von den Muellers und obwohl es die Mitarbeiter der Immigration anfaenglich beschaeftigt hatte, geriet es nun ein wenig in Vergessenheit, denn anderes, neueres und damit wichtigeres fiel an. Bis eines Tages eine Nachricht der Polizei aus  Buda auf den Tisch der Immigration flatterte.  Die hatte angeblich von Mitgliedern der NPA gehoert, dass in den Bergen von Davao del Norte ein paar verrueckte Auslaender mit Kindern campen wuerden.  Es war zwar eine Spur, aber eine sehr duenne. Diese Ecke war nicht besiedelt und nur vereinzelte Tribes hielten sich dort auf und es gab einige Lager der NPA dort. Eine Suche ohne genauere Angaben erschien sinnlos. Man bat die Polizei in Buda den genaueren Aufenthaltsort heraus zu finden.  Wieder herrschte wochenlanges Schweigen und die naechsten Nachrichten ueber die Muellers kamen dann aus einer ganz unerwarteten Ecke. Es schien so, als ob sich die Muellers nicht mehr bestaendig an einem Ort aufhielten sondern alle paar Tage weiterzogen. Vielleicht hatten sie Angst erwischt zu werden und sind deshalb mobil geblieben. Auf jeden Fall kamen nun die neuesten Nachrichten  aus der Gegend um San Fernando in Bukidnon. Hier wollte nun absolut niemand nachforschen, denn das war damals eine  Hochburg der NPA. Dort hatten die ihr Hauptquartier fuer das zentrale Mindanao.</p>
<p>Claus dachte lange nach und beschloss nach Valencia in Bukidnon zu fahren. San Fernando war nur etwa 30 Kilometer entfernt und er hatte einen guten Bekannten in Valencia, der dort Kagawad war. Moeglicherweise kannte der jemanden, der Beziehungen zur NPA hatte. In Valencia angekommen suchte Claus seinen Bekannten auf und erzaehlte ihm die ganze Geschichte.  Der meinte, dass er eine Menge Leute kenne, die Beziehungen haetten und sicherlich helfen koennten, die Muellers zu finden. Nach einigen Tagen begannen auch schon die Neuigkeiten einzutrudeln und aus denen ergab sich der Aufenthaltsort der Muellers nur zu genau. Die Mueller handelten mit einigen NPA Mitgliedern und bezahlten mit Reiseschecks, was bedeutete, dass sie nicht so mittellos waren, wie sie das den Menschen in GenSan  glauben machten. Claus bekam ein Angebot von einem Bekannten des Kagawad gegen eine &#8220;Eintrittsgebuehr&#8221; von 2000 Pesos an den Aufenthaltsort der Muellers gebracht zu werden. Er stimmte zu und zwei Tage spaeter waren sie in einem alten Jeep unterwegs in die Waelder. Die letzten zehn Kilometer mussten sie laufen. Der Guide der &#8220;Expedition&#8221; hatte zwei bewaffnete Maenner dabei, die den Marsch der Gruppe absicherten, da man sich ja mitten in NPA Gebiet befand. Als die Gruppe im &#8220;Camp&#8221; der Muellers ankamen, war die Ueberraschung riesengross. Helmut hatte sich nicht traeumen lassen dass sie gefunden wuerden, und er flehte Claus an, sie doch in den Waeldern zu lassen. Claus verneinte und so wurden die Muellers von den Bewaffneten gezwungen mit zurueck  zu kommen. Die Habseligkeiten der Muellers waren schnell gepackt und die Gruppe marschierte zurueck zum Jeep. Ohne weitere Zwischenfaelle kamen sie dort an und fuhren zurueck nach Valencia. Von dort rief er in der Immigration in GenSan an und die bestimmte,  die Muellers erstmals in die Obhut der Polizei zu uebergeben. Dort wurden dann bei der Durchsuchung der Familie ueber 10000 US Dollar in Reiseschecks gefunden. Claus fuhr dann nach General Santos zurueck.</p>
<p>Einige Tage spaeter wurden dann die Muellers zurueck nach GenSan gebracht und dort hatten die Medien einen &#8220;Field Day&#8221;. Helmut wurde befragt und der erzaehlte nun bereitwillig die ganze Geschichte. Am Ende des Interview sagte Helmut noch, dass er Claus  das &#8220;Zusammenschlagen&#8221; schon laengst vergeben haette.</p>
<p>Einige Tage spaeter waren die Muellers auf dem Rueckweg nach Deutschland.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 04:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In einen Philippinenblog gehoert eigentlich alles was auch im weiteren Sinn etwas mit den Philippinen zu tun hat. Diese Geschichte begann in Deutschland zu einer Zeit, als Hartz IV noch relativ neu war. Der Betroffene hatte zu der Zeit alles Moegliche im Sinn, aber ganz sicher nicht die Philippinen.  Das Chatten im Internet kam immer mehr in Mode und viele Maedels aus sogenannten &#8220;Drittweltlaendern&#8221; merkten recht schnell, das damit Kohle zu machen ist.  Die Filipinas gehoerten natuerlich zu den Vorreitern, zu deutsch,  sie sind fast immer vorne dran, wenn es etwas zu holen gibt. Ich habe mich schon oft gefragt, was passieren wuerde, wenn diese Energie bei ehrlicher Arbeit eingesetzt wuerde. Und der Deutsche um den es in dieser Geschichte geht, begann mit der &#8220;Chatterei&#8221;, ohne die diese Story niemals geschrieben worden  waere.<span id="more-275"></span></p>
<p>Im Sommer 2007 wurde ich dann in die Sache hinein gezogen und sollte erste &#8220;Erfahrung&#8221; in Bezug auf Chat Girls sammeln. Halt!  Nicht was ihr jetzt alle denkt, nein, sondern&#8230;. aber lasst mich das von Anfang an erzaehlen.</p>
<p>Es war Juli und ich war seit einigen Monaten im Philippinenforum Deutschland angemeldet aber erste seit zirka Mitte Juni aktiv. Ich war also ein &#8220;Jungspund&#8221; im Forum und trotzdem kam diese private Nachricht &#8211; in Kuerze PN genannt &#8211; bei mir an. Warum? Nicht weil ich so ein erfahrener &#8220;Forumsschreiberling&#8221; gewesen waere, sondern weil ich eben in General Santos lebte.  Der &#8220;junge&#8221;  Mann &#8211; im Vergleich zu mir war er das wohl &#8211; erkundigte sich bei mir, wie er am besten von Davao nach GenSan kaeme. Er hatte einen Flug gebucht, der in Davao landete und wollte also Mitte September hier in GenSan ankommen um seine Internet Bekanntschaft kennen zu lernen.</p>
<p>Nun in den naechsten Wochen unterhielten wir uns sehr oft im Messenger und Walter &#8211; so wollen wir ihn der Einfachheit halber mal nennen &#8211; hatte sehr viele Fragen. Ich habe den Namen Walter bewusst gewaehlt, denn das &#8220;Mein Gott&#8221; steht dann sozusagen schon im Raum. Und ich moechte mich im Vorfeld bei allen, die Walter heissen, entschuldigen.</p>
<p>Aber zurueck zur Geschichte:  Nach vielen Chats im Messenger bot ich Walter an, dass ich ihn gerne auch in Davao am Flughafen abholen koenne, wenn er mir den Sprit bezahlen wuerde. Walter hatte naemlich etwas Angst am Ende ueberall anzukommen nur eben nicht da, wo er hin wollte.  Naja und bescheuert wie ich bin, sagte ich ihm auch noch er koenne bei uns schlafen. Aber er war auch ein sehr netter Mensch.</p>
<p>Nun ja Walter erzaehlte mir nun, dass er das Maedel schon seit einem Jahr kannte &#8211; zuvor hatte er auch mit Girls aus anderen Laendern gechattet, und seit 2006 &#8211; da war er in China &#8211; hatte er sich auf Asiatinnen &#8220;eingeschossen&#8221;,  aber eine Chinesin wollte er nicht, weil er die Sprache nicht erlernen wollte und er beim Englisch reden mit deren Akzent Probleme haette. Das wundert mich nicht, denn diese Probleme habe ich auch, obwohl ich geschaeftlich schon oft genug mit Chinesen zu tun hatte.  Je besser wir uns kennen lernten um so mehr erzaehlte er, und dabei stellte sich nun heraus, dass er des oefteren Geld an seine &#8220;Internetliebe&#8221; geschickt hatte, immerhin den stolzen Betrag von guten 3000 Euro im Verlauf von elf  Monaten.</p>
<p>Nachdem er nun im Chat angekuendigt hatte, dass er eben Mitte September auf Besuch kommen wollte, reagierte seine Angebetete nicht ganz so, wie er es sich erhoffte. Nachtigall ick hoer dir trappsen!  (Hoppla, als Bayer sollte ich da eigentlich sagen: Jo mie leckst am Arsch, aber do is der Wurm drin) Haben wir das denn nicht schon oefter gehoert? Er erzaehlte es mir und ich bot ihm an, dass wir uns ja mal erkundigen koennten, um welche &#8220;Dame&#8221; es sich bei seiner &#8220;Liebsten&#8221; handelte. Er stimmte zu und gab mir den Namen und die Adresse seiner hoffentlich zukuenftigen Lebenspartnerin.  Ein Bild schickte er mir auch &#8211; es war eine Webcam Aufnahme -  und &#8211; ohlala &#8211; ich konnte ihn verstehen. Ein bildhuebsches Maedel, vielleicht ein bisserl zu sehr geschminkt fuer meinen Geschmack,  lachte mich vom Bildschirm an.</p>
<p>Am Abend dieses Tages unterhielt ich mich mit meiner Tochter und fragte ob sie dieses Maedchen &#8211; sie wohnte uebrigens in Alabel, einer Staedtchen nur neun Kilometer von GenSan entfernt, aber bereits in Sarangani der Nachbarprovinz &#8211; kenne, was sie aber verneinte. Nun ich erzaehlte ihr von Walters Bedenken und fragte Marion, ob sie sich vielleicht in Alabel  ueber das Maedel erkundigen koennte. Meine Tochter bejahte, koenne aber erst am Wochenende hin, da es sonst mit der Schule Probleme geben koennte, sie wollte deswegen nicht abwesend sein. Ich erzaehlte Walter von seinem Glueck und er war schon sehr gespannt, was Marion heraus finden wuerde.</p>
<p>Das Wochenende kam, und am Sonntag Nachmittag machte sich meine Tochter auf, zusammen mit meiner Schwaegerin um hier Informationen zu bekommen. Wir anderen blieben daheim und vertrieben uns den Nachmittag mit der Glotze und angeregter Unterhaltung. Die Stunden vergingen und wir wunderten uns schon ein wenig, dass die &#8220;Ermittlungen&#8221; von Marion so lange dauerten. Musste wohl doch ein wenig komplizierter sein als es ausgesehen hatte.  Nun der Schlag mit dem &#8220;Hammer&#8221; sollte uns noch frueh genug treffen.</p>
<p>Gegen halb sieben kamen die beiden dann nach Hause und noch bevor sie zu erzaehlen begannen, lachten sie erstmal und es war kein Wort aus ihnen herauszubringen. Jedesmal wenn sie anfingen zu erzaehlen, begannen sie zu lachen. Wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen warum.  Nun ja, alles was lustig ist geht mal zu Ende und meine Tochter begann zu erzaehlen: &#8220;Wir sind also in Alabel erst mal ein wenig &#8216;rum gefahren und haben einige Leute gefragt, aber keiner konnte mit dem Namen etwas anfangen. Daher fuhren wir zur Polizeistation um dort zu fragen und auch da sagte man uns, dass es den Familennamen zwar gaebe, aber niemand dort hiesse Maria. Wir liessen uns die Adresse geben und fuhren einfach mal dort hin. Wir riefen &#8216;Ayo&#8217; und eine Frau um die 45 herum oeffnete. Wir fragten nach Maria und die Frau schaute einen Moment verdutzt und fragte, ob wir wohl den Mario meinten, ihren Sohn. Nein nein, wir meinen schon Maria, es handelt sich um ein Maedchen. Die Frau begann zu lachen um dann aufklaerend zu bemerken: Mein Sohn ist ein Ladyboy!&#8221;</p>
<p>Tja und hier kommt es zum ersten mal in dieser Story: &#8220;Mein Gott Walter!</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 06:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den &#8220;Typen&#8221; getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den &#8220;Typen&#8221; getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem Betrachten meinte sie, dass man den Ladyboy auf diesem Bild wirklich nicht erkennen koenne.</p>
<p>Oh je, dachte ich mir, das ist ja eine schoene Scheisse. Wie bringe ich das nur dem Walter bei. <span id="more-297"></span>Das war eine aeusserst unangenehme Aufgabe. Nun etwa zwei Stunden spaeter kam Walter online und &#8220;funkte&#8221; mich auch erwartungsgemaess sofort an:</p>
<p>&#8220;Nun habt ihr was &#8216;rausbekommen?&#8221;  war seine erste Frage und ich zoegerte erst einen Moment bevor ich antwortete: &#8221; Ja schon aber das ist alles nicht ganz so einfach zu erklaeren. Und die Frage hier ist, ob du das ueberhaupt glaubst.&#8221;</p>
<p>Und so erzaehlte ich ihm die ganze Geschichte genauso wie Marion sie uns erzaehlt hatte. Wie erwartet war er erst etwas unglaeubig und platzte dann heraus: &#8220;Aber sie hatte mir doch ihre Pussy gezeigt!&#8221;  &#8220;Was, wie soll das denn gehen?&#8221; fragte ich und er sagte: &#8220;Warte mal ich schicke dir das Bild.  Auf dem Bild war dann zu sehen wie &#8220;sie&#8221; ihr Hoeschen etwas nach unten rollte und ausser Haaren waren keine Einzelheiten zu erkennen. Wenn &#8220;sie&#8221; also den Penis geschickt zwischen den Beinen &#8220;verklemmt&#8221; hatte, konnte man das durchaus als &#8220;Maedchen&#8221; durchgehen lassen. Ich erklaerte ihm, dass dieses Bild ja nun wirklich kein Beweis ist so wie man &#8220;es&#8221; saehe, und er sollte sich nun doch ueberlegen, was er weiterhin tun wolle. Walter bedankte sich und meinte er muesse erstmal darueber nachdenken, wie er das weiter handhaben wolle und wuerde mir spaeter Bescheid geben.</p>
<p>Fuer drei Tage meldete  Walter sich nicht um dann wieder online zu kommen und mir seine Plaene zu erlaeutern: &#8221; Ich habe in den drei Tagen zweimal mit ihr gechattet und mich entschlossen nichts zu sagen. Ich werde kommen und mich mit &#8220;ihr&#8221; treffen und dann eben konfrontieren.&#8221; &#8220;Wenn du das willst, sollten wir aber, bevor du das machst, ein paar Einzelheiten besprechen. Pinoys haben es nicht so gerne, wenn sie bloss gestellt werden.&#8221;  Wir beliessen es dabei und &#8220;redeten&#8221; noch ein Weilchen ueber andere Dinge.</p>
<p>Die Wochen vergingen und Walter erwaehnte &#8220;sie&#8221; mit keinem Wort mehr und ich fragte auch nicht weiter. Der September kam und der Tag seiner Abreise rueckte immer naeher. Ich fragte Walter, ob er mir Schnapsbohnen und Marzipan mitbringen koennte, denn das bekomme ich hier nirgendwo zu kaufen und er versprach es mir.</p>
<p>Am 21. September sollte er nachmittags in Davao ankommen und ich fuhr bereits am Vortag nach Davao, da ich beim Swiss Deli in Lanang noch einkaufen wollte. Nach der Ankunft ging ich also erstmal in den Deli Shop und machte die Vorbestellung und sagte ich wuerde alles am fruehen Nachmittag des naechsten Tages abholen. Das mache ich immer so wenn ich dort einkaufe.</p>
<p>Abends assen meine Frau und ich wie so oft im Picobello und gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen um Walter abzuholen. Der Flug aus Singapur war puenktlich gelandet und da Walter der einzige &#8220;Weisse&#8221; war, erkannten wir ihn sofort. Wir begruessten uns und luden erst mal seine Koffer ins Auto. Dann fuhren wir los, rauschten kurz im Swiss Deli vorbei um das Bestellte abzuholen und fuhren dann los nach GenSan.  Unterwegs hielten wir an verschiedenen Stellen an zum fotographieren und als wir am Tubac Viewpoint ankamen traute er sich nicht an das Gelaender &#8216;ran um Bilder zu machen und bat mich das fuer ihn zu tun.  Walter hatte Hoehenangst aber merkwuerdigerweise nicht im Flieger. Er erzaehlte dann auch, dass sich diese Angst in den letzten Jahren bei ihm graduell entwickelt hatte und so schlimm wurde, dass er seinen Job als LKW Fahrer aufgeben musste, weil er nicht mehr ueber Bruecken fahren konnte. Es wurde immer schlimmer und am Ende konnte er nicht mal Treppen hochsteigen, die an einer Seite ein Gelaender hatten. Das machte ihn voruebergehend berufsunfaehig und er bezog eine kleine Rente, die in etwa Hartz IV entsprach. Nebenher verdiente er sich schwarz einiges dazu, da er sich mit Computern bestens auskannte. Er lebte also nicht schlecht, wenn er auch keine Reichtuemer besass. Er war sozusagen Fruehrentner mit 40 Jahren.</p>
<p>Nach knappen drei Stunden kamen wir in GenSan an und quartierten ihn erstmal im Zimmer meines Sohnes ein, da das Gaestezimmer von Besuch aus Surigao belegt war. Danach gab es Abendessen und Walter ging schon um neun Uhr schlafen, da er auf Grund der Zeitverschiebung schon muede war. Zudem hatte er im Flugzeug nicht schlafen koennen.</p>
<p>Am naechsten Morgen besorgten wir ihm eine lokale SIM Karte, damit er sich mit &#8220;seiner Liebsten&#8221; in Verbindung setzen konnte. Die ersten Text Messages wurden ausgetauscht und &#8220;sie&#8221; weigerte sich  zu einem Treffen zu kommen. &#8220;Sie&#8221; wollte unbedingt, dass Walter nach Alabel kommt, wovon wir ihm aber abrieten, da wir wollten, dass er sich mit &#8220;ihr&#8221; an einem oeffentlichen Ort triftt, damit es im Falle von Streitereien nicht zu Handgreiflichkeiten gegen ihn kommen konnte.  Am Ende stimmte &#8220;sie&#8221; zu sich mit Walter im Fagioli Cafe zu treffen. Morgen um drei sollte dann die &#8220;Stunde der Wahrheit&#8221; sein.</p>
<p>Unterdessen nahm sich Walter mal meinen PC vor, bemaengelte dies und jenes, lud &#8216;runter, installierte, machte dies und das,  und am Ende war das Ding doppelt so schnell. Er konnte also wirklich was. Ansonsten passierte nicht weiter viel an jenem Tag.</p>
<p>Nun war es soweit. Am Vormittag war ich mit Walter zum Fagioli gefahren um es ihm zu zeigen, denn er wollte nicht, dass wir ihn nachmittags  hinbringen. &#8220;Sie&#8221; sollte, falls sie schon da ist, keine Moeglichkeit haben, Walter mit uns in Verbindung zu bringen. Um viertel vor drei zog Walter los und wir alle im Haus waren gespannt wie der legendaere Flitzebogen,  was da nun passieren wuerde. Ich hatte Walter ja prophezeit, dass &#8220;sie&#8221; nicht in Erscheinung treten wuerde, er meinte aber &#8220;die kommt bestimmt&#8221;&#8230;&#8230;</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 3.Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen halb sieben kam Walter wieder zurueck und nach einem kurzen Hallo begann er zu erzaehlen: &#8220;Als ich ins Fagioli kam und mich hinten in den Garten setzte wegen der Raucherei, bekam ich kurz darauf eine SMS mit der Frage, wo ich denn sei. Ich antwortete, dass ich im Garten sitze und zwei Minuten spaeter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen halb sieben kam Walter wieder zurueck und nach einem kurzen Hallo begann er zu erzaehlen: &#8220;Als ich ins Fagioli kam und mich hinten in den Garten setzte wegen der Raucherei, bekam ich kurz darauf eine SMS mit der Frage, wo ich denn sei. Ich antwortete, dass ich im Garten sitze und zwei Minuten spaeter kam ein Maedel und steuerte auf meinen Tisch zu. Hallo Walter, sagte sie und setzte sich. Ich schluckte erst mal und dachte mir, das ist aber ganz jemand anderes. Na ja, ich sagte erst mal nichts und wartete ab, welches Spiel hier gespielt werden soll. Nach der kurzen Begruessung meinte sie, wie schoen es doch waere, dass man sich endlich persoenlich kennenlernen wuerde. <span id="more-336"></span>Scheisspiel, dachte ich mir, denkt sie denn, dass ich als Kind zu heiss gebadet worden war und das nicht merke. Ich liess sie erzaehlen, beantwortete ihre Fragen und spielte mit. Gegen sechs Uhr meinte sie, dass sie nun gehen muesse, weil die Eltern es nicht gerne sehen wuerden, wenn sie spaet unterwegs sei. Wir verabredeten uns fuer den naechsten Tag und ich war eigentlich schon gespannt, wie das Spiel weitergehen sollte.&#8221;</p>
<p>Ich meinte: &#8220;Walter, der hat eine Cousine oder sowas geschickt, nach dem Motto, dass wir den vielleicht weiter melken koennen.&#8221; &#8220;Ja&#8221; sagte Walter &#8220;das dachte ich mir auch. Ich werde mich noch ein oder zweimal mit ihr treffen und dann aber Aufklaerung verlangen. Das ist schon eine Frechheit.&#8221; Wir diskutierten alle noch eine Weile darueber, aber wir kamen einstimmig zu dem Schluss, dass hier ein weiterer Abzockversuch gestartet werden soll.</p>
<p>Am naechsten Tag ging Walter also wieder aus um sich mit ihr zu treffen und es gab das gleiche Spiel. Kein Wort, dass sie eigentlich als &#8220;Ersatz fuer Maria&#8221; gekommen war.  Also schrieb Walter am Abend eine SMS und fragte, was das denn fuer ein Scheisspiel sei, das hier getrieben wird. Die Antwort war Entruestung und Unverstaendnis. Schliesslich sei sie ja sehr an Walter interessiert und wuesste ueberhaupt nicht was er mit Spiel meinte.  Walter entschloss sich sie dann morgen zur Rede zu stellen.  Aber dazu kam es nicht mehr.</p>
<p>Als die beiden sich dann am naechsten Tag trafen, platzte &#8220;Maria&#8221; heraus, dass sie eigentlich gar nicht Maria waere. Walter antwortete gelassen, dass ihm das im ersten Moment schon klar war, schliesslich haette er Mario oft genug mit der Webcam gesehen. Nun war sie aber ueberrascht, dass Walter wusste, dass Mario/Maria ein Ladyboy sei.  Alice, so hiess die &#8220;Ersatzmaria&#8221; entschuldigte sich wortreich, dass sie sich von ihrem Cousin ueberreden lassen hatte diese dumme Spiel mitzumachen. Man trennte sich und Walter kam nach Hause. Dort fragten wir ihn natuerlich was er nun vor haette. Er meinte, er wuerde dem Mario jetzt erst mal eine wuetende SMS schicken um sein Geld zurueckzufordern. Ich machte ihm klar, dass er davon wohl keinen Cent wiedersehen wuerde und eine Klage wohl auch nicht erfolgversprechend waere. Die SMS ging raus und die Antwort kam prompt. Mario schrieb, dass er fuer die Dummheit von Walter wohl nicht verantwortlich gemacht werden kann. Walter antwortete, die Tatsache, dass Mario sich als Frau ausgegeben haette, kann durchaus als Betrug angesehen werden und er werde klagen. &#8220;Ja klag doch du Arsch&#8221;  kam es hoehnisch in der naechsten SMS zurueck. &#8220;Walter hoer auf damit, du erreichst ueberhaupt nichts&#8221; unterbrach ich ihn beim Antwort texten, &#8220;am besten du gehst morgen zur Polizei in Alabel um das ganze aufnehmen zu lassen. Das ist keine Anzeige wie in Deutschland, aber es ist zumindest aktenkundig gemacht worden, falls du spaeter doch was unternehmen willst und moeglicherweise bekommt Mario Schiss und zahlt vielleicht doch was zurueck.&#8221;</p>
<p>Damit war das Thema zumindest vorlaeufig erledigt und am naechsten Tag fuhr ich mit Walter nach Alabel um die Sache bei der Polizei eintragen zu lassen. Wie erwartet grinsten sich die Polizisten eins, aber nahmen die Sache auf und der eine Polizist informierte Mario, dass eine &#8220;Anzeige&#8221; gegen ihn eingegangen sei. Am Abend kam dann eine SMS mit dem Angebot von Mario, das erschwindelte Geld in Raten zurueckzuzahlen. &#8220;Na prima&#8221; meinte Walter aber ich zog ihm den Zahn und erklaerte, dass Filipinos  schnell etwas versprechen wuerden, wobei man es mit dem Halten des Versprochenen nicht sehr ernst nehmen wuerde.</p>
<p>Dann fragte Walter, ob wir ihn nicht jemanden vorstellen koennten, damit er wenigstens etwas Begleitung in seinem Urlaub haben wuerde. Meine Frau dachte ein Weilchen nach und ihr fiel eine entfernte Cousine ein, die in Butuan als Maid arbeitete.  Also ging eine SMS  &#8216;raus und die beiden texteten eine Weile. Dann meinte meine Frau, dass Helen &#8211; so hiess die Cousine &#8211; fuer ein paar Tage kommen koennte. Allerdings muessten wir ihr das Fahrgeld schicken, denn wie ueblich hatte die Cousine  kein Geld in der Tasche.</p>
<p>Am naechsten Tag schickte ihr Walter das Fahrgeld und am folgenden Tag kam Helen in GenSan an. Die beiden lernten sich kennen und mochten sich scheinbar. Wir liessen die zwei meist alleine und sie erforschten auf eigene Faust GenSan und die naechste Umgebung. Wir machten auch einen Ausflug zum Lake Sebu fuer zwei Tage, verbrachten einen Tag am Gumasa Beach und die beiden fuhren auch oefter alleine zum London Beach (das Resort dort ist mittlerweile geschlossen) um zu schwimmen. So gingen die Tage doch recht schnell vorbei, bis eine SMS aus Butuan ihre Rueckkehr forderte. Schliesslich hatte Helen einen Job dort und dem Boss dauerte die Abwesenheit seiner Helferin schon entschieden zu lange. Also hiess es Abschied nehmen als meine Frau ein Angebot machte: &#8220;Helen du kannst auch bei uns arbeiten, wenn du willst. Dann kannst du zumindest bis zum Ende von Walters Urlaub mit ihm zusammen sein.&#8221; Das schien Helen nicht so sehr zu schmecken und es stellte sich schnell heraus, dass sie 13000 Peso &#8220;cash advance&#8221; bei ihrem Boss hatte. Walter bot an das ihr zu zahlen, aber er hatte nun auch nicht soviel Bargeld dabei, dass es am Ende auf uns zurueck fiel. Aber Walter bezahlte uns spaeter von Deutschland aus.  So fuhren die beiden gemeinsam nach Butuan um Helen von ihrer Arbeitsstelle loszueisen und dann wollten die beiden noch nach Dinagat in das Dorf von dem Helen stammte.</p>
<p>Wir waren gespannt, wie Walter das Leben in einem einfachen Dorf wie Paniog aufnehmen wuerde, denn das kannte er noch nicht.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 4.Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 06:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach acht Tagen kamen Walter und Helen zurueck nach GenSan und erzaehlten. Walter fand das einfache Leben in diesem Fischerdorf einfach nur klasse und alle waren so lieb und nett und freundlich zu ihm gewesen.  (Das hab ich doch schon mal gehoert) Ich selbst hatte lange genug auf dem Land gelebt (in Surigao und Bukidnon)  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach acht Tagen kamen Walter und Helen zurueck nach GenSan und erzaehlten. Walter fand das einfache Leben in diesem Fischerdorf einfach nur klasse und alle waren so lieb und nett und freundlich zu ihm gewesen.  (Das hab ich doch schon mal gehoert) Ich selbst hatte lange genug auf dem Land gelebt (in Surigao und Bukidnon)  und habe jetzt eigentlich schon ganz gerne etwas Stadt um mich herum.  Manila muss nicht sein, aber eine mittelgrosse Stadt wie GenSan passt da gerade.</p>
<p>Am Abend erzaehlten die beiden, dass sie heiraten wollten. Ach du meine Guete, heiraten! Kennen sich gerade mal gute zwei Wochen und wollen heiraten. Mein Gott Walter, ihr habt sie doch nicht alle beisammen!   <span id="more-341"></span>Ich versuchte den beiden zu erklaeren, dass man ja nicht unbedingt heiraten muesse und auch ohne Trauschein zusammenleben koennte. Aber sie wollten eben heiraten. Und dann kam der naechste Hammer: Walter wollte unbedingt auf den Philippinen leben. Er wollte Expat werden und sich in GenSan niederlassen. Na wenigstens nicht in der Naehe der Familie.Ich fragte Walter wie er sich das vorstellte und was er denn machen wollte um Geld zu verdienen, und er meinte nur, na da wird sich was finden. Ich konnte eigentlich nur noch den Kopf schuetteln, aber da er ja jetzt fuer ein Jahr nach Deutschland zurueck ginge, wuerde er sich vielleicht alles nochmal ueberlegen und beschloss das Thema vorerst auf sich beruhen zu lassen.</p>
<p>Die restlichen zehn Tage von Walters Urlaub vergingen wie im Flug und der Tag seines Rueckfluges kam immer naeher. Schlieslich war es soweit und wir fuhren morgens los nach Davao um ihn zum Flughafen zu bringen. Sein Flug ging am fruehen Abend und wir bummelten noch ein wenig in der Stadt und assen Pizza im Picobello. Drei Stunden vor Abflug brachten wir ihn zum Flughafen und nach einer langen Verabschiedung und schier endlosen Knutscherei der beiden, konnten wir auch Tschuess sagen und Walter verschwand mit seinem Gepaeck im Abfertigungsgebaeude.</p>
<p>Wir fuhren zurueck nach GenSan und Helen war auf der gesamten Rueckfahrt sehr schweigsam.</p>
<p>Nach zwei Tagen meldete sich Walter im Chat bei mir um zu sagen, dass er gut angekommen waere. Zwei Wochen spaeter teilte Helen uns mit, dass sie aufhoeren wuerde zu arbeiten und nach Paniog fahren wollte um dort auf die Rueckkehr Walters zu warten. Er wolle es so, was sich aber hinterher als Luege herausstellte. Aber wir wollen ja der Geschichte nicht vorgreifen. Wir liessen sie ziehen und suchten uns eine andere Helferin, die uebrigens heute noch bei uns ist.</p>
<p>Die Wochen und Monate vergingen. Walter und ich chatteten im Internet einmal die Woche oder so, aber mit Helen war die Kommunikation schwieriger, da sie auf dem Land lebte, mit Computern nicht umgehen konnte und selbst wenn, es bei ihnen im Dorf keine Moeglichkeit gibt, eine Verbindung zum Netz zu bekommen. Da blieb nur das Handy mit SMS als einziges Kommunikationsmittel.</p>
<p>Anfang Maerz 2008 machten wir uns auf unsere geplante Rundreise durch das ganze Land. Da ich mobiles Internet hatte, standen Walter und ich in Verbindung.  Im Mai teilte er mir mit, dass er eine Balikbayan Box mit Computerteilen an meine Addresse geschickt habe, da er hier etwas mit Computern machen wolle. Ende Juni schrieb er mir, dass er am 6. August in Manila ankommen wuerde. &#8220;Guter Gott Walter, da sind wir ja noch gar nicht zuhause und abkuerzen werden wir den Urlaub deinetwegen bestimmt nicht.&#8221; Das machte ihm aber nichts aus, er wuerde eben warten, bis wir um den 20. August herum ankommen wuerden.  Am 19. kamen wir dann zu Hause an und da waren die beiden. Naja ganz so hatte ich mir die Rueckkehr eigentlich nicht vorgestellt.</p>
<p>Wir gewohnten uns leider nur allzuschnell an das Alltagsleben und Walter erzaehlte, er habe alle Papiere zum heiraten bereits dabei einschliesslich des Ehefaehigkeitszeugnisses. Alles war  in die Wege geleitet worden und sogar an einem Seminar haetten sie teilgenommen, bei dem man Helen gar schauderliche Dinge ueber uns &#8220;Foreigners&#8221; erzaehlt haette und sich sogar nach sexuellen Gewohnheiten erkundigte.  Ich versuchte Walter ins Gewissen zu reden und die Hochzeit zurueckzustellen, aber er meinte, dass er jetzt alle Papiere habe und geheiratet werden wuerde. Punkt!</p>
<p>Am gleiche Abend fragte ich ihn, wieviel Geld er ueberhaupt mitgebracht habe und da haette mich wirklich fast der Schlag getroffen. 800 Euro!!! Ich war sprachlos. &#8220;Naja das war schon mehr&#8221; verteidigte er sich, &#8220;aber die Vorbereitungen fuer die Hochzeit und das Brautkleid und und und&#8230;.. Und ich will ja die Computerteile verkaufen das bring auch nochmal 4000 Euro.&#8221;  &#8220;Wers glaubt&#8221; entgegegnete ich. Naja er hatte ja immerhin seine stolze Rente in Hoehe von 350 Euro, also verhungern wuerde er nicht.  Das war auch so ein Trugschluss!</p>
<p>Ende September kam der grosse Tag der beiden und nachdem wir uns alle schoen heraus geputzt hatten,  ging es zum Gericht, wo der Richter auf uns warten sollte. Aber bedauerlicherweise wurde weder meine Frau noch die Braut ins Gerichtsgebaeude gelassen, da kurzaermelige Bekleidung nicht zulaessig war.  Wir riefen also daheim an, damit jemand zwei Jacken fuer die Damen vorbei bringen konnte. Schliesslich waren wir im Gerichtsgebaeude, aber der Richter war noch nicht da. Der musste naemlich ein Ticket kaufen um am kommenden Montag nach Manila zu fliegen, da er dort an einem Seminar teilnehmen sollte. Was fuer ein Zeitpunk zum Ticket kaufen!  Haette ja auch die Sekretaerin schicken koennen. Also warteten wir mehr oder weniger geduldig auf den &#8220;Herrn Richter&#8221;! Mit 45 Minuten Verspaetung kam der Richter endlich an und die Zeremonie konnte beginnen. Der Richter hielt eine Ansprache an die Paare &#8211; neben Walter und Helen waren da noch vier andere Heiratswuetige  &#8211; und als er loslegte, sprach er von Gesetzen und den Filipinos, den OFWs, die in Kaelte und Hitze fuer ihr Land arbeiteten und von den Strassenkindern  und sprach und suelzte und sprach und droehnte und redete usw &#8211; ad infinitum &#8211; 5 Minuten, 30 Minuten 1 Stunde, und nirgendwo war ein Schalter um ihn auszuschalten. Der eine Braeutigam begann leise zu schnarchen &#8211; alle grinsten &#8211; eine andere Braut konnte nur mit Muehe die Augen offen halten und endlich nach 72! Minuten war er fertig und begann die Zeremonie zu erklaeren. Zehn Minuten spaeter war alles vorbei und ob die beiden den groessten Fehler ihres Lebens gemacht hatten wuerde die Zukunft zeigen.</p>
<p>Der Caterer hatte das bestellte Essen wie ausgemacht um vier Uhr gebracht, aber wir kamen erst gegen sechs Uhr nach Hause und so war alles kalt geworden.</p>
<p>Fuer Helen und Walter, den neugebackenen Expat, hatte nun das &#8220;Abenteuer Ehe&#8221; begonnen, und was fuer ein Abenteuer es werden sollte.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 5.Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 07:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[expat]]></category>
		<category><![CDATA[immigration]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits nach drei Tagen kam Walter zu mir um mich zu fragen, ob es normal sei, dass die Filpinas dauernd meckern. Er meinte seit sie den Ring am Finger hat, wuerde sie sich laufend beklagen. Nichts koenne er mehr richtig machen. Ich verneinte, schliesslich wuerde meine Frau auch nicht dauernd meckern und hat sie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits nach drei Tagen kam Walter zu mir um mich zu fragen, ob es normal sei, dass die Filpinas dauernd meckern. Er meinte seit sie den Ring am Finger hat, wuerde sie sich laufend beklagen. Nichts koenne er mehr richtig machen. Ich verneinte, schliesslich wuerde meine Frau auch nicht dauernd meckern und hat sie auch nicht in der Vergangenheit gemacht.</p>
<p>Am naechsten Tag, sprach ich Walter darauf an doch mal ernsthaft ueber seine Zukunft nachzudenken und etwas zu tun. Ich machte ihm auch klar, dass er nicht dauerhaft hier bei uns im Haus leben kann. &#8220;Ja&#8221; sagte er &#8220;ich lasse mir was einfallen, muss aber mit Computern zu tun haben.&#8221; &#8220;Ok, Walter hoer zu&#8221; begann ich &#8220;hier in GenSan gibt es auf Grund der fischverarbeitenden Industrie hunderte von Firmen und alle haben Computer in Verwendung. <span id="more-349"></span>Aber alle, die ich kenne, haben niemanden der ordentliche Reparaturen und andere Arbeiten erledigen kann. Das waere eine Luecke fuer dich. Du sprichst die Firmen an und wenn du deine Sache gut machst, hast du bald mehr Kunden als du alleine aufarbeiten kannst&#8221; E r meinte, er wuerde sich das mal ueberlegen, aber erst muesste er mal eine Wohnung finden und mit Helen ins Reine kommen, damit die Noergelei aufhoeren wuerde. Zwei Tage spaeter gab es den ersten handfesten Streit. Helen wollte dass er 20000 Pesos an ihren Vater schickt, damit er sich eine Karaoke kaufen koennte um Geld zu verdienen. Walter hatte keine 20000 uebrig, also gab es Knatsch und er machte erstmals mit Tampo Bekanntschaft. Da redet dann der Partner bis zu drei Tagen kein einziges Wort mit dir.</p>
<p>Am 18. Oktober war es dann soweit. Die beiden hatten eine Wohnung gefunden und zogen aus. Als eine der ersten &#8220;Amtshandlungen&#8221; wurde ein gebrauchtes Motorrad gekauft um mobil zu sein. Brauchte er ja, wenn er mit den Firmen reden wollte um  deren Computer instand zu halten. Aber er ging nie los, um mit den Firmen zu sprechen.</p>
<p>Nun moechte ich ganz kurz erklaeren, wie er in Deutschland die Ueberweisung seiner Rente von einem Freund handhaben liess. Der Freund hob die Rente via ATM Karte von Walters Konto ab und ueberwies das Geld an Walter via Western Union. Zudem leerte der Freund den Briefkasten von Walters Wohnung in Deutschland und informierte ihn, wenn irgendwas wichtiges anlag. Das sollte spaeter eine ganz wichtige Rolle spielen. Die beiden lebten so vor sich hin in ihrer neuen Wohnung und stritten oefter , aber dann so, dass die Fetzen flogen. Walter kam dann bei uns vorbei  um sich &#8220;auszuweinen&#8221;.  Beruflich kuemmerte er sich nicht weiter um moegliche Kontakte und meinte nur er muesse erst mal einen klaren Kopf bekommen und Helen sich normal verhalten. Er hatte auch einige der Computerteile verkauft, aber weniger erloest als er bezahlt hatte.</p>
<p>So ging die Zeit ins Land und Anfang Januar eroeffnete er mir, dass seine Frau schwanger sei. &#8220;Amen&#8221; sagte ich, &#8220;wie kannst du nur?&#8221; Das Genoergle wurde immer schlimmer und im spaeten Januar setze Walter seine Frau in den Bus und schickte sie nach Surigao. Dort sollte sie sich mal ueberlegen, was sie eigentlich wollte. Und wenn sie gewillt sei sich normal zu verhalten, wuerde er sie zurueck holen. Aber Plaene sind dazu da um sie umzustossen, und spaeter im Februar beschloss er zu ihr nach Surigao zu ziehen. Meine Warnungen nicht in der Naehe der Familie zu leben schlug er in den Wind. Mit ihren Liebesschwueren und ihrem &#8220;ichhabmichgeaenderthoney&#8221; Geschwaetz hatte sie ihn wohl eingelullt. Walter fuhr dann Ende Februar mit dem Motorrad nach Surigao. Dort wollten sie in San Jose ein Internet Cafe betreiben. Mit wessen Geld sie das starten wollten war mir allerdings ein Raetsel.  Walter rief mich nach nur wenigen Tagen an, dass seine Rente nicht auf seinem Konto eingetroffen war. Er bat nun seinen Bruder in Deutschland der Sache nachzugehen. Der fand heraus, dass da ein amtlicher Brief in Walter Postkasten war, der natuerlich vom Freund nicht geleert worden war, und da stand drin, dass er zur Nachuntersuchung bestellt war, die ausschlaggebend sein wuerde um seine Rentenansprueche weiter laufen zu lassen. Walter kam nicht und die Zahlungen wurden eingestellt. &#8220;Glory Halleluja&#8221; nun sass er echt in der Scheisse. Das Motorrad wurde verkauft und damit hielten sie sich einige Wochen ueber Wasser. Spaeter im Maerz zogen sie nach Paniog um, in das kleine Dorf das ihm in seinem Kurzurlaub letztes Jahr so gut gefallen hatte. Sie lebten im Haus der Schwiegereltern und nun waren taeglich Reis mit Fisch und Fisch mit Reis angesagt und das in allen &#8220;Varianten&#8221;. Guten Appetit! Einige male bekam ich eine SMS von ihm. Es ging ihm dort ueberhaupt nicht gut.</p>
<p>Spaeter in den letzten April Tagen kollabierte Walter und wie er mir spaeter erzaehlte kuemmerte sich kein Mensch im Haus um ihn. Naja so pleite wie er war, war er auch nicht mehr wichtig fuer die Familie. Einige Tage spaeter machte sich Walter auf den Weg nach GenSan. Fuer ihn war seine Ehe vorbei! Als er ankam erschraken wir. Aus dem einst wohlgenaehrten Mann war ein &#8220;Klappergestell&#8221; geworden und meine Frau kochte ihm erst einmal eine Huehnersuppe. Huehnersuppe soll ja Balsam fuer den Koerper und die Seele sein.</p>
<p>Als Walter sich so einigermassen erholt hatte, sprachen wir ueber seine Zukunft. Er wollte nun das mit den Firmen machen, aber traute sich da selber nicht ran. Also suchte er jemand, der die Vorgespraeche uebernehmen wuerde, und er wuerde die Arbeit machen. Wochenlang sprach er mit verschiedenen Leuten, man machte ihm viele Versprechungen, aber niemand bekam die Sache angeleiert. Und selbst traute er sich einfach nicht los. Gelegentlich schickte seine Mutter 50 oder 100 Euro. Walter  lebte bei uns im Haus im Zimmer meines Sohnes, der darueber zwar nicht gluecklich war, es aber klaglos hinnahm.  Zum Glueck studierte seine Schwester in einer anderen Stadt und so konnte er deren Zimmer benutzen.</p>
<p>Auch meine Frau war unzufrieden mit der Situation aber wir konnten ihn ja nicht auf die Strasse setzen und verhungern lassen. Ich beschloss mit Walter ein ernsthaftes Wort zu reden.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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