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	<title>Phil-Life.net &#187; lanao</title>
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		<title>Eine verrueckte Geschichte 1. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 08:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November 2004 besuchte ich einen Bekannten, ein Expat der das Bier ueber alles liebt und seinen Morgenkaffee damit ersetzt &#8211; Juergen, so hiess er,  lebte uebrigens in Don Carlos in Bukidnon -  und bei ihm traf ich einen anderen Deutschen, der eben auch auf Besuch war. Juergen, der Bier trinkende Expat, stellte mich Arno vor und erzaehlte, dass er hier in Bukidnon mit Holz Geschaefte machen will. Ich fragte Arno, wie er sich das vorstelle? Arno meinte, dass er eben all die Plantagen aufsuchen wolle und den Eigentuemern  Preisangebote fuer ihre Gemelina Baeume mache und wenn er den Zuschlag bekaeme, dann wuerde abgeholzt und die Staemme in Cagayan de Oro verkauft.<span id="more-728"></span></p>
<p>&#8220;Hast du schon mal so einen Deal durchgezogen?&#8221; fragte ich ihn.</p>
<p>&#8220;Nein noch nie,&#8221; entgegnete er, &#8220;ich sehe darin aber kein Problem.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wenn du den Filipinos direkt in die Quere kommst, kann es schon mal passieren, dass du Aerger bekommst,&#8221; warnte ich ihn noch, aber er meinte nur: &#8220;Ich kenne deren Mentalitaet nun ganz gut und komme auf jedenfall klar&#8221;</p>
<p>&#8220;Und wie lange bist du schon hier?&#8221; &#8220;Sechs Monate&#8221; antwortete er.</p>
<p>&#8220;Aha, ein Oberschlauer, der nach sechs Monaten die Pinoys kennt.&#8221; Das sagte ich aber nicht, sondern dachte es nur.</p>
<p>Wir hatten einen netten Nachmittag bei Juergen und gegen 4 Uhr verabschiedete ich mich, da ich ja noch nach Cagayan wollte und in der Dunkelheit ausserhalb der Staedte nur sehr ungerne fahre.</p>
<p>Auf dem Rueckweg fuhren wir dann am Haus von Arno in Manolo Fortich vorbei und lernten auch seine Freundin und deren 5 monatige Tochter kennen.</p>
<p>Nach meiner Rueckkehr nach General Santos habe ich dann den Arno und seine &#8220;Baeume&#8221; vergessen. Bis zu jenem &#8220;schicksalschweren&#8221;  Tag im August 2005.  (Da gehoert eigentlich ein zwinkernder Smilie hin)</p>
<p>Ich bekam eine SMS von Arno, der ja wusste, dass wir Fisch und Meeresfruechte exportieren und da fragte er an, ob ich Kaeufer fuer Langusten und grosse Krabben haette. Ausserdem sei der Fisch sehr preiswert und wir koennten vielleicht zusaetzlich auch Fisch exportieren. Der gute &#8220;erfahrene&#8221; Arno war mittlerweile in Baroy gelandet und hatte dort einen Pinoy namens Nestor kennen gelernt, der eine kleinere Zucht fuer die Scampi hatte. Und mit dem zusammen wollte er also  Scampi und auch Langusten aus Sultan naga Dimaporo liefern. Nun ja ansehen wollte ich mir das schon mal und wir machten aus, dass ich am Wochenende nach Baroy komme. Ausserdem hatte ich zwei Kunden in Europa, die schon laenger nach diesen Produkten suchten, da Ihnen die Scampi aus Thailand und die Langusten aus Suedafrika zu teuer waren.</p>
<p>Am Samstag Morgen fuhren wir also los. Wir entschieden uns ueber Tacurong und Datu Piang nach Cotabato zu fahren und dann die alte Strasse durch Lanao del Sur nach Pagadian.  Wir kamen eine gute Stunde spaeter in Tacurong an und fuhren weiter nach Lambayong. Dort erfuhren wir, dass eine Bruecke bei Sultan sa Barongis zerstoert sei und wir nicht durchkaemen.  Wir mussten zurueck nach Tacurong und dann ueber Mlang, Matalam  und Kabacan fahren. Das ist dann doch ein etwa 100 Kilometer langer Umweg. In der Naehe von Cotabato City bogen wir  nach Norden ab auf den alten Ramos Highway.</p>
<p>Hinter Cotabato City gab es dann so gut wie keinen Verkehr mehr. Die Strasse wurde schmaler und war auch zum Teil von Unkraut ueberwachsen und die Doerfer waren zwar sauber, aber alles sah aermlich aus hier im tiefsten Moslemgebiet. Es gab sehr viele unbemannte Checkpoints entlang des Weges und ein &#8220;Slalom&#8221; folgte dem anderen. Hinter Matanog kam dann ein bemannter Checkpoint mit Leuten, die ohne Uniform so gar nicht nach Polizei oder Militaer aussahen.  Vor uns war ein Van am Checkpoint, der von den Leuten dort auf die Seite gewunken worden war. Wir fuhren langsam hin und meine Frau liess ihr Fenster &#8216;runter. Als ich mir die bewaffneten Maenner und alles andere dort genauer ansah, verlor ich jegliches Vertrauen und in dem Moment, als einer der Maenner zum Autofenster &#8216;reinschauen wollte, gab ich Gas und in Sekunden waren wir um die Kurve hinter dem Checkpoint verschwunden und ausser Sichtweite. Die naechsten Kilometer trat ich dann drauf und fuhr so schnell wie die Strassenverhaeltnisse es zuliessen, da ich die Abzweigung nach Marawi hinter mir lassen wollte. Danach gab es mehrere Moeglichkeiten zu fahren und sollten sie jemanden verstaendigen, mussten sie raten wohin wir gefahren sind, wobei deren Hauptaugenmerk dann sicherlich auf der Strecke nach Iligan gelegen haette.</p>
<p>Die Strasse wurde hinter der Abzweigung nach Marawi &#8211; Iligan deutlich schlechter und ging bald in eine Piste ueber. Zum Teil fehlten Bruecken und wir mussten die Fluesse durchfurten. Zum Teil wurde auch gebaut und so manches mal war es so matschig, dass ich dachte wir wuerden gleich stecken bleiben. Schliesslich erreichten wir Sultan Naga Dimaporo und ab da war die Strasse voll im Bau und es war immer zumindest eine gute Fahrspur fertig gestellt, einige Kilometer weiter dann beide.</p>
<p>Wir kamen nun zuegig voran und erreichten eine knappe Stunde nachdem wir an Sultan Naga Dimaporo vorbei gefahren waren unser Ziel Baroy. Gute 500 Kilometer waren wir gefahren und ich war sehr muede. Arno wartete am Strassenrand in Baroy und wir fuhren die zwei Kilometer zum Mindanao Civic Center und nahmen uns dort ein Zimmer.  Mit 900 Pesos war es fuer so ein riesiges Hotel auch recht preisguenstig.  Das Hotel hatte auch einen riesigen Pool mit 50 Meter Laenge und eine Sporthalle, in der in der Vergangenheit auch schon PBA Spiele statt fanden. Es war ein echter &#8220;weisser Elefant&#8221; abseits aller groesseren Staedte.  Aber das Restaurant war  damals noch nicht offen und so besorgten wir uns gegrilltes Huhn in Tubod und assen es mit &#8220;hanging Rice&#8221; an den Tischen neben dem Pool. Nach dem Essen fragte ich Arno, was denn aus seinen Plaenen mit dem &#8220;abholzen&#8221; geworden sei. Er antwortete nur lakonisch: &#8220;Zuviel Konkurrenz!&#8221;</p>
<p>Gegen 9 Uhr waren wir alle muede und gingen schlafen, neugierig auf den morgigen Tag, der zeigen wuerde ob Arnos Plaene Spinnereien sind, oder ob hier wirklich Geld zu verdienen ist.</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 07:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Aufstehen wollten wir einen Kaffee trinken, aber bedauerlicherweise gab es keinen im Hotel. Ich gab dann einem Zimmermaedchen 100 Peso mit der Bitte uns doch Kaffee von ausserhalb zu organisieren. Etwa 15 Minuten spaeter war der Kaffee da und wir &#8220;erfreuten&#8221; uns an dem 3 in 1 Gebraeu. Ein halbe Stunde spaeter standen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Aufstehen wollten wir einen Kaffee trinken, aber bedauerlicherweise gab es keinen im Hotel. Ich gab dann einem Zimmermaedchen 100 Peso mit der Bitte uns doch Kaffee von ausserhalb zu organisieren. Etwa 15 Minuten spaeter war der Kaffee da und wir &#8220;erfreuten&#8221; uns an dem 3 in 1 Gebraeu. Ein halbe Stunde spaeter standen wir gestiefelt und gespornt in der Hotelhalle. Arno wartete schon auf uns und wir zogen los. Zuerst besichtigten wir die Teiche von Nestor;  er hatte da doch immerhin etwa 6 Hektar und Arno erzaehlte, dass er da schon  knappe einhunderttausend Pesos hinein gepumpt haette. &#8220;Na hoffentlich wird das kein Reinfall fuer ihn,&#8221; dachte ich mir. Die Teiche sahen eigentlich recht gut aus, der Besatz war gut und das lies auf eine gute Ernte hoffen.<span id="more-736"></span></p>
<p>Als naechstes besichtigten wir die Maerkte in Tubod und Baroy um zu sehen, welche Art von Fischen zu welchen Preisen angeboten werden, und um heraus zu finden, ob es kommerzielles Volumen gaebe. Der Artenreichtum war nicht so gross wie in Surigao, aber es gab genuegend Fische, die auch regelmaessig in kommerziellen Mengen erhaeltlich waren. &#8220;Es ist ein Unsinn den Fisch im allgemeinen nach GenSan zu bringen. Besser wir verarbeiten hier, liefern ueber Cagayan nach Manila und unser Broker kombiniert die Lieferungen. Die Dokumentierung machen wir dann in General Santos,&#8221;  erklaerte ich, &#8220;aber dazu brauchen wir einen grossen gefliessten Raum mit Wasseranschluss und Klimanalage.&#8221; Arno meinte wie immer, das sei wohl kein Problem. Wir gingen dann zum Barangay Captain in Baroy, und der sagte, dass es da es sicherlich Moeglichkeiten gaebe und er werde sich umhoeren.</p>
<p>Wir assen in einer der zahlreichen Carenderias zu Mittag als eine SMS hereinkam, in der der  Captain mitteilte, dass er was gefunden haette. Das war flott, muss ich schon mal sagen. Wir fuhren also zurueck zum Captain und der zeigte uns ein leerstehendes Haus mit einem grossen Raum, zwei kleinen  Zimmern und betoniertem Boden. Nun fuer den Anfang war das ok und wir einigten uns mit der Eigentuemerin auf eine Miete von 3000 Pesos monatlich.</p>
<p>Wir fuhren dann zurueck zum Hotel um unsere Sachen abzuholen, die wir an der Rezeption zurueck gelassen hatten. &#8220;Also hoer mal zu Arno, du hast ja noch keinerlei Ahnung von Fischverarbeitung und deswegen werde ich naechste Woche jemand schicken, der das ganze erst mal ueberwacht und den Leuten hier alles noetige bei bringt,&#8221;  erklaerte ich ihm, denn auf keinen Fall wollte ich Arno hier schalten und walten lassen, bevor er seine Hausaufgaben gelernt hatte.</p>
<p>Wir verabschiedeten uns danach und fuhren dieses mal ueber Iligan zurueck nach Cagayan und uebernachteten bei meiner Schwaegerin. Am naechsten Morgen fuhren wir dann nach Hause zurueck.</p>
<p>Ich sprach am naechsten Tag mit  meinen Kunden und zwei waren interessiert Probesendungen von Scampi und Langusten zu sehen. Beide wollten je 10 Kilo pro &#8220;Artikel&#8221;  haben und die Scampis sollten nicht unter 50 Gramm das Stueck liegen und die Langusten ueber ein Kilo pro Stueck. Am folgenden Tag schickte ich Jory, einen meiner Mitarbeiter nach Baroy, damit er die Probesendung mit Arno macht und alles eben ueberwachte. Wir planten eine Sendung zusammen mit unserer eigenen um zu sehen, ob das mit dem kombinieren der Lieferungen auch klappte. Am Freitag abend informierte mich Jory, dass die Sendung fertig sei und er sie an den Flughafen nach Cagayan bringt, damit sie beim ersten Flug mit dabei sind. Auf meine Frage hin, ob alles passt und die &#8220;Specs&#8221; stimmen, meinte er, alles sei bestens. Ich informierte meinen Broker ueber die zusaetzliche Sendung aus Cagayan und sagte ihm auch, dass da keine Papiere mitkommen, sondern die Papiere mittags mit unserer ueblichen Sendung in Manila ankommen wuerden.</p>
<p>Die Sendung ging am Samstag abend mit dem Flug nach Zuerich raus und alles schien sehr gut zu laufen.</p>
<p>Am Montag abend bekam ich dann den ersten Anruf und der Kunde war begeistert ueber die Scampi und die Langusten. Groesse, Frische und Gesamtqualitaet, alles passte.  Die gleiche Reaktion kam vom anderen Kunden. Aber beide hatten noch laufende Vorbestellungen fuer weitere 6 Wochen und somit wuerden wir dann erst danach zu liefern beginnen. Ich informierte Arno von der Entwicklung und dass es eben kommerziell in sechs Wochen los ginge. Jory wurde nach Hause zurueck geschickt.</p>
<p>In der ersten Oktoberwoche bekamen wir dann auch die Vorbestellung mit einer Woche Vorlauf. Prima, dachte ich da haben wir genug Zeit um alles richtig zu machen. Jory fuhr zurueck nach Baroy. Aber es kam wie es kommen musste, Nestor hatte zwei Wochen vorher geerntet und nicht wie abgemacht 30% zurueck gelassen fuer zusaetzliches Wachstum, damit wir die richtigen Groessen schicken konnten. Alle anderen Zuechter in der Gegend hatten nur kleine Scampi und wie es der Teufel will gab es auch keine Langusten.  Nur die lebenden fuer 1600 Pesos das Kilo, die meine Kunden nicht wollten. Also gab es auch keine Sendung aus Baroy. Das war es dann fuer mich, denn nochmal wollte ich das Risiko nicht eingehen mich zu blamieren. Ich informierte meine Kunden und die waren natuerlich nicht gluecklich. Jory kam zurueck und Baroy mit Arno waren kein Thema mehr. Zum Glueck hatte sich der Verlust in Grenzen gehalten. Die Probesendungen waren ja bezahlt worden.</p>
<p>Ich erwartete nicht noch einmal von Arno zu hoeren, als anfangs November um 4.30 morgens mein Handy los bimmelte. &#8220;Um Gottes Willen, wer ruft denn um die Zeit an?&#8221; fragte ich mich. Meine Frau war in Surigao wie jedes Jahr am All Souls Day. Ich nahm den Anruf mit einer unbekannten Nummer aus Deutschland entgegen und dran war Arno.  Aufgeregt schrie er ins Telefon: &#8220;Ich bin auf dem Boot von Pagadian nach Cotabato City und wir sind schon in der Naehe des Piers. Ich glaube, die wollen mich entfuehren. Die schiessen ueberall!&#8221; Im Hintergrund hoerte ich deutlich das Geknalle.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 3. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 07:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutlich konnte ich durch das Telefon das schiessen hoeren. &#8220;Bist du in unmittelbarer Gefahr?&#8221; fragte ich ihn &#8220;und wieso kommt dein Anruf mit einer deutschen Nummer bei mir an?&#8221; &#8220;Ich verwende mein Satphone und ich glaube, die Gefahr besteht erst dann, wenn ich vom Boot runter muss.&#8221; entgegenete er. &#8220;Ok, ich gehe jetzt zur Polizei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutlich konnte ich durch das Telefon das schiessen hoeren.</p>
<p>&#8220;Bist du in unmittelbarer Gefahr?&#8221; fragte ich ihn &#8220;und wieso kommt dein Anruf mit einer deutschen Nummer bei mir an?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich verwende mein Satphone und ich glaube, die Gefahr besteht erst dann, wenn ich vom Boot runter muss.&#8221; entgegenete er.</p>
<p>&#8220;Ok, ich gehe jetzt zur Polizei und sehe was ich tun kann,&#8221; meinte ich. &#8220;Ich rufe dich zurueck, sobald ich weiss was gemacht werden kann.&#8221;</p>
<p>Ich zog mich an, schuettete drei Liter kaltes Wasser in mein Gesicht um aufzuwachen, stieg ins Auto und fuhr los.<span id="more-746"></span> Mein Ziel waren die &#8220;Barracks&#8221; wie das Polizei Hauptquartier hier genannt wird. (Offizieller Name: Camp Fermin G. Lira) Da es noch vor fuenf Uhr morgens war, dauerte es eine Weile bis ich einen Polizisten fand, der etwas tun konnte. Er verstaendigte die Polizei in Cotabato City ueber Funk und bat sie den Arno vom Boot abzuholen. Ich rief Arno an um ihm mitzuteilen,dass die Polizei ihn vom Boot abholen wuerde, bekam aber nur eine Ansage, dass die Nummer nicht erreichbar sei. Also hiess es eben warten, bis wir etwas von der Polizei in Cotabato City hoerten.</p>
<p>Gegen sechs Uhr kam der Chief of Police um mich zu befragen, was denn geschehen sei. Ich erzaehlte ihm, was ich aus meiner Sicht wusste &#8211; das war ja herzlich wenig &#8211; und bat ihn, ob man in Cotabato City nicht nachfragen koenne, wo Arno nun sei. Der Chief of Police beauftragte einen Mitarbeiter nachzufragen und lud mich dann in die Kantine auf einen Kaffee ein. Wir bekamen unseren Kaffee und unterhielten uns und der Chief wollte genau wissen, wer ich sei, was ich mache usw. Halt die uebliche philippinische Neugierde, die immer dann zum Tragen kommt, wenn ein Pinoy eine &#8220;Langnase&#8221; kennen lernt. Nach einer guten halben Stunde kam der Polizist der nachfragen sollte, in die Kantine und erzaehlte, dass die Polizei den Arno abgeholt haette und in einem Hotel in Cotabato City untergebracht haette. Allerdings waren die ganzen Sorgen, die wir uns machten fuer nichts, denn es war das Ende des Fastenmonats Ramadan und da wird bei Sonnenaufgang geboellert und geschossen um eben das Ende des Fastens zu feiern. Weder ich noch die Polizei in GenSan hatten daran gedacht. &#8220;Nun gut, Ende gut, alles gut,&#8221; dachte ich mir, bedankte mich bei den Polizisten fuer ihre Hilfe und machte mich auf dem Heimweg. Allerdings hatte ich da noch keine Ahnung, dass diese Angelegenheit ungeahnte Auswuechse annehmen sollte.</p>
<p>Zu Hause versuchte ich Arno auf seinem normalen Handy zu erreichen und auf seinem Satphone. (Wozu er das benoetigte, ist mir bis heute ein Raetsel) Leider waren beide Telefone nicht erreichbar und ich schickte Arno eine  SMS mit der Bitte mich zu kontaktieren, wenn er Zeit habe. Gegen 11 Uhr bekam ich eine SMS vom Chief of Police in Cotabato City, in der er mir mitteilte, dass Arno auf der Polizeiwache sei und ich sollte bitte anrufen. Das machte ich und der Chief erzaehlte, dass Arno &#8220;verdaechtige Gestalten&#8221; auf dem Flur des Hotels habe herumlungern sehen. Er war sich sicher, die seien gekommen um ihn zu entfuehren und deshalb habe er sich durch den Hintereingang des Hotels auf die Polizeiwache gefluechtet.  Dann fragte mich der Chief, ob mir ein &#8220;Commander Bravo&#8221; bekannt sei und ein gewisser Ramil? &#8220;Sorry Sir, Arno hat mir nie von den beiden erzaehlt,&#8221; sagte ich und der Chief entgegnete: &#8220;Ramil war der Begleiter von Arno auf dem Boot und soll angeblich ein Mitglied der abtruennigen Gruppe von &#8220;Commander Bravo&#8221; sein, die frueher mal zur MILF gehoerte, aber seit Jahren nur durch Entfuehrungen auffiel. Wir haben Ramil vorlaeufig festgenommen.&#8221; Ich konnte dann noch mit Arno sprechen, und auch der war fest der Meinung es habe sich um einen Entfuehrungsversuch gehandelt. Ich konnte dem noch nicht so ganz zustimmen, zu duenn erschien mir das ganze und ohne jeden Zusammenhang. Der Chief bat mich dann noch die Deutsche Botschaft in Manila anzurufen und diese ueber die Geschehnisse zu informieren.</p>
<p>Nachdem ich das Gespraech mit dem Chief beendet hatte, rief ich auf der Botschaft an und wurde mit einem Herrn B. verbunden. Ich erzaehlte ihm alles, was ich wusste, und er versprach bei der Polizei in Cotabato anzurufen und sich um die ganze Sache zu kuemmern. &#8220;Na prima, dann wird sich das ja alles bald aufklaeren,&#8221; dachte ich mir. Oh wie sollte ich mich da getaeuscht haben.</p>
<p>Spaeter am Nachmittag rief mich Arno an und informierte mich: &#8220;Beim Ramil im Gepaeck haben sie Plaene gefunden um eine Bombe zu bauen und nun &#8220;grillen&#8221; sie ihn schon die ganze Zeit, so dass er schon zu weinen begonnen hat.&#8221;</p>
<p>&#8220;Was??? eine Bombe?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein nur die Plaene dazu.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wer ist denn der Ramil eigentlich?&#8221; fragte ich nun.</p>
<p>&#8220;Mein zukuenftiger Schwager&#8221; sagte Arno. &#8220;Ich wundere mich schon, dass der mit der MILF was zu tun hat.&#8221;</p>
<p>&#8220;Woher wisst ihr denn das?&#8221;</p>
<p>&#8220;Er ist hier auf der Polizei bekannt, passives MILF Mitglied zu sein.&#8221;</p>
<p>&#8220;Nun ich finde die ganze Geschichte schon etwas merkwuerdig,&#8221; entgegnete ich, &#8220;und ohne diese ominoesen Plaene zum Bauen einer Bombe wuerde ich das ganze doch eher als Missverstaendnis bezeichnen, weil heute eben das Ende von Ramadan gefeiert wird.&#8221;</p>
<p>Ich erzaehlte Arno noch, dass die Botschaft informiert sei und sich mit dem Chief of Police in Verbindung setzen werde. Dann hing ich ab und begann nachzudenken. Das Ganze ergab fuer mich keinerlei Sinn, weil hier auf einmal das Feiern des Ramadan mit einer geplanten Entfuehrung &#8220;gleich&#8221; gesetzt werden soll. Ein paar Leute auf dem Flur des Hotels wurden zu &#8220;verdaechtigen Gestalten&#8221; und Ramil hatte einen ominoesen Plan im Gepaeck, der angeblich eine Bombe sein sollte. Ich schuettelte den Kopf und goss mir eine Tasse Tee ein und versuchte das ganze mit dem lesen eines Buches aus meinen Gedanken zu verbannen.</p>
<p>Allerdings sollte das Ganze noch weitaus mehr eskalieren und mir heftigste Kopfschmerzen bereiten.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 4. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 09:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen wurde ich um 9 Uhr von meinem Handy geweckt und ich fand eine SMS von Arno. Er hatte die Nacht auf der Polizeiwache verbracht und behauptete, dass ueber Nacht sein Handy und sein Satphone fuer das Versenden von Messages verwendet worden war. Angeblich wurden Nachrichten an &#8220;Kommander Bravo&#8221; verschickt. Da Ramil auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen wurde ich um 9 Uhr von meinem Handy geweckt und ich fand eine SMS von Arno. Er hatte die Nacht auf der Polizeiwache verbracht und behauptete, dass ueber Nacht sein Handy und sein Satphone fuer das Versenden von Messages verwendet worden war. Angeblich wurden Nachrichten an &#8220;Kommander Bravo&#8221; verschickt. Da Ramil auch auf der Polizeiwache war und nicht staendig in einer Zelle festgehalten wurde, war er natuerlich Arnos erster Verdaechtiger. &#8220;Mit dieser Kommunikation soll wohl die Entfuehrung endgueltig in die Wege geleitet werden,&#8221; meinte Arno.<span id="more-752"></span> So langsam hoerte sich das alles fuer mich paranoid an.  Ich antwortete nicht und trank erstmal einen Kaffee. Gegen 10 Uhr bekam ich einen Anruf von Herrn B. von der Botschaft. Der meinte, dass er das ganze mit der Entfuehrung als sehr unwahrscheinlich ansehe, aber dass die Botschaft vorerst am Ball bleibe und wenn ich Neues wuesste, moege ich das bitte mitteilen.</p>
<p>Am Nachmittag rief mich dann der Polizeichef von Cotabato City an und erzaehlte, dass sie Arno zurueck ins Hotel schicken wollten, aber der sich weigere, die Wache zu verlassen, weil er im Hotel innerhalb von wenigen Stunden entfuehrt werden wuerde. Auch sagte er, dass das ganze wohl ein grosses Missverstaendnis von Arnos Seite sei, da es wohl keine Anhaltspunkte fuer eine Straftat mehr gab. Selbst Ramil sei frei gelassen worden, nachdem sich der &#8220;Plan fuer die Bombe&#8221; als Schaltplan eines elektrischen Geraetes entpuppte. Ramil haette sich nach seiner Freilassung auch sofort auf den Weg zurueck nach Bukidnon gemacht. Ich versprach dem Polizeichef die Botschaft ueber die neue Entwicklung zu verstaendigen.</p>
<p>Danach rief ich den Herrn B. von der Botschaft an und erzaehlte ihm, dass sich alle Verdachtsmomente zerstreut haetten, aber Arno sich weigerte die Polizeiwache zu verlassen. Herr B. meinte er werde nun mit dem Arno noch mal sprechen und mich zurueckrufen. Das geschah auch innnerhalb weniger Minuten und Herr B. sagte, dass der Arno wohl nicht alle Tassen im Schrank haette.  (Erhatte es nicht woertlich so ausgedrueckt, aber er hatte es so gemeint)  Entweder komme er mit dem naechsten Flugzeug nach Manila, damit die Botschaft helfen koenne, oder er sollte nach GenSan kommen und wir koennten ihn dann nach Manila schicken.  Ich rief meine Frau an und wir entschieden uns Arno erst mal zu uns kommen zu lassen.</p>
<p>Anschliessend rief ich Arno an um ihm das mitzuteilen, aber er weigerte ich die Polizeiwache zu verlassen und mit dem Bus zu kommen. So langsam stank mir der Herr und ich sagte ihm das auch, aber er beharrte auf den &#8220;Entfuehrungeplaenen&#8221; gegen ihn und das war das.</p>
<p>Am naechsten Tag fuhren dann meine Leute mit dem kleinen Lastwagen nach Cotabato City um Arno abzuholen. Gegen 12 Uhr kam ein Anruf meines Schwager, der mitgefahren war, um Probleme zu loesen, die ich erwartete mit Arno, um mir mitzuteilen, dass Arno sich weiterhin weigerte, die Polizeistation zu verlassen. Ich sprach mit ihm, aber vergeblich. Er war der Meinung, dass er innerhalb der ersten 5 Kilometer im Truck entfuehrt werden wuerde.  Ich rief dann den Polizeichef  in Cotabato an und meinte er solle den Arno halt einfach &#8220;rauswerfen&#8221;, wenn der nicht gehen wolle.  Der stimmte zu, und so geschah es dann auch. Gegen 7 Uhr trudelte die gesamte &#8220;Truppe&#8221; bei mir im Haus ein. Hier lachte ich erstmal kraeftig, als ich die &#8220;Uebergabe Papiere&#8221; der Polizei las. Da stand doch tatsaechlich: &#8221; I, Rico Digal, (Mein Schwager) declare, that i have received the living body of one Arno Schmidt&#8230;&#8230;( Ich, Rico Digal, erklaere, dass ich den lebenden Koerper eines gewissen Arno Schmidt erhalten habe&#8230;..) Beamte scheinen ueberall auf der Welt ihre eigene Sprache zu haben, die ansonsten keiner versteht oder verstehen soll.</p>
<p>Der Abend verlief friedlich und Arno ging sehr frueh schlafen. Meine Frau sollte am naechsten Abend kommen und ich war froh etwas Beistand zu haben.</p>
<p>Am Morgen fiel ich aus dem Bett, als meine Stereoanlage auf einmal losbruellte: &#8220;I had a Dream&#8221;&#8230;.. &#8220;Wer spinnt denn da so frueh um halb sechs so einen Laerm zu machen?&#8221; schrie ich. Naja wer schon, der Arno natuerlich. Ich las ihm kurz die Leviten und versuchte dann weiter zu schlafen. Leider klappte das nicht mehr und ich stand auf. Muerrisch machte ich mir einen Kaffee und maulte bei Arno nochmal kurz nach. Und dann ging es los und er erzaehlte mir haargenau, warum das ein Entfuehrungsversuch gewesen sein soll. Naja ich war nach wie vor der Meinung, dass es kein Versuch war und sagte das auch, aber beharrlich bestand er darauf. Ich hoerte einfach nicht mehr zu. Ich rief dann spaeter Herrn B. an, erzaehlte ihm was Arno so gesagt hatte und wir einigten uns, den Arno von einem Psychiater untersuchen zu lassen. Ich erkundigte mich dann telefonisch im St. Elizbeth Hospital und man gab mir eine Nummer und die Adresse einer Aerztin. Ich rief sofort dort an und wir bekamen einen Termin mit ihr. Als ich Arno davon erzaehlte, wurde er wild und schrie, dass er nicht verrueckt sei und er werde dort nicht hin gehen. Ich versicherte ihm, dass das keiner glaubte, aber dass er eben unter starkem Stress stand und da der aerztliche Rat nur hiflreich sein koenne. Nachdem er am Vorabend von seiner Bundeswehrzeit erzaehlt hatte, erklaerte ich, dass ja auch Soldaten bei einem Psychiater vorbei schauten, wenn sie starken Stress hatten. Das &#8220;frass&#8221; er und nach dem Mittagessen fuhren wir zur Aerztin. Wir mussten einige Minuten warten und dann kam die Aerztin. Sie rief Arno zu sich in den Behandlungsraum und ich sass draussen und wartete.</p>
<p>Was wuerde wohl ihr &#8220;Urteil&#8221; sein?</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 5. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 08:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach 1  1/2  Stunden kam Arno zurueck in das Wartezimmer und die Aerztin rief mich in ihr Buero. Dort erklaerte sie mir das Arno wohl an einer paranoiden Neurose und schizophrenen Verhaltungsstoerungen leiden wuerde. Sie packte einige Medikamente ein und dann durfte ich bezahlen. Der Spass kostete mich einschliesslich Medikamente 3500 Pesos, da Arno kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 1  1/2  Stunden kam Arno zurueck in das Wartezimmer und die Aerztin rief mich in ihr Buero. Dort erklaerte sie mir das Arno wohl an einer paranoiden Neurose und schizophrenen Verhaltungsstoerungen leiden wuerde. Sie packte einige Medikamente ein und dann durfte ich bezahlen. Der Spass kostete mich einschliesslich Medikamente 3500 Pesos, da Arno kein Geld hatte und auf finanzielle Zuwendungen seines Vaters wartete. Ich berappte also und wir fuhren zurueck nach Hause. Dort fragte ich Arno erst mal, ob es solche Faelle in der Familie schon gegeben haette. Und dann kam es: &#8220;Ja meine Mutter ist ein Dauergast im Nervenkrankenhaus und ist mal drin, dann wieder draussen. <span id="more-760"></span>Mein Vater ist zur Zeit auch in der Nervenheilanstalt, wie lange er noch bleiben muss weiss ich nicht genau.&#8221;  Nun wunderte mich natuerlich nichts mehr, allerdings war dem Arno bei unserem Treffen in Baroy nichts anzumerken.</p>
<p>Am naechsten Tag begann der Morgen wieder mal mit &#8220;I had a dream&#8221; und ich regte mich trotz der unmoeglichen Zeit nicht auf und stand halt auf. Nach dem Fruehstueck fragte ich Arno nach seinen Plaenen. Im Haus wollte ich ihn nicht all zu lange haben. Aber er hatte keine Plaene und wollte erst mal auf das Geld vom Vater warten.</p>
<p>Am Nachmittag &#8211; ich war in der Stadt gewesen &#8211; entdeckte ich, dass jede Menge Gegenstaende, die auf dem Wohnzimmertisch lagen, verschwunden waren.  Ich checkte mit den Leuten im Haus, aber keiner hatte etwas gesehen. Nachdem neben Schluesseln auch der Aschenbecher verschwunden war fiel mein Verdacht auf Arno und ich fragte ihn. Der verneinte, sah aber sehr schuldig aus. Ich ging die Sache also etwas &#8220;schaerfer&#8221; und lauter an und siehe da, Arno begann aus seinem grossen Rucksack auszupacken. Neben den Schluesseln und dem Aschenbecher kamen auch zwei Kaffeetassen, ein Buch, ein Kerzenstaender  samt Kerze, zwei Fernbedienungen und eine alte kaputte &#8220;Fritzbox&#8221; zum Vorschein. Er entschuldigte sich: &#8220;Ich weiss auch nicht, warum ich das eingepackt habe.&#8221;  Nun ja, ich ermahnte ihn eindringlich das nicht wieder zu tun. An diesem Abend ging ich etwas frueher ins Bett. Aber so gegen drei Uhr morgens polterte es und dann fing der Arno an unverstaendliches zu schreien. Ich nix wie &#8216;raus dem Bett und zu seinem Zimmer gelaufen. Dort war der Stuhl umgefallen und das Bett stand hochkant. &#8220;Da war jemand unter meinem Bett&#8221; schrie er. Natuerlich war das wieder mal ein Auswuchs seiner lebhaften Fantasie. Der Rest der Nacht verlief ruhig.</p>
<p>Am naechsten Nachmittag &#8211; wir sassen im Wohnzimmer &#8211; fing er ploetzlich laut an zu schreien:  &#8220;Frau Arroyo, sie haben die Wahlen manipuliert, sie sind eine Betruegerin. Heil Hitler!&#8221;  Das letztere wiederholte er etlichem Male.</p>
<p>Fuer mich war das Mass voll. &#8220;Arno, so geht das nicht. Du kannst hier nicht laenger bleiben. Ich bringe dich in eine Pension, bezahle dort das Zimmer fuer drei Naechte und verstaendige deine Freundin in Bukidnon, damit sie dich abholt.  Ansonsten kannst du nicht mehr mit meiner Hilfe rechnen.&#8221;</p>
<p>Wir brachten ihn in Leahs Pensionhaus und quartierten ihn dort ein. Ich bezahlte das Zimmer fuer drei Tage, gab ihm 1000 Pesos zum Essen kaufen und wies ihn noch darauf hin, dass er mir das zurueckzahlen kann, wenn er das Geld vom Vater bekommt. Wieder zu Hause rief ich seine Freundin an und sagte ihr, dass sie Arno in GenSan abholen sollte und erklaerte ihr auch die Gruende.</p>
<p>Am naechsten Morgen gegen sechs Uhr klingelte das Telefon und Arno war dran: &#8220;Ich bin in der Notaufnahme vom Elizabeth Krankenhaus. Kannst du bitte kommen.&#8221;  Ich war natuerlich stinksauer ueber die erneute Belaestigung und machte mich zaehneknirschend fertig um ins Krankenhaus zu fahren.  Dort angekommen sah ich dass Arnos Beine und Fuesse total zerschnitten und verkratzt waren und auch einige Naehte gesetzt worden waren. Auch waren seine Klamotten total zerfetzt und zerrissen.</p>
<p>&#8220;Was hast du denn jetzt wieder angestellt?&#8221; fuhr ich ihn an. &#8220;Psst&#8221; meinte er, &#8220;das erzaehle ich dir wenn wir hier &#8216;raus sind.&#8221; Ich bezahlte also erstmal 918 Pesos an das Krankenhaus und wir setzten uns gegenueber vom Krankenhaus in einen Coffee Shop und Arno erzaehlte seine Story.</p>
<p>&#8220;Ich bin gestern Abend noch spazieren gegeangen und auf einmal war ich auf so einer Art Feldweg. Dann sprachen mich zwei Leute an und ich bekam Angst und rannte weg. Dabei bin ich vom Weg abgekommen und fiel in einen Tuempel oder sowas. Es stank ganz schlimm. Ich befreite mich aus dem Morast und ploetzlich ging ein grosses Schwein auf mich los. Mein Gott, was bin ich gerannt, die Sau hinter mir her und dann flog ich ueber einen Stachdrahtzaun, verwickelte mich, zerrte und war frei. Ich rannte weiter, das Schwein immer noch hinter mir her bis ich die Strasse erreichte. Dort sprang ich auf die Ladeflaeche von einem geparkten Lastwagen. Das Schwein grunzte noch eine Weile herum und trollte sich dann. Ich kann dir sagen die zwei Leute waren bestimmt vom CIA und das war ein trainiertes Schwein, da bin ich mir ganz sicher.&#8221;</p>
<p>Nun konnte ich mich nicht mehr halten und fiel vor lauter Lachen fast vom Stuhl. &#8220;Ein CIA Schwein&#8221; groehlte ich, &#8220;ein trainiertes CIA Schwein&#8221;&#8230;.. &#8220;Arno du hast sie wirklich nicht alle!&#8221; Arno war ganz erbost und meinte, dass der CIA wirklich Schweine abrichten wuerde. &#8220;Jaja&#8221; antwortete ich &#8220;und meine Mutter kommt vom Mars&#8221;</p>
<p>Ich brachte ihn zurueck in die Pension, empfahl ihm erst mal zu baden und sagte ihm, dass ich einen meiner Leute hier stationieren werde bis er abgeholt sei.</p>
<p>Zu Hause schickte ich erst mal Jory als Wache zur Pension, damit Arno nicht noch mal ausbuechst. Ich rief dann die Botschaft an und erzaehlte Herrn B. die Geschichte. Der meinte nur ich solle ihn nach Manila schicken, dann wuerden sie ihm helfen. Dazu hatte ich keine Lust mehr, da der Flug ja auch an mir haengen bleiben wuerde und der kostete damals immerhin fast 5000 Pesos. Dann rief ich die Freundin nochmal an um ihr Beine zu machen, damit sie Arno abholt. &#8220;Morgen gegen nachmittag kommen wir an,&#8221; meinte sie. Was war ich froh, dass der Arno bald aus meinem Leben verschwinden wuerde.</p>
<p>Gegen drei Uhr bekam ich einen Anruf von der Freundin:  &#8220;Wo ist Arno? Er ist nicht in der Pension.&#8221;</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 6. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 06:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich schwang mich also ins Auto und fuhr zu Leahs Pension House. Dort traf ich dann Jocelyn, die Freundin von Arno mit ihrer Mutter. &#8220;Ich dachte Arno waere in der Pension und du hattest einen deiner Leute da zum aufpassen?&#8221; fragte mich Jocelyn. &#8220;Ja&#8221; entgegnete ich, &#8220;lass mich mal nach meinem Mann schauen.&#8221;  Ich suchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schwang mich also ins Auto und fuhr zu Leahs Pension House. Dort traf ich dann Jocelyn, die Freundin von Arno mit ihrer Mutter.</p>
<p>&#8220;Ich dachte Arno waere in der Pension und du hattest einen deiner Leute da zum aufpassen?&#8221; fragte mich Jocelyn.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221; entgegnete ich, &#8220;lass mich mal nach meinem Mann schauen.&#8221;  Ich suchte nach Jory und fand ihn alsbald im Garten der Pension sitzend mit Blick auf die Zimmertuere von Arno.</p>
<p>&#8220;Jory, wo ist Arno?&#8221;</p>
<p>&#8220;Keine Ahnung, war nur kurz auf der Toilette und danach war er weg.&#8221;<span id="more-782"></span></p>
<p>&#8220;So ein Spinner, nix wie Aerger hat man mit dem,&#8221; schimpfte ich und ueberlegte was zu tun waere.</p>
<p>Wir setzten uns alle gegenueber in eine Carenderia und beratschlagten, wobei am Ende meiner Meinung gefolgt wurde und wir entschieden zu warten. Irgendwann muesste er ja wieder auftauchen. Ich fuhr zwischenzeitlich nach Hause. Dort konnte ich genauso auf Nachricht  warten wie hier in der Eatery.</p>
<p>Gegen sechs bekam ich eine SMS von Jocelyn mit der Mitteilung, dass Arno stark angetrunken aufgetaucht war. Er hatte in irgendeiner &#8220;Bar&#8221; einige Biere gezischt und niemanden Bescheid gesagt. Jocelyn fragte, ob sie heute Nacht noch in der Pension schlafen koennten, da das Zimmer ja noch fuer diese Nacht bezahlt war und sie in der Dunkelheit nicht nach Bukidnon zurueckfahren wollten.  Ich bejahte,  aber meinte gut auf Arno aufzupassen, damit er sich nicht wieder auf die &#8220;Reise&#8221; macht.</p>
<p>Am naechsten Morgen bekam ich eine SMS, dass sie nun losfahren wuerden und mir fiel ein Stein &#8211; nein ein ganzer Felsen &#8211; vom Herzen, dass sich nun das Thema Arno erledigt hatte. Aber da hatte ich mich getaeuscht, denn Arno &#8220;verfolgte&#8221; mich noch eine ganze Weile, genauer gesagt fuer ueber ein Jahr.</p>
<p>Fuer zwei Wochen war nun Ruhe, bis ich eine Text Message von Jocelyn bekam, dass sie sich von Arno getrennt habe, da er sie mit einem Messer verfolgt habe, als er mal zu tief ins Glas geschaut hatte. Scheinbar vertraegt sich die Sauferei ueberhaupt nicht mit seiner Erkrankung.</p>
<p>Wenige Tage danach meldete sich Arno via SMS bei mir und erzaehlte mir, dass er sich mit einem anderen Expat namens Otto aus Valencia zusammen getan habe, und sie zur Zeit in CDO unterwegs waren. Sein Vater schicke ihm jeden Monat zwischen 500 und 1000 Euro und da koennte man schon &#8216;rumreisen, wenn man sich an billige Pensionen und Restaurants haelt.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221; meinte ich, &#8220;aber du meinst doch nicht den Otto D. aus Valencia?&#8221;  Das war naemlich ein uebler Bursche, ein echter Schmarotzer, den ich nur allzugut kannte, aber das ist eine andere Geschichte, die ich ein anderes mal erzaehlen werde.</p>
<p>&#8220;Ja&#8221; kam es zurueck &#8220;und ich komme gut mit ihm zurecht&#8221;</p>
<p>&#8220;Na solange du den &#8216;Zahlmeister&#8217; spielst sicherlich, aber wenn das Geld knapp wird, laesst der dich ohne weitere Worte haengen,&#8221; textete ich zurueck.</p>
<p>&#8220;Wir werden sehen,&#8221; meinte Arno, &#8220;ich weiss schon auf mich aufzupassen.&#8221;</p>
<p>Klar dachte ich mir bis du dem naechsten &#8220;CIA Schweinderl&#8221; begegnest und lachte, an die Geschichte zurueck denkend.</p>
<p>Zwei Tage vor Weihnachten bekam ich wieder eine Text Message von ihm, in der er mich bat ihm 10000 Pesos zu leihen, sie waeren in einer kleinen Pension, in der Naehe von Gingoog City und sie haetten kein Geld ihre Schulden dort zu bezahlen.  Bedauerlicherweise fuer ihn, musste ich seine Bitte mit einem klaren Nein beantworten. Er war etwas angesaeuert, aber ich schmeisse doch kein gutes Geld schlechtem hinterher. Er hatte mir schliesslich nie meine Ausgaben zurueck erstattet, obwohl er es versprochen hatte zu zahlen, wenn der Vater Geld schickt und der hatte seit dem Vorfall schon drei oder viermal Geld geschickt.</p>
<p>Am heiligen Abend bekam ich einen Anruf von Arnos Mutter, die wissen wollte, wo sich Arno derzeit aufhielt. Ich erzaehlte ihr von seinem letzten Aufenthaltsort und meinte sie koenne ihn doch anrufen.  Seit drei Tagen versuche sie das, antwortete sie, aber das Handy von Arno sei immer ausgeschaltet. Ich versuchte nun meinerseits den Arno zu erreichen, aber auch vergeblich. Seine Mutter hatte am Telefon gewartet aber wie gesagt ich konnte ihn auch nicht erreichen. Sie gab mir noch ihre Nummer, damit ich anrufen koennte, wenn ich was von ihm hoere. Ansonsten frohe Weihnachten usw blah, blah, blah&#8230;&#8230;</p>
<p>Ich schickte ihm dann noch eine SMS deswegen, die er ja bekommen sollte, wenn er sein Handy einschaltet.</p>
<p>Nach Weihnachten hoerte ich dann von Arno. Er und Otto hatten das Fest auf der Polizeiwache verbracht, wo sie beiben sollten, bis ihre Schulden bezahlt seien. Nun hatte der Vater Geld geschickt, die Schulden waren bezahlt und er hatte sein Handy wieder, das die Polizei als &#8220;Sicherheit&#8221; zusammen mit dem Satphone einbehalten hatte. Sie seien nun zurueck in der gleichen Penson, wo sie bis nach Neujahr bleiben wollten.</p>
<p>An Sylvester kam dann eine neue SMS, das war die erste, an der man ersehen konnte, dass seine geistige Gesundheit nun vollends den Bach &#8216;runter ging. Er schwafelte von einer CIA Verschwoerung gegen ihn, und deswegen saesse er hier in der &#8220;Scheisse&#8221; und meinte, dass da ein gewisser Kongressmann aus Lanao dahinterstecke. Ich machte mir nicht die Muehe darauf einzugehen, sondern wuenschte ihm lediglich ein gutes neues Jahr.</p>
<p>Nun kamen fast taeglich neue Text Messages von ihm, eine verrueckter als die andere.  Zwei von diesen will ich euch nicht vorenthalten. In der einen schrieb er, dass auf Grund der Tatsache, dass ich ihm geholfen hatte, das CIA es nun auch auf mich abgesehen haette und mich morgen frueh abholen wuerde, und er wuerde um Mitternacht mit einem U-Boot in GenSan sein um meine Familie und mich in Sicherheit zu bringen. Bei der anderen meinte er, dass zwei F16 im Anflug auf mein Haus seien, und ich waere wohl nun dem &#8220;Tode geweiht&#8221;. Diesesmal antwortete ich, dass ich mich einfach in mein Auto setze und davon fahre.  (Hier fehlt schon wieder mal ein &#8220;Zwinker Smilie&#8221;)  Er schrieb zurueck, dass die dann mein Auto zerbomben wuerden, worauf ich antwortete, dass ich es in einen &#8220;Superpanzer&#8221; umgebaut haette und die ruhig schiessen duerfen. Ich hab mich bei der Texterei fast kaputt gelacht.</p>
<p>Aber sein Verfolgungswahn wurde immer schlimmer.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eine verrueckte Geschichte 7. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 09:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die verrueckte Texterei von Arno ging weiter, bis ich dann um den 20. Januar eine Message erhielt, dass Otto ihn mit seiner Kruecke krankenhausreif geschlagen haette und er jetzt in einem Provinzkrankenhaus in Misamis Oriental laege. Die beiden hatten zusammen mal wieder einen ueber den Durst getrunken, hatten sich wegen irgendwelcher Maedels gezankt und Otto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die verrueckte Texterei von Arno ging weiter, bis ich dann um den 20. Januar eine Message erhielt, dass Otto ihn mit seiner Kruecke krankenhausreif geschlagen haette und er jetzt in einem Provinzkrankenhaus in Misamis Oriental laege. Die beiden hatten zusammen mal wieder einen ueber den Durst getrunken, hatten sich wegen irgendwelcher Maedels gezankt und Otto nahm seine Kruecke und schlug zu. Dabei ging auch Arnos Brille zu Bruch, ohne die er eigentlich recht hilflos war. Nun brauchte Arno also mal wieder Geld und fragte mich. Ich sagte ihm ein klares Nein und er sollte sich doch an seine Eltern wenden, die haetten genug Geld, schliesslich hatte sein Vater als gehobener pensionierter Beamter eine gute Pension. <span id="more-790"></span></p>
<p>Am naechsten Tag bekam ich einen Anruf von Arnos Mutter. Sie schrie mich an, was ich mir denn einbilden wuerde, ihrem Sohn in der Not nicht zu helfen und sie wuerde den Mossad auf mich hetzen und die seien binnen 24 Stunden auf den Philippinen um mich &#8220;abzumurksen&#8221;. Sie schrie und ich kam ueberhaupt nicht zu Wort. Als sie mal Luft holen musste, meinte ich nur: &#8220;Jetzt machen sie sich doch nicht laecherlich.&#8221; Nach diesem Vorfall war mir die Schwere von Arnos Erkrankung ueberhaupt erst bewusst geworden.Und er hatte es von seiner Mutter geerbt.</p>
<p>Im Februar, einige Tage nach dem Erdrutsch in Leyte, bekam ich wieder mal eine SMS von Arno. Dieses mal behauptete er, dass der Erdrutsch von amerikanischen F16 ausgeloest worden war, die ein paar Luft &#8211; Boden Raketen in den Hang geschossen haetten. Eine Diskussion ueber Sinn und Unsinn dieser &#8220;Aktion der Amerikaner&#8221; schenkte ich mir.</p>
<p>Im April machten wir uns mit den Kindern auf unsere erste Rundreise durch die Philippinen. Fuer zwei Monate sollte es vom tieftsten Sueden bis in den hoechsten Norden gehen. Es war sehr wohltuend, dass Arno sich in diesen Wochen ruhig verhielt;  er war nach der Trennung von Otto nach Cebu gegangen. In Bacolod trennten wir uns von den Kindern (die mussten wieder in die Schule) und nachdem wir Negros &#8220;erforscht&#8221; hatten ging es weiter nach Cebu. Da Arno ja dort war, machten wir ein kurzes Treffen aus und trafen ihn in der Naehe von Alegria. Ich war ueberrascht Arno zu sehen; er hatte abgenommen und er verhielt sich ganz normal, so normal wie ich ihn damals in Don Carlos kennen lernte. Es schien als ob seine Erkrankung in Schueben verlief.</p>
<p>Nach unserer Rueckkehr kamen gelegentlich noch Messages von ihm, aber nichts verruecktes. Bis es im September dann wieder los ging. Es kamen wieder einige Texte, die sich insbesondere mit dem Kongressmann aus Lanao und dessen Tochter beschaeftigten.  Ich tat das alles als Unsinn ab, antwortete auch nicht wenn es zu bloed war.</p>
<p>Im Oktober kam dann wieder eine SMS dieses mal aus Manila. Morgen wollte er bei der Botschaft vorsprechen. Am naechsten Tag bekam ich dann auch einen Anruf vom Herrn G. und der fragte mich, ob es ein Attest von der Aerztin gaebe, die ihn letztes Jahr untersucht hatte. Ich verneinte, meinte aber, dass ich vorbei schauen koennte und eines holen. Herr G. stimmte zu und so machte ich mich auf Weg zu ihrer Praxis. Die Aerztin checkte ihre Unterlagen und meinte morgen koenne ich es abholen. Wieder zu Hause rief ich Herrn G. an und informierte ihn, dass ich es morgen bekaeme und wie ich es schicken sollte. Er meinte ein Fax waere wohl das beste. Am naechsten Morgen holte ich das Attest ab und faxte es an die Botschaft.</p>
<p>Einige Tage spaeter bekam ich eine Text Message von Arno, dass der Antrag auf Konsularhilfe wegen des Heimfluges abgelehnt worden war. Man habe ihm noch eine Bundeswehr Tagesration in die Hand gedrueckt und das wars. Daraufhin rief ich Herrn G. und fragte nach den Gruenden der Ablehnung. Die Antwort war kurz und buendig: &#8220;Das liegt in unserem Ermessen.&#8221;</p>
<p>Ich rief dann bei Arnos Vater an, der mittlerweile aus der Nervenheilanstalt entlassen worden war und fragte ihn, ob er nicht ein Ticket schicken koenne, damit Arno endlich nach Hause kaeme.  Arnos Vater hatte seit seiner Entlassung kein Geld mehr geschickt. Der Vater verneinte das und meinte, Arno solle sehen wie er klar kaeme.</p>
<p>Ich rief dann wieder bei der Botschaft an und fragte Herrn G. ob es nicht eine Moeglichkeit gaebe, den Vater von Arno zu zwingen ein Ticket zu schicken. Herr G. meinte, er habe ja auch schon mit dem Vater gesprochen und der waere wohl ein &#8220;wenig&#8221; unwillig das zu tun. Aber er werde versuchen ueber das Auswaertige Amt Druck auf Arnos Vater auszueben.</p>
<p>Ich hoerte dann wochenlang nichts mehr von Arno und der Botschaft, bis ich am 26.12. eine e-mail von Arno bekam, dass er seit einigen Stunden zu Hause sei. Sein Vater wurde von den Aemtern sozusagen gezwungen ein Ticket zu kaufen.</p>
<p>Seit dieser Zeit hoere ich gelegentlich von Arno ueber den Chat. Er hatte ein Bindehautabloesung und war operiert worden. Seine Nervenkrankheit war mal ok dann wieder nicht, das konnte ich auch deutlich an seiner Schreiberei erkennen. Erst vor wenigen Tagen hatte er mal wieder einige F16 messages verschickt und von der grossen CIA Verschwoerung gefaselt.</p>
<p>Zum Abschluss moechte ich noch sagen, dass ich insgesamt 22000 Pesos fuer Arno ausgegeben habe. Das Versprechen alles zurueck zu zahlen hat er nie eingeloest.</p>
<p>The End</p>

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