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	<title>Phil-Life.net &#187; reisebericht</title>
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		<title>Rundreise um Cebu herum….. 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 06:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen machten wir uns auf die Socken weiter Richtung Sueden. Moalboal war unser Ziel und von dort stammte auch Dodongs Familie. Die Fahrt nach Moalboal fuehrte durch viele kleine Ortschaften und die Strasse war damals zum groessten Teil noch unbefestigt. In Moalboal angekommen checkte ich in Pacitas Nipa Huts ein, wo die Ciottages [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen machten wir uns auf die Socken weiter Richtung Sueden. Moalboal war unser Ziel und von dort stammte auch Dodongs Familie. Die Fahrt nach Moalboal fuehrte durch viele kleine Ortschaften und die  Strasse war damals zum groessten Teil noch unbefestigt. In Moalboal  angekommen checkte ich in Pacitas Nipa Huts ein, wo die Ciottages damals noch fuer den  Preis von 120 Pesos zu haben waren. Dodong verabschiedete sich fuer eine  Weile, da er seine Grossmutter besuchen wollte.Ich lief ein wenig in Panagsama herum &#8211; das ist der Touristenortsteil von Moalboal &#8211; und es gab jede Menge Restaurants und Pensionen. Von richtigen Hotels konnte man weniger sprechen. Es gab auch noch sehr viel Sand am Panagsama Beach, der spaeter vom Taifun Ruping 1990 ausgewaschen worden war. Abendessen gab es in einem der zahlreichen Restaurants am Strand. Da es nicht Saison war, war nicht viel los und ich war der einzige Gast in dem Seafoodrestaurant am Meer.<span id="more-2702"></span></p>
<p>Am naechsten Morgen kam Dodong recht frueh, da wir verschiedenes ansehen wollten. Zuerst fuhren wir Richtung White Beach, aber die Strasse ging noch nicht sehr weit und wir mussten ein ganzes Stueck laufen. Der White Beach war wunderschoen, aber noch total unerschlossen. Es gab keine Resorts; ja noch nicht mal die sonst so haeufigen Picknikhuetten, die man oft an schoenen Straenden findet. Mir war es klar, dass dieser Strand eines Tages  Resorts und Touristen beheimaten wuerde. Danach fuhren wir in den Ort und von dort aus ueber eine sehr schmale und ungeteerte Strasse in die Berge. Etwa 500 Meter vom Ort aus gesehen kam das letzte Haus. Es ging von dort aus bestimmt noch 10 Kilometer in die Berge von Cebu und wir bogen einige Male vom Hauptweg ab. Dann parkten wir den Jeep und liefen etwa 200 Meter am Fusse einer senkrechten Felswand entlang, die bestimmt etwa 50 Meter aufragte und zum Teil ueberhing. Es war typisches Karstgebiet. Spaeter hoerte die Felswand auf und vom Ende liefen wir etwa 100 Meter Richtung Osten und standen vor einer riesigen Doline, die etwa 30-40 Meter tief war und einen Durschmesser von mindestens 60 Meter aufwies. Unten am Grund waren viele runter gerollten Steinbloecke, aber die eine Seite war frei von Geroell und dort konnte man einen groesseren Hoehleneingang sehen. Die Doline war schon sehr beindruckend und ich als alter Spelunker waere am liebsten abgestiegen, aber ich hatte keinerlei Ausruestung dabei und ohne Seile ging da gar nichts. Alleine sowieso nicht. Ich fand das schon sehr bedauerlich.</p>
<p>Nach der Rueckfahrt zur Kueste ging es weiter zu den Kawasan Falls in Badian. Wir parkten das Auto bei der Kirche und liefen von dort Richtung Wasserfaelle. Weit und breit gab es keine Huette und keine Menschen. Als wir an den Faellen ankamen, badeten wir im kristallklaren Wasser. Hinter den Faellen gab es eine Hoehle und natuerlich schwammen wir hinein und setzten uns auf die Felsen hinter dem Wasserfall. Wir waren total alleine und es war wunderschoen. Anschliessend stiegen wir einen Pfad an der Seite des Wasserfalles nach oben. Dort gab es eine Art ausgewaschenen Kanal zwischen den einzelnen kleineren Faellen und wir rutschten den Kanal wie bei einer Art Wildwassersurfing herunter, immer darauf bedacht nicht zu nahe an den grossen unteren Fall zu kommen, denn sonst waeren wir hinab gerauscht. Das wollten wir nicht.</p>
<p>Auch auf dem Rueckweg begegnete uns kein Mensch. Die naechste Nacht verbrachten wir bei der Grossmutter in Alegria, bei der Dodong schon die vorige Nacht gewesen war. Die Grossmutter war ueberaus freundlich und bewirtete uns mit sehr gutem Seafood.</p>
<p>Am naechsten Morgen ging es weiter entlang der Ostkueste Richtung Sueden. Dieser Teil der Kueste ist wunderschoen und man hat eine tolle Aussicht nach Negros hinueber, das immer naeher zu kommen schien, je weiter wir nach Sueden fuhren. In Santander assen wir in einer kleinen Carenderia zu mittag und fuhren dann an der Westkueste wieder hoch nach Norden. Dieses Mal uebernachteten wir im Argao Beach Club, den es damals noch gab und der zu den Luxusresorts im Lande zaehlte. Dementsprechend teuer war er dann auch. Nach der Edsa Revolution war der Beach Club geschlossen worden. Als ich 2010 dort vorbei kam, wurde der Beach Club wieder her gerichtet.Das Essen dort war auf jeden fall ausgezeichnet und abends sassen wir an der Bar mit Blick auf das Meer.</p>
<p>Leider ging es am naechsten Tag dann zurueck nach Cebu und unsere Inselrundfahrt war viel zu schnell zu ende gegangen.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		<title>Rundreise um Cebu herum&#8230;.. 1. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 02:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war auf meiner ersten Philippinenreise gewesen, damals 1985, als Marcos noch Praesident war, es aber im &#8220;Untergrund&#8221; schon brodelte. Hier koennt ihr ueber die Reise nachlesen, aber die Rundreisedetails gibt es nur an dieser Stelle. Wie schon erzaehlt, hatte Dodong einen Owner Type Jeep und hatte mir ja angeboten, mit diesem Auto mich ueberall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war auf meiner ersten Philippinenreise gewesen, damals 1985, als Marcos noch Praesident war, es aber im &#8220;Untergrund&#8221; schon brodelte. <a href="http://www.phil-life.net/2010/06/02/damals-meine-erste-philippinenreise/" target="_self">Hier </a>koennt ihr ueber die Reise nachlesen, aber die Rundreisedetails gibt es nur an dieser Stelle.</p>
<p>Wie schon erzaehlt, hatte Dodong einen Owner Type Jeep und hatte mir ja angeboten, mit diesem Auto mich ueberall hinzufahren auf Cebu. Wir hatten eine Rundreise ausgemacht und wenige Tage nach meiner Ankunft ging es los. Da es meine erste Reise auf die Philippinen war, war das alles absolutes Neuland fuer mich. Wir fuhren also los Richtung Norden und machten unseren ersten laengeren Stop in Danao. Natuerlich hatten wir vorher hie und da schon angehalten zum fotographieren, bedauerlicherweise gibt es keine Fotos mehr von dieser Reise. Waren alles Dias gewesen, und die hatten die Ameisenangriffe auf den Philippinen nicht ueberlebt. Etliche Tausende von Dias von meinen verschiedenen Reisen sind diesen &#8220;gefraessigen Biestern&#8221; zum Opfer gefallen.<span id="more-2697"></span></p>
<p>Danao ist die &#8220;Gun Hauptstadt&#8221; auf den Philippinen und viele Handfeuerwaffen bekannter Marken, werden hier nachgebaut und zu Spottpreisen &#8220;verhaemmert&#8221;. Dodong kannte dort einen Gun Smith und so bekam ich Gelegenheit den Leuten bei der Arbeit ein wenig zuzusehen. Fast alles wurde in Handarbeit gemacht, da wurde gefeilt und gesaegt, dass es eine wahre Freude war. Und die fertigen Waffen sahen zumindest neu den Orginalen verblueffend aehnlich und funktionierten tadellos. Das ganze wurde in etlichen Hinterhofwerkstaetten, die ueber die ganze Gemeinde verstreut waren, gemacht. Hier assen wir auch in einer Carenderia zu Mittag und ich ass zum erstenmal Sampaena und Guso. (Sampaena ist ein Gericht aus Schweineblut mit klein geschnittenen Innereien drin und Guso ist ein Salat aus &#8220;Sea Weeds&#8221;)</p>
<p>Es ging weiter Richtung Bogo und hinter Danao sah man auf der linken Seite sehr schoene Kalkfelsen. Nachdem wir Sogod passiert hatten, kamen wir in ebenes Land, auf dem damals sehr viel Zuckerrohr angebaut wurde. In einem Barangay kurz vor Bogo kamen wir in ein Dorf und Dodong steuerte das Haus vom Barangay Captain an. Der war nicht zu Hause sondern bei einem Hahnenkampf und so bekam ich Gelegenheit, so ein &#8220;blutiges Gemetzel&#8221; zu sehen. Ehrlich gesagt, das ganze war nicht mein Fall, aber es ist eben eine einheimische Tradition und als Besucher sollte man es schon einmal gesehen haben. Nicht nur der Kampf als solches ist interessant, sondern das ganze drum herum gibt noch viel mehr her. Faszinierend sind die &#8220;Wettannehmer&#8221;, die man Christos nennt, denn die machen alles aus dem Gedaechtnis. Wie die sich jede einzelne Wette und die dazu gehoerige Person merken koennen, ist schon erstaunlich.</p>
<p>Der Hahn vom Captain hatte seinen Kampf gewonnen und neben einem kleineren Geldbetrag, ging auch der Verlierer in seinen Besitz ueber. Allerdings nur einbeinig, denn das abgeschnittene Bein bekam der &#8220;Gaffer&#8221; (das ist der Mann, der fuer die Vorbereitung des Hahnes sorgt, die Messer anbindet und waehrend dem Kampf in der Arena ist.) Den Verlierer haben wir dann als Tinola Manok (Huehnersuppe mit Gemuese) zum Abendessen bekommen.Spaeter am Abend gab es Tuba, das ist ein Wein aus der Bluete der Koksonuss, und ehrlich gesagt, der war nicht so nach meinem Geschmack. Aber die anwesenden Pinoys haben kraeftig &#8220;gesoffen&#8221;. Uebernachtet haben wir beim Barangay Captain und ich hatte das Gefuehl, dass jemand anderes fuer mich sein Bett raeumen musste.</p>
<p>Am naechsten Morgen gab es ein typisch philippinisches Fruehstueck mit Reis, Spiegelei und Corned Beef und danach fuhren wir weiter nach San Remigio und von dort an der Ostkueste entlang Richtung Sueden. Ab Tuburan wurde es wieder bergig und in Balamban entschlossen wir uns zu uebernachten, da es dort eine Pension gab. Aber was fuer eine Pension. Das Badezimmer war auf dem Gang, die &#8220;Zimmer&#8221; waren Kaninchenstaelle, gerade gross genug fuer das Bett und es gab weder Matratze noch Bettzeug sondern nur die uebliche geflochtene Schlafmatte. Zudem warnte uns der Besitzer ueber starke NPA Taetigkeiten und wir moegen uns bitte nicht wundern, sollte es nachts mal krachen. (Es hatte nicht geknallt) Da es erst nachmittags war, liefen wir ein wenig im Ort herum und wurden von einem aelteren, katholischen Priester angesprichen, der uns auch zum Abendessen in sein Haus einlud.</p>
<p>Am Abend kam ein juengerer Priester um uns in der &#8220;Pension&#8221; abzuholen. Wir gingen zum Haus des Priesters, das nur ein wenig von der Kirche weg gelegen war und dort war schon alles vorbereitet mit gedecktem Tisch und sogar einer Flasche Wein. Das Essen war einfach, mit Fisch in verschiedenen Varianten, etwas Gemuese und natuerlich dem obligatorischen Reis. Nach dem Essen sprachen wir ueber alles moegliche unter anderem wurde unser &#8220;Glauben&#8221; ausgelotet und wir diskutierten im besonderen auch ueber die NPA. Dabei stellte sich heraus, dass beide Priester zumindest NPA Sympathisanten waren, wobei ich aber auf  Grund der Argumentation den Eindruck hatte, dass der junge Priester eher ein Mitglied war, da seine Ansichten schon sehr nach hartem Kommunismus klangen. Auch die Empfaengnisverhuetung war ein Thema, wobei es mich ueberraschte, dass beide dafuer waren, solange die verwendeten Mittel keine Abtreibung herbei fuehren wuerden. Das hatte mich dann doch ueberrascht, insbesondere wenn man an den Widerstand der Kirche in den heutigen Tagen denkt. Da bekommt man das Gefuehl, dass die Kirche scheinbar &#8220;rueckwaerts&#8221; marschiert. Aber die beiden begruendeten ihre Ablehnung der paepstlichen &#8220;Antiverhuetungsdoktrin&#8221; sehr logisch. Nach etlichen anderen interessanten Themen bedankten wir uns bei den beiden und gingen gegen elf Uhr.  Der junge Priester begleitete uns und brachte uns  in die Pension zurueck.</p>
<p>Am naechsten Morgen wurden wir vom Pensionsinhaber gefragt, wie es denn war? Er meinte, dass wir Glueck haetten noch zu leben, schliesslich seien die beiden NPA. Es war also allgemein bekannt, dass die beiden Priester die NPA unterstuetzten. Aber Dodong meinte, dass das alles nicht so schlimm sei mit der NPA. Dem wollte ich zwar nicht widersprechen, aber zu dieser Zeit war die NPA noch ziemlich agressiv und in etliche Massaker von Zivilisten verwickelt gewesen. Insoweit konnte ich die &#8220;himmlische Unterstuetzung&#8221; in Balamban nicht ganz nachvollziehen.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Adams &#8211; Apayao</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 10:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Adams ist ein kleiner Ort im Norden der Kordillieren und kann am besten von der Kueste aus erreicht werden. Bis 1918 liegt die Geschichte des Ortes im Dunkeln, aber wie die Legende erzaehlt, sind die Kuestenbewohner vor &#8220;Piraten&#8221; in das Landesinnere geflohen und haben dort ein schoenes Tal gefunden, in dem sie sich niederliessen. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Adams ist ein kleiner Ort im Norden der Kordillieren und kann am besten von der Kueste aus erreicht werden. Bis 1918 liegt die Geschichte des Ortes im Dunkeln, aber wie die Legende erzaehlt, sind die Kuestenbewohner vor &#8220;Piraten&#8221; in das Landesinnere geflohen und haben dort ein schoenes Tal gefunden, in dem sie sich niederliessen. Da alles wie Wild, Fische und Fruechte im Ueberfluss vorhanden war, nannte man das Tal &#8220;Karayan ni Adan&#8221;, was soviel wie &#8220;der Fluss von Adam&#8221; bedeutet in Gedenken an Adam im Paradies. Im Laufe der Jahre wurde der Name zu Adams &#8220;verquatscht&#8221;. Der Fluss nennt sich heute Bolo River.</p>
<p>Die meissten Einwohner gehoeren ethnischen Minderheiten an; unter ihnen findet man unter anderem auch Apayao, Ifugao und Kankana-ey, sowie andere Igorots. Aber die Ureinwohner &#8211; heute in der Minderheit &#8211; sind Tinggian und sprechen auch die gleichnamige Sprache. Da es sehr viele verschiedene Sprachen in dieser Ecke gibt, dient Ilocano als Mittelsprache, die von allen auch als zweite Muttersprache angesehen wird.<span id="more-2198"></span></p>
<p>Geschichtlich taucht Adams dann 1918 zum ersten Mal aus der Versenkung auf. In dieser Zeit wurde das Dorf Adams von der Town Bangui abgetrennt und zur Municipality erhoben. Lustig war, dass es ein einziges Barangay in dieser Town gab, eben  Adams. Heute hat Adams 1600 Einwohner und gehoert damit zu den kleinsten Municpios des Landes. Ansonsten gibt es von Adams aus historischer Sicht nichts zu vermelden.</p>
<p>Die Infrastruktur ist miserabel. Die Zufahrtsstrassen sind unbefestigt und waehrend heftigen Regens oftmals nicht zu befahren, es gibt nur wenige Bruecken trotz zahlreicher Fluesse und man muss 0efter furten, und das naechste Krankenhaus ist 50 Kilometer entfernt in Bangui, das durch sein Windkraftwerk bekannt wurde.</p>
<p>Als wir 2008 bei Edna und Wolfi in Cadaanan in ihrem wunderschoenen Haus am Meer waren, haben die beiden uns das als Tagesausflug empfohlen.</p>
<p>Wir fuhren also auf einer&#8221; Rough Road&#8221;, die aber anfaenglich recht gut zu fahren war  in die Berge hinein. Die Strasse fuehrte in einem Flusstal entlang und war landschaftlich  wunderschoen und nach jeder Kurve gab es was neues zu sehen.</p>
<p>Vor Adams gibt es fuer Fussgaenger zwei Haengebruecken und fuer Autofahrer zwei sehr wacklige Bruecken mit aufgelegten, unbefestigten Planken  oder man faehrt bei Niedrigwasser durch den Fluss. Bei der ersten Durchfahrt waehlten  wir den Fluss, bei der zweiten dann die Bruecke, da die Furt durch einen LKW,  der dort gewaschen wurde, verstellt war.</p>
<p>In Adams fragten wir dann zuerst nach dem View Point und den Wasserfaellen und wir nahmen uns einen einheimischen Fuehrer. Wir fuhren dann aus Adams  raus weiter in Richtung Sueden in die Berge hinein und nach ca. 2 Kilometern parkten wir den Wagen um zum View Point hoch zu laufen. Der war nicht wie gewohnt eine Plattform mit guter Aussicht, sondern  einfach verschiedene Stellen auf dem Bergipfel, von denen man eine  herrliche Aussicht hatte, unter anderem leider auf groessere Brandrodungsgebiete. Schade dass Kaingin (Brandrodung) immer noch in manchen Teilen des Landes betrieben wird. Allerdings mussten wir vor dem Aufstieg zu den View Points eine Weile warten, weil die lokale Polizei da oben gerade Schiessuebungen machte und wir hoerten es immer wieder krachen. Auch  nachdem wir aufstiegen und oben waren wurde weitergeschossen, aber  nicht mehr in unsere Richtung.</p>
<p>Die Weiterfahrt zu den Wasserfaellen endete erst einmal in einem  winzigen Dorf, wo sich unser Guide wiederum einen Fuehrer holte, da er den genauen Weg selbst auch nicht kannte. Danach  fuhren wir auf einer  sogenannten &#8220;Strasse&#8221;,  die sich bald in einen Pfad verwandelte  soweit wie es eben ging. Dabei mussten wir drei Fluesse durchqueren wovon die  letzten beiden wieder mal am Limit des machbaren waren, die letzte war wegen der Kurveneinfahrt und der extremen Stroemung auch ein wenig Angst  einfloessend. Nach der letzten Durchquerung ging es noch ein paar  hundert Meter weiter und dann war auch der Pfad zu Ende, beziehungsweise  zu schmal zum  weiter fahren. Wir liefen los und der Weg sollte etwa noch 30 Minuten  lang sein, nur schien das mit dem Zeitgefuehl alles nicht so  zu klappen, denn im Verlauf des Weges wurden die dreissig Minuten zu 2-3 Stunden. Wegen der draeuenden Regenwolken entschlossen wir uns zur Umkehr, denn bei Regen kaemen wir nicht mehr ueber die Fluesse, diese  koennen dann innerhalb einer halben Stunde ueber 1,5 Meter tief sein an der Furt.</p>
<p>Etwa 50 Minuten spaeter waren wir wieder in Adams und prompt kam der  erste Schauer. Eine Stunde spaeter regnete es wie aus Kuebeln.</p>
<p>In Adams assen wir in einer &#8220;Waitingshed Karaoke Bar&#8221; einige Bananen und  unsere Damen wollten singen, also  wurde mal ein wenig  gesungen. Im Bolo River waren Kinder am Baden und sie sprangen von einem etwa 8-10 Meter hohen Felsen in den Fluss.</p>
<p>Gegen 4.30 am Nachmittag war dann die Rueckfahrt in stroemenden Regen  geschafft und der wurde etwas weniger nach der Ankunft an der Kueste.</p>
<p>Und dann waren wir wieder bei Wolfi und Edna angekommen. Das Abendessen war wie immer &#8220;allerste Sahne&#8221; und abends schliefen wir nach  einigen<acronym title="San Miguel Bier die wohl bekannteste Biermarke der Philippinen."> SMB</acronym> ganz besonders gut.</p>
<p>Cadaanan, der Heimatort von Edna, liegt an der Kreuzung nach Adams. (ist leider nicht auf dem Kartenausschnitt)</p>
<p>Wer dort oben im Norden weilt, sollte einen Ausflug nach Adams einplanen, denn landschaftlich lohnt es sich, da man ueberall noch viel unverdorbene Natur sehen kann. Wer keine Auto hat muss eben eines oder zwei der Habal Habal (Mietmotorraeder mit Fahrer) mieten um dort hin zu kommen.</p>
<p>Fuer die Fotos: <a href="http://www.phil-life.net/galerie/?album=5&amp;gallery=49" target="_self">hier klicken</a></p>
<p><img src="http://i35.tinypic.com/n36oi1.jpg" border="0" alt="" /></p>

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		<title>Die Westkueste der Zamboanga Halbinsel</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 08:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
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		<description><![CDATA[Als wir am Vortag in Labason (Zamboanga del Norte) angekommen waren, hatten wir im Haus am Meer uebernachtet mit moderaten Preisen von 600 Pesos einschliesslich Klimaanlage und TV. Das Hotel liegt sehr schoen an einem tollen Strand und es  lohnt sich durchaus, einige Tage zu bleiben. Man sollte nur darauf achten, dass die Eigentuemer dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir am Vortag in Labason (Zamboanga del Norte) angekommen waren, hatten wir im Haus am Meer uebernachtet mit moderaten Preisen von 600 Pesos einschliesslich Klimaanlage und TV. Das Hotel liegt sehr schoen an einem tollen Strand und es  lohnt sich durchaus, einige Tage zu bleiben. Man sollte nur darauf achten, dass die Eigentuemer dort sind, da man sonst ausserhalb zum Essen gehen muss und da die Pension nicht im Ort liegt, koennte es Probleme mit dem Transport geben.</p>
<p>Am naechsten Morgen nach dem Kaffee trinken, unterhielten wir uns mit unserer freundlichen  &#8220;Vermieterin&#8221; und sie riet strengstens von der geplanten Route auf den alten Kuestenstrassen ab. Es sei  &#8220;delicado&#8221; wie sie sich ausdrueckte, und meine Frau meinte, wir  sollten doch besser nach Liloy zurueck fahren, aber ich sagte ihr, dass Zamboanga del Norte seit laengerer Zeit keine negativen Schlagzeilen  machte und es daher wohl okay sei. Zuerst tankten wir und der Tank war  wie in CDO ein Viertel voll und es gingen 54 Liter hinein dann stand der Diesel am Rand. <span id="more-2002"></span>Das war klar der Beweiss, dass wir in CDO beim Tanken  beschissen worden waren, denn dort waren es 65 Liter gewesen. Wir fuhren los, ohne zu wissen,  dass ein recht anstrengender und ermuedender Tag vor uns liegen sollte. Lasst es  mich vorweg sagen: Wenn Palawan &#8220;the last frontier&#8221; ist, dann fallen  mir fuer diesen Teil Zamboanga del Nortes keine Superlativen mehr  ein. Es war einfach fantastisch und das trotz der Probleme, die wir  unterwegs bekamen.</p>
<p>Bis Gutalac war alles sehr einfach. Die Strasse war teilweise  &#8220;rough road&#8221;, aber so gut in Schuss gehalten, dass man problemlos 80  fahren konnte. So manche geteerte Strasse laesst das nicht zu. Zwischendurch gab es gut ausgebaute betonierte Stuecke und selbst Busse  fahren nach Gutalac. Einige hundert Meter hinter Gutalac wurde es  dann interessant: Die Strassenbreite schrank auf eine Spur mit  gelegentlichen Ausweichplaetzchen und der Verkehr ging fast auf null  zurueck,  d.h. ein gelegentliches Motorrad und sonst nichts.</p>
<p>Die Aussicht in den Bergen war fantastisch. Die Strasse  ging mal rauf und  dann wieder runter mit sehr vielen Kurven und auch mit etlichen  groesseren Steinen und Loechern in der Strasse insbesondere an den An  -und abstiegen. Nach einer Weile ging es laenger bergan und wir  kamen an eine Gabelung. Wohin nun?  Die Bewohner eines Hauses einige Meter in an der   rechten Seite der Abzweigung sollten uns weiterhelfen. Da waren  einige Leute und die meinten, es waere zwar ein bisserl weiter die rechte Strasse zu nehmen, aber es ginge immer an der Kueste entlang und  waere wunderschoen.</p>
<p>Also nahmen wir den rechten Weg und bereits nach etwa zwei Kilometer ging es steil bergab. Es sollte noch viele Male bergauf und  bergab gehen, da es sich hier um Steilkueste mit vielen kleinen Buchten  handelte. Aber wie es bergab ging? Irgendwo lag das Gefaelle bei dreissig Grad  mit  vielen grossen Steinen und bis zu einem halben Meter tiefen Fahrfurchen. Die Aussicht aenderte sich praktisch nach jeder Kurve,  und der Vierradantrieb war fast immer im Einsatz, oft auch  der Gelaendegang und die Differentialsperre, die bei mir nur von aussen  einstellbar ist, weil sie nachtraeglich eingebaut wurde.  (muss ich  nach der Rueckkehr unbedingt aendern)</p>
<p>So fuhren wir durch diese fantastische Landschaft, wo man stellenweise  bei guten 30 Grad Steigung nur im 1. Gelaendegang hochkriechen konnte,  weil es in der normalen Getriebeuebersetzung nicht zu schaffen war. Grosse Steine zwangen uns zu abenteuerlichen Ausweichmanoevern. Gelegentlich  mussten wir Steine wegraeumen, und wenn ich mir im nachhinein die Bilder ansehe, sieht das viel harmloser aus als es war. Verkehr? Absolut keiner! In den kleinen Doerfern, durch die wir kamen,  staunten die Menschen, dass ein Auto kam. Alle waren freundlich,  lachten und winkten und mit manchen unterhielten wir uns ein paar Minuten. Gemaess ihren Informationen kommen hier zirka drei Autos im Jahr vorbei.</p>
<p>An einer Stelle war ein Erdrutsch verantwortlich, dass die Strasse  unpassierbar war und wir mussten die Boeschung runter in den Fluss fahren und  auf der anderen Seite bei einer Steigung von bestimmt 40 Grad wieder hoch.  Ich dachte, da  kommen wir nie rauf, aber mein Ford kroch zwar im Schneckentempo aber  stetig die 10 Meter Boeschung wieder nach oben. Kurz darauf  begegnete uns ein Raupenbagger, der zur Reparatur dort hin unterwegs war. An  einer anderen Stelle  gab es einen zwei Meter langen Road Slip und an  der abgebrochen Stelle waren zwei Planken hingelegt worden und auch da  kamen wir drueber.</p>
<p>Wir brauchten fuer die 17 Kilometer ueber vier Stunden! Gut dass wir  um 7 Uhr morgens aufgebrochen waren. Endlich waren wir in Baliguian angekommen. Von dort an war die Strasse nach Siocon schon ein  bisserl besser. Zumindest kam der Allrad nicht mehr zum Einsatz. In Siocon assen wir dann zu Mittag in der einzigen Carenderia am Ort im Busbahnhof. Wir bezahlten 98 Pesos fuer zwei einschliesslich Softdrinks. Dort unterhielten wir uns ueber die weitere Route, schliesslich  wollten wir weiter an der Westkueste Zamboangas fahren bis nach Zamboanga City. Aber die Strasse suedlich von Siraway sei fuer Autos nicht befahrbar, sondern nur fuer Motorraeder und auch die haetten Probleme. So wurde uns das zumindest erklaert. Mit dem was ich heute nach unseren Reisen so weiss, wuerde ich nicht mehr darauf hoeren und trotzdem fahren. Im schlimmsten Fall muesste man dann eben umkehren. Erst ab Sibuco sei die Strasse wieder befahrbar. Also sollten wir  die alte Strasse nach Tongawan nehmen, die sei zwar nicht besonders sei, aber im allgemeinen doch recht gut. Insbesonders wenn man bei der Mine ankommt und deren Privatstrasse begaenne. Also fuhren wir auf dieser Strasse, die eine einzige Katastrophe war. Tiefste Schlagloecher eins nach dem  anderen &#8220;erschuetterten&#8221; das Auto. Einen Grader hatte diese Strasse bestimmt seit 5 Jahren nicht gesehen. Als wir  dann am Wachhaeusschen der Mine ankamen, erfuhren wir, dass wir eine Erlaubnis braeuchten und das dauerte mindesten 4-5 Stunden unter Umstaenden auch den ganzen Tag. Wir sollten doch besser auf der  alten Strasse ueber Mamang weiterfahren.</p>
<p>Wir fragten den Waechter nach dem Zustand und er meinte, er wuesste es nicht; es sei  seit 10 Tagen schon kein Auto mehr gekommen.Wir dachten uns, dass   wir es mal versuchen.  Zuerst ging es den Berg hoch: Immer hoeher ging es hinauf, bis wir  praktisch einige Meter unter den Berggipfeln entlang fuhren . Die Strasse fuehrte um  die Berge &#8216;rum teils in unmoeglichen Kurven und immer hatten wir den Abgrund auf einer Seite  und Berg auf der anderen. Gelegentlich ging es auch durch  wunderschoene Hochwaelder und da kam dann eine extrem kritische Stelle. Auf etwa  100 Meter Laenge versank der weg im Matsch. Die Furchen waren ueber  einen halben Meter tief. Auf der rechten Seite schien festerer Boden zu sein, aber ein tiefes Loch, durch das man durch musste, und in  diesem Loch blieben wir stecken. Ich hatte noch vor dem Loch die Differentialsperre zugeschaltet und so blieb mir wenigstens ein Schlammbad  erspart und nach langem hin und her fahren bekam ich den Wagen rueckwaerts  wieder aus dem Loch heraus, allerdings hatte sich das Abweisblech der Bullbar beim raus fahren verfangen und die Bullbar an einer Seite  abgerissen. Da das nur eine reine Verzierung aus Plastik war, brach  sie auch noch an drei Stellen und ich habe sie dann notduerftig  festgebunden. Wir schlugen dann mit der Bolo (hatten wir natuerlich dabei) viele Straeucher und  kleine Baeume ab und warfen sie in das Loch. bis es voller Geaest war. Diesmal klappte die Durchfahrt auf Anheb. Zwei Kilometer weiter war ein Militaerposten. Auch der  sagte uns, dass seit 10 Tagen keine Auto mehr vorbei kam, weil ein Isuzu Forward in einem riesen Loch hinter der Bruecke etwa 10 Kilometer von  hier festsass. Ob die Strecke wieder frei war, wusste er nicht.</p>
<p>Also ging es wieder mal wieder ins Ungewisse hinein. Ich scherzte  schon,dass wir wohl bei dem Soldaten uebernachten muessen, aber  nachdem wir die Bruecke ueberquert hatten, sahen wir einen Grader und  eine Strassenwalze schon fleissig an der Arbeit. Einige Kilometer  weiter waren wir dann in Mamang, einem Dorf bestehend aus zirka 20 Haeussern.</p>
<p>Von dort ging es dann zuegig zur Suedkueste weiter und bei Tupilac  stiessen wir endlich auf den Highway dreissig Kilometer weiter  nordoestlich als bei der Privatstrasse. Nun ging es recht  schnell auf sehr guten Strassen,  aber alle zwei Kilometer mussten wir eine Strassensperre im Slalom  durchkurven: Army, mobile Truppe, <acronym title="Department of Environment and Natural Resources - philippinisches  Amt für Umweltschutz"> DENR</acronym>, PNP, LTO, Comelec und was weiss  ich noch alles. Die sollen halt ihre Checkpoints zusammenlegen, dann  waere es nicht ganz so laestig.</p>
<p>Um 7.30 &#8220;liefen&#8221; wir dann in Zamboanga  City ein und das erste Pension House  (Blue Pearl in der Veterans Avenue) wurde unser Heim fuer die Nacht. Es kostete zwar nur 500 Pesos fuer die Nacht, ist aber geschenkt noch zu teuer; schmutzig und voller abenteuerlicher Gerueche. Am naechsten Morgen zogen wir  dann um.</p>
<p>Wir waren muede, ich ganz besonders nach 160 Kilometern &#8220;rough road&#8221; und  dann nochmal 130 Kilometer Highway zum Teil nur mit echter Allraderfahrung machbar, ging aber trotzdem noch in den KFC um uns ein Abendessen zu holen. Um 10 Uhr schnarchten wir dann bereit vor uns hin.</p>
<p>Zu den Fotos: <a href="http://www.phil-life.net/galerie/?album=2&amp;gallery=46" target="_self">Hier klicken</a></p>
<p><a href="http://i35.tinypic.com/27yogmb.jpg" target="_blank"><img src="http://i35.tinypic.com/27yogmb.jpg" border="0" alt="" width="498" height="600" /></a></p>
<p>zwischen gutalac und dicolom&#8230;..berge und die see&#8230;.</p>

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		<title>Die Abra – Kalinga Road – Luzon 3. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 13:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Luzon]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen standen wir recht frueh auf und gingen zuerst runter zum Restaurant, um Kaffee zu trinken. Wir stiegen die 120 Stufen hinunter, nur um heraus zu finden, dass die Eigentuemerin nach Tabuk gefahren war und das Restaurant fuer zwei Tage geschlossen sei. Wir schauten nach einer Carenderia, aber es gab keine. Auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen standen wir recht frueh auf und gingen zuerst runter zum Restaurant, um Kaffee zu trinken. Wir stiegen die 120 Stufen hinunter, nur um heraus zu finden, dass die Eigentuemerin nach Tabuk gefahren war und das Restaurant fuer zwei Tage geschlossen sei. Wir schauten nach einer Carenderia, aber es gab keine. Auf dem Rueckweg kamen wir dann an einer Baeckerei vorbei, und die freundliche Eigentuemerin lud uns auf einen Kaffee ein. Dazu moechte ich erwaehnen, dass uns nirgendwo in den Kordillieren Neskaffee serviert wurde. Hier trinkt man nur aufgebruehten Kaffee. Je nachdem wird er aehnlich wie bei uns gebrueht, oder aber auf &#8220;tuerkische Art&#8221;. Wobei er immer recht stark war.</p>
<p>Wir hatten eine sehr nette Unterhaltung mit ihr ueber die Umstaende hier in der Gegend. So hielten sich die Staemme hier fuer gewoehnlich aus Stammesfehden und sonstigen Streitereien heraus. <span id="more-1941"></span>Es gibt andere Staemme, wie zum Beispiel die Budbud, die sind bei jeder Streiterei und jedem Kampf dabei.</p>
<p>Anschliessend gingen wir auf die Dachterasse der Polizeistation, von der man eine herrliche Sicht hat und machten dort noch einige Fotos.</p>
<p>Danach packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Die Strasse war nicht ganz so eng wie der Saltan Abschnitt gestern, aber schmal war sie allemal und die  Seiten der Strasse hatten keinerlei Abgrenzungen. Der Weg fuehrte praktisch mitten durch die Reisterassen. Den Hang hinunter waren tausende, ebenso wie den Hang hinauf. Im Gegensatz zu Banaue, sahen wir Reis in allen Wachstumstufen. Vom frischen Setzling im silbrig glaenzendem Wasser, ueber die saftig gruenen Reispflanzen im vollen Wuchs, bis hin zu den leuchtend gelben reifen Pflanzen waren alle Farbschattierungen verteten.</p>
<p>Die Fahrt ging vorbei an Wasserfaellen, die auf die Strasse prasselten, oder ueber die Strasse abliefen, bis wir schliesslich am Balbalan Gate ankamen, ein natuerlicher Felsdurchbruch, durch den die Strasse wie durch eine Hoehle fuehrte. Das war natuerlich ein tolles Fotomotiv und wir hielten uns dort auch eine Zeit lang auf. Nun hatten wir auch manchmal Gegenverkehr, der in erster Linie aus Jeepneys bestand. Gelegentlich trafen wir auch auf einen Truck. Privatfahrzeuge sahen wir ueberhaupt keine. (Wir hatten seit Ba-ay ueberhaupt kein privates Fahrzeug mehr gesehen.) Reisterassen waren allgegenwaertig auf den ersten Kilometern und wir sahen so manches Dorf inmitten dieser Terassen.</p>
<p>Nnach vier Stunden Fahrzeit kamen wir in Lubuagan an und lunchten im Pines Inn, wo wir freudig begruesst wurden. Nun mussten wir  natuerlich  erzaehlen, wo wir ueberall gewesen sind und hielten  uns  etwas laenger  auf als wir wollten. Aber auf der Herfahrt vor einem knappen Monat hatten wir dort uebernachtet und die Leute waren sehr, sehr freundlich gewesen.</p>
<p>Die Strecke von Lubuagan nach Tinglayan waren wir ja schon gefahren;   allerdings wegen der Verspaetung durch den Erdrutsch war es   nachmittags geworden und wir hatten Regen und Nebel und sahen nicht allzuviel. Aber diesesmal erblickten wir die zum Teil sehr tiefen Abgruende   hinunter ins Tal,  so dass uns im nachhinein schon ein bisserl anders   wurde, wenn man bedenkt, dass wir vorher nur wussten es geht hinunter, aber   wir hatten wegen des Regens und der Wolken keine Ahnung wie tief es wirklich gewesen war. (Das waren mindestens 500 Meter und mehr)</p>
<p>Uebrigens war der Erdrutsch, der uns auf der Hochfahrt aufgehalten hatte,  total wegeraeumt worden, was eher  unueblich  ist. Normalerweise wird die Oberflaeche nur soweit begradigt,  dass man  drueber fahren kann, das heisst es gibt bei jedem Landslide eine Art Rampe zum  hochfahren und eine zum wieder runterfahren.</p>
<p>Als wir gegen fuenf Uhr in Tinglayan ankamen fing es wieder an zu regnen.  Wir   schliefen einmal mehr  in der &#8220;Sleeping Beauty&#8221;,  unserem &#8220;minus sechs Sterne Hotel&#8221;  und da wir diesmal ein Zimmer mit Fenster und Bad bekamen (das  war  damals belegt), habe ich ihnen einen Stern gutgeschrieben, so dass es  nun  nur noch &#8220;minus fuenf Sterne sind&#8221;.  (der gute Samariter war wegen Renovierung  noch immer geschlossen)</p>
<p>Es regnete bis spaet in die Nacht und da es keinen Internetzugang  gab,  lasen wir ein wenig und waermten uns mit Tee mit Rum.</p>
<p><img src="http://i36.tinypic.com/51579k.jpg" border="0" alt="" /></p>
<p>Zu den Fotos: <a href="http://www.phil-life.net/galerie/?album=5&amp;gallery=44" target="_self">Hier klicken</a> Bitte beachten, es sind insegsamt fuenf Seiten Fotos fuer diesen Bericht</p>

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		<title>Die Abra – Kalinga Road – Luzon 2. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 08:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Luzon]]></category>
		<category><![CDATA[philippinen]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>
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		<description><![CDATA[2. Tag Unterwegs&#8230;.. Am naechsten Morgen waren wir um acht Uhr gestiefelt und gespornt und machten uns auf den Weg die beruechtigte Abra-Kalinga Road zu fahren. Das sueffisante Laecheln einiger Pinoys, die wir bezueglich der Strasse befragt hatten, verhiess eigentlich nichts gutes. Es war uns aber durch eine Auskunft bekannt, dass man Balbalan erreichen koennte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2. Tag Unterwegs&#8230;..</strong></p>
<p>Am naechsten Morgen waren wir um acht Uhr gestiefelt und gespornt und  machten uns auf den Weg die beruechtigte Abra-Kalinga Road zu fahren. Das sueffisante Laecheln einiger Pinoys, die wir bezueglich der Strasse befragt hatten, verhiess eigentlich nichts gutes. Es war uns aber durch eine Auskunft bekannt, dass man Balbalan erreichen koennte und das war ja nun nicht allzuweit von Lubuagan. Und ich glaubte mich zu erinnern, dass ich auf dem Weg nach Norden einen Jeepney gesehen haette, bei dem als Route Tabuk &#8211; Balbalan angeschrieben war. Aber wir wollten uns nicht den Mut abkaufen lassen.  Wie weit wir kommen wuerden, oder wo eine Uebernachtung anstand wussten wir nicht. Es war uns nur klar, dass es weder Hotels noch Pensionen geben duerfte.</p>
<p>Bis Lagangilang war die Strasse geteert und wir kamen zuegig voran. <span id="more-1933"></span>Im Ort machten wir dann eine Kaffeepause, da wir zum Fruehstueck in der Diocoese nichts bekommen hatten. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es weiter und etwa 10 Kilometer hinter Lagangilang begann die Piste. Anfaenglich war sie breit und gut in Ordnung gehalten, so dass selbst der seltene Gegenverkehr keine Probleme bereitete.  Man konnte also ohne Schwierigkeiten 50-60 km/h fahren. Aber je weiter wir in die Berge vorstiessen, um so schlechter wurde die Strasse. Es war zwar noch nichts, was sich mit den ueblen Pisten in Zamboanga del Norte vergleichen liesse, aber wir mussten langsamer fahren. Es gab etliche Abzweigungen, die meist nicht ausgeschildert waren, und so mussten wir fragen, ob wir uns auf der richtigen Strasse befinden. Wobei uns die meisten unglaeubig anschauten, wenn wir unser Ziel erwaehnten. Aber niemand gab weiter reichende Erklaerungen ab. Aber ein Mann meinte, dass wir sicherlich bald umkehren wuerden, denn das sei einfach nicht zu machen. Nun wir haben ja schon des oefteren erlebt, dass nicht alles was Filipinos fuer &#8220;unmachbar&#8221; hielten auch so sei.</p>
<p>Wir passierten die Abzweigung nach Malibcong und kurz darauf liess die Qualitaet der Strasse gewaltig nach. Sie war zur Einbahnstrasse geworden und es gab kaum Ausweichstellen. Die Oberflaeche war mit Steinen uebersaet und tiefe Loecher und Rinnen praegten das Strassenbild. Wir waren in Kalinga!</p>
<p>Die Berge um uns herum ragten nun immer hoeher auf, aber der Strassenverlauf erreichte nie die Hoehe wie weiter suedlich bei Bontoc oder auf dem Halsema Highway, allerdings waren die Abgruende immer noch tief genug, einem Angst einzujagen.</p>
<p>Endlich kamen wir in Upper Saltan an und meinten, dass, wir das meiste des Weges hinter uns hatten. Das Mittagessen war ausgefallen, da es nirgendwo eine Carenderia gab, So kauften wir einige Dosen Sardinen und verzehrten die mit dem suessen Pinoy Brot. Dort in Upper Saltan fragten wir auch wie lange es noch dauern wuerde bis nach Balbalan. Drei bis vier Stunden war die Antwort. Wir wunderten uns, denn wir waren ja schon 3/4 des Weges gefahren. Die Weiterreise beantwortete unsere Frage bezueglich der Dauer.</p>
<p>Nach einiger Zeit kam ein Tor, das die Strasse versperrte. Wir hielten an und schauten uns um, dann oeffneten wir das Tor, fuhren durch und verschlossen es hinter uns. Ich vermutete, dass es ein Cattle Gate (Viehgatter?) war. Wir kamen nun ins Flusstal des Saltan River. Der ist bei einigen spezialisierten Wildwasserfahrern gut bekannt. Zudem hatten wir den Fluss an der Einmuendung in den Chico River auf der Hochfahrt gesehen. Dort fiel er durch die gravierenden Unterschiede in der Farbe des Wassers auf. Die Strasse stieg nun an und bald fanden wir uns auf einem Weg, der gerade so breit war wie das Auto. Rechts war ein &#8220;Arschleckerl&#8221; Platz, und links auch eines. Bei den engen Kurven sah ich zum Fenster hinaus, um sicher zu stellen, dass die Reifen auf der Strasse blieben. Links checkte meine Frau, damit wir nicht an der Felswand entlang schrappten. Ich war so aufs Fahren konzentriert, dass ich ueberhaupt nicht mehr an das Fotographieren dachte. Man haette sowieso nicht austeigen koennen, dafuer fehlte der Platz. Ausweichstellen waren selten und wir hofften, keinen Gegenverkehr zu haben. Das Glueck blieb uns auch treu diesbezueglich. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit in diesem Abschnitt lag bei 5-10 km/h und selbst das erschien manchmal zu schnell in Anbetracht der 300-400 Meter tiefen Abgruende auf der linken Seiteund das ohne Befestigungen. Die Aussicht war entlang der gesamten Fahrt oberhalb des Flusstales einfach grandios. Wir kamen nun an eine Stelle, wo sich die Strassenbaufirma keinerlei Muehe gemacht hatte, die Strasse hier zu bauen. Es gab dort eine natuerlich gewachsene Felsplatte, die tiefe Querfurchen zur Talseite hin aufwies und zudem mit etwa 20 Grad zum Fluss hin geneigt war. Meine Frau und unsere beiden Begleiter &#8211; ihr wisst ja, der Fotograph mit Freundin &#8211; stiegen aus und liefen zu Fuss ueber die etwa 40 Meter lange Felsplatte. Zum Glueck regnete es nicht, denn bei Regen haette ich noch mehr Schiss da rueber zu fahren als ich sowieso schon hatte. Ich legte den Gelaendegang ein, aktivierte die Differentialsperre und fuhr langsam los. Das Auto kroch ueber die Felsplatte aber es rutschte nicht seitlich weg. Davor hatte ich echt Angst gehabt.</p>
<p>Nach dieser Engstelle ging es genauso schwierig weiter wie die ganze Zeit schon. Wir waren alle vier sehr still und zum Fotos machen hatte keiner so richtig Bock. So krochen wir im Schrittempo dahin und endlich&#8230;.endlich war es geschafft und wir fuhren raus aus dem Flusstal. Die Strasse war nun etwas breiter und bald darauf kamen wir an eine Abzweigung. Dort war ein uraltes Schild, das eine Abzweigung nach Tabuk anzeigte. Nun das war ja nicht unser Ziel, aber wir wussten nicht welche der beiden Moeglichkeiten nach Balbalan fuehrten. Wir schauten uns um, aber da war niemand weit und breit, den man fragen koennte. Wir hoerten Stimmen und tatsaechlich 10 Minuten spaeter kamen Leute den Berg hoch auf die Strasse. Wir fragten und erfuhren, dass die Strasse nach Tabuk schon seit Jahren nicht mehr befahrbar sei. Wir muessten als erst einmal rechts den Berg hoch fahren nach Pantikian und von dort waeren es nur noch acht Kilometer nach Balbalan.</p>
<p>Ich liess meinen Begleiter fahren, aber er kam nicht gut mit dem Auto zurecht und so uebernahm ich wieder das Steuer, obwohl ich nach der anstrengenden Fahrt ganz schoen muede war. Es begann zu regnen und wir beschlossen, in Pantikian nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit zu schauen, sollte es nicht aufhoeren. In Pantikian angekommen fragten wir einige Leute und ein junger Gay bot uns an bei ihm zu schlafen. Aber nun hoerte es auf zu regnen und wir beschlossen den Rest der Strecke auch noch zu fahren. Wir bedankten uns und fuhren los. Die Strasse war weiterhin sehr schmal und hier begegneten wir unserem ersten Gegenverkehr seit etwa fuenf Stunden. Ein Motorrad kam des Weges.</p>
<p>Uebrigens haben uns auf der ganzen Strecke Wasserfaelle begleitet. Wir sahen sie aus der Naehe, einige aus der Ferne und einige prasselten sogar auf die Strasse.</p>
<p>Balbalan Willkommen stand auf einem Schild. Wir waren angekommen und suchten erst einmal die Polizeiwache auf. Es gab ein Resthouse der Gemeinde dort und wir hatten nun Zimmer fuer die Nacht. Nur dreihundert Pesos pro Doppelzimmer wurden verlangt. Die Zimmer waren gross und sehr sauber. Aircon benoetigte man bei der Hoehenlage ganz sicher nicht. Nach dem Check-in unterhielten wir uns mit den Polizisten. Die waren sehr erstaunt zu hoeren, dass wir von Bangued kamen. Sie meinten, dass diese Strecke seit Jahren wohl von keinem Touristen befahren worden waere, wenn ueberhaupt jemals. Ausser mit Motorraedern zu fahren, gilt sie als zu gefaehrlich fuer Autos. Sogar der Jeepneyverkehr war aufgegeben worden, nachdem einige in der Tiefe gelandet waren.</p>
<p>Hier vorab nun ein kleines Fazit zur Abra – Kalinga Road: Oft habe ich im Internet und  gelegentlich auch in diversen  Foren gelesen, dass das Befestigen des Halsema Highways schade sei, denn nun sei es kein Abenteuer mehr auf dieser Strasse zu fahren. Nun ich kann euch allen, die ihr das Abenteuer  vermisst, die Abra &#8211; Kalinga Road waermstens ans Herz legen, dort findet  ihr  zehnmal mehr Abenteuer und “Fahrspass” als der Halsema Highway in  seinen besten Zeiten zu bieten hatte. Von allen Strassen, die ich auf  den Philippinen gefahren bin, ist das die extremste Strasse;  die zweite Etappe hatte sogar noch einiges mehr zu bieten. (Aber die Aussichten sind  absolute grandios; es war es wert dort zu fahren.)</p>
<p>Und hier noch einige Worte zu Balbalan. Man will  dort Tourismus entwickeln und  der Ort hat sehr viel zu bieten. Die extreme Hanglage umgeben von Reisterassen, den Saltan River zum Wildwasser fahren und die  fantastischen Aussichten auf dem Saltan Abschnitt der Strasse,  das Balbalan Gate, die Bolo Reisterassen, die Banao Falls, den Balbalasang National Park usw. Man kann es in drei Stunden auch von Lubuagan per Jeepney  erreichen. Balbalan hat auch ein kleines Restaurant mit recht guter Kueche. Bis vor kurzem hat dort ein Deutscher (Wo die sich ueberall &#8216;rumtreiben, man muss sich schon wundern!) gelebt, der aber aus Gesundheitsgruenden mit seiner Frau zurueck nach Deutschland ging. Er  hatte das Restaurant gegruendet. Ein Kanadier, der dort lebte, wurde von  seinem Schwager ermordet. (Gruende sind gemaess Polizei nicht bekannt) Wer die Abra Kalinga Road mit oeffentlichen Verkehrmitteln befahren  will, kann von Manila mit dem Bus nach Bangued via San Fernando, von Bangued per Jeepney  nach Ba-ay, von Ba-ay mit dem Jeepney nach Malibcong, von Malibcong nach Upper Saltan mit dem Truck, (taegliche Versorgungstrucks, die auch Passagiere  auf der Ladeflaeche mitnehmen) von Upper Saltan nach Pantikian mit  dem Gelegenheitsprivatfahrer, (meist kleine Trucks, aber nur ein oder  zwei am Morgen) oder eben laufen, bzw mit einem Motorrad fahren und von Pantikian nach Balbalan mit  dem Jeepney. Von Balbalan faehrt man mit dem Jeepney nach Tabuk oder Lubuagan (mit  umsteigen an der Junction) Die Fahrzeit von Bangued nach Balbalan betraegt etwa 7 – 8 Stunden, wobei man alleine 4-5 Stunden auf der Strecke  von Upper Saltan nach Balbalan verbringt. Von Balbalan nach Lubuagan 3 &#8211;  4 Stunden. Die Entfernung von Bangued nach Balbalan betraegt 119 Kilometer  und von Balbalan nach Lubuagan etwa 28 Kilometer.  (aber hier ist fast  immer Schritttempo angesagt) Uebrigens fuehrt die Strasse ueber Pasil  zur Kreuzung des Tinglayan &#8211; Tabuk &#8220;Highway&#8221; und nicht direkt wie auf  der Karte.</p>
<p><img src="http://i36.tinypic.com/s0vno8.jpg" border="0" alt="" /></p>
<p>Fuer die Fotos: <a href="http://www.phil-life.net/galerie/?album=5&amp;gallery=44" target="_self">Hier klicken</a></p>

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		<title>Die Abra &#8211; Kalinga Road  &#8211;  Luzon 1. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 08:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon immer wollte ich die Kordilleren in der einen oder anderen Richtung durchqueren und all zu viele Moeglichkeiten das zu machen, gibt es leider nicht. Eine Nord &#8211; Sueddurchquerung scheitert an fehlenden Strassen, die Kabugao mit dem noerdlichen Highway verbinden. Es bleibt also nur eine West &#8211; Ostdurchfahrt und auch da gibt es nur zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon immer wollte ich die Kordilleren in der einen oder anderen  Richtung durchqueren und all zu viele Moeglichkeiten das zu machen, gibt  es leider nicht. Eine Nord &#8211; Sueddurchquerung scheitert an fehlenden  Strassen, die Kabugao mit dem noerdlichen Highway verbinden. Es bleibt  also nur eine West &#8211; Ostdurchfahrt und auch da gibt es nur zwei  Moeglichkeiten: Man kann ueber Cervantes die kuerzere Variante fahren,  oder man faehrt die Abra &#8211; Kalinga Road, die zum abenteuerlichsten  gehoert, was die Philippinen an Autoreisen ermoeglicht. Bereits im  Vorfeld muss man sagen, dass ohne Gelaendewagen keine der beiden  Durchquerungen moeglich ist. Aber auch mit einem gelaendegaengigem  Fahrzeug ist es keine Spazierfahrt.</p>
<p><strong>1. Tag: Die Anreise</strong></p>
<p>Nach einer kurzen, aber heftigen fiebrigen Erkrankung meiner Frau, die uns einige Tage in Vigan festgehalten hatte, ging es am morgen des 29.5.2008 dann los. <span id="more-1929"></span>Wir fuhren nach Bangued, der Hauptstadt von Abra und dem Beginn dieser Strasse, die quer durch die Kordillieren fuehrt. Zuerst geht es nach Osten und spaeter biegt die Strasse nach Sueden ab, um bei Lubuagan auf den &#8220;Highway&#8221; Bontoc &#8211; Tuao zu treffen.</p>
<p>Wir fuhren auf der Kuestenstrasse von Vigan nach Sueden und obwohl man hier inmitten der Zivilisation ist, hat man viele gute Aussichten auf das Meer und die Berge.</p>
<p>Kurz bevor man die Einmuendung des Abra Rivers erreicht, sieht man auf der rechten Seite einige schoene Felsen in der See und bereits von hier kann man den Fluss auch im Meer deutlich erkennen. Kilometerweit erstreckt sich das lehmige Wasser des Abras ins Meer hinaus und die Farbabgrenzung vom schmutzigen graugruen zum tiefen blau der See ist sehr klar. Kurz danach kommt man dann an die neue Bruecke ueber den Abra River, in dessen Tal wir nun nach Bangued fahren wuerden.</p>
<p>Im fruchtbaren Schwemmland des Flusses sieht man ueberall Reisanbau und auf fast allen Feldern waren geschaeftige Bauern am werkeln. Diese Reisfelder sollten uns etliche Kilometer auf der linken Seite begleiten. Die Strasse ist gut ausgebaut und wir kamen zuegig voran. Noch vor der Mittagszeit kamen wir in Bangued an und assen in einer Carenderia zu Mittag.</p>
<p>Um zwei Uhr brachen wir auf, denn wir wollten eigentlich in Lagangilang uebernachten, um einige Kilometer zu sparen, denn wir wussten, dass die Fahrt nicht einfach sein wuerde und Zeit zu einem Faktor werden koennte. Es gibt dort keinerlei Pensionen und die einzige Moeglichkeit zu uebernachten ist im Gaestehaus des Institutes of Science and Technology. Dort angekommen erfuhren wir, dass man nur bei Vorausbuchung unterkommen kann. Auch reden mit Engelszungen half nichts; keine Buchung, keine Uebernachtung. Sollte jemand eines Tages diesen Trip machen wollen, dann daran denken zu buchen.</p>
<p>Und so fuhren wir zurueck nach Bangued, um uns dort ein Quartier zu suchen. Wir erkundigten uns nach Uebernachtungsmoeglichkeiten, aber die waren denn doch sehr duenn gesaeht. Ein neues Hotel in Tayum war uns viel zu teuer. Die Nacht haette dort 3000 Pesos gekostet. Das empfohlene Tiungan Inn war eine schmierige und schmuddlige Absteige. Und auch das King David Hotel wollte 1200 Pesos fuer 12 Stunden haben. Es wird wohl Zeit, dass das Department of Tourism diese Praktiken abstellt.</p>
<p>Auch an der Zufahrt zum Park gab es ein neues Hotel, aber auch das verlangte Preise jenseits von gut und boese. Aber dort wollten wir sowieso nicht uebernachten, denn irgend ein lokaler Politiker uebernachtete dort und es wimmelte nur so von Soldaten im Kampfanzug und bis an die Zaehne bewaffnet. Zudem ist es allgemein bekannt, dass in Abra schnell und scharf geschossen wird. Am Ende landeten wir im Gaestehaus der Diozoese. Dort kostete ein Zimmer mit AC 750 Pesos aber mit Geneinschaftsbad. Von den Uebernachtungen her gesehen ist Bangued kein billiges Pflaster. Bei der Diozoese moechte ich noch darauf hinweisen, dass nur kirchlich verheiratete in einem Zimmer schlafen duerfen.</p>
<p>Wir checkten ein und danach wollten wir die verbleibenen Stunden mit Tageslicht nutzen und erforschten Bangued, allerdings gibt es nicht allzuviel zu erforschen. Das Beste ist der Viktoria Park, von dem aus man einen guten Blick ueber die Stadt und das Flusstal hat. Anschliessend fuhren wir noch an den Abra River. Dort konnte man eine Art Faehre bewundern, die schon ihresgleichen sucht. Auf einigen Bootskoerpern waren Bretter genagelt worden und darauf parkten die Fahrzeuge. An die tolle Faehre bei Tuao kam sie aber nicht hin. Die war noch um einiges primitiver. Eine Besonderheit, die insbesonders Filipinos interessieren duerfte, gibt es aber: Einen Jollibee auf Raedern!</p>
<p>Unterwegs fragten wir auch bei der Polizei nach der Befahrkeit der Abra &#8211; Kalinga Road, aber ausser einem sueffisanten Laecheln kam keine Antwort.</p>
<p>Da es bei der Diozoese eine Curphew gab, mussten wir frueh schlafen gehen.</p>
<p>Morgen kam dann der grosse Tag mit einer Fahrt auf der beruechtigten Abra &#8211; Kalinga Road.Aber wir hatten niemanden getroffen, der die Strasse bis Lubuagan durchgefahren war. Wir wussten also nicht unbedingt, was da auf uns zukam.</p>
<p>Die Fotos werde ich dann zusammen mit dem dritten Teil einstellen.<br />
<img src="http://i37.tinypic.com/1zlxjj7.jpg" border="0" alt="" /></p>

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		<title>Kalaja Karst &#8211; South Cotabato</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 05:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dreimal bin ich bis jetzt im Kalaja Karst gewesen. Obwohl ich hier nun schon seit ueber acht Jahren lebe, habe ich von der Ecke erst im Oktober letzten Jahres gehoert. Es war bis dato auch unter den Einheimischen hier sehr unbekannt. Lediglich Bergsteigerclubs &#8220;verliefen&#8221; sich gelegentlich in diese Ecke. Wenn man nach dem Kalaja Karstgebiet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dreimal bin ich bis jetzt im Kalaja Karst gewesen. Obwohl ich hier nun schon seit ueber acht Jahren lebe, habe ich von der Ecke erst im Oktober letzten Jahres gehoert. Es war bis dato auch unter den Einheimischen hier sehr unbekannt. Lediglich Bergsteigerclubs &#8220;verliefen&#8221; sich gelegentlich in diese Ecke. Wenn man nach dem Kalaja Karstgebiet googelt, dann findet man ja nun wirklich nicht sehr viel. Ein paar Worte hi und da, die lediglich eine Kurzbeschreibung enthalten und Fotos findet man zwei. Es gibt einen Reisebericht mit Fotos im Philippinenforum Deutschland. Ein Mitglied dort hat auf meinen Rat hin das Karstgebiet besucht und einen Bericht darueber geschrieben. Leider laesst die Bildqualitaet der eingestellten Fotos etwas  zu wuenschen uebrig, was aber verstaendlich ist, wenn man die tiefen Kontraste in den Schluchten erlebt hat.<span id="more-1919"></span></p>
<p>Beim Kalaja Karst handelt es sich um ein huegeliges Karstgebiet, das im Oberflaechenbereich total Trocken ist. Wasser sammelt sich nur in den Taelern, wo die kleinen Fluesse zum Teil tiefe Schluchten bilden. Die Huegel erinnern entfernt an die Chocolate Hills auf Bohol, zumindest in einigen Ecken. Es gibt zahlreiche Hoehlen, was wiederum fuer ein Karstgebiet typisch ist und man kann an den zahlreichen Loechern in den Hoehlen und Schluchten deutlich die alten Vorfluter erkennen. Verkarstete Huegel und Regenwaelder in den Taelern sind typisch fuer diese Gegend. Zahlreiche steile Felswaende laden Kletterer ein und stellen diese auf eine harte Probe. Die landschaftlichen Gegensaetze sind ganz besonders reizvoll.</p>
<p>Auch geschichtlich hat das Karstgebiet seine Bedeutung. Es ist das Stammesgebiet der B&#8217;laan (sprich Bla-an), die noch heute dort in urspruenglichen Verhaeltnissen leben. Die B&#8217;laan sind Nachbarn der T&#8217;boli (sprich Tiboli), die die Gegend um den Lake Sebu besiedelt haben. Sie sind bekannt fuer sehr schoene Messingarbeiten und mit Perlen verzierten Webereien.</p>
<p>Im zweiten Weltkrieg hielten sich japanische Soldaten nach Kriegsende dort versteckt. Insbesondere zwei Hoehle sind bekannt, da man dort auch &#8220;Ueberbleibsel&#8221; der ehemaligen Besatzungsmacht gefunden hatte. Wenn man den Geschichten der &#8220;Alten&#8221; glauben kann, dann ergaben sie sich erst 1949. Aber es ist ja ein Fall aus Lubang bekannt, wo sich ein Soldat erst 1972 ergeben hatte.</p>
<p>Wenn man zum Kalaja Karst will, muss man erst einmal mit dem Jeepney oder Habal Habal in das Dorf  Conel fahren. Dort sollte man nach dem Kagawad fragen, der die Besucher notiert und auch bei der Transportsuche behilflich ist. Es sind immerhin von Conel gute 12 Kilometer zu laufen. Man bekommt entweder seinen &#8220;Four &#8211; Wheel &#8211; Truck&#8221;, oder faehrt mit einem Motorrad. Es ist allerdings nicht immer einfach ein Motorrad zu finden. Die Strassen in den Karst sind anfaenglich Rough Road um dann spaeter eigentlich keine Strassen mehr zu sein. Nach einigen Kilometern gabelt sich die Strasse. Es geht entweder unten weiter, wo man dann etliche Kilometer im Flussbett faehrt, oder oben, da hat man eine einfach fantastische Aussicht ueber das Karstgebiet. Die obere Strasse ist allerdings extrem steil und selbst mein Ford muss im Gelaendegang hoch kriechen. Gefahren sind wir schon beide und fuer beide gilt: Allrad ist ein Muss! Aber bei beiden Strassen kommt man letztendlich am sogenannten &#8220;Campground&#8221; an. Das ist allerdings nichts weiter als eine Art kleine Wiese. Fuehrer bekommt man entweder schon vom Kagawad, oder eben von den paar Haeusern hinter der naechsten Flussbiegung. (Etwa 300 Meter zu laufen)</p>
<p>Man wandert etwa 2 Kilometer im Flussbett flussaufwaerts und kommt dann an die ersten beiden kleinen Wasserfaelle. Hier endete mein erster Trip, da ich furchtbar muede war und zudem war es sehr heiss. Aber bereits auf diesem Stueck ist man stellenweise bereits in schoenen Schluchten. Bei meinem naechsten Trip machten wir es anders. Wir reisten am Nachmittag des Vortages an und uebernachteten im Zelt auf dem Campingplatz. Junge Junge, ich kann euch sagen; am naechsten Morgen fuehlte ich mich wie geraedert. Camping in meinem Alter ist wohl nicht das Wahre. Ausserdem bin ich es nicht gewoehnt morgens um halb sechs aufzustehen. Gegen sieben brachen wir auf und wanderten los. Was fuer ein Unterschied zum ersten mal. Es war wolkig und nicht heiss. In den Taelern und Schluchten weht fast kein Wind, auch wenn es auf den Hoehen blaest. Schnell kamen wir zu den ersten Wasserfaellen und hier kam das erste Hinderniss. Man muss naemlich einen Felsen hoch klettern. Der ist zwar nicht schwierig, aber es ist etwas rutschig und wenn man faellt, warten unten schoene Felsen. Anschliessend geht es ein Stueck am Rande des Flusses entlang. Immer wieder durchquert man den Fluss, laeuft im Flussbett und bekommt nasse Fuesse. Und ueberall sind Wasserfaelle. Sieben sollen es angeblich sein, aber ich kann euch versichern, es sind mehr. Und bei den meisten Faellen haben sich Pools gebildet, die zum Schwimmen und Baden einladen, was bei der Hitze natuerlich angenehm ist, da das Wasser keine tropischen 28 Grad hat. Das naechste &#8220;Highlight&#8221; ist ein Doppelwasserfall, der rechts und links einen riesigen Felsblock herunterfaellt. Das ist dann schon sehr beeindruckend. Weiter oben kommt ein Wasserfall, der in einen natuerlichen Felsenpool so richtig mit Rand faellt. Hier plantschten wir fuer eine Weile und ruhten uns aus.</p>
<p>Hier kommt nun das einzige &#8220;Zugestanednis an Infrastruktur&#8221;, denn es gibt eine Eisenleiter, auf der man den Felsen hochklettern kann. Weiter oben gibt es weitere Wasserfaelle und nach dem letzten Fall kommt man zur groessten Hoehle. Aber wir waren nicht ausgeruestet, diese Hoehle naeher zu &#8220;erforschen&#8221;. Aber in dieser sowie einigen anderen Hoehlen findet man auch heute noch japanische &#8220;Artifakte&#8221;. Unter anderem wurde ein Samuraischwert ausgegraben. Nach der Hoehle geht es noch weiter, aber da sind wir nicht gewesen, denn dafuer muesste man dort oben wohl uebernachten.</p>
<p>Der Rueckweg am Nachmittag erschien uns einfacher im Vergleich zum Anmarsch.</p>
<p>Es ist eine anstrengende Tour, aber es lohnt sich. Die Vielfalt der Landschaft und Szenerien ist einfach begeistert. Selten kann man auf so engem Raum so viele verschiedene Landschaftstypen entdecken.</p>
<p>Zu den Fotos: <a href="http://www.phil-life.net/galerie/?album=2&amp;gallery=43" target="_self">Hier klicken</a></p>

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		<title>Zum ersten Mal im Krankenhaus</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 04:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit meine ich selbstverstaendlich ein philippinisches Krankenhaus. Es war im November 1988 gewesen, waehrend die Taifune Unsang und Yoning in kurzem Abstand nacheinander zuschlugen. Ich hatte mich in den letzten Tagen unwohl gefuehlt, aber dachte, ich haette wohl nur irgendetwas gegessen, was nicht ganz so frisch war, wie es haette sein sollen. Ich hatte keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit meine ich selbstverstaendlich ein philippinisches Krankenhaus.</p>
<p>Es war im November 1988 gewesen, waehrend die Taifune Unsang und Yoning in kurzem Abstand nacheinander zuschlugen. Ich hatte mich in den letzten Tagen unwohl gefuehlt, aber dachte, ich haette wohl nur irgendetwas gegessen, was nicht ganz so frisch war, wie es haette sein sollen. Ich hatte keinen Appetit und fuehlte mich auch etwas schlapp. Zwei Tage spaeter kam ein leichtes Fieber dazu, das ich mit Paracetamol bekaempfte. Ich entschloss mich nach Surigao City zu fahren und den Arzt aufzusuchen. Aber am naechsten Moorgen ging kein Passagierboot, da Yoning im Anzug war. Ich dachte, das sei nicht so schlimm, so mies ging es mir ja letzten Endes auch nicht. In dieser Nacht stieg das Fieber gewaltig bis auf 40 Grad und nun war es wohl kein Spass mehr. Draussen tobte Yoning und zerstoerte die Haeuser am Meer, die Unsang noch verschont hatte. Waehrend das Auge ueber San Jose hinweg zog, konnte ich das &#8220;Loch&#8221; im Taifun gar nicht bewundern. <span id="more-1906"></span>Ich sah nur, dass draussen die Sonne schien. Aber nur 20 Minuten spaeter war der Sturm wieder da, nur kam der Wind nun aus der entgegengesetzten Richtung. Ich musste noch weitere 36 Stunden warten, bis der Wellengang soweit zurueck gegangen war, dass sich ein groesseres Boot bereit erklaerte, zum &#8220;Festland&#8221; zu fahren. (Dazu sollte man wissen, dass Mindanao zwar auch eine Insel ist, aber fuer die Menschen,, die von kleineren Inseln kommen ist es das &#8220;Mainland&#8221;)</p>
<p>Die Fahrt war sehr unangenehm. Die Wellen waren immer noch relativ hoch, und das Boot wurde ganz schoen herum geworfen. So manches Mal dachte ich, wir wuerden kentern. Meine Frau nahm die Fahrt sehr viel gelassener als ich. Endlich kamen wir nach Surigao und ich wurde mit einem Tricycle ins Surigao Medical Center gebracht. In der Notfallaufnahme musste ich auch nicht lange warten bis ein Arzt kam. Der untersuchte mich und wies mich ein. Ich wurde an einen Tropf gehaengt, da ich dehydriert war und mir wurde bereits nach meiner ersten Mahlzeit, die ich vollstaendig wieder auskotzte, das Essen verboten. NPO stand nun an der Tuere des Zimmers. Das hies &#8220;Nothing per Oral&#8221;.</p>
<p>Der urspruengliche Verdacht war eine Lebergeschichte, aber die Laboruntersuchungen zeigten normale Leberwerte. Dann wurde die &#8220;boese Gallenblase&#8221; verdaechtigt und dazu musste ich ins Provinzkrankenhaus, da nur die die noetigen Roentgenanlagen hatten. Dort musste ich so komische kleine weisse Perlen essen, die ein wenig groesser waren als die in Deutschland bekannten &#8220;Liebesperlen&#8221;. Die prickelten in meinem Mund wie Brause, aber ich schluckte gehorsam alles runter. Es dauerte keine zwei Minuten &#8211; ich war noch nicht geroengt &#8211; da kam alles wieder hoch. Die Aufnahmen von meiner Gallenblase wurden trotzdem gemacht und es zeigte sich, dass bereits genug Kontrastmittel in meinem Koerper vorhanden war, um ein brauchbares Bild zu bekommen, das aber zeigte, dass die Gallenblase normal war. Als naechstes nahmen die Aerzte sich den Magen &#8211; Darmtrackt vor und ich musste den beruechtigten Bariumbrei &#8220;trinken&#8221;. Diesesmal war ich schon vor dem ersten Schluck vor dem Schirm und eine Aufnahme nach der anderen wurde &#8220;geschossen&#8221;. Kaum waren die die Aerzte fertig, kam der Brei auch wieder hoch. Anschliessend wurde ich in mein Krankenhaus zurueck gebracht.</p>
<p>Natuerlich hatte in der Zwischenzeit meine Frau &#8220;gehandelt&#8221;. Als echte Filipina waren Aerzte fuer sie nicht unbedingt das Non plus ultra und sie hatte ihren Onkel nach Leyte geschickt um Rudi zu holen. Rudi war ein Quackdocktor und hatte einen sehr guten Ruf als Heiler. Was nicht unbedingt etwas heissen mag. Und der wuerde also morgen frueh dann kommen um mich zu &#8220;heilen&#8221;.</p>
<p>Zwei Stunden nach meiner Rueckkehr in Medical Center kam der Arzt und erklaerte mir, was sie gefunden haben. Ich hatte einen Abszess im Duenndarm und der hatte den Darm so abgeknickt, dass absolut nichts mehr durch ging. So wie man halt einen Gartenschlauch knickt, damit kein Wasser mehr kommt. Das hiess ich hatte einen Darmverschluss, der von dem Abszess verursacht wurde. Der Doc meinte, er wuerde mir Antibiotika gegen das Abszess geben und wenn es nicht in drei Tagen weg waere, dann muesste er operieren. Diese Vorstellung schmeckte mir natuerlich gar nicht.</p>
<p>Am naechsten Morgen kam der Onkel mit dem Quackdocktor. Ich war sehr neugierig. Nun der &#8220;untersuchte&#8221; mich auf seine Art. Erst schaute er mir tief in die Augen. Dann holte er einen &#8220;Wedel&#8221; aus seiner Tasche und strich mit dem ueber meinen Koerper. Er murmelte unverstaendliches vor sich hin, waehrend der &#8220;Wedel&#8221; fuer bestimmt 15 Minuten auf meinen Koerper &#8220;rauf und runter &#8220;wanderte&#8221;. Als er damit fertig war, setzte er sich an einen Tisch und legte Kugelschreiber und Papier vor sich hin. Danach versetzte er sich in eine Art Trance. Er sass da und reagierte auf nichts was um ihn herum geschah. Ploetzlich beugte er sich vor und begann wie wild zu schreiben. Dieser &#8220;Schreibanfall&#8221; dauerte etwa fuenf Minuten. Anschliessend machte er kochendes Wasser in der Kueche, die zum Zimmer gehoerte. In diesem Wasser kochte er das beschriebene Papier aus. Die Fluessigkeit wurde nun in eine Tasse geschuettet und ich sollte das trinken. Da ich NPO war weigerte ich mich und meinte, dass ich ja nichts zu mir nehmen darf. &#8220;Das bisserl Wasser schadet nicht es wird dir helfen,&#8221; meinte meine Frau und ich trank, da ich schwach war um zu argumentieren. Anschliessend breitete Rudi das &#8220;gekochte Papier&#8221; zum trocknen auf. Dann setzte er sich an mein Bett und naehte einen kleinen Beutel aus Stoff eines meiner T-Shirts. Teile des getrockneten Papiers wurden dann in den kleinen Beutel gestopft und der Beutel wurde zugenaeht. Dann musste ich mir den Beutel um den Hals haengen. &#8220;Das ist ein Anting Anting,&#8221; erklaerte er mir in Englisch. (philippinischer Talisman) Das wuerde mich beschuetzen. Und damit war Rudis Behandlung beendet.</p>
<p>Ich wuerde weiter verarztet von den Docs, bekam meine Medikamente und drei Tage spaeter wurde ich wieder in das Provinzkrankenhaus zum Roentgen gebracht. Diesesmal spuckte ich den Brei trotz der &#8220;Eilprozedur&#8221; nicht mehr aus und spaeter im Krankenhaus meinte der Docktor, dass mein Darm wieder offen, aber an jener Stelle etwas verengt sei.</p>
<p>Ich blieb noch drei weitere Tage im Krankenhaus und konnte dann nach Hause gehen.</p>
<p>Bis heute schwoert meine Frau drauf, dass Rudi mich geheilt hat. Ich bin der Meinung, dass es die Medikamente waren. Aber manchmal zweifle ich auch&#8230;&#8230;</p>
<p>The End</p>

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		<title>Damals: Meine erste Philippinenreise</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lang ist&#8217;s her, als ich zum ersten Mal auf die Philippinen kam. Es war 1985 gewesen. Ein Bekannter von mir war mit einer Filipina verheiratet und sie hat mir natuerlich Fotos gezeigt und sehr viel erzaehlt. Ich war neugierig geworden. Und so beschloss ich im August 1985 auf die Philippinen zu reisen. Jaja ich weiss, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lang ist&#8217;s her, als ich zum ersten Mal auf die Philippinen kam. Es war 1985 gewesen. Ein Bekannter von mir war mit einer Filipina verheiratet und sie hat mir natuerlich Fotos gezeigt und sehr viel erzaehlt. Ich war neugierig geworden. Und so beschloss ich im August 1985 auf die Philippinen zu reisen. Jaja ich weiss, Regenzeit und so, aber ich konnte mich nur schwerlich informieren, da es kaum Literatur gab und in der Buchhandlung hatten sie nur einen Polyglott, der natuerlich nicht gerade viel hergab. Auch in der Stadtbibliothek war nur ein Reisefuehrer zu finden, in dem zwar viele schoene Fotos waren, aber die Infos waren auch eher duenn.</p>
<p>Als ich das der Frau vom Hans erzaehlte, schwaermte sie mir von Cebu vor. Schliesslich kam sie von dieser Insel. Und ich beschloss Cebu zu besuchen, da sie meinte ihr Bruder koenne mir weiterhelfen. Sie wollte, dass ich ihrer Familie viele Dinge mitnehme und meine Kleidung solle ich auf zwei Sets beschraenken, da ich dort alles spottbillig kaufen koenne. <span id="more-1902"></span>Ich stimmte zu und am naechsten Tag ging ich ins Reisebuero um den Flug zu buchen. Ich bezahlte stolze 1680 Mark. Dagegen ist fliegen heute spottbillig geworden.</p>
<p>Der Abreisetag kam und am Vortag hatte mich Helen noch mit allerlei Sachen beliefert fuer die Familie, dafuer brachten die Beiden mich auch nach Frankfurt. Der Flug ging am Spaetnachmittag mit Zwischenlandungen am Golf und in Bangkok.</p>
<p>Als ich in Manila ankam, schockte mich erst mal der Flughafen. Im Vergleich zu Bangkok war er mickrig und er war schmutzig. Der &#8220;domestic airport&#8221; war noch schlimmer, von hier musste ich ja nach Cebu weiter. Naja dachte ich: &#8220;Dritte Welt halt, hab ja in Afrika schlimmeres gesehen.&#8221;</p>
<p>In einer uralten BAC 1-11 ging dann der Flug weiter nach Cebu City. Am Flughafen war natuerlich niemand um mich abzuholen und ich liess mich von einem Taxi in ein Hotel bringen. Es war das Raja Hotel am Osmena Circle gewesen, das es schon lange nicht mehr gibt. Man muss bedenken das dieses und das Khan Irak damals zu den besseren Hotels zaehlten. Gute 30 Stunden war ich unterwegs gewesen seit der Abfahrt in Bayreuth und es war nach Mitternacht, als ich im Hotel ankam.</p>
<p>Ich schlief also zuerst einmal und am naechsten Morgen rief ich die Nummer an, die Helen mir gegeben hatte. Dort verlangte ich nach Dodong und sagte ihm, dass  ich aus Deutschland kaeme und etliches fuer sie mitgebracht haette von seiner Schwester. Dann fragte ich, ob Helen denn nicht Bescheid ueber meine Ankunft gesagt haette und er verneinte. Anschliessend fruehstueckte ich und eine Stunde spaeter kam Dodong, ein junger Mann Ende zwanzig, untersetzt und mit auffallend grobporiger Haut. Wir unterhielten uns ganz nett und er bot mir an nur fuer das Bezahlen des  Spritverbrauches mich um die Insel zu fahren. Ich nahm das Angebot dankend an und wir machten also aus in zwei Tagen abzufahren. In den naechsten zwei Tagen stromerte ich also in Cebu herum, schaute mir die Santo Nino Kathedrale an, war in Fort Sankt Pedro, bestaunte Magellans Kreuz, flanierte in der Colon Street, besuchte den Taoist Temple, schaute am Abend ins Casino vom Cebu Plaza Hotel, bewunderte die bunten Jeepneys und last, but certainly not least, bestaunte ich die huebschen Philipinerinnen. Am Abend war ich in einer schoenen neuen Disco und es gefiel mir eigentlich recht gut.</p>
<p>Am naechsten Tag ging ich dann auch Klamotten kaufen und ich kann euch sagen das Zeugs war wirklich billig: Levis Jeans fuer knappe 20 Mark im Gaisano, lokale Marken unter fuenf Mark, T-Shirts ab einer Mark usw. Ich deckte mich also mit allem moeglichen ein. Ich ging dann auch noch ins White Gold und shoppte dort. Spaeter erfuhr ich, dass das auch einem Gaisano gehoert.</p>
<p>Dann kam der Tag unserer Abreise und wir fuhren um die Insel Cebu herum. Ins Detail werde ich hier aber nicht gehen, das mache ich spaeter in einem Reisebericht. Wir fuhren also zuerst in den Norden Richtung Bogo und dort erlebte ich meinen ersten Hahnenkampf. Anschliessend durften wir dort auch mithelfen den Verlierer zu verspeisen. Wir uebernachteten beim Barangay Captain und am Abend durften wir Tuba trinken. Das ist ein Wein, der aus der Bluete der  Kokosnusspalme gewonnen wird und die gibt es dort ja wirklich zu Millionen.</p>
<p>Am naechsten Tag fuhren wir dann an der Ostkueste wieder Richtung Sueden. Dodong, der Bruder von Helen hatte uebrigens so einen lokalen Ownertype Jeep und damit war das Fahren eher gemutlich.Wir hielten hie und da, schauten, fotographierten, sprachen mit den Menschen, scherzten mit den Kindern und bestaunten auch hier die huebschen Maechen. Und am Abend schliefen wir in der einzige Pension des Ortes Balamban. Das war eine Herberge, sag ich euch. Klo gab es nur auf dem Gang; die Zimmer waren gerade so gross wie Karnickelstaelle und auf dem Bett gab es nur eine Matte und keine Matratze.</p>
<p>Abendessen gab es beim Pfarrer des Ortes und das war eine interessante Begegnung. Aber davon werde ich im spaeteren Reisebericht erzaehlen.</p>
<p>Am naechsten Tag stand Moalboal auf dem Programm und hier war ein wenig mehr los als in den anderen Orten. Wir uebernachteten in Pacitas Nipa Huts und assen das Abendessen irgendwo am Strand in einem Restaurant. Damals gab es auch noch Sand am Strand.</p>
<p>Am naechsten Morgen machten wir einen Ausflug zum white Beach, aber es gab keine Strasse und so mussten wir laufen. Dannach ging es zu den Kawasan Faellen bei Badian und dort kletterten wir bis ganz nach oben und badeten dort auch. Uebernachtet wurde bei der Grossmutter von Dodong in Alegria.</p>
<p>Am naechsten Tag machten wir dann den suedlichen Teil der Ostkueste, die uebrigens wunderschoen ist und fuhren an der Westkueste zurueck bis nach Argao. Dort uebernachteten wir im weltberuehmten Argao Beach Club, den es damals noch gab. Nach der Edsa Revolution wurde der Beach Club nach kurzem Betrieb geschlossen und ist verfallen. Zur Zeit wird dort wieder &#8220;aufgeruestet&#8221;.</p>
<p>Am folgenden Tag kamen wir wieder nach Cebu City und zurueck ins Raja Hotel.</p>
<p>Ich blieb noch zwei Tage in Cebu City und plante schon meine Weiterreise nach Bohol. Am Vorabend meiner Abreise rief mich Dodong im Hotel an und lud mich auf die Geburtstagsfeier seiner juengsten Tochter ein. Eine philippinische Feier wollte ich mir natuerlich nicht entgehen lassen. Und so ging ich hin. Es waren viele Leute dort und der Tisch war voll mit lokalen Speissen. In der Mitte prangte ein Spanferkel, das bei einem philippinischen Fest einfach nicht fehlen darf. Es schmeckte allen sehr gut und hinterher wurde die Gitarre ausgepackt und die Pinoys sangen, was sie gerne machen und oft auch recht gut koennen. Auf diesem Fest wurde mir auch eine junge Dame vorgestellt und ich verschaute mich Hals ueber Kopf. Wir unterhielten uns sehr lange und beschlossen uns morgen zu treffen. Ich verschob daher meinen Trip nach Bohol.</p>
<p>Naja am naechsten Tag trafen wir uns, und da sie nicht nach Bohol mitreisen wollte, blieb ich eben in Cebu. Wir verbrachten eine gute Zeit zusammen, aber wie es damals noch haeufig war, fanden die ersten drei Treffen mit einem Anstandswauwau statt. Danach? Nun wirds privat und wir wollen das Maentelchen des Schweigens darueber ausbreiten.</p>
<p>Die drei Wochen gingen viel zu schnell vorbei und ich musste zurueck nach Deutschland.</p>
<p>The End</p>

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