30.April.2010

Es gruent so gruen…… 10. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am 15. Juni verpflanzten wir unseren Broccoli und Eisbergsalat in das vorbereitete Feld neben dem Haus. Es waren gute 1400 Pflanzen und wir wollten sie gut pflegen, damit wir genug verdienen konnten fuer eine weitere und groessere Pflanzung. Da wir kein Geld fuer Chemikalien hatten, checkten wir jeden Morgen die Broccolipflanzen fuer Larven der Diamondback Moth. Was wir fanden wurde abgenommen und zerdrueckt. Giessen war nicht mehr notwendig, da es regelmaessig regnete. Statt Fungizid spritzten wir Knoblauchbruehe, die angeblich auch gegen Pilze helfen solle. Auf jeden Fall hatten wir keinerlei Pilzerkrankungen.

Die Wochen gingen vorbei und unsere Jungpflanzen wurden groesser und wir schienen Glueck zu haben, denn wir gewannen den “Kampf” gegen die ueble Motte. (weiterlesen…)

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29.April.2010

Es gruent so gruen….. 9. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Wie gesagt kamen noch einige Aufregungen auf uns zu. Da war zuerst die Sache mit dem Fisch. Meine Frau hatte vom Fischauto “frischen” Fisch gekauft, der dieses Praedikat wohl nicht verdiente. Wenige Minuten nach dem Abendessen begann ploetzlich Marions Gesicht nahezu monstroes anzuschwellen. Ich hatte keine Ahnung, was da los sei, und Rico meinte, dass er ploetzlich alles doppelt sehen wuerde. Auch die anderen klagten, dass sie sich nicht wohl fuehlten und da ich der einzige war, der keinen Fisch gegessen hatte, tippte ich sofort auf eine Fischvergiftung. Marions Gesicht schwoll immer weiter an und ich machte mir die groessten Sorgen. Aber wie ins Krankenhaus bringen, es war nachts und es gab keine Jeepneys um diese Zeit. Ich rief den Capatain und der kontaktierte den Krankenwagen in Lantapan, der fuer alles moegliche her genommen wurde aber nur sehr selten fuer Krankentransporte.  (weiterlesen…)

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28.April.2010

Es gruent so gruen….. 8. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

In den naechsten Wochen hatten wir sehr viel Arbeit mit unseren Pflanzen und es gab immer etwas zu ernten, auch wenn die Erloese nicht so meinen Vorstellungen entsprachen. Aber wir konnten vom Einkommen leben und weitere Pflanzungen finanzieren. Allerdings wollten wir uns in erster Linie auf hoeherwertige Feldfruechte spezialisieren und Sachen wie Kohl, Melonen, Bohnen usw. nicht mehr pflanzen. Mitte April saeten wir unseren Broccoli und unseren Eisbergsalat in Baggings. Nicht viel fuers erste Mal, da wir das ganze ja erst testen mussten.

Es war bereits in der zweiten Aprilhaelfte als unser Leben ploetzlich empfindlich gestoert wurde. Es war eines abends nach acht Uhr. Wir hatten soeben gegessen und sassen alle noch am Tisch. Ploetzlichte machte es Rumms und es klirrte. Keine fuenf Sekunden spaeter rummste und klirrte es ein zweites mal. Ich rannte zur Hausture hinaus um zu sehen was los war und da sah (weiterlesen…)

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27.April.2010

Es gruent so gruen….. 7. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war soweit. Die Tomaten sollten verpflanzt werden. 20.000 Pflanzen mussten in Schachteln und Kisten nach oben getragen werden. Natuerlich nicht alle auf einmal, aber innerhalb von drei Tagen sollte alles gepflanzt sein. Die Pflanzloecher waren fertig, der Huehnerdung schon vor zwei Wochen gestreut und wir stellten fuer drei Tage zehn Aushilfskraefte ein.

Morgens um sechs fingen wir an, um acht Uhr gab es Fruehstueck und dann wurde bis Mittag weiter gearbeitet. Ab ein Uhr ging es wieder los bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Bananendeckel machten wir nicht selbst, sondern kauften sie fuer 80 Pesos pro 1000 Stueck. Bei der Trockenheit war das einfach ein Muss. (weiterlesen…)

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26.April.2010

Es gruent so gruen….. 6. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Bis jetzt wuchs und gedieh mit Banos Hilfe alles einfach fabelhaft und wir waren mehr als zufrieden. Wir waren nun in der ersten Maerzwoche und bereiteten die Pflanzloecher fuer die Tomaten vor, denn die sollten naechste Woche verpflanzt werden. Geregnet hatte es immer noch nicht und der Fluss fuehrte weniger Wasser als sonst. So vertieften wir das Flussbett vor dem Einlass und mit Hilfe einiger anderer Farmer auch den Kanal um mehr Wasser zu haben. Wir bauten auch einen kleinen Damm im Fluss um den Wasserstand zu erhoehen, wohl wissend, dass alles beim ersten heftigen Regen weg gewaschen werden wird. Es gab Arbeit praktisch jeden Tag fuer 12 Stunden und mehr und wir hatten mittlerweile auch Luisa am arbeiten und deren Freundin Judith.

Wir ernteten die ersten Zuckererbsen und Bohnen und ich brachte das alles nach Agora. (weiterlesen…)

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25.April.2010

Es gruent so gruen….. 5. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Rico und Inday kamen etwa drei Stunden spaeter zurueck und meinten, dass es wohl kein Wasserproblem mehr geben sollte. Meine Frage, wie sie den Farmer ueberredet haben, blieb aber unbeantwortet. Erst Monate spaeter erfuhr ich wie das ablief. Der Farmer war genauso widerspenstig gegen die Beiden wie vorher. Er hatte einfach keinen Gemeinschaftssinn. Dieser Kanal war von Freiwilligen aus dem Dorf gebaut worden, Freiwillige hielten den Kanal in Ordnung und diese Freiwilligen hatten ein Recht auf das Wasser. Wir hatten ja anfangs auch etliche Reparaturen am Kanal vorgenommen. Erst drohten sie ihm, dass er, da er ja noch nie mit gearbeitet hatte, kein Wasser mehr bekommen wuerde, was ihm egal war, da er sich nehme, wenn immer er Lust dazu habe. Aber meine Frau hatte sich vorher genauer ueber jenen Farmer erkundigt, und dessen Sohn hatte Dreck am Stecken. Er baute naemlich Marihuana an und verkaufte das an die jungen Leute in Malaybalay und Valencia. (weiterlesen…)

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24.April.2010

Es gruent so gruen…… 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Oben hatten wir nun sechs Hektar Land,  fertig zum Pflanzloecher machen, aber wir hatten noch keine Saemlinge. Aber da alles wie gemulcht war, hatte das auch keine ganz so grosse Eile. Die Tomaten sollten um den 15. Februar in die Baggings. Aber wir entschieden uns schon mal den Chinakohl zu saeen. Das ging folgendermassen von statten. Bano “schnitzte”  kleine kurze Stoecklein mit einer Spitze und einem “Absatz”. Wenn man die nun in die Erde der Baggings bis zum “Absatz” steckte, hatte man ein zirka fuenf Millimeter tiefes Loch. Wegen des Absatzes waren alle Loecher gleichmaessig tief. Dort kamen nun die Samenkoerner des Chinakohls hinein und mit einer kurzen Handbewegung wurde das Loch geschlossen. Danach wurde angegossen und alle Samen waren gleichmaessig tief “vergraben”. So bereiteten wir etwa 10.000 Saemlinge vor. Danach machten wir noch 4.000 Saemlinge mit Petersilie. (weiterlesen…)

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23.April.2010

Es gruent so gruen…… 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Heute durften wir Bano und Junjun zusehen, wie sie das Bagging machten. Zuerst holten sie sich aus diesen Waellen, die als Begrenzung der Felder dienten, etliche Saecke voll Erde. Alles an organischem Material, das waehrend der Landvorbereitung und des Jaetens anfiel, wurde von den Bauern auf diese Waelle geworfen, wo es verrottete und besten Kompost bildete. So war das natuerlich erstklassige Erde. Die beiden begannen das Bagging und ruckzuck waren schon an die hundert “Samenbecher” fertig. Das ging so schnell, dass ich die genaue Prozedur zuerst gar nicht mit bekam. Ich liess mir das also zeigen. Man rollt eines dieser vorgeschnittenen Bananenblaetter um zwei Finger herum, nimmt es ab und stopft es gegen die Handflaeche mit Erde voll. Dann stellt man es in ein von Bambus begrenztes Rechteck, das vorher vorbeitet worden war. Das Rechteck zur Aufname der Samenbecher sollte auf ebenem Land sein, wo sich auch kein Wasser staut. (weiterlesen…)

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22.April.2010

Es gruent so gruen…… 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Morgen zogen wir nach dem Fruehstueck erst mal los unser Land anzusehen. Gleichzeitig wollte ich Nong Dayong nach einigen Arbeitern fragen, die oben den “Pool” graben koennten. Unser Land lag naemlich etwa 100 Hoehenmeter ueber dem gemieteten Haus. Deswegen sprachen wir immer von “oben”. Allerdings war der Anmarsch etwas muehevoll, denn man musste gegenueber auf der anderen Strassenseite einen Abhang hoch und der Weg ging direkt geradeaus nach oben und war extrem steil. In Deutschland haette der in einigen Serpentinen nach oben gefuehrt und dementsprechend keuchten wir auch, als wir ankamen. Die andere Moeglichkeit waere gewesen etwa drei Kilometer der Strasse zu folgen, dann waeren wir auch dort gewesen.

Nong Dayong begruesste uns sehr freundlich und wir bezahlten erst einmal den ausstehenden Betrag fuer die Pacht, da wir ja damals nur eine Anzahlung gemacht hatten. (weiterlesen…)

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21.April.2010

Es gruent so gruen….. 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Als wir damals 1990 Dinagat verlassen hatten, haben wir zusammen mit Ric, einem Filipino, in Cagayan de Oro ein deutsches Restaurant mit Music Lounge aufgemacht und das lief eigentlich sehr ordentlich. Das Restaurant hiess Beeline und vielleicht kann sich der eine oder andere noch daran erinnern. Es lag an der Ecke Tiano Brothers und Fernandez Street und man kann heute noch die ausgebleichten Ueberreste der damaligen Wandmalereien auf der Aussenmauer sehen. (Zumindest waren sie Ende Februar noch da) Aber bereits im August 1990 bekam ich Probleme mit meinem Partner wegen des Managements. Wir entschieden zu losen wer geht und wer bleibt. Ich verlor den Muenzenwurf und so hielt ich mich an die Abmachung, aber wollte natuerlich meine Investition wieder haben. Das dauerte aber noch bis zum Oktober und so lange war ich dann auch noch im Beeline taetig. (weiterlesen…)

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