<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Phil-Life.net &#187; neidfaktor</title>
	<atom:link href="http://www.phil-life.net/tag/neidfaktor/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.phil-life.net</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 Jan 2012 09:44:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 1. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2009/10/12/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-1-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2009/10/12/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-1-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 06:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[aerger]]></category>
		<category><![CDATA[Barangay]]></category>
		<category><![CDATA[dole]]></category>
		<category><![CDATA[farm]]></category>
		<category><![CDATA[gemuese]]></category>
		<category><![CDATA[neidfaktor]]></category>
		<category><![CDATA[schiessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=185</guid>
		<description><![CDATA[Anfang der 90er Jahre hatten wir in Bukidnon begonnen eine Farm aufzubauen um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Schliesslich hatte die Bergbau Geschichte auf Dinagat in einem “Debakel” geendet – ohne unser Verschulden – und essen mussten wir;  zudem hatten wir zwei kleine Kinder zu ernaehren. Die Farm lief nach anfaenglichen Schwierigkeiten – koennte man als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang der 90er Jahre hatten wir in Bukidnon begonnen eine Farm aufzubauen um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Schliesslich hatte die Bergbau Geschichte auf Dinagat in einem “Debakel” geendet – ohne unser Verschulden – und essen mussten wir;  zudem hatten wir zwei kleine Kinder zu ernaehren.</p>
<p>Die Farm lief nach anfaenglichen Schwierigkeiten – koennte man als “Geburtswehen” bezeichnen – recht gut und der Bedarf stieg fast woechentlich. Da wir nicht alles selbst pflanzen konnten ohne die Uebersicht zu verlieren, hatten wir begonnen andere Farmer zu finanzieren. <span id="more-185"></span>Das hiess wir gaben ihnen Duenger, Chemikalien und Samen, und sie pflanzten fuer uns und bekamen den Erloes abzueglich der Investition und 1 Peso pro Kilo Finanzierungskosten.</p>
<p>Im Sommer 1993 stand bei einem unserer finanzierten Farmer die Broccoli Ernte an und wir gingen also nach der Ernte zu dem Farmer um unseren Broccoli abzuholen und gleichzeitig auch abzurechnen wie es ueblich war. Unser Preis war generell hoeher als die Preise der Haendler, die direkt von den Bauern zu “Farmgate Preisen” kauften. Trotzdem weigerte sich der Farmer uns das Produkt zu ueberlassen – er war uebrigens Igorot, die in Bukidnon haeufig zu finden waren, da sie seit Ender der 60er Jahre unter Marcos umgesiedelt worden waren – und wollte seine Ernte selbst nach Cagayan de Oro bringen. Dies verstiess natuerlich gegen die Abmachung, die wir hatten. Mein Schwager wurde ziemlich deutlich und wohl auch etwas lauter, ich selbst hielt mich zurueck, da man als “noergelnde Langnase” bei Filipinos keinen Blumentopf  gewinnen kann. Es dauerte keine fuenf Minuten, da kam der Barangay Captain – auch ein Igorot &#8211; aus seinem Haus gestuermt mit seiner Schrotflinte unter dem Arm. Er schrie: “What are you doing to my people?” und drueckte ab. Neben mir rauschten die Schrotkugeln ins Blattwerk des Mangobaumes unter dem wir verhandelt hatten.</p>
<p>Hallooooo wo sind wir denn?  Ich dachte der wilde Westen haette mich eingeholt.</p>
<p>Ein anwesender Kagawad, der eigentlich zum Schlichten gekommen war, stellte sich sofort vor mich und redete auf den Barangay Captain ein. Der zog nach einigem unverstaendlichen Geschrei samt seiner Schusswaffe ohne ein weiteres Wort ab. Die Verhandlungen mit dem Farmer nahmen nach diesem Vorfall ein schnelles Ende und wir schauten vorerst in die Roehre.</p>
<p>Das sollte aber nicht das Ende des Vorfalles sein, denn natuerlich eskalierte die Geschichte im Lauf der kommenden Wochen und Monate.. Daheim diskutierten wir  ueber das Geschehene und wollten das nicht auf uns sitzen lassen und einfach nur hinnehmen. Meine Frau ist eine “kaempferische Natur” und hatte sich ja im Fruehjahr 1991 schon mal kraeftig mit dem “Barangay Secretary” angelegt. Wir entschlossen uns zur Anzeige und fuhren noch am gleichen Nachmittag nach Lantapan zur Polizei, um das ganze vorlaeufig erst mal aktenkundig zu machen. Allerdings gingen wir nicht sofort zu einem Rechtsanwalt.</p>
<p>Wir  beschaeftigten damals ueber 80 Leute auf der Farm und nachdem der Barangay Captain von unserer Meldung bei der Polizei  gehoert hatte, fing er an unsere Mitarbeiter aufzuhetzen mit dem Ergebnis, dass eine Woche spaeter 23 unserer Arbeiter einfach aufhoerten ohne ein Wort zu sagen. Kamen eben einfach nicht mehr zur Arbeit. Sicherlich nicht richtig, aber aus deren Sicht – oder besser der Sicht des Barangay Captain &#8211; gesehen,  sehr effektiv.</p>
<p>Die Antwort auf die &#8220;Hetze&#8221;  kam dann auch in kurzer Zeit vom Arbeitsgericht in Malaybalay in Form einer Klage.</p>
<p>Zwei Tage danach waren wir wieder zur Auslieferung unseres Gemuese in Cagayan und dort gingen wir dann zu einem Anwalt, um die Anzeige in die Wege zu leiten. Es handelte sich dabei um Attorney Rabanes &#8211; auch als &#8220;Chop Chop Rabanes&#8221; bekannt, da er Zeugen vor Gericht regelrecht auseinander nahm.  Der bereitete die eidesstattlichen Versicherungen vor und fuhr mit uns nach Bukidnon, um auch die Aussagen der ganzen Zeugen zu hoeren und sogenannte “Affidavits” vorzubereiten. Zwei Tage spaeter mussten wir dann alle vor dem Staatsanwalt in Malaybalay erscheinen und unsere Aussagen dort wiederholen und beschwoeren. Die Angelegenheit war ins Rollen gekommen und sollte ein “Eigenleben” annehmen, das wir uns ueberhaupt nicht vorstellen konnten.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>
<p><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/11/neidfaktor-oder-%E2%80%9Caerger-auf-der-farm%E2%80%9D-2-teil/">Teil 2 hier lesen</a></p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/aerger/" title="aerger" rel="tag">aerger</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/barangay/" title="Barangay" rel="tag">Barangay</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dole/" title="dole" rel="tag">dole</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/farm/" title="farm" rel="tag">farm</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/gemuese/" title="gemuese" rel="tag">gemuese</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/neidfaktor/" title="neidfaktor" rel="tag">neidfaktor</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/schiessen/" title="schiessen" rel="tag">schiessen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2009/10/12/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-1-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 2. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2009/10/11/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-2-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2009/10/11/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-2-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 04:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[aerger]]></category>
		<category><![CDATA[Barangay]]></category>
		<category><![CDATA[dole]]></category>
		<category><![CDATA[farm]]></category>
		<category><![CDATA[gemuese]]></category>
		<category><![CDATA[neidfaktor]]></category>
		<category><![CDATA[schiessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=195</guid>
		<description><![CDATA[Einige Tage spaeter fuhren meine Frau, mein Schwager und ich nach Malaybalay zum ersten &#8220;Hearing&#8221; bei der DOLE. (Department of Labor and Employment sozusagen das philippinische Arbeitsamt) Als wir dort ankamen standen unsere &#8220;Ex-Mitarbeiter&#8221; zusammen mit &#8211; na wem?  jaaaa, dem Barangay Captain &#8211; vor dem Gebaeude und warteten auf den Beginn der &#8220;Verhandlung&#8221;. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Tage spaeter fuhren meine Frau, mein Schwager und ich nach Malaybalay zum ersten &#8220;Hearing&#8221; bei der DOLE. (Department of Labor and Employment sozusagen das philippinische Arbeitsamt) Als wir dort ankamen standen unsere &#8220;Ex-Mitarbeiter&#8221; zusammen mit &#8211; na wem?  jaaaa, dem Barangay Captain &#8211; vor dem Gebaeude und warteten auf den Beginn der &#8220;Verhandlung&#8221;. Wir gingen nach oben und warteten dort auf den dafuer vorgesehenen Baenken. Damals durfte man auch noch rauchen in oeffentlichen Gebaeuden, damit fiel das laestige gelegentliche nach draussen Rennen zum Rauchen weg. Kurze Zeit spaeter kam der Arbiter  (so eine Art Schiedsrichter aber am Ende auch Arbeitsrichter) und stellte sich vor.<span id="more-195"></span> Er fragte nach dem Klaeger und mein Schwager ging nach unten um den Leuten dort Bescheid zu sagen, dass es losginge. Die kamen nach oben und gingen alle in den Saal damit es beginnen koenne, aber ich hatte natuerlich sofort den ersten Protest parat:</p>
<p>&#8220;Was zum Teufel macht er hier?&#8221; fragte ich auf den Captain deutend. &#8220;Der Arsch hat mit der ganzen Sache ueberhaupt nichts zu tun!&#8221; und zeigte dabei deutlich meine Wut, was den Arbiter veranlasste, nach den Gruenden meiner Wut zu fragen, die ich ihm auch sehr &#8220;blumig&#8221; verklickerte und er zeigte &#8211; zu meiner Ueberraschung &#8211; Verstaendnis dafuer. Er forderte den Captain auf den Saal zu verlassen, was wiederum ihm Proteste entlockte. Er meinte, dass die Farm ja nicht mir, sondern meiner Frau gehoere und damit haette ich kein Recht bei der Verhandlung dabei zu sein.  Im Gegenzug verwiess ich auf mein Recht als Ehemann und im nu war das tollste &#8220;Shouting Match&#8221; im Gange. Der Captain schrie, der Arbiter schrie, ich schrie, mein Schwager schrie, einer der Arbeiter schrie, kurzum wir hatten in kuerze das &#8220;Hearing&#8221; in ein Chaos verwandelt.</p>
<p>Der Arbiter machte kurzen Prozess und warf den Captain und mich aus dem Saal. Der Captain grinste sich eins, ich mir auch und wir warteten geduldig auf das Ende der &#8220;Verhandlung&#8221;. Geredet haben wir natuerlich kein Wort miteinander.</p>
<p>Nach etwa einer Stunde kamen alle Beteiligten aus dem Saal und wir gingen in ein Restaurant zum Mittag essen. Dort erzaehlte mir meine Frau von den verschiedenen Anschuldigungen der Arbeiter wie &#8220;Underpayment of Wages, no Holiday Pay, no SSS&#8221; und noch einiges mehr. Natuerlich hatte meine Frau alles abgestritten, und der Arbiter verlangte von uns fuer das naechste Hearing zwei Wochen spaeter die Payroll um zu sehen, was da geschrieben steht Auch die Quittungen von der SSS sollten wir mitbringen.</p>
<p>Wir hatten gerade fertig gegessen, da betrat der Buergermeister (Mayor) von Lantapan das Restaurant. Einige Minuten spaeter kam er zu uns an den Tisch und fragte, ob wir die Klage nicht zurueckziehen koennten. Schliesslich war der Captain ja in derselben Partei mit ihm, und so musste er schon Unterstuetzung leisten. Unsere Antwort war kurz und buendig:  Nur wenn die Klage vor dem Arbeitsgericht zurueck gezogen wuerde und der Captain sich oeffentlich bei mir entschuldigen wuerde.  Der Mayor meinte, warum er sich denn entschuldigen sollte und was das  mit dem &#8220;oeffentlich&#8221; zu tun habe und ob das denn unbedingt sein muesse, worauf ich sagte, dass er ja auch &#8220;oeffentlich&#8221; auf mich geschossen habe und ich darauf bestehen wuerde. &#8220;Was?&#8221; fragte nun der Mayor verduzt. &#8220;Was heisst er hat geschossen?&#8221; und ich erzaehlte ihm die ganze Geschichte. Dem Mayor wurde die Geschichte vom Captain natuerlich so erzaehlt, dass einer meiner Leute geschossen haette. Nun ich hatte ja wegen des Hearings bei der DOLE die ganzen Unterlagen dabei und gab dem Mayor zwei der eidestattlichen Versicherungen zu lesen, beide waren nicht von Familienmitgliedern abgegeben worden. Das stellte ihn erst mal ruhig und er verabschiedete sich mit den Worten, er wuerde das mit dem Barangay Captain besprechen.</p>
<p>Beim zweiten Hearing vor dem Arbiter zwei Wochen spaeter blieben der Captain und ich draussen sitzen aber schon nach fuenf Minuten rief mich der Arbiter in den Saal. Er pruefte gerade die Payroll und da ich sie gefuehrt habe, hatte er einige Fragen an mich. Nachdem ich alles beantwortet hatte, pruefte er die Daten wegen Feiertagen und Sonntagen. Zum Glueck gab es damals nicht so viele Feiertage und wir hatten unsere Auslieferungen eh so gelegt, dass Sonntagsarbeit nicht noetig gewesen war. Als er fertig war, meinte er, er koenne keine Verletzungen des Arbeitrechtes erkennen und riet den Klaegern die Klage zurueck zu ziehen. Worauf die aber heftigst protestierten und behaupteten, dass die Payroll gefaelscht sei. Auf die Frage hin, ob sie Beweise haetten, meinte der Sprecher der Arbeiter &#8211; uebrigens ein Farmer, den ich frueher mal finanziert hatte und der mir heute noch 28500 Pesos schuldet &#8211; dass ihre einstimmige Aussage zu dieser Behauptung ja wohl Beweis genug sei. Das wiederum verneinte der Arbiter mit der Bemerkung, sie haetten die Payroll ja unterschrieben. Es ging hin und her und der Arbiter brach die Sitzung um 12 Uhr ab und setzte einen neuen Termin 3 Wochen spaeter.</p>
<p>Etwa zwei Wochen spaeter bekamen wir ueber Funk die Nachricht von unserem Anwalt, dass der Staatsanwalt die Klage wegen &#8220;Illegal Posession of Firearms&#8221; abgewiesen hatte, da die Waffe nicht vorgelegt werden koenne, aber die Klage wegen &#8220;Illegal Discharge of Firearms&#8221; akzeptiert worden war und ein Haftbefehl gegen den Captain ausgestellt worden war. Die Kaution war auf  6000 Pesos festgelegt worden. Die Logik dieser Entscheidung bleibt mir bis heute verborgen:  Wie kann es ohne Waffe eine Klage wegen &#8220;Illegal Discharge &#8221; geben oder umgekehrt wie es bei Zulassung der Klage eine Zurueckweisung der &#8220;Illegal Posession&#8221; geben konnte. Das verstehe nun wer will.</p>
<p>Wir waren nun neugierig, was der Captain und der Mayor &#8211; sein Spezi &#8211; als naechstes tun wuerden.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>
<p><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/10/neidfaktor-oder-%E2%80%9Caerger-auf-der-farm%E2%80%9D-3-teil/">Teil 3 hier lesen</a></p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/aerger/" title="aerger" rel="tag">aerger</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/barangay/" title="Barangay" rel="tag">Barangay</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dole/" title="dole" rel="tag">dole</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/farm/" title="farm" rel="tag">farm</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/gemuese/" title="gemuese" rel="tag">gemuese</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/neidfaktor/" title="neidfaktor" rel="tag">neidfaktor</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/schiessen/" title="schiessen" rel="tag">schiessen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2009/10/11/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-2-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 3. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2009/10/10/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-3-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2009/10/10/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-3-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 04:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[aerger]]></category>
		<category><![CDATA[Barangay]]></category>
		<category><![CDATA[dole]]></category>
		<category><![CDATA[farm]]></category>
		<category><![CDATA[gemuese]]></category>
		<category><![CDATA[neidfaktor]]></category>
		<category><![CDATA[schiessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=208</guid>
		<description><![CDATA[Bereits zwei Tage spaeter erschien der Barangay Captain vor Gericht um seine Kaution zu bezahlen um damit den Haftbefehl voruebergehend ausser Kraft zu setzen.  Wie wir spaeter erfuhren, hatte der Mayor das Geld vorgeschossen. Beim naechsten Liefertermin in Cagayan de Oro ging ich zu dem damals neu eroeffneten National Bookstore und kaufte mir den &#8220;Labor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zwei Tage spaeter erschien der Barangay Captain vor Gericht um seine Kaution zu bezahlen um damit den Haftbefehl voruebergehend ausser Kraft zu setzen.  Wie wir spaeter erfuhren, hatte der Mayor das Geld vorgeschossen.</p>
<p>Beim naechsten Liefertermin in Cagayan de Oro ging ich zu dem damals neu eroeffneten National Bookstore und kaufte mir den &#8220;Labor Code of the Philippines&#8221; um mich in den naechsten Tagen selbst auch genauer ueber die rechtliche Lage zu informieren. Wir hatten zwar &#8220;Chop Chop Rabanes&#8221; auf unserer Seite, aber ich haette eben selbst ganz gerne gewusst, was Sache ist.  <span id="more-208"></span>Beim genaueren Studium des Labor Codes fand ich ein interessantes &#8220;Gesetz&#8221;. Es war im Jahr 1989 von Cory implementiert worden und gab Unternehmen, die sich in laendlichen Gebieten niederliessen die Moeglichkeit Steuerfreiheit fuer 5 Jahre zu beantragen, solange der Antrag vor dem 14.12.1994 bei der DTI eingeht.  Auch alle Government Fees wie z.b. DTI (Department of Trade and Industries)  oder die Gebuehren fuer das Business Permit waren fuer diesem Zeitraum ausser Kraft gesetzt worden. Nun dachte ich mir, das ist ja mal was sehr positives und tanzte am naechsten Tag mit allen benoetigten Papieren zusammen mit meiner Frau in der Municipal Hall von Lantapan an.  Wie erwartet hatte dort keiner etwas von dem Gesetz gehoert, aber ich hatte den Labor Code dabei und der Cashier war gierig auf die Gebuehren von 1000 Pesos und meinte das DTI entscheidet das sowieso am Ende.  Wir bezahlten bei ihm die noetigen Gebuehren fuer das erste Jahr und warteten nun auf die Genehmigung. Tja Pustekuchen, der Mayor lehnte es ab &#8211; was er nicht durfte &#8211; aber seine Unterschrift wurde benoetigt, damit das DTI uns als CBBE (Countryside and Barangay Business Enterprise) eintragen konnte.  Und diese Unterschrift verweigerte er uns. Ueber Funk verstaendigte er uns, dass er in dem Moment unterschreibt, in dem wir die Klage gegen seinen &#8220;Punong Barangay&#8221; zurueck ziehen wuerden. Wollten wir nicht und ich dachte mir: &#8220;Dich krieg ich du alter Sack!&#8221;</p>
<p>Drei Wochen spaeter fuhr der Buergermeister zu einem Treffen aller Mayors in Manila und sollte fuer 10 Tage nicht hier sein. Der Cashier, der dem Mayor nicht gewogen war, sowie der Vice-mayor, der natuerlich fuer die kommenden Wahlen eigene Ambitionen hatte, waren unsere Schluesselfiguren in diesem Spiel. Wir fuhren also nach Lantapan, der Cashier brachte uns zum Vice-mayor und erklaerte es ihm, natuerlich ohne  zu sagen, dass der Buergermeister die Unterschrift verweigert hatte. Der Vice-mayor unterschrieb und &#8220;Bingo&#8221;, wir hatten was wir wollten. Als drei Wochen spaeter die Genehmigung vom DTI kam und ueber den Tisch des Mayors lief, war der natuerlich stinksauer, aber das war auch alles was er sein konnte, denn es war ein &#8220;done deal&#8221;.  Wir waren das erste CBBE Unternehmen in Lantapan und das zweite in Bukidnon, obwohl es das Gesetz damals fast schon vier Jahre  gab.</p>
<p>In den naechsten zwei Monaten gab es drei weitere Hearings, allerdings endeten alle wie &#8220;das Hornberger Schiessen&#8221; da die DOLE in Malaybalay eben nur zu schlichten versuchte und keine Befugnisse fuer eine definitive rechtliche Entscheidung hatte. Das muesste zu einem spaeteren Zeitpunkt vom Department of Labor and Employment in Cagayan gemacht werden, aber noch war der Arbiter nicht gewillt, den Fall weiterzuleiten. Das waere wie eine Aufgabe fuer ihn gewesen.</p>
<p>Dann kam der naechste Schuss vor unseren Bug. Der Buergermeister implementierte eine Ordinance nach der jeder fuer sogenannte &#8220;high valued crops&#8221; fuenf Pesos pro Kilo bei der Town abzuliefern haette. Natuerlich waren nur Produkte auf der Liste, die wir damals als einzige produzierten.  Alles klar?  Aber der gute Mayor hatte etwas wichtiges vergessen: Er vergass, dass das CBBE Certificate uns nicht nur von den Steuern befreite, sondern auch von allen anderen Gebuehren, die von irgendeiner Regierungsbehoerde erhoben werden, national wie lokal. Nun beim ersten Versuch am Checkpoint zu kassieren, praesentierten wir unser Zertfikat und es gab hitzige Diskussionen, bis der Mayor selbst kam und meinte solange wir nicht zahlen, koennen wir nicht passieren. Wir machten ihn darauf aufmerksam, dass wir ihn in die volle Verantwortung fuer alle entstehenden Schaeden nehmen wuerden, wenn er uns nicht passieren liesse. Zudem machte  ich ihm unmissverstaendlich klar, dass ich mich ueber ihn beim &#8220;Governor&#8221; beschweren werde, da er ja nun selbst bestehende Gesetze verletzen wuerde. Der Mayor wusste, dass ich dank Buttoy &#8211; einem sehr guten Freund &#8211; gute Beziehungen ins Kapitol hatte und  gab zaehneknirschend nach.</p>
<p>Die Zeit strich vorbei und es kam zum Arraignment im Municipal Trial Court von Lantapan, das erst alles unwichtigere erledigen sollte, bevor die Sache weiter ging an das Regional Trial Court in Malaybalay. Attorney Rabanes fand das etwas merkwuerdig, meinte aber, wir sollten deren Spiel vorerst mitspielen. Wie erwartet bekannte sich der Barangay Captain &#8220;nicht schuldig&#8221; und das war dann auch schon das erste Hearing in dieser Angelegenheit.</p>
<p>Durch das Fehlen von Arbeitskraeften &#8211; nur einige der alten waren uns treu geblieben darunter Bano, wohl unser loyalster Mitarbeiter neben Judith und Luisa und unserem &#8220;Agronom&#8221; &#8211; &#8220;importierte&#8221; meine Frau Arbeitskraefte aus ihrem Heimatdorf.  Die nicht klagenden Arbeitskraefte waren durch die Eskalation der Angelegenheit zwischen dem Captain und uns &#8211; aus Angst &#8211; der Arbeit ferngeblieben.  Bano war nun Vorarbeiter auf unseren Feldern in Victory und der Agronom war fuer die Pflanzungen in Maagnao verantwortlich. Allerdings waren die Arbeiter aus Dinagat mit der Landwirtschaft nicht sonderlich vertraut und mussten angelernt werden. Das  sollte uns das noch eine Menge Geld kosten.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>
<p><a href="http://www.phil-life.net/2009/10/09/neidfaktor-oder-%E2%80%9Caerger-auf-der-farm%E2%80%9D-4-teil/">Teil 4 hier lesen</a></p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/aerger/" title="aerger" rel="tag">aerger</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/barangay/" title="Barangay" rel="tag">Barangay</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dole/" title="dole" rel="tag">dole</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/farm/" title="farm" rel="tag">farm</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/gemuese/" title="gemuese" rel="tag">gemuese</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/neidfaktor/" title="neidfaktor" rel="tag">neidfaktor</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/schiessen/" title="schiessen" rel="tag">schiessen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2009/10/10/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-3-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neidfaktor oder “Aerger auf der Farm” 4. Teil</title>
		<link>http://www.phil-life.net/2009/10/09/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-4-teil/</link>
		<comments>http://www.phil-life.net/2009/10/09/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-4-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 05:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[aerger]]></category>
		<category><![CDATA[Barangay]]></category>
		<category><![CDATA[dole]]></category>
		<category><![CDATA[farm]]></category>
		<category><![CDATA[gemuese]]></category>
		<category><![CDATA[neidfaktor]]></category>
		<category><![CDATA[schiessen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.phil-life.net/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[Mit den neuen Mitarbeitern aus Dinagat lief anfaenglich alles sehr zaeh und wir konnten nicht genug Gemuese produzieren.  Bano produzierte zwar erstklassig in Victory aber unser Agronom baute nur Mist und es kam von seinem Ende einfach nicht genug. Man muss aber dazu wissen, dass unser Agronom Landwirtschaft studiert hatte, wogegen Bano nur die zweite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den neuen Mitarbeitern aus Dinagat lief anfaenglich alles sehr zaeh und wir konnten nicht genug Gemuese produzieren.  Bano produzierte zwar erstklassig in Victory aber unser Agronom baute nur Mist und es kam von seinem Ende einfach nicht genug. Man muss aber dazu wissen, dass unser Agronom Landwirtschaft studiert hatte, wogegen Bano nur die zweite Klasse Grundschule erreicht hatte und praktisch Analphabet war. Ein dickes Diplom muss nicht immer was taugen.  Aber Bano &#8211; ein Talaandig &#8211; hatte halt von klein auf immer auf Gemuesefeldern gearbeitet und wusste einfach was zu tun war.  So blieb uns nichts anderes uebrig als Gemuese zuzukaufen um zumindest unsere Kunden zufrieden zu stellen. Auf Neukunden Werbung verzichteten wir. <span id="more-216"></span></p>
<p>Wir hatten ja noch einiges finanziert aber es kam nun, was kommen musste, man gab uns nicht mehr was uns zustand. Raul, der sich zum Sprecher der klagenden Arbeiter aufgeschwungen hatte, verweigerte uns die Paprika Ernte und Pedro lieferte sein Kraut nicht mehr an uns, sondern brachte es selbst nach Cagayan de Oro City.  Wir beschwerten uns schriftlich beim 1. Kagawad &#8211; der Captain kam dafuer selbstverstaendlich nicht in Frage &#8211; und es gab auch ein Hearing, wobei Pedro und Raul der Meinung waren, sie muessten uns nichts geben, da wir uns ja mit dem Captain ueberworfen hatten und wenn sie lieferten, waere der auch sauer auf sie. Nun mit Pedro gab es eine Einigung, aber mit Raul nicht. Deswegen schuldet er uns immer noch die damalige Finanzierung, die wir natuerlich schon vor vielen Jahren abgeschrieben haben. Wir liessen Pedro sein Kraut nach Cagayan liefern, dort gab er uns was wir fuer unsere Kunden brauchten und den Rest wuerde er uns in bar bezahlen, was er auch gemacht hat. Sogar Wilson &#8211; ein Igorot -  der uns seit ueber zwei Jahren Sellerie geliefert hatte, machte einen &#8220;Seitensprung&#8221; nach Cagayan und bekam dort fuer seine Ernte nur 8 Pesos pro Kilo. Wir hatten ihm immer 35 Pesos bezahlt und er kam sehr schnell zurueck und belieferte uns weiter. Er war auch der einzige Igorot, der uns gegenueber dem Captain verteidigte.</p>
<p>Mit den neuen Mitarbeitern ging die Ernte zurueck und wir entschlossen uns zu verkleinern d.h. wr konzentrierten uns auf die Gemuesesorten, bei denen die Konkurranz am kleinsten war und der Bedarf am hoechsten. Alles andere wollten wir nicht mehr pflanzen sondern lediglich dazu kaufen.  Wir schickten also etliche der neuen Mitarbeiter heim und behielten nur diejenigen, die sich gut eingearbeitet hatten und natuerlich unsere loyale alte &#8220;Mini Crew&#8221; wie Bano, Luisa und Judith. Auch den Agronomen schickten wir nach hause, da seine leistung sein Gehalt in keiner weise rechtfertigte. Landvorbereitung wurde nur noch per Pakiaw Vereinbarung gemacht d.h. ein fester Preis wurde fuer die Arbeit ausgemacht und eine Frist zur Fertigstellung gesetzt. Gezahlt wurde nach Abnahme der geleisteten Arbeit. Das klappte soweit ganz gut.  Zwar verdienten wir doch um einiges weniger, aber es war genug um komfortabel zu leben und auch einiges auf die Seite zu legen.</p>
<p>Der Fall vor dem Arbeitsgericht  zog sich hin mit wenigstens zwei &#8220;Hearings&#8221;  pro Monat, an denen nur meine Frau und mein Schwager teilnahmen. Ich selbst ging nur gelegentlich mit. Nach der 13. Verhandlung gab der Arbiter auf und leitete die ganze Angelegenheit an das Regional Office in Cagayan weiter.  Zuletzt war nur noch Raul bei den Hearings erschienen &#8211; immer begleitet vom Capatain &#8211; der sich aber ansonsten geflissentlich zurueck hielt, auch im Dorf.</p>
<p>Es ging auf Weihnachten zu und vorerst hoerten wir vom Arbeitsgericht  gar nichts mehr.</p>
<p>Nach dem Arraignment des Captains folgten nun die 1. und 2. Pre-trial Konferenz,  in der Antraege der Anwaelte gehoert wurden usw,  aber es geschah nichts Wichtiges. Alles &#8220;duempelte&#8221; mehr oder weniger vor sich hin.  So gingen wenigstens Weihnachten und Neujahr friedlich vorbei und 1994 wuerde uns hoffentlich besseres bringen als das alte Jahr.</p>
<p>Im Februar war der erste Verhandlungstag angesetzt worden, aber hier wiederholte sich nur, was in Malaybalay schon geschehen war, die ganzen Unterlagen wurden geprueft, die Aussagen wurden gehoert, wobei aber nur 4 der 23 ueberhaupt nach Cagayan gekommen waren um ihre Aussage zu machen.  (Spaeter erfuhren wir, dass der Captain ihnen die Fahrt bezahlt hatte, sonst waere gar keiner gekommen) Das zog sich ueber Monate hinweg mit einem Hearing nach dem anderen.</p>
<p>Die  Zeugenaussagen fuer den Captain, die ueberwiegend von Leuten gemacht worden sind, die nicht dabei waren, beschraenkten sich in erster Linie darauf zu sagen, sie haetten keinen Schuss gehoert.  Klar hatten sie keinen gehoert, schliesslich waren sie nicht dabei gewesen. Der Kagawad, der sich vor mich stellte, behauptete in seinem &#8220;Affidavit&#8221;, dass er zu der Zeit auf seinem Feld gewesen war und sich alleine schon deshalb nicht vor mich stellen konnte.  Falschaussagen sind also gang und gaebe, auch vor Gericht, sind aber nach philippinischem Strafrecht auch unter Strafe gestellt.  Allerdings stellte die Richterin einige unangenehme Fragen an den Captain, der die Unterschiede in den Zeugenaussagen natuerlich nicht erklaeren konnte (wollte), da er ja wusste, dass seine Zeugen die Unwahrheit sagten.  &#8220;Chop Chop Rabanes&#8221; war recht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und meinte die Richterin sei wohl doch mehr geneigt unseren Zeugen zu glauben.</p>
<p>Der Arbeitsrichter in Cagayan de Oro sagte nach dem 23. Verhandlungstag (einschliesslich Malaybalay), dass es keine weiteren &#8220;Hearings&#8221;  mehr gaebe und er nun eine Entscheidung treffen wuerde, die uns schriftlich mitgeteilt werde. Im Sommer 1994 kam der Brief vom Arbeitsgericht und die Klage war &#8211; in allen Punkten &#8211; zurueck gewiesen worden.  Wir liessen das natuerlich sofort Judith und Luisa lesen und wussten, dass der Inhalt des Briefes in kuerzester Zeit von allen Betroffenen  zur Kenntnis genommen wuerde. Es dauerte auch keine 10 Minuten, da kam einer der alten Mitklaeger vorbei und entschuldigte sich und wollte wieder eingestellt werden. Allerdings hatten wir uns schon bei Einreichen der Klage entschieden, dass keiner von den 23 je wieder fuer uns arbeiten wuerde und sagten ihm das auch.  Einige lamentierten und meinten sie haetten das Angebot meiner Frau, das die beim 3. Hearing machte, annehmen sollen. Meine Frau hatte damals jedem Mitarbeiter 500 Pesos Abfindung angeboten, wenn sie die Klage zurueck zoegen.  Damit war dieses Kapitel des Streites zu Ende gegangen.</p>
<p>Bei der 3.  Pre-trial Konferenz passierte dann etwas unerwartetes. Der Captain entschuldigte sich in der Oeffentlichkeit der Verhandlung, bei der immer der Mayor und etliche andere lokale Politiker teilgenommen hatten, bei mir. Meine Frau, mein Schwager und ich berieten uns kurz und entschlossen uns die Klage zurueck zu ziehen, nicht weil wir vielleicht nicht gewonnen haetten, sondern weil wir &#8211; insbesondere ich &#8211; lieber Frieden im Dorf haetten. (Meine Frau dachte da viel philippinischer und fuer sie war das ganze noch nicht zu Ende) Der Captain entschuldigte sich ein zweites mal beim naechsten Barangay Meeting drei Wochen spaeter.</p>
<p>Der Captain und ich schuettelten uns die Haende und damit war der &#8220;Aerger auf der Farm&#8221; vorbei.  Allerdings wurde unser Verhaeltnis nie mehr so gut, wie es vorher gewesen war.</p>
<p>Einige Jahre spaeter, hatten wir dann von einem Kagawad erfahren, dass der Capain sehr neidisch auf uns war, kamen wir doch in die Berge von Lantapan ohne jede Erfahrung und pflanzten &#8211; von Anlaufschwierigkeiten abgesehen &#8211; erfolgreich Gemuese und verdienten gut dabei. Und er, der seit 1969 auf seiner Farm herum gewurschtelt hatte, konnte so gerade mal den noetigsten Lebensunterhalt sichern.</p>
<p>Damit duerfte sich auch die Ueberschrift dieser Erzaehlung erklaert haben.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/aerger/" title="aerger" rel="tag">aerger</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/barangay/" title="Barangay" rel="tag">Barangay</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/dole/" title="dole" rel="tag">dole</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/farm/" title="farm" rel="tag">farm</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/gemuese/" title="gemuese" rel="tag">gemuese</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/neidfaktor/" title="neidfaktor" rel="tag">neidfaktor</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/schiessen/" title="schiessen" rel="tag">schiessen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.phil-life.net/2009/10/09/neidfaktor-oder-%e2%80%9caerger-auf-der-farm%e2%80%9d-4-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

