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	<title>Phil-Life.net &#187; stevaro</title>
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		<title>TV &#8211; Reparatur 2. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 06:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da meine bisherigen Garantiefälle auf den Philippinen sich alle als sehr aufwendig gestalteten, zumindest im Vergleich zu Deutschland, und sich auch dieser Fall nach dem ersten Anruf bereits kompliziert anhörte, dachten wir, dass der Mann von Tess da mal schauen kann. Nach dem Frühstück kommt er. Wir erklären ihm die Sache: Stromausfall, Strom zurück, Fernseher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da meine bisherigen Garantiefälle auf den Philippinen sich alle als sehr  aufwendig gestalteten, zumindest im Vergleich zu Deutschland, und sich  auch dieser Fall nach dem ersten Anruf bereits kompliziert anhörte,  dachten wir, dass der Mann von Tess da mal schauen kann. Nach dem  Frühstück kommt er. Wir erklären ihm die Sache: Stromausfall, Strom  zurück, Fernseher streikt, Strom aus verschiedenen Steckdosen getestet  &#8230;</p>
<p>Er nimmt erst mal die ganze Kiste auseinander. Au weia, hoffentlich  bleiben da nicht irgendwelche Teile am Schluß über! Er meint der  Fernseher sei schon mal von irgend jemandem auseinander genommen worden.  &#8220;Also bei uns nicht.&#8221; Ja dann war das vorher, denn er würde  Öffnungsspuren sehen. Ist mir eigentlich egal, solange der läuft und  ordentlich ausschaut, was er zugegebenermassen im Moment aber nicht tut.  Die Sicherung sei defekt, 15 Ampere. Ich habe aber nur 6,3 Ampere hier.<span id="more-2683"></span> Er testet &#8211; pöff &#8211; unter ähnlichem Geräusch schmolz sie durch. Er  meint, er müsse im Store eine 15A Sicherung holen, die würden auch nur 5  Pesos kosten. &#8220;Ist ok, aber nimm gleich 3 Stück mit.&#8221; Meine Befürchtung  bewahrheitet sich, denn als er zurück kommt und die erste der neuen  Sicherungen testet, verabschiedet die sich wie meine 6,3A Sicherung. Ob  ich denn ein Messgerät hätte. &#8220;Leider nein, meines ging in Deutschland  kurz vorm Abflug &#8216;über den Jordan&#8217;. Da ich nicht unbedingt erwartete es  hier zu benötigen, habe ich keines mehr gekauft.&#8221; Ja er kennt jemand,  der eins hat, mit dem würde er dann abends kommen. Nur dem muss er dann  was bezahlen, dachten wir, da er von sich aus solche Dinge niemals  anspricht.</p>
<p>Nun wir warteten, da er ja bis 9 Uhr arbeitet und dann kam er mit dem  &#8220;Kollegen&#8221;. Sie packen ihr Messgerät aus und los gings. Die beiden  checkten ein Bauteil nach dem anderen. &#8220;Das Teil hier ist kaputt. 120k&#8221;  meint er. Das ist nicht der Preis, sondern der Wert den das Teil in Ohm  haben sollte. &#8220;Das ist aber nur ein kleiner Widerstand. Normal geht  sowas nur kaputt, wenn schon viel mehr kaputt ist.&#8221; Soviel erinnere ich  mich zumindest an meine &#8220;Elektronik-Phase&#8221;. Er zeigt mirs gleich  nochmal, tatsächlich kaputt. Aber immerhin habe ich ihn misstrauisch  gemacht, die beiden prüfen weiter. Und so finden sie noch 2 weitere  Bauteile, die defekt seien. Gut wir geben ihnen das Geld zum Kauf der  elektronischen Ersatzteile und so kommen sie am anderen Tag wieder. Sie  löten die Teile ein, aber der Fernseher läuft noch immer nicht. Sie  messen weiter, aha da finden sie wieder 2-3 Teile, die defekt sind.  Gleiches Spiel wie am Vortag: wir geben den beiden Geld mit zum  Ersatzteilkauf, am nächsten Tag kommen sie wieder mit den Teilen, löten  die ein und &#8230;. Mist! Geht immer noch nicht.</p>
<p>Die Prozedur wiederholt sich noch weitere zwei mal. Ich sag zu meiner  Frau: &#8220;Das macht keinen Sinn! Bei der Rückkehr des Stromes nach dem  Stromausfall, kam der Strom mit solch einer Spannungsspitze zurück, dass  bevor die Sicherung durchschmolz, auf der Platine die empfindlichen  Bauteile kaputt gingen. Versuche das bitte denen zu erklären, wir machen  ihnen ja keinen Vorwurf. Die haben beide das bestmögliche getan, gib  denen Geld für ihre Arbeit und dann bringen wir den Fernseher zur  Garantiewerkstatt.&#8221; OK. Nach ein paar Minuten kommt sie zurück und  meint: &#8220;Stell Dir vor die wollen kein Geld nehmen. Die schämen sich weil  sie die Kiste noch nicht zum Laufen gebracht haben.&#8221; Sie wollten  unbedingt am Folgetag weitermachen. Die haben auch gesagt, welches Teil  noch defekt sei &#8230; Wir müssen lachen, da wir gerade die Situation auf  Deutschland übertragen. Da hätten die beiden am ersten Tag mit  Sicherheit gesagt: &#8220;Also unser Lohn sind so und soviel Euro. Tut uns  leid um Euren Fernseher, aber den könnt ihr auf den Müll schmeißen, der  ist irreparabel.&#8221;</p>
<p>Am anderen Morgen sprechen wir mit Tess und erklären ihr, dass wir  verstehen, dass ihr Mann hier den Ehrgeiz hat den Fernseher wieder zum  Laufen zu bringen. Aber da durch den Stromschlag zuviel kaputt gegangen  sei, machen wir niemandem einen Vorwurf und wollen den zur Werkstatt  bringen. Sie geht kurz nach Hause und sagt wohl ihrem Mann Bescheid.  Kurz darauf kommt er und meint: &#8220;Also das Bauteil was noch defekt sei,  bekäme er nicht im Store.&#8221; Wir wissen, der war gar nicht im Store,  sondern versucht nur einen Weg einzuschlagen, sein Gesicht nicht zu  verlieren. Wir sagen ihm, dass dies nicht so schlimm sei, da  wahrscheinlich die ganze Platine defekt ist. Er kann wieder lächeln,  denn er merkt er verliert sein Gesicht nicht. &#8220;Ja da ist wahrscheinlich  noch mehr kaputt.&#8221; meint er. Jetzt nimmt er auch das Geld für seine  Arbeit.</p>
<p>Wir sind froh ihn auf der Nachbarschaft zu haben, auch wenn es dieses mal nicht zum erhofften Ergebnis führte.</p>

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		<title>Die TV &#8211; Reparatur</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 08:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stromausfälle waren früher in Cebu City an der Tagesordnung. Ich erinnere mich an einen Urlaub vor etwa 15 Jahren. Wir waren im Hotel untergebracht. Immer wenn der Strom weg war, kam zunächst eine Notbeleuchtung im Flur. Dann musste wohl immer irgend ein &#8220;Verantwortlicher&#8221; entscheiden: Generator &#8211; Ja oder Nein? Bei der damaligen Häufigkeit des Ereignisses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stromausfälle waren früher in Cebu City an der Tagesordnung. Ich  erinnere mich an einen Urlaub vor etwa 15 Jahren. Wir waren im Hotel  untergebracht. Immer wenn der Strom weg war, kam zunächst eine  Notbeleuchtung im Flur. Dann musste wohl immer irgend ein  &#8220;Verantwortlicher&#8221; entscheiden: Generator &#8211; Ja oder Nein? Bei der  damaligen Häufigkeit des Ereignisses nachvollziehbar. Aber das nervte  mitunter kolossal! Abends war das umso mehr nervend, denn dann lagen  ganze Stadtviertel im Dunkeln. Zu Fuss fast nicht möglich wegen der  vielen Schlaglöcher, mit dem Taxi fahren, naja &#8230;</p>
<p>So erinnere ich mich noch an die Zeit, als es Taxis gab ohne Aircon. Die  habe ich immer den Aircon-Taxis vorgezogen, da ich von den manuell  geregelten Aircons im Urlaub jedesmal Halsschmerzen bekam, bei mehr als  30°C Aussentemperatur! Zudem waren die etwas billiger. Manchmal gab es  aber solche &#8220;naturgekühlten&#8221; Taxis in einem technischen Zustand, den man  nur als desolat bezeichnen kann. <span id="more-2679"></span>Wenns ein Pferd gewesen wäre, hätte  man es aus Mitleid erschießen müssen. Und während man tagsüber dann in  manchem Taxi die Straße an der Stelle, wo man für gewöhnlich die Füße  hinstellte, bereits entdeckte, wurde es dann nachts doch leicht  abenteuerlich. Da viele Fahrer ohne Licht unterwegs waren, eigentlich  schienen nur die &#8220;Weicheier&#8221; Licht zu brauchen, und dann zusätzlich das  ganze Stadtviertel ohne Beleuchtung war, musste man manchmal die Füße  festhalten, um nicht beim fahrenden Auto, durch den nicht existierenden  Boden, auf die Straße zu treten &#8230;</p>
<p>Trotzdem fanden wir vor 15 Jahren, dass sich bereits &#8220;viel getan&#8221; hat.  Denn während in der Stadt Cebu, die Anzahl der Stromausfälle noch  überschaubar war, so konnte man die Situation in ländlichen Regionen, im  Vergleich dazu nur als katastrophal bezeichnen. Als wir damals eine  Woche im Norden Luzons ausspannten, konnten wir uns vom vorherigen  &#8220;Luxusleben&#8221; in Cebu überzeugen. So gab es damals nicht nur täglich  Stromausfall, uns kam es so vor, dass es die überwiegende Zeit überhaupt  keinen Strom gab. Der damalige Resortinhaber hatte einen extrem lauten  Motor als Stromgenerator, den er zwar preiswert einkaufte, aber seinen  Gästen damit auf die Nerven ging. So waren wir damals glücklich darüber,  die meiste Zeit in Cebu verbringen zu können.</p>
<p>Heute? Super-Luxus pur! Wir hatten in unserem Viertel im zurückliegenden  Jahr vielleicht 5 Stromausfälle. Davon war zwar einer in der ganzen  Stadt den vollen Tag über, die anderen aber waren relativ kurz. Aber  auch wenn diese kurz sind, können diese fatale Folgen haben. Da  elektronische Geräte am empfindlichsten auf die &#8220;Stromeskapaden&#8221;  reagieren, habe ich bei uns die Computer vor Überspannung geschützt. Ein  Forenteilnehmer, der das nicht hatte, dem hat es den Computer gekostet.  Aber nicht nur Computer sind empfindlich, sondern auch Fernseher.  Früher musste man bei Gewitter in Deutschland ja auch den Fernseher  ausschalten und den Stecker ziehen &#8230;</p>
<p>Nun ist es aber so, dass man nachlässig wird oder gar nicht mehr daran  denkt. So gab es kürzlich mal wieder einen Stromausfall bei uns. Der  Strom kam nach wenigen Minuten wieder, alles ok! Wirklich alles?  Zunächst checken: Computer läuft, Kühltruhe, Kühlschrank, Microwelle &#8230;  also doch alles ok. Abends will meine Frau Fernseh gucken: &#8220;Wie geht  denn der an?&#8221; will sie wissen. &#8220;So wie gestern und am Tag zuvor auch!&#8221;  hätte Mario Barth an der Stelle vielleicht gesagt. Weibliche Wesen und  ihre Fragetechnik! Aber erst mal schauen, vielleicht sind die Batterien  der Fernbedienung leer. Also austauschen, geht aber immer noch nicht.  Der hat doch noch einen Hauptschalter, wo war der nur? Ist bei diesem  Modell etwas versteckt &#8211; aha da ist er, aber der steht auf &#8220;ON&#8221;.  Mmmmmhhhm &#8230;. Stecker in eine andere Steckdose &#8211; geht immer noch nicht.  Da wirds heut nix mit Fernsehen.</p>
<p>Am anderen morgen Garantiezettel suchen. Yep, dachte der hätte nur 6  Monate Garantie, aber der doch 12 und somit noch den ganzen Monat.  Unsere Haushaltshilfe Tess, deren Mann jetzt endlich Arbeit gefunden  hat, wenn auch nur mit einem Einkommen von 50 Pesos pro Tag &#8230; Moment!  Wir leben in Cebu City, &#8220;Mindestlohn&#8221; sagt HIER aber was anderes. Tja,  aber die Chinesen auf dem Tennisplatz für die er irgendwelche Hilfsjobs  macht, die sagen noch mal was ganz anderes. Denn er beginnt dort um 2  Uhr mittags und arbeitet bis um 9 Uhr abends. Gut manchmal hätte er auch  100 Pesos &#8230; Ich fasse es nicht. Immerhin kennt er sich mit relativ  vielen elektrischen Geräten aus und kann die auch reparieren. So hat er  unsere Waschmaschine, die höllischen Lärm wegen eines quietschenden  Keilriemens machte, wieder besänftigt. Auch wenn am Auto oder sonst was  ist, hilft er gerne. Klar dass er von uns mehr bekommt als von den  Chinesen. Ausserdem wird er von uns nicht herablassend behandelt, wie so  manche Chinesen mit Pinoys umspringen &#8230;</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Das Handy 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 10:23:58 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lies mich diesmal aber nicht beirren (fürs nächste Jahr bin ich ja vorgewarnt, da darf dann der Guard am Tor besser aufpassen, sonst beginnt das neue Jahr für ihn mit Jobsuche!) und wir boten der Chaostruppe ein Frühstück an. Da die aber lieber Bier als Kaffee wollten (ich musste mich schon dagegen wehren, mein Bier aus meinem eigenen Kühlschrank zu trinken, welches die so freizügig verteilten!) und Nardos Haarschnitt auch nicht gerade das meinen Kindern vermittelte, was wir bislang als &#8220;intakte&#8221; Familienverhältnisse bezeichneten, gab es nachdem jeder von denen ein paar Peso bekam, doch einigen Erklärungsbedarf unseren Kindern gegenüber. Aber seitdem fällt im Zusammenhang mit &#8220;ausgefallenen&#8221; Haarschnitten öfter mal der Name &#8220;Nardo&#8221;, dessen Tochter man nach diesem doch &#8220;weiteren Ausholen&#8221; nun vielleicht etwas besser versteht.  Tja, aber meine Schwägerin hat irgendwie nicht nur ein kurzes Geburtstagsgedächtnis, sondern vergisst wohl auch gerne Telefonnummern. Denn nur kurz darauf sendet sie vom Handy ihres Mannes (und da fragte ich laut warum sie denn dann das Handy ihres Bruders überhaupt ausleihen musste? <span id="more-2635"></span>Ups &#8211; Stevaros Kotterschnauze schlug mal wieder unkontrolliert zu &#8230;) die Bitte, die Rufnummer von Nardos Schwester zuzusenden. Da müssen dann aber bei ihrem Bruder alle Lampen schlagartig auf &#8220;Rot&#8221; umgeschaltet worden sein, jedenfalls sagte er am nächsten Tag dorthin gehen zu wollen, da er sein Handy wieder bräuchte. Nun ging er am anderen morgen gleich los, sagte noch was von &#8220;Fahrrad reparieren&#8221; und war weg. Da er aber bei seiner Schwester wohl kein Essen erwarten kann und er in solchen Fällen immer sehr schnell an den &#8220;vollen Teller&#8221; zurück kehrt, dachte ich schon, dass er schnell wieder käme. Als er nach 4 Tagen immer noch nicht da war, dachte ich dass er vielleicht gar nicht dort ankam, wer weiß er sieht wirklich sehr schlecht, da kann schnell etwas passieren &#8230;</p>
<p>Also rief meine Frau dort an und erfuhr von ihrer Schwester folgendes:  Da sie (meine Schwägerin) und ihre Kinder so hungrig waren, haben sie  sich das Handy geliehen und das dann einem Pfandleiher gegen 500 Peso  Bargeld gegeben! Stop, stop, stop! Bevor die Frage jetzt von Euch kommt,  lest die Antwort: Nein &#8211; den Handybesitzer muss man nicht unbedingt  vorher deswegen fragen oder wegen solch einer Lapalie behelligen &#8230; so  dumme Gedanken hat man höchstens in Deutschland! Da sind wir aber gerade  nicht.</p>
<p>Inzwischen wollte der Pfandleiher aber mehr Geld zurück und traurig wie  es ist, hätte sie selbst die 500 Peso niemals zurück zahlen können,  geschweige denn mehr &#8211; wovon auch. Also war ihr bestohlener Bruder die  letzten Tage unterwegs als Eisverkäufer, um die Schulden seiner  Schwester zu bezahlen und sein Handy wieder auszulösen. Deshalb lag er  auch bereits um 7 Uhr abends, schon total erschöpft im Bett. Nun gingen  aber bei mir sämtliche Alarmbirnen auf Rot! Denn meine Schwägerin hat  bis kurz vor der Geburt immer mal bei uns im Haushalt geholfen. Aber  nach diesem Intermezzo wird sie unser Haus sicher nicht mehr  unbeobachtet betreten. Diese Elster lade ich doch nicht noch zum  Diebstahl ein!</p>
<p>Naja bin mal gespannt, welche Erfahrungen ihre Cousine in Singapur mit  ihr macht. Denn die hat meine Schwägerin kürzlich wohl in einem ziemlich  bemitleidenswerten Zustand erwischt: sie war noch schwanger, zuhause  gab es nur Geschrei und Schlägerei und so hat meine Schwägerin von ihrem  Mann wohl was auf die &#8220;12&#8243; gekriegt, was man an einer Beule auf der  Stirn auch sehen konnte. Und gerade in diesem Moment lief die Cousine  aus Singapur mit ihrer Schwester (das ist jene, welche ihr die  &#8220;bombensichere und wahnsinnig zuverlässige&#8221; Kalendermethode zur  Verhütung beibrachte, wegen der sie jetzt auch schwanger ist!) an deren  Haus vorbei und hörte das Theater. Wahrscheinlich beschwerte sie sich  mit ihrem &#8220;Horn&#8221; am Kopf über ihre böse Schwester und deren geizigen  deutschen Ehemann, der sie seelenruhig vor die Hunde gehen lässt &#8230; ich  weiß es nicht, ist mir ehrlich gesagt auch wurscht.</p>
<p>Jedenfalls hat sie die Cousine vermutlich eingelullt und die wird sie  jetzt als Haushaltshilfe nach Singapur holen. Ich danke Gott täglich auf  allen vieren für die Lösung und hoffe dass die Sache nicht noch vor dem  Abflug in die Hose geht! Aber man wird vorsichtig, denn auf den  Philippinen &#8220;kotzen&#8221; an jeder Straßenecke die Pferde vor die Apotheke  &#8230; Wobei ich mich dann doch manchmal frage: Sollten wir die einladende  Cousine eigentlich nicht vorher warnen, dass sie noch rechtzeitig  ausreichend Nägel und Hammer einkauft und alles was nicht mit Wurzeln in  der Erde festgewachsen ist oder wegen seines Gewichtes nicht zu  verschleppen möglich ist, festnagelt? &#8220;Mmmh &#8230; &#8211; Nein!&#8221; Ich lasse mir  nicht wieder von denen vorwerfen, mich in Dinge einzumischen die mich  nichts angehen. Ausserdem hat deren Schwester (die mit dem schwangeren  Kalender!) immer behauptet, dass meine Schwägerin sie bestohlen hätte.  Also hat die doch auch einschlägige Erfahrungen und diese bestimmt  gewarnt &#8211; oder?</p>
<p>Aber vielleicht kapiere ich dummer deutsche Junge sowieso nix: denn seit  wann ist es denn auf den Philippinen moralisch verwerflich einen  &#8220;Foreigner&#8221; zu bestehlen? Und genau da liegt ja mein Problem: das ist  nämlich gar kein Diebstahl! Das ist lediglich eine zeitlich unbegrenzte  &#8220;Dauerleihe&#8221;, bei der man wegen &#8220;I&#8217;m too shy&#8221; und &#8220;I forgot&#8221; vorher  nicht gefragt hat. Hat zwar lange gedauert, aber jetzt hab ich&#8217;s  kapiert!</p>
<p>Nun meine beiden fast blinden Schwager, sahen bei der Geschichte auch  nicht wirklich souverän aus, dass die sich nun mächtig schämten. Und so  zogen sie den Blitzentschluss, auf unser Grundstück nach Leyte zurück zu  gehen, um Kampfhähne zu züchten, Kranke zu heilen oder blinde Mädchen  zu schwängern &#8211; äh zu ehelichen &#8211; oder irgend einen anderen Unfug zu  treiben. Habe sie noch wissen lassen, dass sie aufgrund ihrer Blindheit  im Dschungel besonders gefährdet für Verletzungen und Erkrankungen sind,  deren Behandlung ich dann aber sicher nicht zahlen werde! Ob sie es  kapiert haben? Ich glaub es weniger &#8230;</p>
<p>Zeitsprung. So geht es weiter wie gehabt: eigentlich nix wirklich Neues  unter der Sonne. Und bevor die superschlauen Kommentare und  Rechtferigungen kommen: Ja ich weiß, das ist alles eine Ausnahme, denn  andere haben nur ordentliche Verwandtschaft wo sowas natürlich nicht  passiert! Mein Tip: klopft Euch schnell mal selbst auf die Schulter,  bevor die Realität Euch rechts überholt &#8230; denn inzwischen hat das  Pferd ultimativ vor die Apotheke gekotzt, weshalb morgen in der  Bildzeitung stehen wird: &#8220;Hungrig heimgekehrt: Blinde Brüder beenden  Trip&#8221; und &#8220;Cousine in Singapur verweigert Asyl&#8221;. Zu Deutsch: Shit  happens &#8230;</p>

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		<title>Das Handy 1. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 06:56:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute ist Montag, nach einem Wochenende, welches mal wieder besonderes Kopfschütteln bei mir auslöste. Denn vor gut 2 Wochen, hat meine Schwägerin mit 38 Jahren ihr neuntes (!!!) Kind bekommen oder war es doch schon das zehnte? &#8211; egal. Vom Handy ihres Mannes aus, schickte sie aus dem Krankenhaus heraus eine SMS, wohl in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Montag, nach einem Wochenende, welches mal wieder besonderes  Kopfschütteln bei mir auslöste. Denn vor gut 2 Wochen, hat meine  Schwägerin mit 38 Jahren ihr neuntes (!!!) Kind bekommen oder war es  doch schon das zehnte? &#8211; egal. Vom Handy ihres Mannes aus, schickte sie  aus dem Krankenhaus heraus eine SMS, wohl in der Hoffnung irgend etwas  materiell Zählbares dafür zu erhalten. Meine Frau fand das aber eher zum  Ignorieren &#8230; sie weiß wohl warum.</p>
<p>Naja etwa 3 Tage später schwebte dann die Schwägerin doch bei uns ein,  wie sich zeigen wird, finanziell völlig abgebrannt und hungrig. Das Kind  lies sie dann immerhin doch zuhause. Wir lassen sie bei uns mit essen  und geben ihr noch etwas Essen mit nach Hause, da warten schliesslich ja  ihre hungrigen Kinder. Später hören wir, dass sie bereits in der  Nachbarschaft und bei anderen Verwandten gebettelt hat. Die haben sie  dann zu uns geschickt, naja was solls &#8230; <span id="more-2631"></span></p>
<p>Sie weiß inzwischen dass wir ihren Bockmist, der sich offensichtlich in  immer kürzeren Zeitabständen wiederholt, nicht kommentarlos hinnehmen  und so macht sie normalerweise natürlich einen Bogen um uns. Wie meinte  sie doch kürzlich: sie hätte ihr Gesicht verloren und könnte uns deshalb  nicht mehr anschauen. Dachte noch: &#8220;Na Mädchen, alles halb so wild,  Hauptsache Du verlierst Deine Stimme nicht, mit der Du Deine Schwester  am Telefon immer anbettelst &#8230;&#8221; Ist das böse? Aber ja, das ist purer  Zynismus, was auch sonst!</p>
<p>Bevor sie geht, schwatzt sie ihrem Bruder, der materiell gerade seine  Kleider am Leibe &#8220;sein Eigentum&#8221; nennt und ein Handy, das er vor Jahren  geschenkt bekam, genau dieses ab. Sie müsse es ausleihen, da ihr Mann  wieder auf eine andere Insel zur Arbeit müsse und sie dann nicht  erreichbar sei &#8230; bla bla bla. Ich denk mir meinen Teil, aber was gehts  mich an, wenn erwachsene Menschen einen unlogischen Schwachsinn  miteinander vereinbaren. Von Anderen wissen wir ja auch, dass deren  Kinder auf Kosten von im Ausland arbeitenden Verwandten &#8220;ausgebildet&#8221;  werden, die wohl aber des Öfteren ihre Zeit beim &#8220;Zocken&#8221; zubringen und  das Ausbildungsgeld sonstwie verjubeln.</p>
<p>Da gibt es Geschichten von Leuten, die sich von den im Ausland lebenden  Verwandten Geld leihen, um Taxis zu kaufen. Kurz nach Bezahlung kommt  die Polizei beschlagnahmt alles, Taxi weg, Geld weg, aber das sind ja  alles nur ehrliche Menschen &#8211; nein eigentlich Heilige, für welche die  dumme Verwandtschaft im Ausland ihre Hände ins Feuer legt. (&#8220;Leute sagt  mir Bescheid, wenn die &#8220;durch&#8221; sind. &#8220;Adidas&#8221; sind lecker, ich bring  Ketchup mit!&#8221;) Wer hier die Wahrheit ausspricht, ist anschliessend der  Böse oder der Dumme oder Beides zugleich! Also halte ich doch meinen  Mund. Wenn die Pinoys so ticken und statt Löcher zu stopfen, nur andere  aufreissen&#8230; ? Mir egal. Mit der Zeit stumpft man ab, denkt sich seinen  Teil und hält die Klappe (nach dem Motto: wo ich mich raushalte, komm  ich schon mal in nichts rein &#8230;).</p>
<p>Nun war am letzten Montag der Geburtstag unseres Pflegekindes. Ihre  Mutter (meine Schwägerin, die &#8220;Handyleiherin&#8221;) rief an, wir dachten um  ihrer &#8220;leiblichen&#8221; Tochter zu gratulieren, doch weit gefehlt. Sie wollte  nur die Telefonnummer von ihrer Tante, da deren Bruder Nardo (ein  notorischer Säufer) im Krankenhaus lag und sein &#8220;Testament&#8221; seiner  Schwester erzählen wollte, das Geheimrezept für leckeres Hunde-BBQ oder  was weiß denn ich. Meine Frau gab ihr die Nummer, konnte sich dann aber  doch nicht verkneifen zu sagen, dass wenn man soviele Kinder hat, wohl  irgendwann den Überblick mit den Geburtstagen verliert (wir ergänzen uns  hier und da, wie man sieht &#8230;).</p>
<p>Wegen Nardo sollte man vielleicht wissen, dass er kürzlich in ein  Krankenhaus mit Wasser im Brustkorb eingeliefert wurde, welches sich  aufgrund einer TB bildete. Das Krankenhaus macht von aussen und von  innen eher den Eindruck, dass man hier alte und leidende Hunde  einschläfern lassen kann, aber weniger danach, wieder gesund werden zu  können. Jedoch wir leben in einem Entwicklungsland, also Augen zu und  durch &#8230;</p>
<p>Nachdem Nardos älteste Tochter neben seinem Krankenbett vor Erschöpfung  umgekippt war, ging meine Frau ins Krankenhaus und bezahlte erst mal das  Notwendigste (etwa 3.500 Peso). Nardo und seine Tochter waren gerührt,  wenn gleich die Tochter inzwischen von ihrem Vater mehr als enttäuscht  ist und auch sagte, dass sie ihn am Liebsten in eine Kiste packen und im  Meer versenken würde. Das hört sich herzlos an, aber das Mädchen hat  wirklich mehr um die Ohren, als es ertragen kann. So ist ihre Mutter vor  wenigen Monaten mit einem anderen Kerl durchgebrannt und hat die  kleinen Kinder beim versoffenen Mann zurück gelassen. An wessen Backe  klebt der Mist? Richtig &#8211; die älteste Tochter muss sich um den kranken  Vater, die Geschwister, den Haushalt, den Job usw. kümmern und  vielleicht noch aufpassen, dass der alte Säufer sie nicht noch zwischen  Tür und Angel an irgend einen Perversen verkauft &#8230;</p>
<p>Bei ihren Brüdern läuft auch nicht alles rund, dass zumindest einer  davon sich vor der Polizei auf einer Nachbarinsel verstecken muss, weil  er wohl etwas zuviel mit Drogen hantierte. Allerdings erzählt er immer  die Story, dass er des Hühnerdiebstahls bezichtigt würde, da er wegen  der vielen hungrigen Geschwister zuhause, sich an Nachbars Huhn vergriff  &#8230; Hahaha, Geschichten gibt&#8217;s &#8230; Der eine kauft gestohlene Taxis, der  andere klaut Hühner, die aber heimlich Shabu gefressen haben und sich  jetzt &#8230; (lassen wir&#8217;s, die Sache ist zu ernst, als dass man sie ins  Lächerliche ziehen sollte).</p>
<p>Nardo kam dann kurz nachdem seine Frau abgehauen ist, mit einem  &#8220;Irokesen-Haarschnitt&#8221;, seiner Schwester sowie einem weiteren Bruder an  Weihnachten zu uns. Allerdings nicht im Stil der drei Könige, die  Weihrauch, Myrrhe und Shabu oder so ähnlich bringen, sondern zum  Betteln! Vor Jahren, als wir in den Ferien hier waren und im Hotel  übernachteten, haben die uns schon mal &#8220;überfallen&#8221;! Ich saß morgens  nach dem Frühstück noch auf der Toilette, als jemand die Klotür aufriss.  Als ich auf die Toilette ging, wusste ich gar nicht, dass wir Gäste  haben &#8211; jetzt schon! Der Tag war gelaufen, aber nicht nur für mich, denn  ich habe die Säufertruppe damals kurzerhand aus dem Hotel geworfen.  Zwar war ich fortan der böse Foreigner ohne Manieren, allerdings haben  die Schluckspechte zwischenzeitlich auch nichts in Sachen &#8220;Manieren&#8221;  dazu gelernt. Oder warum nur meinten die wohl, dass man einen  Weihnachtstag bei der Verwandtschaft mit Betteln beginnen soll? Wie auch  sonst &#8211; so dumm kann ja nur ich fragen!</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Ocean Adventure</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 07:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf halber Strecke von Zambales nach Manila, wo wir Freunde besuchten, liegt die Subic Bay. Dort wollten wir uns auf der Rückfahrt das &#8220;Ocean Adventure&#8221; mal genauer anschauen. Dies war uns bekannt als Delphinshow, hat aber viel mehr zu bieten. Wir waren früh morgens bereits vor Ort, der Parkplatz war noch leer. So versuchten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf halber Strecke von Zambales nach Manila, wo wir Freunde besuchten,  liegt die Subic Bay. Dort wollten wir uns auf der Rückfahrt das &#8220;Ocean  Adventure&#8221; mal genauer anschauen. Dies war uns bekannt als Delphinshow,  hat aber viel mehr zu bieten. Wir waren früh morgens bereits vor Ort,  der Parkplatz war noch leer.</p>
<p>So versuchten wir uns zunächst zu orientieren, wo welche Attraktionen  auf uns warten. Wir erfuhren, dass es zwei zeitlich fixierte Shows gab:  die Wal- und Delphinshow sowie die Seelöwen-Vorführung. Alles weitere  konnten wir frei nach Belieben planen.</p>
<p>Wir starteten einen Rundgang durch das &#8220;Ocean Discovery Aquarium&#8221;. Wer  beispielsweise in Deutschland schon einmal in einem &#8220;Sealife&#8221; war, wird  hier gewisse Ähnlichkeiten entdecken. Da gibt es ebenso ein großes  Aquarium für kleine Haie, aber auch kleinere Becken <span id="more-2393"></span>für viele andere  Fische und &#8220;Seekreaturen&#8221;. In manche Aquarien schaut man rein,  konzentriert sich eine Weile, denkt das ist leer &#8211; bis man dann doch die  Tarnung erkennt. Viele Arten der &#8220;South China Sea&#8221; kann man hier  entdecken. Sehr spannend empfanden wir die Rochen, die sich vor unseren  Augen in den Sand eingruben. Lediglich die Augen waren noch zu erkennen,  aber auch nur, da wir sie beim &#8220;Abtauchen&#8221; beobachteten. Andere  Besucher, die später dazukamen, sahen an der Stelle leider nichts.</p>
<p>So kann man nicht nur die Tarnung der Rochen sehen, auch andere  teilweise gefährliche Fische konnte man sehen, wie sie durch ihre  Auffälligkeit warnten oder sich ganz unauffällig tarnten. Für die Kinder  ist das sehr interessant, da sie hier natürlich auch lernen, das Meer  mit etwas Vorsicht zu sehen und dabei bemerken, dass es auch schöne und  bunte Fische gibt, denen man aber besser aus dem Weg geht.</p>
<p>Obwohl wir in Subic das schönste Wetter hatten, war der Besuch noch  immer dürftig. So gingen wir zur Seelöwen-Vorführung, die um 11 Uhr  begann. Hier trafen wir dann schon auf etwas mehr Publikum, da ganze  Schulklassen darunter waren. 2 Tiertrainer machten verschiedene  Vorführungen, der Eindruck einer Zirkusvorführung war nicht ganz von der  Hand zu weisen. Trotzdem hatten wir hier den Eindruck, dass sich die  Tiere wohlfühlten und gut mit ihnen umgegangen wird.</p>
<p>Die Vorführung war zwar von den Tricks und Kunststücken der Seelöwen  mehr auf Kinder abgestimmt, trotzdem hat man einen Teil der Show dazu  genutzt, das Bewusstsein der Besucher auf die Naturerhaltung zu lenken.  So gab es in einem Teil das Thema &#8220;Mülltrennung und Recycling&#8221;. Also  lies man z.B. die Seelöwen den Plastikmüll in einen separaten Behälter  sortieren und Naturstoffe wiederum in einen anderen. Fanden alle ganz  toll, wie die Tiere sowas &#8220;eigenständig&#8221; hinbekommen und applaudierten  kräftig.</p>
<p>Vor der Show haben Angestellte Eis und Getränke verkauft, die nun leer  waren. Die leeren Flachen und Becher wollte man nicht die ganze Zeit in  den Händen halten, ausserdem braucht man die ja für den  &#8220;Müllsortier-Applaus&#8221; und legte die deshalb verständlich, übergangsweise  auf den Boden. An der Stelle hatte ich noch die Überlegung, &#8220;mal  gespannt ob die so schnell das kapieren&#8221;! Nun, seien wir nicht unfair  innerhalb von 2 Minuten kann selbst das gesündestet Gehirn etwas  vergessen. Wir warteten bis alle raus gegangen waren: es sah aus wie  nach einem Bombenangriff. Überall lagen leere Flaschen und Eisbecher  rum. Oh weia &#8211; alles für die Katz! Oder haben die das etwa gar nicht so  verstanden und der Müll hätte auch aus Gold, Silber oder irgendwelchen  Backsteinen bestehen können? Aber vielleicht habe ich ja irgend etwas  nicht so ganz kapiert &#8230;</p>
<p>Nach dem Frust erst mal raus und Mittagessen. Denn danach kommt ja DIE  Attraktion überhaupt! Während der ganzen Zeit im Restaurant, nur ein  Thema: Delphine! Kinder mögen Delphine, weil die immer nett aussehen, so  intelligent seien und so &#8220;kuschelig&#8221;!<br />
Ich fragte: &#8220;Wie jetzt &#8211; kuschelig? Das ist ein Fisch! Du meinst das Kuscheltier.&#8221;<br />
Kinder reden manchmal aus anderen Welten: &#8220;Ja. &#8211; Nein! Die kann man auch streicheln!&#8221;<br />
&#8220;Klar kann man das! Den Mond und die Sonne aber auch &#8230; !&#8221;<br />
Die Antwort &#8220;Blödmann&#8221; unterdrückten sie.<br />
&#8220;Aber auf dem Bild am Eingang konnte man das sehen &#8230;&#8221; meinte unser Jüngster, dem wohl nichts entgeht!<br />
&#8220;Dann wird es wohl so sein &#8230;&#8221; räumte ich ein.</p>
<p>Nachdem das jetzt geklärt war, konnten wir endlich essen. Denn danach,  waren die Kinder nicht mehr zu halten. Sie gingen schon mal vor und wir  sahen die Delphine und Killerwale bereits im Becken. Aber eigentlich war  das gar kein Becken, sondern eine Abtrennung eines großen Areals  innerhalb des Meeres. Wir waren uns sicher, dass wenn die Tiere wollten,  sie jederzeit über die Sperre ins freie Meer springen könnten und dann  wegschwimmen. Aber warum sollten die sowas tun? Wie gesagt, wir hatten  auch hier den Eindruck, dass die sich sehr wohl fühlen, Futter haben,  bestens versorgt werden und &#8220;tolle Unterhaltung&#8221; haben.</p>
<p>Wir gingen an der noch nicht gefüllten Tribüne vorbei zum Wasser runter,  um die spielenden Delphine zu bewundern. Da kamen die doch glatt zu uns  her geschwommen und machten ihre Mätzchen. Die Kinder waren weg vor  Begeisterung. Wahnsinn, ganz unkompliziert wie Kinder ja auch, kamen die  Tiere her. Plötzlich piepste ein Delphin los, keine Ahnung was der  signalisieren wollte. Doch was war das? Da gibt dem doch einer Antwort  und zwar ein Killerwal! Ein Schauspiel begann, zum kaputt lachen. Die  beiden piepsten auf einander ein, dass man denken konnte, die disktieren  ob das jetzt um 1 Uhr oder um 2 losgeht:</p>
<p>&#8220;Ich sag Dir doch um 1!&#8221;<br />
&#8220;Quatsch, um 2 wie jeden Tag!&#8221;<br />
&#8220;Und warum sind die Leute da?&#8221;<br />
&#8220;Damit Du Dich nicht langweilst.&#8221;<br />
&#8230; keine Ahnung was die zwei wirklich wollten, ob die sich ihre  Familiengeschichte erzählten oder das ganz schlichte Tierlaute waren.  Aber alleine diese Situation war den Eintritt wert.</p>
<p>Die Delphine hatten Junge dabei, die noch &#8220;niedlicher&#8221; als ihre ohnehin  schon &#8220;sympathischen&#8221; Eltern waren. Dann schwammen die rüber zu einer  Rampe, wo wie wir später sahen, dass die Tiere während der Show dort  gefüttert werden. Die sprangen da drauf und ließen sich wie auf einer  Rutschbahn ins Meer zurück rutschen. Ein Delphin sprang da drauf und  rutschte auf seinem Rücken da runter. Das Jungtier probierte den selben  Blödsinn nachzumachen, schaffte es aber nicht. Also kam die Mutter des  Babydelphins und schob den da hoch. Wir waren begeistert von der  sympathischen Art der Tiere und ich verrate kein Geheimnis: Delphine  sind etwas wirklich Besonderes, wo man aber auch nicht das geringste  Verständnis dafür haben kann, wenn man manchmal im Fernsehen sieht, wie  barbarisch die abgeschlachtet werden.</p>
<p>Wir wollten zurück auf die Tribühne, was war denn das? Die ganze Bühne  voll! Wo kamen die plötzlich alle her? Keine Ahnung. Wir mussten uns  verteilen und warteten dann noch eine halbe Stunde bis es los ging.  Hinter mir sass ein Amerikaner, dachte noch &#8220;Kenne ich den oder hab ich  den schon mal gesehen?&#8221; Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die  Fernsehserie das &#8220;A-Team&#8221;? Das waren vier ganz unterschiedliche  Charaktere, wovon einer extem mit Schmuck behangen war, sein Name weiss  ich aber nicht mehr. Und dieser Herr hinter mir, mit seiner sehr  rustikalen Stimme, sah genauso aus! Auffällig bis zum geht nicht mehr.  Entweder war es das kitschige Original (kitschig wegen seines goldenen  Modeschmucks) oder eine billige Kopie. Aber egal &#8211; deswegen kriege ich  kein Kopfweh.</p>
<p>Die Show begann. Zunächst lies man die Delphine und Killerwale eine Art  Wettschwimmen veranstalten, in allen Variationen. Die Delphine schwammen  dabei sogar rückwärts, wobei lediglich die Schwanzflosse im Meer war,  d.h. der Rest stand senkrecht aus dem Wasser. Die beiden Trainer gingen  ins Wasser und liesen sich von den Tieren durch die Luft schleudern.  Auch Luftsprünge jeglicher Art machten die Tiere. Wir hatten den  Eindruck, dass nicht nur uns diese Show sehr gefallen hat, sondern den  Delphinen selbst &#8211; klar, wegen den verfütterten Heringen, aber auch weil  es ihnen Spaß machte.</p>
<p>Zum Schluß konnte man sich dann noch mit einem leibhaftigen Delphin  fotografieren lassen, der aus dem Wasser herausragte und einem mit  seiner Nase gegen die Hand drückt. Dabei darf man dann auch mal die  Zunge des Delphins streicheln, usw. Da man nicht allzu oft dazu kommt,  dachte ich das ist es als Erinnerung allemal wert und so kamen unsere  Kinder auch mal in den Genuß, echte Delphine zu streicheln und sich mit  ihnen fotografieren zu lassen.</p>
<p>Auf dem Rückweg zum Ausgang mussten wir dann logischerweise bei den  Souveniren noch Halt machen. Was tut man nicht alles zum Glück seiner  Kinder und dem Wohlstand der Verkäufer &#8230;</p>

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		<title>Golfturnier und Sozialhilfe 2. Teil</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 07:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um 8 Uhr &#8220;klingelt&#8221; mal wieder das Handy meines Sohnes &#8211; wobei genau genommen klingelt es nicht, sondern es &#8220;geräuscht&#8221; so vor sich hin! Nicht halb 9 sondern um 9. Und auch nicht bei Jasmin sondern bei Mickey. &#8220;Und wo wohnt der?&#8221; frage ich. &#8220;Tja wenn ich jetzt Load hätte, könnte ich fragen.&#8221; meint er. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 8 Uhr &#8220;klingelt&#8221; mal wieder das Handy meines Sohnes  &#8211; wobei genau genommen klingelt es nicht, sondern es &#8220;geräuscht&#8221; so vor  sich hin! Nicht halb 9 sondern um 9. Und auch nicht bei Jasmin sondern  bei Mickey. &#8220;Und wo wohnt der?&#8221; frage ich. &#8220;Tja wenn ich jetzt Load  hätte, könnte ich fragen.&#8221; meint er. Hat er wohl vergessen mitzunehmen  beim letzten Tauchgang in den Marianengraben, denke ich mir. &#8220;Hier nimm  mein Handy, sonst klappt das doch nicht.&#8221; Also er erfährt, Mickey wohnt  in Talamban. &#8220;Wo genau? Adresse wäre gut, sonst bleiben wir zuhause.&#8221;  Nach weiterem Nachfragen, folgt die Adresse.</p>
<p>Da mir die morgendliche Suche zu blöd ist, steigen wir ins Taxi. Ich  frage den Taxifahrer, ob er die Adresse kennt. Klar kennt er, ich kannte  sie zwar nicht, aber das heißt nicht viel. Nun wir fahren da hin, da  ist auch schon ein unspektakuläres Schild mit dem Namen der Subdivision.  Eine schmale Straße geht den Weg hoch. Stop &#8211; Schlagbaum mit Wachhaus  und mehreren Guards. <span id="more-2156"></span>Aha. &#8220;Müssen wir da rein?&#8221; will der Fahrer von mir  wissen. &#8220;Wir müssen zu der angegebenen Adresse, wie ist mir egal.&#8221; meine  ich.</p>
<p>Der Fahrer hält am Guardhaus an und fummelt seinen Ausweis raus. Er  tauscht ihn beim Guard gegen eine numerierte Karte, der von uns nicht  nur die Adresse will, sondern den exakten Namen. Der Guard erklärt uns  kurz den Weg. &#8220;Da kommt nicht mal eine Maus unerkannt durch&#8221;, denke ich  noch. Wir fahren ein paar Meter rein, da wird es klar: Luxusbunker an  Luxusvilla. Das was Du hier siehst, ist nach aussen abgeschottet, dass  man es kaum wahrnimmt. Aber das was wir hier sehen, würde auch in  Deutschland bewacht werden müssen!</p>
<p>Wir fahren die Strasse rein, kein Name, keine Hausnummer, nichts! Aber  gerade rechts und links je 1 Haus, Ende der Straße, keine  Wendemöglichkeit. Aber hier muss es sein. Wir schauen durchs Tor,  mehrere große Autos, Video überwachte Luxusvilla, alles gut gepflegt &#8211;  wohnt hier Dagobert Duck? Kurz nachdem wir am Tor geklopft haben, kommt  jemand und fragt, zu wem wir wollen. Er öffnet das Gate, mein Sohn geht  rein &#8211; ich fahr nach Hause.</p>
<p>Als ich ihn mittags wieder abholen möchte, gleiches Spiel am Schlagbaum.  Aber immerhin weiß ich ja jetzt wo das Haus ist. Der Fahrer hält vorm  Tor. Da keine Klingel da ist, versuche ich meinen Sohn anzurufen. Erst  wieder &#8220;geile&#8221; Musik, dann Ansage, dann gar nichts mehr. Toll. Ich stehe  in der schmalen Sackgasse, doch was nun? Ich höre innen die Stimmen und  denke, wenn ich rufe dann hören die mich vielleicht. Ich rufe laut &#8211;  keine Reaktion. Noch lauter &#8211; nichts. Ich hämmere mit der Faust ans Tor &#8211;  die Nachbarn gegenüber schicken schon mal ihr Personal vor, um den  &#8220;Störenfried&#8221; zu beobachten &#8230;</p>
<p>Nach einigen Minuten, kommt dann doch mein Sohn ans Tor, er müsse sich  noch umziehen, in 2 Minuten sei er zurück. Ich setzte mich erleichtert  wieder zurück ins Taxi. Hinter uns höre ich das tiefe Brummen eines  großen Wagens. Das Auto kommt näher und gibt Lichthupe, worauf der  Taxifahrer die Einfahrt frei macht. Auf dem roten Nummernschild kann man  die politische Funktion seines Besitzers lesen. Der Fahrer des Autos  hinter uns steigt aus und kommt direkt auf mich zu. Er will wissen was  ich hier mache. Ich erkläre ihm, dass der Sohn des Hauses und mein Sohn  in der gleichen Schule sind und so weiter &#8230; &#8220;Ah ok!&#8221; Die finstere Mine  erheitert sich, er wird freundlich und öffnet das Tor. Inzwischen ist  mein Sohn auch fertig und wir fahren zurück, nachdem das Auto mit dem  roten Schild hinter dem Eingangstor verschwunden ist.</p>
<p>Das sind die Momente, wo man sich fragt, gibt es denn zwischen dem  Luxusleben, zwischen Jugend-Golfturnier in USA und dieser &#8220;Video  überwachten Villa&#8221;, sowie den verhungernden Menschen, denn kein normales  Leben im Land? Es gibt es, aber in einem kleinen Segment und in einer  ganz anderen Form, als wir es in Europa kennen. Diese Hyperreichen gibt  es auch in Deutschland. Allerdings die verhungernden Menschen gibt es  dort nicht. Höre ich gerade einen Aufschrei?</p>
<p>Nun, sagen wir es mal so: Die Frau, der wir diese Woche einen  Arztbesuch, Medikamente und etwas Essen spendierten, um den Tod durch  chronische Mangelernährung nochmal abzuwenden, sie würde jederzeit mit  JEDEM Sozialhilfeempfänger in Deutschland tauschen. Denn sie weiss  jetzt, sollte sie keine dauerhaft vernünftige Ernährung hinbekommen und  sie weiss bis jetzt noch nicht wie sie das schaffen könnte (ich übrigens  auch nicht), der Tod zurück kommt um sie zu holen &#8230;</p>

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		<title>Golfturnier und Sozialhilfe 1. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 11:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade komme ich mit meinem Sohn von seinem Schulprojekt zurück. Genauer gesagt, &#8220;zurück&#8221; &#8211; JA, &#8220;Schulprojekt&#8221; &#8211; da rumorts gerade im Bauch &#8230; dazu später mehr. Denn vor 2 Wochen hat die Klasse meines Sohnes eine Gruppenarbeit in Filipino bekommen. Eine Gruppe besteht aus 5 Leuten und soll von diesen auch erledigt werden. Die Teilnehmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade komme ich mit meinem Sohn von seinem Schulprojekt zurück. Genauer  gesagt, &#8220;zurück&#8221; &#8211; JA, &#8220;Schulprojekt&#8221; &#8211; da rumorts gerade im Bauch &#8230;  dazu später mehr.</p>
<p>Denn vor 2 Wochen hat die Klasse meines Sohnes eine Gruppenarbeit in  Filipino bekommen. Eine Gruppe besteht aus 5 Leuten und soll von diesen  auch erledigt werden. Die Teilnehmer seiner Gruppe bestehen, wie es an  einer internationalen Schule nicht so arg überrascht, aus ganz  unterschiedlichen Nationalitäten: Filipinos, Chinesen, Koreanern und  einem Deutschen. Sie sollten ein Thema in filippinischer Sprache  vortragen und gleichzeitig verfilmen.</p>
<p>Nun wie das bei Menschen im Alter von 14/15 Jahren so läuft, da hat  einer gerade &#8220;kein Bock&#8221;, der andere will in eine Spielhölle oder  Billiard spielen, der nächste hat Termine für ein Golfturnier &#8230;<span id="more-2154"></span> &#8220;Moment, Golf? Turnier? 14 Jahre?&#8221; Wenn ich sage, ich würde das  verstehen &#8230;? Wo leben wir? Ich dachte bisher immer auf den  Philippinen! Aber man soll ja nie aufhören damit, sich zu hinterfragen  &#8230; &#8220;Da findet Ihr nie einen Termin.&#8221; dachte ich. Naja die erste Woche  war um, ohne besondere Ereignisse. Was sag ich, nein überhaupt ohne  Ereignisse! Ok, man hat ja noch eine Woche. Aber die neigt sich nun auch  dem Ende entgegen.</p>
<p>Also am Montag ist Abgabe, jetzt am Freitag abend fällt den Herrschaften  ein, man hat nur noch 2 Tage. Genaugenommen einen, denn Sonntag sei  hier im Land &#8220;Familientag&#8221;. Also Samstag ist der &#8220;Action-Tag&#8221;. Doch wo  und wann? Er kommt am Freitag nach Hause und meint, er wartet noch auf  eine SMS, um näheres zu erfahren. Jetzt sind das lediglich 5 Schüler und  die kriegen keinen gemeinsamen Termin gebraten? Ich sage ihm, dass ich  nicht so viel Lust verspüre, am Samstag irgendwelche Suchaktionen durch  Cebu City zu veranstalten.</p>
<p>Es ist bereits nach 8 Uhr abends, sein Handy meldet sich: aha eine SMS.  &#8220;Also morgen früh um 8 bei Jasmin&#8221;, meint er. &#8220;Und wie lautet die  Adresse?&#8221; frage ich. &#8220;Ja ,die schickt die noch nach.&#8221; &#8220;Aber wann?&#8221; will  ich wissen. Das sind ja alles nich so unbekannte Dinge, wo man sich  fragt: &#8220;Waren wir früher denn auch solche Schnarchtüten?&#8221; Keine Frage,  wir waren kein Gramm besser und waren, wenn auch die Umgebung anders  aussah, die gleichen Schlacker! Zum Glück hatten die heutigen  &#8220;Maulhelden&#8221;, die meinen wie doch die Jugend heute so verkommen sei,  früher Eltern, die auf ihre &#8220;Sorgenkinder&#8221; aufpassten und rechtzeitig  eingriffen. (Hoffe jetzt nur, mich verrät keiner!)</p>
<p>Aber wie ging es denn am Freitag weiter? Um halb 12 in der Nacht  klingelt das Handy meines Sohnes. Zum Glück schläft er nicht sooooo  tief, das er davon aufwacht und dann ein Nachricht eines unbekannten  Absenders lesen kann. Diese sagt, dass er sich mit seinen Kollegen am  anderen morgen um halb 9 bei Jasmin treffen soll. Am anderen morgen  sitzten wir am Frühstück und diskutieren darüber wie man sowas künftig  besser machen könnte.</p>
<p>Dies könnte z.B. damit beginnen, dass man mit einem &#8220;tauglichen&#8221; Handy  aus dem Haus geht. Nun könnten wir noch weiter diskutieren, was denn  &#8220;tauglich&#8221; überhaupt heißt. Denn in diesem Alter kann man sogar  Diskussionen vernehmen, wo man sich nicht so sicher ist, ob denn 1+1  auch wirklich immer und überall 2 ergibt! &#8220;Ja warst Du denn schon auf  dem Mond, ganz unten im Marianengraben oder ganz oben auf dem Mount  Everest und hast das überprüft &#8230; ?&#8221; Aber mit solchen sinnigen  Diskussionen beginnen wir lieber erst gar nicht &#8230;</p>
<p>&#8220;Also tauglich heisst für mich, der Akku ist geladen und ich habe  ausreichend Load, um meine Eltern zu erreichen. Und wenn Du das vom  Marianengraben oder vom Mond aus vorher prüfen willst, dann wünsche ich  Dir eine gute Reise dahin &#8230;!&#8221; Ja, Load ist natürlich immer ein  Problem, der Akku hält meistens ein paar Stunden länger! &#8220;Wieso kriegst  Du das mit dem Load nicht in den Griff!&#8221; will ich wissen. Da habe ich  mich darüber bei <a href="http://smart.com.ph/" target="_blank"><img src="http://www.philippinenforum.net/alink.gif" border="0" alt="" /></a><acronym title="Mobilfunkanbieter"> Smart</acronym> informiert, wie man alle Klingeltöne, Bildschirmschoner und  was-weiss-ich-für-Abos raushauen kann und 1 Woche später haben wir den  gleichen Müll wieder.</p>
<p>Letzte Woche hatten wir erst das Problem, da willst Du den Burschen am  vereinbarten Platz abholen, rufst vorher nochmal an und schon geht  irgendeine &#8220;geile&#8221; Musik ab. &#8220;Klingeln war früher, heute hörst Du geile  Musik!&#8221; Aha, was Technik nicht alles für Wunder parat hat. Aber nach  einer Weile schaltet dann die Wundertechnik von der &#8220;geilen&#8221; Musik auf  eine langweilige Ansage um, die sagt &#8220;Teilnehmer out of order&#8221; oder so  ähnlich &#8230; Also früher fand ich besser, da hat nichts geklingelt,  sondern da hörst Du gleich dass Dein gewünschter Teilnehmer nicht  erreichbar ist. Aber das ist ja billig! Apropos &#8220;billig&#8221;, dass dieser  ganze &#8220;Handy-Schnickschnack-Quatsch&#8221; Geld kostet, versteht sich  eigentlich von selbst. Dass es aber nun so viel Verwunderung auslöst,  dass in kürzester Zeit kein Load mehr da ist, das finde ich wiederum  verwunderlich &#8230;</p>
<p>(Fortsetzung folgt)</p>

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		<title>Madge 2. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 07:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Madge kommt an. Ein kurzes Hallo, irgendwie war sie in der Vergangenheit lustiger, fällt mir so auf. War es weil wir sie in der KTV-Bar ihres Vaters trafen? Nee, Madge ist alles, nur kein Kind von Traurigkeit! Das glaube ich nicht! Ob ich was trinken will. Gut ich trinke ein Bier. 40 Pesos. Lassen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Madge kommt an. Ein kurzes Hallo, irgendwie war sie in  der Vergangenheit lustiger, fällt mir so auf. War es weil wir sie in  der KTV-Bar ihres Vaters trafen? Nee, Madge ist alles, nur kein Kind von  Traurigkeit! Das glaube ich nicht! Ob ich was trinken will. Gut ich  trinke ein Bier. 40 Pesos. Lassen die mich jetzt zahlen? Klar, ein Bier  und alle anderen Getränke auch. Wir wollten ja was essen, werden uns  aber in dieser inzwischen doch recht merkwürdigen Umgebung und komischen  Stimmung nicht so richtig einig. Doch, wir werden uns einig, dass wir  nämlich unser Vorhaben auf nächsten Sonntag vertagen und fahren nach  Hause.</p>
<p>Nun am nächsten Sonntag besuchen wir Madge in ihrem neu gebauten Haus,  das sie uns stolz präsentiert. Die Zimmer sind für unsere Verhältnisse  zwar extrem klein, aber was solls. Nur warum ist das ganze Haus leer,  ausser der Küche? Sie erzählt meiner Frau, dass ein Nachbar ihren Mann  verpfiffen hätte und er von der Polizei hier festgenommen wurde. Seitdem  bleibt keiner mehr hier über Nacht. <span id="more-2052"></span></p>
<p>Apropos Madges Mann: entweder hatte der an diesem Tag Freigang, hat sich  aus dem Knast gekauft oder wurde frei gesprochen. Was wirklich los war  weiss ich nicht und Madges Version will ich hier erst gar nicht  aufschreiben, denn die glaube ich ja selbst nicht. Aber er war da,  unübersehbar! Von der Figur her ein Exemplar für eine  Basketball-Mannschaft. Was ein muskelbepackter Riese!</p>
<p>Und Madge? Ein Beispiel einer treuliebenden Ehefrau. Keine vorlauten  Witze, kein Schenkelklopfen, kein Schulterklopfen bei anderen Männern,  nichts. &#8220;Oder hat die vielleicht noch eine Schwester?&#8221; frage ich meine  Frau. Ein müdes Lächeln &#8230; Das war also der Grund für Madges kürzlichen  Charakterwechsel! Immer wenn sie unter Beobachtung ihrer Familie stand,  war sie die &#8220;brave Madge&#8221;. Sobald sie diese Umgebung hinter sich hat,  dreht sie auf &#8230;</p>
<p>Wir essen zusammen. Einen Tiefseefisch gibt es zu unserer Ehre. Hab ich  noch nie gegessen. Der schmeckt aber super! Braunes Fleisch hat der und  Zähne eines Raubfisches. Ich krieg mich kaum mehr ein, vor Begeisterung.  Das war jedefalls ein gelungenes Essen!</p>
<p>Nach dem Essen fragt Madge, ob wir schon mal den Leuchtturm von Liloan  gesehen haben. Da wir den nicht kennen, fahren wir gemeinsam da hin. Wir  parken und laufen los. Der Turm steht in einem &#8220;Naturschutzgebiet&#8221;,  durch das wir eine Wanderung machen. Wir laufen vor ans Meer und sehen  die Böschung nach unten, wo das Meer an die Felsen donnert. Ein  Naturschauspiel. Den Turm selbst finde ich persönlich nun zwar nicht so  sensationell, aber die Landschaft hier ist wirklich schön. Leider  beginnt es zu regnen und wir müssen noch den ganzen Weg zurück laufen.  So verabschieden wir uns von Madge und ihrer Familie, bedanken uns für  das tolle Essen und den netten Ausflug und fahren wieder zurück nach  Cebu City.</p>
<p>Ein paar Tage später klingelt das Telefon. Madge ist dran. Sie fragt  meine Frau, relativ schnell, ob sie ihr 20.000 Pesos leihen kann, denn  ein Nachbar hätte seine ganze Wohnung aufgelöst und alles zum Verkauf  bei ihr eingestellt. Sie müsse ihm nur noch die 20.000 geben. &#8220;Madge,  wir können nichts verleihen, &#8230;&#8221; aber meine Frau kann den Satz nicht zu  Ende bringen. Madge meint, das sei kein Problem, denn sie würde uns  dann gleich den Scheck unseres Vermieters geben (mit dem sie ja  Geschäfte macht und sie regelmässig bezahlt), den wir dann im nächsten  Monat einlösen könnten. &#8220;Madge, wirklich notwendig ist der Kauf ja  eigentlich nicht für Dich &#8230;&#8221; will meine Frau ergänzen, als sie wieder  unterbrochen wird. Also wenn wir schon nicht ihr das Geld leihen  wollten, dann sollten wir doch die einmalige Gelegenheit nutzen und das  Zeug kaufen. Denn da ist ein Motorrad dabei, Möbel, usw. Spätestens  jetzt beginnt die Geschichte dubios zu werden! Meine Frau sagt dann noch  &#8220;Madge, bitte belasse es dabei. Wir haben kein Interesse an Motorrädern  oder Möbel. Auch haben wir kein Geld, um es verleihen zu können.&#8221; Ende?  Noch nicht. Madge hat den Schlußsatz: &#8220;Komisch ist aber, wenn ihr  soviel Geld fürs Condo bezahlt, noch nicht mal 20.000 fürs Motorrad  übrig habt!&#8221;</p>
<p>Mein Frau meint, hätte der Guard gesagt wir zahlen 100.000 dann hätte  sie heute wohl noch mehr angefragt. Wir denken da wollte jemand  irgendwelche Hehlerware loswerden oder andere krumme Geschäfte drehen.  Wirklich herausfinden werden wir es nicht, denn der obige Satz war auch  gleichzeitig der letzte, den wir von Madge hörten. Die andere Seite ist:  bei manchen Dingen will ich gar nicht weiter recherchieren &#8230;</p>

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		<title>Madge 1. Teil</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 10:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor rund 2 Jahren hatten wir in Talsisay ein Haus gemietet für 2 Monate und unsere Ferien darin verbracht. Eines Tages, wir waren mehr zufällig zu Hause, kommt eine junge Frau vorbei. &#8220;Das ist Madge.&#8221; sagt meine Frau. Um irgendwelche Ecken sei sie mit ihr verwandt. Madge ist etwa 35 Jahre alt, nicht unattraktiv und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor rund 2 Jahren hatten wir in Talsisay ein Haus  gemietet für 2 Monate und unsere Ferien darin verbracht. Eines Tages,  wir waren mehr zufällig zu Hause, kommt eine junge Frau vorbei. &#8220;Das ist  Madge.&#8221; sagt meine Frau. Um irgendwelche Ecken sei sie mit ihr  verwandt.</p>
<p>Madge ist etwa 35 Jahre alt, nicht unattraktiv und sehr witzig.  Eigentlich ist sie total überdreht, haut jedem auf die Schulter und  lacht sich bei jedem zweiten Satz, unter Klopfen auf den Oberschenkel,  kaputt. Trotzdem oder gerade deswegen(?), hat sie durchaus etwas an  sich, was sie nicht unsympathisch macht. Wir scherzen so auch den halben  Nachmittag und die Zeit ging sehr schnell und kurzweilig vorbei.</p>
<p>Madge meinte noch, wenn wir nächstes Jahr nach Cebu auswandern, dann  müssten wir unbedingt ein Haus bauen! Mieten sei viel zu teuer. Ich  erklärte ihr, dass das ja nicht nur eine Frage der Miethöhe sei, sondern  auch eine des Preises für Grundstück und das Bauen selbst. <span id="more-2047"></span>Ausserdem,  werde ich, solange ich nicht 100% sicher bin, hier für immer zu bleiben,  keinen <a href="http://www.bsp.gov.ph/bspnotes/brief_evo.asp" target="_blank"><img src="http://www.philippinenforum.net/alink.gif" border="0" alt="" /></a><acronym title="Der  Philippische Peso ist das gesetzliche Zahlungsmittel der Philippinen"> Peso</acronym> investieren. Hat sie es kapiert was ich meinte? Sie ist  selbstständig und hat mit ihrem Bruder eine Firma, wo sie  Personalleasing betreibt. Trotzdem, hat sie meine Worte zwar vernommen,  aber nichts verstanden&#8230;</p>
<p>Mich wunderte, warum kommt Madge uns besuchen, wo eigentlich kein Mensch  weiß wo wir wohnen und wie lange? Immer wenn Dich hier einer besucht,  will er was von uns! Was will Madge? Wir erfuhren dann in weiterer  Recherche, dass Madges Ehemann, mit dem sie 3 Kinder hat, im Knast  sitzt. Er wartet dort auf seinen Prozess wegen Drogenhandels. &#8220;Aha, die  braucht Kohle, um ihn da raus zu hauen!&#8221; sagte ich noch. Aber wir waren  uns nicht sicher und da wir wieder zurück nach Deutschland mussten, war  dies auch ihr einziger Besuch bei uns in Talisay. Allerdings meldete sie  sich noch am Folgetag und wollte sich telefonisch bei uns  verabschieden, vor allem auch bei unseren Kindern.</p>
<p>So war es dann auch nicht so verwunderlich, als Madge nachdem wir  letztes Jahr hier in Cebu eintrafen, sich wieder bei uns meldete. Sie  wollte unbedingt uns besuchen. Also kam sie: &#8220;Ahhh &#8211; wohnt ihr toll.  Prima Aussicht &#8230; was kostet denn das?&#8221; &#8220;Madge, das kostet ein paar <a href="http://www.bsp.gov.ph/bspnotes/brief_evo.asp" target="_blank"><img src="http://www.philippinenforum.net/alink.gif" border="0" alt="" /></a><acronym title="Der Philippische Peso ist das  gesetzliche Zahlungsmittel der Philippinen"> Peso</acronym>. Über den  exakten Betrag möchte ich aber nicht sprechen. Bitte akzeptiere das.&#8221;  sagte ich zu ihr. In diesem Augenblick war mir allerdings noch nicht  klar, dass sie mit dem Eigentümer des Condos Geschäfte macht und ihn  kennt. So erzählte mir später der Guard, dass sie sich beim rausfahren  aus dem Condo, bei ihm über unsere Miethöhe erkundigte. Ist es nur  Neugier oder steckt was anderes dahinter? Wir werden sehen &#8230;</p>
<p>Madge meldete sich immer wieder und meinte wir sollten sie in Liloan  besuchen. Das ist eine Stadt nördlich von Cebu, etwa eine halbe Stunde  entfernt. Wir hatten Besuch von einer Tante meiner Frau, die auch die  Familie von Madge gut kennt. So erzählte sie uns, dass sie für 2-3 Tage  nach Liloan geht und würde dann gerne wieder zurück kommen.</p>
<p>Als sie zurück kam, erzählte sie dass Madges Bruder und Vater dort eine  KTV-Bar betreiben. In der singen dann irgendwelche &#8220;Mädchen&#8221; Karaoke,  animieren die männliche Kundschaft, sorgen für Umsatz und verschwinden  dann mit den Männern wohin auch immer, für was auch immer. &#8220;Und was  machst Du da mittendrin? Bist Du da die Ersatzmutter oder die  Puffmutter?&#8221; frage ich sie. Sie lacht, ich weiß sie ist für einen  schrägen Spaß zu haben, sonst hätte ich da meinen Mund gehalten. &#8220;Nein,  ich singe da nur ein bischen und schenke Bier aus.&#8221; meint sie. Letzlich  ist mir das egal, jeder ist in seiner eigenen Welt sein König.</p>
<p>Ein paar Tage später, fahren wir gemeinsam in den Norden der Insel, und  fahren an Liloan vorbei. &#8220;Da steht die KTV-Bar.&#8221; meint die Tante. Ich  frage sie, ob wir auf dem Rückweg da einkehren können. Sie sagt &#8220;kein  Problem&#8221;. Also kehren wir abends gegen 6 Uhr zurück und halten an. Da  ist aber keiner da. Mich wundert das nicht wirklich, denn wer soll zu  dieser Uhrzeit in solch eine Bar. Aber die Tante findet irgendwann doch  noch Madges Vater. Der meint der Rest käme auch gleich und die Tante  trällert bereits ins Mikro. Sie meint noch ich sollte bezahlen, da sonst  die Musik nicht spielt. Wäre mir ehrlich gesagt sogar am liebsten und  ich lasse mein Geld mal schön stecken. Aber merkwürdigerweise läuft die  Musik trotzdem weiter &#8230; man lernt nicht aus!</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Bantayan – alles halb so schlimm 3. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 06:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stevaro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Rückweg zu unseren Zimmern, führt unser Weg am Generatorhäuschen vorbei. Die Zunge will was fragen, erhält aber vom Gehirn ein Redeverbot: &#8220;Psst, Urlaub &#8230;, geben ihr Bestes &#8230;,&#8221; Ach so! Wir gehen schweigend weiter. Wir entschliessen uns den Tag mit Spielen zu verkürzen: Schach, Rommee, Kniffel, etc. wir sind vorbereitet! Nach dem Mittagessen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Rückweg zu unseren Zimmern, führt unser Weg am  Generatorhäuschen vorbei. Die Zunge will was fragen, erhält aber vom  Gehirn ein Redeverbot: &#8220;Psst, Urlaub &#8230;, geben ihr Bestes &#8230;,&#8221; Ach so!  Wir gehen schweigend weiter. Wir entschliessen uns den Tag mit Spielen  zu verkürzen: Schach, Rommee, Kniffel, etc. wir sind vorbereitet! Nach  dem Mittagessen, fordert unser Ältester mich zu einer Runde Billiard  heraus. Warum nicht! Also wir spielen eine Weile, ich bin gerade dran,  da &#8230; was war denn das? Ich fasse mit der Hand in mein Haar,  Vogelscheiße! Uns ist zwar aufgefallen, dass in den Deckenbalken Vögel  nisten, auch dass die Bedienung morgens erst mal den verschi&#8230; Boden  reinigt und den Schutzüberzug vom Billiardtisch nimmt. Aber sowas  empfinde ich als Mist! Innerlich koche ich, von wegen Urlaub und alles  halb so schlimm! Ich breche das Spiel ab und gehe erst mal Duschen. Ich  ekle mich noch Stunden danach.<span id="more-1983"></span></p>
<p>Nach dem Duschen gehe ich erst mal zur Rezeption. Da wir keinen  Fernseher auf dem Zimmer haben, will ich dort mal schauen, wie denn die  Wetterprognose lautet. Die sieht aber gar nicht gut aus, denn da scheint  sich ein Typhoon zu entwickeln. Meine Frau meint auch, dass es wenig  Sinn macht bei Regen hier auf besseres Wetter zu warten, gerade wenn  sich noch ein Typhoon zusammen braut. Wir entschliessen uns zur Abreise  am Folgetag. Aber wir erreichen unseren Fahrer nicht und müssen doch  noch einen Tag dranhängen.</p>
<p>Am anderen Morgen steht überall das Wasser. Der Eingangsbereich des  Resorts steht unter Wasser. Auch in die Zimmer ist der Regen  eingedrungen.</p>
<p>Als wir dann am nächsten Tag den Rückweg antreten, bemerken wir, dass  die Fähre bereits im Hafen mächtig schaukelt. Ich denke mir nicht soviel  dabei, immerhin sind wir ja in 1 Stunde an unserem Auto! Auf der Fähre  sehen wir dann noch den belgischen Restaurant-Betreiber, bei dem wir am  Vortag gegessen haben. Mit Frau und Kind geht er die Treppe hoch,  &#8220;besserer Ausblick&#8221; meint er. Irgendwann fragen dann die Kinder, ob das  Schaukeln normal sei? Also wenn ich die Farbänderung in deren Gesicht so  anschaue, dann sicher nicht. Trotzdem versuche ich sie zu beruhigen und  erkläre, dass das Wetter wohl ein wenig Bewegung ins Meer bringt, das  Schiff aber mit sowas kein Problem hat!</p>
<p>Endlich ist es so weit, wir legen ab! Doch das Schaukeln wird kräftiger.  Meine Frau bekommt wohl auch Angst und meint: &#8220;ob der Kahn das  aushält?&#8221; Vor allem schwindlig sei ihr. Ich schau mich um und denke, da  gibt&#8217;s wohl keinen dem es hier besser geht. Der Belgier kommt die Treppe  mit einer Plastiktüte runter und macht eindeutige Handbewegungen: &#8220;ah  ja, Reihermann und Söhne&#8221;. Ich will mich erst gar nicht damit  auseinandersetzen, besser wird mir davon auf keinen Fall! Ich versuche  mich abzulenken und überlege noch, ob es besser sei mit den Augen einen  Punkt auf dem Schiff zu fixieren oder in der Ferne einen Punkt zu  suchen. Inzwischen kommt der Belgier wieder die Treppe runter,  &#8220;richtig!&#8221; mit &#8216;ner Tüte &#8220;Reihermann&#8221; zum Entsorgen &#8230;</p>
<p>Das Schiffsklo bekommt zwischenzeitlich eine Frequentierung, die es  nicht mehr schafft. Leute mit merkwürdigen Gesichtsfarben drängen sich  in einer Schlange davor. Während ich noch so beobachte, erwischt mich  eine Welle von oben, die über die Seitenwand des Schiffes schlug. &#8220;Ach  Du Schei&#8230; , hoffentlich säuft die Fähre nicht ab, wenn schon die  Wellen auf das Schiff hochschlagen!&#8221; Mir wird ganz anders. Meine Augen  suchen bereits das rettende Ufer, von dem sie auch nahezu nicht mehr  weichen. Wahrscheinlich ging in den Menschen, die damals auf der Titanic  waren, während man dort &#8220;Näher mein Gott zu Dir &#8230;&#8221; spielte, Ähnliches  vor &#8230;</p>
<p>Wir sollten es dann doch noch unbeschadet erreichen, auch wenn wir noch  eine ganze Weile zur Erholung brauchten. Aber, das war ja Urlaub. Also,  alles halb so schlimm &#8230;</p>
<p>Übrigens, ganz im Vertrauen: während ich am Anreisetag noch ziemlich  angespannt war, verspürte ich am Folgetag bereits eine absolute  Gelassenheit, fernab von Telefon, Zeitung, Fernsehen, Internet, email,  Auto, Verkehr, usw. Es gibt nur einen Urlaub, wo ich ähnlich entspannt  drauf zurück blicke, vor 20 Jahren im &#8220;Club Med&#8221;: ohne Bargeld, Telefon,  Fernseher &amp; Co. &#8211; die absolute Erholung!</p>
<p>The End</p>

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