28.April.2011

Philippinische Familie – hoch gelobt, aber…….


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Heute will ich mal ueber die philippinische Familie schreiben und auch mit Beispielen zeigen, was da neben den allgemeinen Erwartungen oft so ablaufen kann. Hier ist ja die Grossfamilie noch ueblich – zumindest auf dem Land – und diese Familie dient in erster Linie auch der Altersversorgung ihrer alten Mitglieder, die nicht mehr arbeiten koennen, da die Pensionen finanziell ja ein echter Witz sind und auch nur dann bezahlt werden, wenn man brav viele Jahre seine SSS bezahlt hat. Zudem ist es zum Beispiel auch ueblich, dass aeltere Geschwister, die bereits im Berufsleben stehen, den juengeren Geschwistern Ausbildung und Studium finanzieren.

Familienmitglieder werden auch im Krankheitsfall umsorgt, die Alten werden in keine Altersheime abgeschoben sondern duerfen bis zum Lebensende im Schutze der Familie bleiben. Dazu kommt, dass man alten Menschen auch noch sehr viel Respekt zeigt und deren Ansichten akzeptiert. (weiterlesen…)

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07.April.2011

Der Tod von Claus 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf vom Beerdigungsunternehmer, der wohl entweder mit der Ex oder mit dem Sohn gesprochen hatte, und der teilte mir mit, dass wir in Zukunft “in charge” waeren. Ich habe damals natuerlich nicht ausgeschlossen, dass die Bezahlung dabei eine grosse Rolle spielte.

Meist kamen die Leute der Ex erst am Abend und auch die “Tochter samt Mutter” tauchte erst spaetnachmittags oder Abends auf. Zumindesr gab es an diesem Abend keinen Streit. Selbst als ich bemaengelte, dass ich Saufen und Karten spielen nicht dulden werde, wurde das stillschweigend befolgt.

Zwei Tage spaeter stand die Ankunft des Sohnes auf dem Programm und ich machte mit ihm aus, dass wir ihn vom Flughafen abholen wuerden. Anhand der Passkopie, die er in Zusammenhang mit der Power of Attorney gefaxt hatte, wusste ich ja wie er aussah. (weiterlesen…)

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05.April.2011

Der Tod von Claus 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war Montag geworden und nachdem Claus zu Mittag gegessen hatte, kamen am Nachmittag auch Marion und meine Frau ins Krankenhaus. Claus war sehr lebhaft und beim Reden bewegte er seine Arme im altgewohnten “Windmuehlenstil”. Claus hatte immer eine sehr ausgepraegte Art mit den Haenden zu reden. Es ging ihm schon recht gut und nach dem Essen hatte die Aerztin gesagt, dass er morgen in ein normales Zimmer kommen sollte. Wir waren alle recht froh, dass die Krise vorbei war und Claus sich auf dem Weg der Besserung befand.

Meine Frau hatte eine sehr angeregte Unterhaltung mit Claus und Marion “filmte” das ganze, da sie ja ihr neues Handy bekommen hatte. Es war zum ersten mal, dass sie eine Videofunktion im Handy hatte. Den Film haben wir uns noch Jahre danach immer wieder mal angesehen.

Gegen vier Uhr nachmittags wurde Claus unruhig. Er wollte unbedingt nach Hause, was natuerlich nicht moeglich war. Die Aerztin kam und Claus musste ein Beruhigungsmittel nehmen, da er einfach zu aufgedreht war. (weiterlesen…)

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03.April.2011

Der Tod von Claus 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am fruehen Nachmittag kam Apple ins Krankenhaus. Apple erzaehlte mir zuallererst, dass die Ex von Claus auf der Bank war und versuchte 5.000 Euro vom Konto abzuheben. Als Apple ihr klar machte, dass das ohne die Unterschrift von Claus nicht ginge, war sie ziemlich veraergert und beschimpfte unseren Freund, so dass auch andere Leute auf sie aufmerksam wurden. Anschliessend gingen wir zusammen zum ICU. Zum Glueck waren weder die “Tochter” noch die Ex anwesend und so konnten wir mit Claus alles sehr schnell klaeren. Apple ging zurueck zur Bank und mein Schwager uebernahm den “Dienst” im Krankenhaus. Abends schaute ich wieder bei ihm vorbei und er machte Fortschritte.

Am naechsten Morgen war ich dann wieder im Spital und Claus bat mich die Ex nach dem Geldbeutel zu fragen. Als sie spaeter kam, machte ich das und wurde erwartungsgemaess von ihr angeschnauzt, was mich das angehe. Ich zeigte ihr den Zettel um zu beweisen, dass ich das auf Bitten von Claus machte, aber das beeindruckte sie nicht. (weiterlesen…)

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01.April.2011

Der Tod von Claus 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war der 28. Oktober 2005 etwa 10 Minuten nach Mitternacht. Ich war noch wach und las. Meine Frau war im Bad um sich fuer das Bett vorzubereiten.  Die Kinder schliefen und auch im Nebengebaeude war alles ruhig. Dort schliefen wie immer einige meiner Mitarbeiter.

Ploetzlich ging der Messagealarm an meinem Handy los und ich schaute verwundert auf und fragte mich wer wohl zu solch nachtschlafender Zeit texten wuerde. Ich oeffnete die Nachricht und dort stand ein einziges Wort: “Help!” Die Nachricht kam von Claus, meinem besten und bis dahin auch einzigen “auslaendischen” Freund. Meine anderen Bekannten und Freunde waren alle Pinoys.

Ich dachte kurz nach und wusste, dass ich das ernst nehmen muss, Claus wuerde mit so etwas nie seine Scherze machen. Ich dachte eigentlich zuerst, dass ein Ueberfall oder so etwas stattfinden wuerde, insbesondere da Claus vor zwei Tagen groessere Streitereien mit einem moslemischen Handwerker hatte und die solche Sachen uebel nehmen koennen und eben eine Revanche planen koennten. (weiterlesen…)

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17.Juni.2010

“Kindermord” und Taktlosigkeit


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Im September 1989 begannen bei meiner Frau voellig ueberraschend die Wehen 2  1/2 Monate zu frueh. Es war morgens gegen elf Uhr, als sie sich ueber ziehende Schmerzen im Unterleib beklagte. Sie identifizierte die Schmerzen nicht sofort als Wehen, da sie anders waren als bei der Geburt unserer Tochter Marion. Meine Schwiegermutter war die erste, die auf Geburtsschmerzen tippte. Leider war das Wetter nicht sehr gut. Zwar regnete es nicht, aber der Habagat (Suedwestmonsun) blies sehr stark und das Meer bildete hohe Wellen. Wir informierten Felipe, der mit seiner grossen Bangka gerade in Sering weilte und waren 20 Minuten spaeter auch schon unterwegs ins Krankenhaus. Die Ueberfahrt nach Surigao City war sehr stuermisch und dauerte 2 Stunden. Wir wurden ganz schoen herum geworfen und fuer meine Frau war das zusaetzlich zu den Schmerzen alles andere als “schoen”.

Endlich kamen wir am Pantalan dos (Anlegestelle zwei) an und mieteten ein Tricycle, mit dem wir sofort ins Surigao Medical Center fuhren. (weiterlesen…)

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