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	<title>Phil-Life.net &#187; muellers</title>
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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten&#8230;. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 07:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen. Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein verstorbener Freund Claus erzaehlte mir vor etlichen Jahren eine Geschichte, die sich absolut unglaublich anhoerte. Ich konnte den Wahrheitsgehalt  der Story aber von einigen Reportern bestaetigt bekommen und so wie es hier geschrieben wird, ist es tatsaechlich geschehen.</p>
<p>Irgendwann mitte der achtziger Jahre (1986?) war ein deutsches Ehepaar auf den Philippinen angekommen und war in den Sueden Mindanaos gereist. Sie hatten eine vierjaehrige Tochter namens Nicole, zudem war die Frau &#8211; sie hiess uebrigens Monika &#8211; schwanger. Der Ehemann &#8211; Helmut genannt &#8211; war in Deutschland kaufmaennischer Angestellter gewesen, Monika hatte bis zur Entbindung als Kellnerin gearbeitet und war danach &#8211; zumindest voruebergehend &#8211; Hausfrau und Mutter.<span id="more-406"></span>Die beiden hatten einen Traum, den man im Prinzip nur als idiotisch bezeichnen konnte; sie wollten  in den Urwaeldern von South Cotabato wie Adam und Eva leben und sind nach ihrer Ankunft in General Santos City auch gleich in die Provinz weiter gereist und in den Bergwaeldern verschwunden.</p>
<p>Claus hoerte zum erstenmal von den beiden, als eine Radiostation in GenSan von den beiden &#8220;Kanos&#8221; berichtete, die scheinbar voellig mittellos in der Naehe des Marktes gesehen worden waren und dort nach essbarem im Muell wuehlten. Die Reporter vermuteten, dass die Auslaender ausgeraubt worden waren, denn die wahre Geschichte kannte keiner und konnte sich auch keiner vorstellen. Das war kurz nach Weihnachten 1986 gewesen. Natuerlich hatte Claus die Nachrichten nicht weiter beachtet und sie fuer eine &#8220;Uebertreibung&#8221; der Reporter gehalten. Diese Nachrichten wurden auch von Linda gehoert. Linda war die Frau eines Freundes von Claus. (Ich hatte Linda erst nach dem Tod von Claus kennengelernt. Sie hat die Geschichte auch bestaetigt.) Linda ueberredete nun ihren Mann Fritz doch mal in der Naehe des Marktes nachzusehen, moeglicherweise koennten das ja sogar deutsche Landsleute sein. Fritz und Linda fuhren dann gemeinsam von Polomolok &#8211; ihrem Wohnort &#8211; nach GenSan und begannen ihre Suche. Nach einigen Fragen wurde die &#8220;Urwaldfamilie&#8221; auch von den beiden gefunden. Es waren tatsaechlich Deutsche. Die waren gerade bei einer Radiostation gewesen und hatten dort ein paar Pesos als Spende bekommen. Anfaenglich waren die &#8220;Gefundenen&#8221; nicht sehr gespraechig und zeigten sogar Widerstand irgend etwas zu sagen. Da Fritz Mitleid mit den Kindern hatte &#8211; das Baby war zwischenzeitlich auch auf die Welt gekommen &#8211; lud er sie zu sich nach Hause ein. Nach einigem Zoegern stimmten Helmut und Monika zu und dann fuhr man zusammen los um die Sachen der Deutschen aus einer Huette am Strand zu holen, in der die Familie nach ihrer Rueckkehr aus den Waeldern gehaust hatte. Allerdings flehten sie Fritz an nur ja nichts der Immigration zu melden. In der Huette angekommen traf Fritz fast der Schlag. Das innere der Huette glich einem Schuttabladeplatz. Verschmutzte Klamotten, verschimmelte Essensreste ja sogar blutige T-Shirts lagen am Boden &#8216;rum und es stank.  Fritz fuehlte sich nun ueberfordert und beschloss sich an Claus zu wenden. So fuhren die Muellers &#8211; so wollen wir Monika, Helmut und die Kinder der Einfachheit nennen &#8211; zusammen mit Linda und Fritz zum Haus von Claus.</p>
<p>Als Claus die Muellers sah, schlug er die Haende ueber dem Kopf zusammen und fragte was um Gottes Willen denn passiert war, denn die Muellers waren nicht nur abgemagert sondern offensichtlich auch krank. Helmut schien an Gelbsucht zu leiden, Monika hatte eine boese, vereiterte Fussverletzung und auch die Kinder waren krank, insbesondere das Baby. Klaus lud also erstmal die Muellers zu sich ein und stellte ihnen ein Zimmer in seinem Haus zur Verfuegung. Wieder baten die Muellers doch der Immigration nichts zu sagen, aber Claus meinte, dass sie wohl nichts zu befuerchten haetten, da der Chef des Immigrationbueros ein guter Freund sei. So zogen die Muellers nun bei Claus ein und mein Freund hatte keine Vorstellung, was er sich da aufgeladen hatte. Er der ordnungliebende penible Mann mit diesem &#8220;Sauhaufen&#8221;, das sollte noch was geben.</p>
<p>Claus kuemmerte sich nun erstmal um die Familie, waehrend Fritz  und Helmut schnell zum einkaufen fuhren. Nicole jammerte wie hungrig und durstig sie sei und Monika sagte ueberhaupt nichts, beantwortete keinerlei Fragen von Claus. Allerdings sollte Claus die ganze Geschichte noch erfahren. Offensichtlich war,  dass alle dringend medizinischer Versorgung bedurften und Claus rief einen Freund an, der Arzt war. Der kam auch bald und kuemmerte sich erstmal um das Baby, das einen schlimmen Durchfall hatte, danach wurde Nicole versorgt, die eigentlich ok war nur eben unterernaehrt. Monikas Wunde wurde versorgt und nach der Rueckkehr von Fritz und Helmut kam auch der an die Reihe. Nachdem das noetigste getan war, hatte die Frau von Claus zusammen mit Linda aus dem eingekauften ein Essen gemacht und nun sollte gegessen werden. Da kam dann aber schon ein Protest von den Muellers, die meinten, dass sie normalerweise so etwas nicht essen wuerden. Auf die Frage, was denn &#8220;genehm&#8221; waere, gab es aber keine Antwort. Nicole ass mit sichtlichem Appetit, aber die beiden Erwachsenen stocherten erst nur so &#8216;rum im Essen,  aber als Monika doch der Hunger uebermannte begann auch Helmut zu essen aber mit weniger Gusto.</p>
<p>Danach zog sich Helmut mit Frau und Kindern in das Zimmer zurueck, waehrend sich die Freunde noch ueber den Fall unterhielten. Sie raetselten hin und her, konnten sich aber beim besten Willen nicht vorstellen, was da passiert war und wie die Muellers in diese Lage gekommen waren. Auf die Wahrheit kam keiner, wie sollten sie auch unwahrscheinlich wie diese klang, aber die sollten sie noch frueh genug erfahren.</p>
<p>Zum Abschluss versprachen Fritz und Linda regelmaessig vorbei zu schauen und auch Obst und Gemuese von der Farm mitzubringen. Dann verabschiedeten sich die beiden und fuhren zurueck nach Polomolok. Claus schaute ihnen nach. Er hatte ja keine Ahnung, was er sich da aufgehalst hatte.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen bereitete die Frau von Claus das Fruehstueck und rief die Muellers aus ihrem Zimmer, aber als die sahen, was auf dem Tisch stand, dankten sie und meinten, sie wuerden wohl doch lieber das essen, an das sie alle gewohnt seien. Sie warteten also, bis die anderen Familienmitglieder alle gegessen hatten, und machten sich dann auf dem Kuechentisch breit. Gemuese, Fleisch, Fisch, Obst und allerlei anderes wurde aus Tueten genommen und auf dem Tisch ausgebreitet. Davon wurde aber nichts gekocht oder gar gewaschen. Alles wurde roh gegessen und nur mit den Haenden, wobei die aber vorher auch nicht gewaschen worden waren. <span id="more-413"></span>Als die Familie mit dem Essen fertig war, standen sie auf und liessen alles so stehen wie sie es ausgebreitet hatten mit der Bemerkung, dass sich ein Abraeumen ja nicht lohne, da man in wenigen Stunden  wieder essen wuerde. Da gab es aber zuerst einmal ein Donnerwetter vom Claus, da er damit natuerlich nicht einverstanden war. Unmuetig raeumten die Muellers also ihren &#8220;Verhau&#8221; weg und fuellten alles wieder in Plastiktueten.</p>
<p>Etwas spaeter kam der Chef vom Immigration  Office vorbei und erkundigte sich nach dem Wohlergehen der neuen Gaeste von Claus.  Mit ihm war ein Reporter gekommen, der wohl dachte er koennte  einmal in seinem Leben  <strong>&#8220;DIE STORY</strong>&#8220;  schreiben. Der Chef der Immigration war sehr freundlich zu den Muellers, aber der Reporter belaestigte sie mit Fragen, so dass die sich immer tiefer in ihr Schneckenhaus zurueck zogen und gar nichts mehr von ihnen zu erfahren war. Claus bat nun den Immigration Chef um Aufschub und versprach ihm naechste Woche, wenn es der Familie besser ginge mit ihnen im Buero vorbei zu kommen. Der stimmte zu und ging, waehrend der Reporter nun wirklich mit Claus sprechen wollte. Er fragte ihn direkt, ob er gehoert habe, dass die Muellers ihre beiden Kinder verkaufen wollten. Das verneinte Claus natuerlich und warf den Reporter kurzerhand aus dem Haus, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es rechtliche Konsequenzen haben wuerde, sollte er seine &#8220;Raeuberpistole&#8221; veroeffentlichen.</p>
<p>Spaeter am fruehen Nachmittag brach Monika mit hohem Fieber zusammen und Claus plaedierte, dass sie unbedingt ins Krankenhaus muesse. Das wurde von Helmut abgelehnt, der meinte, dass sie im Normalfall immer auf Krankenhaeuser und Aerzte verzichten wuerden, weil sie keinerlei &#8220;chemische Medikamente&#8221; nehmen wuerden, sondern nur Naturheilmittel vertrauten. Aber er stimmte immerhin zu, dass ein &#8220;Herbalero&#8221; geholt wurde, der sich die Familie mal ansehen sollte. Der kam dann auch und &#8220;verschrieb&#8221; nach der Untersuchung allerlei Kraeuter nicht ohne Vicky &#8211; die Frau von Claus &#8211; darauf  hinzuweisen, dass Monika unbedingt einen richtigen Arzt sehen sollte, da er da mit seinen Kraeutern nicht viel ausrichten koenne. Er stellte auch fest, dass die gesamte Familie von Wuermern befallen war. Da die Widerstandskraft der Muellers durch das Erlebte der letzten Wochen nicht die Beste war, verabreichte der &#8220;Herbalero&#8221; auch staerkende Kraeuter, die wohl wichtige Vitamine enthielten. Und er &#8220;verordnete&#8221; der ganzen Familie ein Bad, da es um deren Hygiene schlecht bestellt war. Fuer Monika kam aber nur ein Waschen im Bett in Frage. Das Bad der Muellers &#8220;bestand&#8221; aus einem Abspritzem mit dem Gartenschlauch ohne Seife und Shampoo, da das ja nun auch wieder &#8220;chemisch&#8221; war und nach dem Abtrocknen wurden die schmutzigen Klamotten einfach wieder angezogen.  Zwischenzeitlich hatte  Vicky Monika gewaschen und dabei festgestellt, dass diese keine Unterwaesche trug und auf erstauntes Fragen hin von ihr bestaetigt bekam, dass das bei ihnen so ueblich sei. Auch der Saeugling war gebadet worden und trug zum erstenmal in seinem jungen Leben richtige Windeln, von denen die Muellers ansonsten auch nichts hielten.</p>
<p>Nach dem Abendessen, das fuer die Muellers in gewohntem Rahmen ablief,  begann Claus nun doch etwas zu bohren und meinte sie muessten schon erzaehlen, was sie in den letzten Wochen und Monaten gemacht hatten, da er dem Immigration Chef ja was sagen muesste in den naechsten Tagen. Helmut begann zu erzaehlen. Nachdem sie Gensan letztes Jahr verlassen hatten, fuhren sie bis nach Surallah und wanderten von dort in die Berge. Von weitem sahen sie einen groesseren See mit einer kleinen Ortschaft und da sie ohne Zivilisation leben wollten, machten sie einen grossen Bogen um den See. (vermutlich Lake Sebu) Sie waren dann immer bergan gelaufen und kamen am zweiten Tag ihrer Wanderung an einen kleinen Bergsee in dessen Umgebung sie sich niederliessen. Da sie kein Zelt hatten, wurde aus Astwerk und Blaettern erst einmal eine Art &#8220;Huette&#8221; gebaut in der man schlafen konnte. Grass und Laub bildeten die Matratze. Dort oben hatten sie gutes Trinkwasser, es gab Fische im See und mit Hilfe von Schlingen gelang es ihnen gelegentlich auch Kleinwild zu fangen. So lebten sie dort einige Monate mehr recht als schlecht bis bei Monika die Wehen begannen. Nun Eva hatte ihre Kinder ohne Aerzte zur Welt gebracht also konnten sie das auch. Sie hatten Glueck, dass die Geburt ohne weitere Komplikationen verlaufen war, und Monika gebar ein gesundes Maedchen. Sie nannten das Baby Simone. Drei Wochen nach der Geburt wurde die Muttermilch weniger und reichte nicht mehr fuer das Baby. Sie waren nun gezwungen etwas zu tun und Helmut zog los um unten in dem Ort am See um Hilfe zu bitten. Der Buergermeister fackelte nicht lange und schickte einige Maenner zum Lake Maugham hoch &#8211; so hiess der See an dem die Muellers gelebt hatten &#8211; um den Rest der Familie abzuholen. Am naechsten Tag wurden sie nach Surallah gebracht und fuhren von dort mit dem Jeepney nach GenSan. Dort mieteten sie sich in der anfangs erwaehnten Huette am Strand ein, bis eben die Nachrichten ueber sie durch die Radiostationen zu geistern begannen.</p>
<p>Claus war ueber soviel Naivitaet sein Leben fuehren zu wollen erst einmal geschockt und sprachlos.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 3. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 07:17:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ueblich machten die Muellers aus jeder Mahlzeit einen riesigen Verhau und ab dem zweiten Tag entschloss sich Vicky bei ihren Geschwistern im anderen Haus zu essen. Claus konnte sich nicht an die Schlampereien gewoehnen, aber weder zureden noch schelten half etwas. Am dritten Tag begann es im Haus zu stinken und Claus ging der Sache nach. Im Zimmer der Muellers lag wie vorher alles auf dem Fussboden herum und mitten in dem Tohuwabohu lagen einige &#8220;Kackhaufen&#8221;. Nun wurde Claus echt sauer und verpasste Helmut einen ordentlichen Anschiss und forderte ihn auf  in den Schweinestall zu kacken, wenn er schon keine Toilette benutzen mochte. <span id="more-422"></span></p>
<p>Einige Tage spaeter ging Claus zur Immigration und erzaehlte dem Leiter des Bueros wo die Muellers seit ihrer Einreise gewesen waren. Zudem bat er ihn doch vorerst keinen Druck zu machen, da die Muellers wirklich verwirrt erschienen und Monika sowieso nicht reisefaehig sei. Der Chef der Immigration bat Claus lediglich ihn auf dem laufenden zu halten, ansonsten wuerde er gelegentlich unverbindlich anrufen um sich zu erkundigen. Er schlug auch vor sich doch mit der deutschen Botschaft in Verbindung zu setzen. Die koenne vielleicht helfen in einem so extremen Fall.</p>
<p>Monika ging es von Tag zu Tag schlechter und Claus entschied sie ins Krankenhaus zu bringen. Erwartungsgemaess opponierte Helmut, aber keiner kuemmerte sich um seine verbalen Attacken. Im Krankenhaus wurde Monika erst einmal an einen Tropf gehaengt und zahlreiche Laboruntersuchungen eingeleitet. Da Helmut sich nun um seine Frau kuemmern musste, lieh Claus ihm ein Fahrrad, damit er leicht zwischen Haus und Klinik hin und her fahren konnte. Simone brachte Claus bei Vickys Schwester unter und Nicole blieb bei Claus im Haus. Die Zeit wurde nun erstmal genutzt die Schweinerei der Muellers zu entfernen und alles zu saeubern und zu desinifizieren.</p>
<p>Monika entpuppte sich als sehr schwierige Patientin. Einige Tage nach der Einlieferung begann sie jede Kooperation zu verweigern. Obwohl sie  Gelbsucht hatte, wollte sie keine Medikamente nehmen;  zudem hatte sie verschiedene Wuermer, die auch dringend der Behandlung bedurften. Auf Antrag der Immigration entschied dann ein Richter, dass Monika zeitweise entmuendigt wurde und die Entscheidungsgewalt war nun in den Haenden des behandelten Arztes.  Von da an ging es aufwaerts mit Monikas Gesundheit.</p>
<p>Zwischenzeitlich gab es einen Riesenkrach mit Helmut, da er nicht erlauben wollte, dass Nicole die Medikamente zum Entwurmen nahm. Claus drohte nun dem Helmut Pruegel an, wenn er nicht endlich zustimmen wuerde. Eingeschuechtert gab er nun seine Erlaubnis, aber behauptete immer, dass er das mit seinen Kraeutern wohl auch haette heilen koennen.</p>
<p>Wenn Claus Monika im Krankenhaus besuchte, erzaehlte die ein wenig aus dem Leben in Deutschland unter anderem eben auch, dass die Idee im Urwald zu leben auf dem Mist von Helmut gewachsen war. Sie selbst habe nur mitgespielt weil sie ihn eben liebte und dort oben im Wald war es fuer sie schon schwierig gewesen, insbesondere in den letzten Wochen vor der Entbindung. Claus sah das Auftauen von Monika als positive Entwicklung an, aber wie sehr er sich doch taeuschen sollte.  Die Geschehnisse sollten sich in Kuerze ueberschlagen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu wurde Helmut immer verstockter und sturer und wollte in keiner Weise von seinen Plaenen lassen. Unter anderem konfrontierte ihn Claus nun mit der Behauptung des Reporters das Baby verkaufen zu wollen und erstaunlicherweise leugnete Helmut dies nicht ab.  &#8220;Wir dachten es waere leichter ohne das Baby und etwas Geld zu haben waere sicherlich nicht das schlechteste gewesen.&#8221;  Das war alles was er zu diesem Thema zu sagen hatte.</p>
<p>Einige Tage spaeter gab es erneut wegen des total verschmutzten Zimmers Streit zwischen Claus und Helmut in dessem Verlauf Helmut den Wunsch aeusserte,  sobald wie moeglich weiter zu ziehen. Claus konnte dem natuerlich wegen seines Versprechens dem Chef der Immigration gegenueber nicht zustimmen, aber sagte  erstmal nichts weiter,  sondern entschloss sich die Entwicklung  zu beobachten. Die Streitereien mit Helmut stiessen ihm langsam sauer auf. Der war wirklich ein Sturkopf der ersten Klasse.</p>
<p>Einige Tage spaeter war Helmut mit Nicole verschwunden.  Nachfragen ergaben, dass auch das Baby nicht mehr im Haus der Schwester verblieben war und von Helmut abgeholt worden war.  Claus und Vicky fuhren ins Krankenhaus zu Monika, aber auch die war weg. Die Rechnung war natuerlich unbezahlt geblieben. Die beiden hatten keine Ahnung wo die Muellers haetten sein koennen. Am Abend bekam Claus dann einen Anruf von Fritz, der ihm erzaehlte, dass seine Frau Linda die Uebersiedlung der Muellers heimlich in die Wege geleitet haette, da Helmut sich bei Fritz beschwert haette,  dass Claus  hinter seinem Geld her sei und er haette ihn ausserdem einmal zusammen geschlagen. Nun war es an Claus wuetend zu werden ob der Luegen, die Helmut verbreitet hatte. &#8220;Der hat doch ueberhaupt kein Geld&#8221;, schrie er wuetend, &#8220;der wollte doch sogar das Baby verkaufen.&#8221; Nach langem Hin und Her meinte Claus, dass er morgen den Boss vom Immigration Office ueber den &#8220;Umzug&#8221; von den Muellers nach Polomolok verstaendigen wuerde. Claus erzaehlte dann noch von den merkwuerdigen Angewohnheiten der Muellers und wuenschte Fritz viel Spass mit seinen neuen Hausgaesten.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhr Claus als erstes zur Immigration um dort Bescheid zu sagen, denn er wollte auf keinen Fall irgendwelche Nachteile erleiden, weil die Muellers sich abgesetzt hatten. Zum Glueck hatte das Immigration Office in GenSan auch Polomolok unter sich und der Boss meinte, man wuerde heute oder morgen dort hin fahren und dann wohl Naegel mit Koepfen machen, schliesslich haetten die Muellers kein gueltiges Visum. Am Nachmittag bekam Claus einen Anruf und wurde von den Leuten im Immigration Buero gefragt, ob er denn mitfahren wolllte um die Muellers abzuholen. Claus verneinte und so fuhren die Beamten ohne ihn los.</p>
<p>Um sechs Uhr abends kamen die Beamten bei Claus in der Wohnung vorbei. &#8220;Die Muellers sind verschwunden, die ganze Familie ist weg und sie haben etliche Gebrauchsgegenstaende geklaut und mitgenommen&#8221;, wurde ihm aufgeregt erzaehlt. &#8220;Niemand hat etwas gesehen und gehoert, aber wir haben sie nun offiziell zur Fahndung ausgeschrieben.&#8221;</p>
<p>Fortetzung folgt&#8230;.</p>

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		<title>Als zwei Adam und Eva spielten…. 4. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 09:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann &#8216;rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  &#8220;Schaut doch mal und denkt logisch,&#8221; sagte Claus, &#8220;der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Claus schwieg nach dieser Eroeffnung erst mal verbluefft fuer einen Moment um dann &#8216;rauszuplatzen, dass die Muellers wohl wieder in die Waelder gezogen sind.  Die Beamten vom Immigration Buero schauten unglaeubig, weil sich wohl keiner so recht vorstellen konnte, wie jemand freiwillig im Urwald leben wollte.  &#8220;Schaut doch mal und denkt logisch,&#8221; sagte Claus, &#8220;der Helmut hatte mir ja mitgeteilt, dass er in die Berge  zurueck wolle und die geklauten Gebrauchsgegenstaende deuten auch darauf hin&#8221;.  Die Frage war nur, wohin sie diesesmal gewandert sind. Damals war der Sueden von Mindanao noch voller Waelder und es gab viele Moeglichkeiten sich darin zu verlieren.  <span id="more-429"></span>Man vertagte sich erst einmal und wollte sich dann am naechsten Morgen im Office treffen, um zu beraten was man tun koenne.</p>
<p>In der Fruehe wurden im Buero der Immigration erst einmal ueberall Karten ausgebreitet und lang und breit diskutiert, wo die Muellers sich hin gefluechtet haben koennten.  Moeglichkeiten gab es viele z.B. von Polomolok zurueck nach GenSan und dann in die Berge suedlich von General Santos, oder oestlich davon, ebenso waere die Gegend um den Mount Apo von Kidapawan aus gesehen eine Moeglichkeit. Es haette aber auch zurueck Richtung Allah Valley gehen koennen, ja sogar das suedliche Bukidnon kaeme in Frage. &#8220;Also so kommen wir nicht weiter,&#8221; meinte Claus, &#8221; die koennten praktisch ueberall sein und wir sollten zuerst einmal die Jeepney Fahrer in Polomolok befragen und heraus finden, wer die gestern mitgenommen hat und wohin, das gaebe dann zumindest einen Anhaltspunkt.&#8221; Man einigte sich auf diese Variante und fuhr also los nach Polomolok. Dort an den Jeepney Haltestellen wurde man auch schnell fuendig, und es gab einige, die sich an die Muellers erinnern konnten. Als Langnase faellt man halt doch mehr auf. Allerdings wussten sie nur zu sagen mit welchem Jeepney die Muellers abgefahren waeren, aber nicht wo sie ausgestiegen waren und der Fahrer, der sie mitgenommen hatte, war unterwegs, sollte aber in 2-3 Stunden wieder in Polomolok sein. Da blieb nichts anderes als warten.</p>
<p>In der Tat kam der erwartete Fahrer nach weniger als drei Stunden in Polomolok an, war allerdings keine grosse Hilfe, da sie mit ihm nur zurueck nach General Santos gefahren waren. Da seien sie ausgestiegen und weiter wusste der Fahrer nichts zu berichten. Also fuhr die ganze Truppe von Immigration Beamten zusammen mit Claus zurueck und begannen nun in GenSan an den Jeepney Haltestellen und den Bus Terminals zu fragen. Auch hier liess der Erfolg nicht lange auf sich warten. Die Muellers waren in einen Bus nach Davao gestiegen. Zum Glueck war jener Bus auf dem Weg nach GenSan und wieder musste man warten, aber warten gehoert auf den Philippinen einfach dazu. Als der Bus ankam, erinnerte sich der Kondukteur nur all zu gut an die Familie Mueller und erzaehlte, dass die in Davao an der Kreuzung nach Bukidnon ausgestiegen seien. Damit ergaben sich nun zwei Moeglichkeiten. Entweder die Waelder im Hochland um Buda herum, oder eben weiter noerdlich, wobei es hier wieder schwieriger wurde, denn da gab es zuviele Moeglichkeiten. Man entschloss sich also in Buda zu suchen. Da das Immigration Buero kein Geld fuer solche Aktionen hatte, blieben die ganzen Kosten wie Sprit und Essen und vielleicht sogar Uebernachtungen an Claus haengen.</p>
<p>Am naechsten Morgen fuhren Claus, der Boss der Immigration und ein Mitarbeiter mit dem Auto von Claus in Richtung Davao und Buda. Auch hier waren sie in der Lage schnell wieder auf eine Spur der Muellers zu stossen, waren sie doch in einer Carenderia gewesen und dort aufgefallen, weil sie rohes, mitgebrachtes Gemuese verzehrt hatten. Allerdings verlor sich nun die Spur, denn keiner konnte sich erinnern wo sie nach dem Essen hingegangen waeren.  Eine Umfrage im Ort erbrachte nichts und auch die oertliche Polizei hatte keine Ahnung, versprach aber die Augen aufzuhalten. Unseren &#8220;Detektiven&#8221; blieb nichts anderes uebrig, als unverichteter Dinge wieder zurueck zu fahren.</p>
<p>Die Wochen vergingen und man hoerte nichts mehr von den Muellers und obwohl es die Mitarbeiter der Immigration anfaenglich beschaeftigt hatte, geriet es nun ein wenig in Vergessenheit, denn anderes, neueres und damit wichtigeres fiel an. Bis eines Tages eine Nachricht der Polizei aus  Buda auf den Tisch der Immigration flatterte.  Die hatte angeblich von Mitgliedern der NPA gehoert, dass in den Bergen von Davao del Norte ein paar verrueckte Auslaender mit Kindern campen wuerden.  Es war zwar eine Spur, aber eine sehr duenne. Diese Ecke war nicht besiedelt und nur vereinzelte Tribes hielten sich dort auf und es gab einige Lager der NPA dort. Eine Suche ohne genauere Angaben erschien sinnlos. Man bat die Polizei in Buda den genaueren Aufenthaltsort heraus zu finden.  Wieder herrschte wochenlanges Schweigen und die naechsten Nachrichten ueber die Muellers kamen dann aus einer ganz unerwarteten Ecke. Es schien so, als ob sich die Muellers nicht mehr bestaendig an einem Ort aufhielten sondern alle paar Tage weiterzogen. Vielleicht hatten sie Angst erwischt zu werden und sind deshalb mobil geblieben. Auf jeden Fall kamen nun die neuesten Nachrichten  aus der Gegend um San Fernando in Bukidnon. Hier wollte nun absolut niemand nachforschen, denn das war damals eine  Hochburg der NPA. Dort hatten die ihr Hauptquartier fuer das zentrale Mindanao.</p>
<p>Claus dachte lange nach und beschloss nach Valencia in Bukidnon zu fahren. San Fernando war nur etwa 30 Kilometer entfernt und er hatte einen guten Bekannten in Valencia, der dort Kagawad war. Moeglicherweise kannte der jemanden, der Beziehungen zur NPA hatte. In Valencia angekommen suchte Claus seinen Bekannten auf und erzaehlte ihm die ganze Geschichte.  Der meinte, dass er eine Menge Leute kenne, die Beziehungen haetten und sicherlich helfen koennten, die Muellers zu finden. Nach einigen Tagen begannen auch schon die Neuigkeiten einzutrudeln und aus denen ergab sich der Aufenthaltsort der Muellers nur zu genau. Die Mueller handelten mit einigen NPA Mitgliedern und bezahlten mit Reiseschecks, was bedeutete, dass sie nicht so mittellos waren, wie sie das den Menschen in GenSan  glauben machten. Claus bekam ein Angebot von einem Bekannten des Kagawad gegen eine &#8220;Eintrittsgebuehr&#8221; von 2000 Pesos an den Aufenthaltsort der Muellers gebracht zu werden. Er stimmte zu und zwei Tage spaeter waren sie in einem alten Jeep unterwegs in die Waelder. Die letzten zehn Kilometer mussten sie laufen. Der Guide der &#8220;Expedition&#8221; hatte zwei bewaffnete Maenner dabei, die den Marsch der Gruppe absicherten, da man sich ja mitten in NPA Gebiet befand. Als die Gruppe im &#8220;Camp&#8221; der Muellers ankamen, war die Ueberraschung riesengross. Helmut hatte sich nicht traeumen lassen dass sie gefunden wuerden, und er flehte Claus an, sie doch in den Waeldern zu lassen. Claus verneinte und so wurden die Muellers von den Bewaffneten gezwungen mit zurueck  zu kommen. Die Habseligkeiten der Muellers waren schnell gepackt und die Gruppe marschierte zurueck zum Jeep. Ohne weitere Zwischenfaelle kamen sie dort an und fuhren zurueck nach Valencia. Von dort rief er in der Immigration in GenSan an und die bestimmte,  die Muellers erstmals in die Obhut der Polizei zu uebergeben. Dort wurden dann bei der Durchsuchung der Familie ueber 10000 US Dollar in Reiseschecks gefunden. Claus fuhr dann nach General Santos zurueck.</p>
<p>Einige Tage spaeter wurden dann die Muellers zurueck nach GenSan gebracht und dort hatten die Medien einen &#8220;Field Day&#8221;. Helmut wurde befragt und der erzaehlte nun bereitwillig die ganze Geschichte. Am Ende des Interview sagte Helmut noch, dass er Claus  das &#8220;Zusammenschlagen&#8221; schon laengst vergeben haette.</p>
<p>Einige Tage spaeter waren die Muellers auf dem Rueckweg nach Deutschland.</p>

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