03.August.2010

Ponyong in Bel-at 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Alle Erklaerungen, dass wir dringend zu einem Verletzten mussten halfen nichts, der Polizeichef bestand darauf und unterstrich seinen Anspruch durch wiederholtes Klopfen auf seine Pistole. Also marschierten wir zum Mayor. Dort geschah das gleiche wie sonst, der Mayor bruellte los was mir denn einfiele noch immer hier zu sein, ich haette schon laengst die Mine auf ihn ueberschreiben sollen. Ich wollte mir das einfach nicht mehr antun und drehte mich um und ging. Er befahl seinem Polizeichef mich festzuhalten, wobei ich mich umdrehte und sagte, dass wir sofort Klage einreichen wuerden wegen “illegal Detention”. Nun kam er erst in Fahrt und drohte zum erstenmal ganz offen,  dass ich wohl bald Haifutter werden wuerde, wenn ich nicht von hier verschwinden wuerde. Nun ich bin ja nicht aufs Kopferl gefallen und hatte mir in weiser Voraussicht ein Diktaphon beim letzten Besuch in Surigao gekauft, das natuerlich die ganze Zeit lief. Das zog ich nun aus der Tasche und winkte damit, wobei ich gleichzeitig meinte, dass ich ja nun alle Beweise haette um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Zum ersten Mal sah ich ihn sprachlos. (Aber leider war der Beweis voellig nutzlos, da die Aufnahme ohne sein Wissen gemacht wurde. So erklaerte es zumindest mein Anwalt.) (weiterlesen…)

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02.August.2010

Ponyong in Bel-at 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Ich bekam wohl den Schreck meines Lebens als Ponyong ueber die Kante des Pfades rutschte und in die Tiefe  fiel. Sein Schrei gellt heute noch in meinen Ohren, wenn ich daran denke.

Vorsichtig liess ich mich auf die Knie nieder, und schaute hinunter in die Schlucht. Etwa zehn Meter unter mir wuchs ein knorriger kurzer etwa zwei Meter grosser Baum, der an der Spitze abgebrochen war. Die Schlaufe von Ponyongs Umhaengetasche hatte sich dort verfangen und beide Arme fest um die Tasche gepresst hing Ponyong ueber dem Abgrund. Eine falsche Bewegung konnte die Schlaufe zum abrutschen bringen.

“Bist du ok?” rief ich hinunter.

“Ja soweit schon, aber ich weiss nicht wie lange ich mich halten kann” kam es zurueck. (weiterlesen…)

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29.Juli.2010

Ponyong in Bel-at 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Am naechsten Morgen verabschiedete ich mich von Ponyong, der nach Bel-at zurueck gehen wuerde um dort seine Arbeit zu machen, und ich fuhr mit Ramon nach San Jose. Dort angekommen erzaehlte ich meiner Frau vom Verhalten des Buergermeisters, und sie meinte nur, dass auch er, wie alle anderen, die schlechtes im Leben machen, eines Tages bezahlen muesse.

Eine Woche spaeter fuhr ich zurueck nach Loreto und wanderte mit Ramon nach Bel-at. Ich war noch keine zehn Minuten dort, da wurde ich vom Polizeichef von Loreto in unserer Huette abgeholt. Auf meine Frage, was das solle, meinte er, dass der “Mayor” hier sei und mit mir reden wollte. Ich forderte Ponyong auf mich zu begleiten. Der schnappte sich seine M16 und wollte mitkommen, was wiederum der Polizeichef untersagen wollte. Ich meinte, dass ich nicht mitgehen wuerde ohne Ponyong und angesichts der M16 hatte der Chef wohl kaum eine Wahl. (weiterlesen…)

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28.Juli.2010

Ponyong in Bel-at 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Sicher erinnert ihr euch alle noch an Ponyong aus der Geschichte “Der Auftrag”. Damals war er ja sozusagen eine Art “Gegner”, der mich um die Ecke bringen sollte. Spaeter nahm er sich oft frei vom Militaer, was bei seinem Job einfach mit einer “Mission Order” abgedeckt wurde, um sich bei uns ein Zubrot zu verdienen.

Im Februar 1988 waren drei Negritos, die man in Surigao als Kongking bezeichnete,  mit Chromerzproben von Bel-at gekommen und hatten sie zum analysieren da gelassen. Als ich zwei Wochen spaeter das Ergebnis der Analyse bekam, dachte ich mich trifft der Schlag. Solches Erz sollte es eigentlich gar nicht geben. Mit 62-66% Chromgehalt, duerfte es das beste Erz der Welt sein. Wir machten also einen Trip nach Bel-at zusammen mit den Negritos um uns alles anzusehen. Das war zu dieser Jahreszeit nicht einfach, denn der Nordostmonsun blies, und es war unmoeglich mit dem Boot hinzufahren. Wir fuhren also nur bis Loreto und von dort aus war eine achtstuendige Wanderung nach Bel-at angesagt. (weiterlesen…)

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26.März.2010

Ponyong – Der Auftrag 5. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Wir waren etwa 20 Minuten zu Hause als Ponyong zusammen mit einem anderen etwas juengeren Filipino bei uns ankam. E r stellte den juengeren Mann als “Jun” vor und meinte, dass dessen Gegenwart sehr wichtig sei. Ich fragte Ponyong nach seiner Waffe und bat ihn diese bis zum Verlassen des Hauses den beiden Polizisten zu uebergeben, was er auch ohne Widerspruch machte.

Dann begann er zu erzaehlen und kam auch gleich zur Sache: “Es ist ja allgemein hier bekannt, dass ich auch Auftraege annehme, wenn es darum geht, jemanden zu “entfernen”.

“Was meinst du mit “entfernen,” fragte ich und er bat mich ihn erst einmal alles erzaehlen zu lassen und dann zu fragen. (weiterlesen…)

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25.März.2010

Ponyong – Der Auftrag 4. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Frustriert machte ich mich am naechsten Morgen auf die Rueckfahrt. Das ganze war eine Metzgersfahrt geworden und es haette mich schon interessiert, wie alles zusammenhaengt.

Als ich in Surigao City ankam, war es bereits vier Uhr geworden und das letzte Boot nach San Jose war schon weg. Ich musste also in Surigao uebernachten und checkte ins Tavern Hotel. Damals existierte der Bay Walk noch nicht und das Hotel lag direkt am Meer. Das Restaurant war ueber das Wasser gebaut und auch ohne Aircon sehr luftig und angenehm. Das Essen war damals besser als heute. Zwar in erster Linie chinesich, aber es war wenigstens nicht alles suesslich so wie heute. (weiterlesen…)

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24.März.2010

Ponyong – Der Auftrag 3. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Ponyong schaute auf, sah Inday und rief ueberrascht: “Was hast du denn mit ihm zu schaffen?”

“Das ist mein Mann,” antwortete Inday “und ich moechte wissen, warum du ihn verfolgst und heute Nacht hier aufgetaucht bist?”

“Was? Dein Mann? Meinst du das im Ernst?” kam Ponyongs Gegenfrage.

Ich unterbrach und fragte: “Wer ist das denn?”

“Ein Cousin von der Seite meiner Mutter,” kam die Antwort. (weiterlesen…)

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21.März.2010

Ponyong – Der Auftrag 2. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Das Wochenende war vorbei und wir fuhren diesesmal mit dem Boot nach Boa, wo wir an der Pazifikkueste ebenfalls Chromerz produzierten. Der Tag verlief ohne weitere Zwischenfaelle, aber auf dem Rueckweg trafen wir unterwegs ein Pumpboot, auf dem der Unbekannte war und schnell sein Gesicht mit einem Tuch verbarg. Da ich ihn ja schon gesehen hatte, vermutete ich, dass er sich vor Pedro versteckte. Ich schloss nun daraus, dass es jemand war, der auf Dinagat zumindest manchen Leuten bekannt war.

Am naechsten Tag ging es dann zurueck nach Dona Helene, da dort eine groessere Lieferung eingetroffen war aus den Bergen und bezahlt werden musste. Unser Manager dort hatte nicht mehr genug Bargeld. (weiterlesen…)

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20.März.2010

Ponyong – Der Auftrag 1. Teil


von Kai | Kategorie Erlebnisse

Es war im September 1988 gewesen, als mir ein Mann auffiel, der mir zu folgen schien. Damals waren wir heftig im Chromerzbergbau aktiv und hatten 14 Plaetze auf Dinagat Island, an denen wir von eigenen sowie freien Bergleuten, das Erz kauften, lagerten und bei entsprechenden Mengen nach Cagayan de Oro an Horizon Trading lieferten, die das Erz dann exportierten. Das erste Mal machte mich Gorio in San Pablo auf den Mann aufmerksam, mir war er damals noch nicht aufgefallen. Ich dachte mir nur, dass wird wohl ein Beauftragter eines Konkurrenten sein, der sich nach neuen Plaetzen zum Erz einkaufen umschaut. Beauftragt war er schon, aber auf eine ganz andere Art und Weise, als ich es mir vorstellen konnte. Aber ich will der Geschichte hier ja nicht vorgreifen….. (weiterlesen…)

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