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	<title>Phil-Life.net &#187; streit</title>
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		<title>Eifersucht 1. Teil</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 07:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute will ich hier ueber die Eifersucht schreiben, die man bei den Filipinas und Filipinos ja sehr haeufig antrifft. Um Eifersucht zu rechtfertigen, wird allgemein von den Pinoys und Pinays behauptet, dass es Liebe ohne Eifersucht gar nicht geben kann. (If there is no jealousy, then there is no love.) Man sollte auch wissen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute will ich hier ueber die Eifersucht schreiben, die man bei den Filipinas und Filipinos ja sehr haeufig antrifft. Um Eifersucht zu rechtfertigen, wird allgemein von den Pinoys und Pinays behauptet, dass es Liebe ohne Eifersucht gar nicht geben kann. (If there is no jealousy, then there is no love.) Man sollte auch wissen, dass die Eifersucht bei den Philippinern schon extreme Ausmasse annehmen kann. Koerperliche Gewalt und Tobsuchtsanfaelle sind dabei gang und gaebe.</p>
<p>Mein Schwager Rico ist seit 1986 mit einer Filipina verheiratet, er selbst ist natuerlich auch Filipino und ich konnte sehr oft Eifersuchtsszenen beobachten, die ueber einen normalen Streit hinaus gingen und mir total fremd waren. Es war anfangs der 90er Jahre gewesen, als mein Schwager mit der Lehrerin seines Sohnes ein Gespraech hatte wegen dessen schulischer Leistungen. Er konnte in der zweiten Klasse immer noch nicht lesen, etwas was die meisten philippinischen Kinder schon in der Vorschule lernen. Seine Frau war bei dem in der Schule abgehaltenen Gespraech dabei!<span id="more-1082"></span></p>
<p>Als die beiden nach Hause kamen &#8211; sie lebten damals noch bei uns im Haus in einem eigenen Zimmer &#8211; begann sie zu meckern: &#8220;Warum hast du die Lehrerein so merkwuerdig angesehen?&#8221; fragte sie leicht stichelnd.( Sie konnte schon &#8220;very bitchy&#8221; sein wie man das im Englischen ausdrueckt.) Er entgegnete: &#8220;Ich habe sie nicht merkwuerdig angesehen, sondern ich habe sie angeschaut, wenn sie etwas sagte. Es ist unhoeflich Leuten nicht in die Augen zu schauen und da sie die Lehrerin meines Sohnes ist, ist sie auch eine Respektsperson. &#8221; &#8220;Nein,&#8221; sagte meine Schwaegerin, &#8220;ich kenne dich, du hast sie lustvoll angeschaut!&#8221; Mein Schwager verneinte diese Anschuldigung und antwortete noch relativ gelassen: &#8220;Ich habe sie so angesehen wie ich dir gerade erklaerte, und alles andere interpretierst du da hinein.&#8221; Sie wurde nun schon agressiver: &#8220;Ich weiss genau wenn du jemanden sexy ansiehst, und du kannst mir hundert mal erzaehlen, dass du normal geschaut hast, ich glaube dir kein Wort.&#8221; So ging das erstmal eine Weile hin und her um dann zu eskalieren: &#8220;Waere ich nicht dabei gewesen, dann haettest du sie doch dort im Klassenzimmer gevoegelt,&#8221; schrie meine Schwaegerin erbost. &#8220;Haette ich nicht,&#8221; schrie mein Schwager zurueck und im nu war das Ganze in einen massiven lautstarken Streit ausgeartet. &#8220;Du alter Lustmolch&#8221; schrie sie ihn an, &#8220;du bist noch nie treu geglieben und voegelst dich ueberall durch.&#8221; Glaubst du ich weiss nicht, dass du es mit der Grace getrieben hattest? Das ganze Dorf hat drueber gesprochen aber ich hatte es zuletzt erfahren.&#8221; Rico&#8217;s Affaere mit Grace fand zu einer Zeit statt, als die beiden noch nicht mal miteinander gingen und sich lediglich gelegentlich im Dorf gesehen hatten und ein paar Worte wechselten.  &#8220;Du spinnst ja,&#8221; schrie Rico, &#8220;Grace war meine Freundin, als du ueberhaupt noch nicht im Gespraech warst.&#8221; &#8221; Du hast ja noch mit ihr &#8216;rum gemacht, als wir schon zusammen waren&#8221; schrie Minda zurueck, &#8220;und wenn ihr euch heute trefft, treibt ihr es auch miteinander. Glaubst du ich wuesste das nicht?&#8221; &#8220;Jetzt reicht es mir aber,&#8221; bruellte Rico ich pack meine Koffer und gehe zurueck nach Paniog.&#8221; Paniog hies der Heimatort der Familie von Inday, meiner Frau. Rico verschwand im Schlafzimmer der beiden und Minda rannte hinterher. Drinnen ging das Geschrei weiter und nach einigen Minuten, als ich schon zweimal gebruellt hatte aufzuhoeren mit der sinnlosen Streiterei, rannte Rico aus dem Zimmer. Blut lief seinen Arm hinunter und himter ihm rannte Minda und schwang die Bolo. Als Minda an mir vorbei rannte,  stellte ich ihr ein Bein und sie fiel auf die Schnauze. Ich sprang auf, schnappte mir die Bolo und schrie: &#8220;Von mir aus koennt ihr euch mit euren Haenden den Schaedel einschlagen, das ist mir scheissegal, aber nicht mit Messern und anderen gefaehrlichen Gegenstaenden herum stechen.&#8221; Nachdem Minda aus ihrer Verblueffung &#8216;raus war, schaute sie nach Rico, aber der war weg gegangen. Sie maulte noch eine Zeit lang herum und beruhigte sich dann. Rico kam gegen Mitternacht angetrunken zurueck und schlief diese Nacht im Wohnzimmer.Er war erst im Barangay Health Center gewesen um sich seine Stichwunde versorgen zu lassen und hatte anschliessend bei Freunden etwas getrunken.</p>
<p>Nach dieser Episode macht Rico seiner Frau unmissverstaendlich klar, dass er sie verlassen wuerde, wenn es noch einmal ein derartiges Eifersuchtsdrama gaebe. Zwei Jahre spaeter passierte, was passieren musste, Minda spielte verrueckt und Rico trennte sich von ihr. Die beiden waren etwa 1 Jahr auseinander und Rico hatte schon eine neue Freundin. Aber nach diesem einen Jahr vertrugen sich die beiden wieder und seitdem hat Minda ihre Eifersuchtsanfaelle immer &#8216;runter geschluckt und unter Kontrolle gehabt, wenn sie mal wieder der Meinung war, dass mein Schwager eine andere Frau &#8220;ungebuehrlich&#8221; angesehen hatte.</p>
<p>Morgen werde ich dann ein anderes Eifersuchtsdrama von anderen Beteiligten erzaehlen.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/eifersucht/" title="eifersucht" rel="tag">eifersucht</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/erlebnisse/" title="Erlebnisse" rel="tag">Erlebnisse</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/streit/" title="streit" rel="tag">streit</a><br />
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		<title>Eifersucht 2. Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 06:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Bergen von Bukidnon hatte sich in den neunziger Jahren Tongits sehr schnell als das Kartenspiel gegenueber anderen Spielen durchgesetzt und man konnte fast alle Anwohner von Cawayan beim taeglichen Spiel in etlichen Gruppen beobachten. Man koennte fast soweit gehen, das ganze schon als Sucht zu bezeichnen, hatten doch einige Farmer nicht nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Bergen von Bukidnon hatte sich in den neunziger Jahren Tongits sehr schnell als <strong>das</strong> Kartenspiel gegenueber anderen Spielen durchgesetzt und man konnte fast alle Anwohner von Cawayan beim taeglichen Spiel in etlichen Gruppen beobachten. Man koennte fast soweit gehen, das ganze schon als Sucht zu bezeichnen, hatten doch einige Farmer nicht nur die gepflanzten Felder vernachlaessigt, sondern auch Geld verspielt, das eigentlich zum Kauf von Farm Inputs wie Chemikalien und Duengemittel gedacht war. Dabei ging es nicht um kleinere Peso Betraege, sondern schon um wesentlich mehr und 5000 -10000 Pesos im Topf waren keine Seltenheit. Spiele unter 1000 Pesos lohnten sich nicht, sagten die Spieler.</p>
<p>Es gab auch einige Maedels und Frauen, die fleissig diesem Spiel froehnten. Dabei hatten die Damen einen kleinen Trick entwickelt. Sie trugen generell keinen BH wenn es zum Spiel ging, sei es als Spieler oder als Zuschauer. Waehrend des Spieles oeffneten dann die &#8220;Maedels&#8221; einige Knoepfe und zeigten wesentlich mehr als nur Brustansatz. <span id="more-1089"></span>Das verlagerte natuerlich die Aufmerksamkeit der maennlichen Spieler vom Kartenspiel zu den anderen gebotenen &#8220;Schoenheiten des Lebens&#8221;.  Natuerlich eskalierte diese Situation so weit, dass einige der &#8220;Damen&#8221; auch keine Hoeschen trugen und ihre kuerzesten Miniroecke anzogen, wenn es zum Spielen ging. Die Ablenkung der maennlichen Spieler nutzten nun entweder die spielenden Maedels oder deren Freunde und Ehemaenner um zu bescheissen. Karten wechselten den Besitzer, vorher abgelegte Karten fanden ihren Weg ins Spiel zurueck und wenn immer einer der Gegenspieler Verdacht schoepfte, wurde eben etwas mehr &#8220;Haut&#8221; zur Ablenkung gezeigt.</p>
<p>Eine der eifrigsten Spielerinnen war die 18 jaehrige Tata, eine Enkelin unseres im Vorjahr verstorbenen Vermieters Manong Dayong. Sie war nicht nur bildhuebsch, sondern hatte auch eine gute Figur und sie geizte ueberhaupt nicht mit ihren Reizen. Das tat sie nicht nur beim Kartenspiel, sondern sie war auch bekannt fuer ihr aussgepraegtes Liebesleben, an dem sich auch einige Barangay Honoren erfreuten. Jene Tata war nun seit etwa drei Monaten die Freundin von Jory, der ja seit unseren Bangka Zeiten bei uns arbeitete.</p>
<p>Am heiligen Abend 1995 fand am Nachmittag wieder mal ein Spiel statt mit Jory als Spieler und Tata als &#8220;Ablenkerin&#8221;, damit man sich etwas zusaetzliches &#8220;Weihnachtsgeld&#8221; verschaffen konnte. Natuerlich hatten die anderen auch ihre Damen dabei. Als Jory nun wohl den einen oder anderen Blick riskierte, nicht bei Tata, sondern bei den anderen Damen, fing Tata etwas zu maulen an und verbot ihm das Schauen. Jory verneinte zwar die anderen &#8220;Schoeneiten&#8221; angesehen zu haben, aber einer eifersuechtigen Filipina etwas auszureden ist ein Ding der Unmoeglichkeit. Das Spiel ging noch eine ganze Weile weiter, aber als Tata mal auf der Toilette war, verzog sich Jory, dem das eifersuechtige Gemeckere ordentlich auf den Geist ging. Er &#8220;versteckte&#8221; sich bei Daniel und dort wurde dann ein wenig getrunken. Aber er hatte die Rechnung ohne Tata gemacht, die sich auf die Suche machte und ihn auch bald gefunden hatte. Unter lauteren Gemaule schleppte sie ihn ab in das kleine Haus, das die beiden an der Crobada (so wurde die Haarnadelurve zwischen Cawayan und Victory bezeichnet) bewohnten. Dort scheint es ziemlich zugegangen zu sein, aber Einzelheiten hat uns Jory nie erzaehlt.</p>
<p>Gegen sieben Uhr am Abend kam Jory zu uns ins Haus und erzaehlte nur, dass es einen riesigen Knaatsch gegeben hatte wegen der anderen Maedels beim Kartenspiel und Tata ihn mit der Bolo angegriffen hatte und ob er hier bleiben koennte und wir ihn verstecken wuerden, wenn Tata kaeme. Wir konnten natuerlich nicht nein sagen. Da unser Haus ja nun nicht sehr viele Moeglichkeiten bot sich zu verstecken, sagte ich ihm, dass er sich hinter der Tuere zu unserem Schlafzimmer verstecken sollte, wenn seine erzuernte &#8220;bessere&#8221; Haelfte auftauchen sollte. Es dauerte auch nur eine halbe Stunde und die &#8220;Dame&#8221; stand vor der Tuer und fragte nach Jory. Als meine Frau die Anwesenheit von ihm verneinte, schrie sie: &#8220;Ich weiss, dass er hier ist und wenn ich ihn erwische, schneide ich ihm seinen &#8220;Schniedelwutz&#8221; ab.&#8221; Sprachs und draengte meine Frau zur Seite um das Haus zu durchsuchen. Ihren &#8220;Anspruch&#8221; untermauerte sie mit der Bolo, mit der  sie kraeftig durch die Gegend fuchtelte. Jory hatte sich im ersten Moment wie ausgemacht in unserem Schlafzimmer versteckt. Als sie in den ersten Stock kam, wollte sie auch in unser Schlafzimmer, was ich ihr aber untersagte. &#8220;Aha&#8221; schrie sie, &#8220;da ist er drin.&#8221; &#8220;Nein da ist er nicht drin&#8221; sagte ich und oeffnete die Tuere, damit sie in das Schlafzimmer schauen konnte. Sie war mit dem Blick natuerlich nicht zufrieden und ging rein. Sie schaute im Schrank und unter dem Bett aber da war kein Jory. Der war hinter der Tuere, die ich soweit geoffnet hatte, dass sie ihn nur entdecken wuerde, wenn sie die Tuer halb zumachte. Auf die Idee kam sie nicht und nachdem sie auch die anderen Zimmer durchsucht hatte, beschimpfte sie uns: &#8220;Ihr habt ihn versteckt und wenn ich ihn finden bringe ich nicht nur ihn um sondern euch auch.&#8221; Nun was zuviel ist ist zuviel! Ich benahm mich dann mal sehr &#8220;unmaennlich&#8221; und trat Tata kurzerhand seitlich gegen das Knie. Das schmerzte und sie fiel. Die Gelegenheit nutzte ich um mir die Bolo zu schnappen und anschliessend &#8220;warfen&#8221; wir sie aus dem Haus. Das heisst sie war nur symbolisch &#8220;geworfen&#8221; worden, denn sie hinkte aus dem Haus. Unter &#8220;Absingen haesslicher Lieder&#8221; &#8211; das heisst hier sie hat geflucht wie ein Kutscher, der vom Bock gefallen war &#8211; verliess sie unser Grundstueck. Unser Dobermann half noch ein wenig nach um ihren Abgang zu beschleunigen. Sich am heiligen Abend bei anderen Leuten dermassen zu benehmen, hatte ich auch bei Filipinos vorher noch nie erlebt. Die Buena Noche ist im allgemeinen auch den Pinoys heilig.</p>
<p>Am naechsten Tag kam sie mit ihrer Mutter um sich zu entschuldigen. Jory hatte allerdings die Schnauze gestrichen voll und beendete die Beziehung. Sie hatte noch in der Nacht alle Klamotten von Jory in ihrer Huette zerschnitten und vor die Tuer geworfen.</p>
<p>Wenn man eine Filipina mit Eifersuchtsanfaellen zur Frau oder Freundin hat, sollte man sich von ihr trennen. Frueher oder spaeter endet das fast immer mit einem Drama.</p>
<p>Die dritte Geschichte erzaehle ich morgen.</p>

	Tags: <a href="http://www.phil-life.net/tag/eifersucht/" title="eifersucht" rel="tag">eifersucht</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/erlebnisse/" title="Erlebnisse" rel="tag">Erlebnisse</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/philippinen/" title="philippinen" rel="tag">philippinen</a>, <a href="http://www.phil-life.net/tag/streit/" title="streit" rel="tag">streit</a><br />
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		<title>Eifersucht 3. Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 08:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war im April 1999 als ich in Cagayan waehrend einer Gemueselieferung den Antonio kennen lernte, dessen Frau den Malls dort abgepacktem Trockenfisch lieferte. Dodong, wie jeder Antonio nannte, war Taxifahrer der 24 Stunden fuhr und anschliessend 24 Stunden frei hatte. Zusammen mit seiner Frau verdienten die beiden zwar keine Reichtuemer, aber es ging ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im April 1999 als ich in Cagayan waehrend einer Gemueselieferung den Antonio kennen lernte, dessen Frau den Malls dort abgepacktem Trockenfisch lieferte. Dodong, wie jeder Antonio nannte, war Taxifahrer der 24 Stunden fuhr und anschliessend 24 Stunden frei hatte. Zusammen mit seiner Frau verdienten die beiden zwar keine Reichtuemer, aber es ging ihnen besser als vielen Filipinos, da sie zumindest ihre Arbeit ordentlich machten und zuverlaessig waren. Wr unterhielten uns eine Weile und gingen nach dem Ausstellen der Lieferbestaetigung wieder unseren eigenen Wege.</p>
<p>Einige Wochen spaeter traf ich Dodong wieder als ich nach einem Taxi suchte und seines erwischte. Dodong hatte eine gerade verheilende Wunde an der Stirn und ich fragte ihn was passiert sei. Er meinte, dass er darueber nicht reden wolle. Nun ich bestand auch nicht darauf und Dodong lieferte mich in Bulua ab, wo wir wegen der Schule der Kinder ein Haus gemietet hatten.<span id="more-1098"></span></p>
<p>Ein paar Wochen spaeter traf ich Dodong wieder und dieses mal tauschten wir unsere Handy Nummern aus, so dass ich ihn texten konnte, wenn ich ein Taxi brauchte.</p>
<p>Es vergingen einige Wochen, als ich ein Taxi nach Bukidnon benoetigte, da wegen eines Verkehrstreiks kein Bus ging. Ich rief Dodong an und er versprach in einer halben Stunde beim Haus vorbei zu kommen. Er war auch puenktlich da und dieses mal hatte er ein abheilendes blaues Auge, das in allen Regenbogenfarben schillerte. Unterwegs fragte ich Dodong mit wem er sich denn gepruegelt haette und er begann mir sein Leid zu klagen. Er erzaehlte von seiner total eifersuechtigen Frau, die ihm fast nach jedem Arbeitstag Vorwuerfe machte, dass er ja mit allen seinen weiblichen Passagieren Sex haette und als Ehemann ueberhaupt nichts taugen wuerde. Und wenn er nicht alles zugeben wuerde, warf sie mit allem moeglichen nach ihm. Das blaue Auge war von einem Aschenbecher, der ihn voll getroffen hatte. Er fragte mich um Rat und ich sagte ihm, wenn sich die Frau nicht aendern wuerde, dann waere die Ehe sinnlos, schliesslich soll ein Zusammensein zweier Liebender beglueckend sein und nicht nervig und stressig. Er meinte, dass er seine Frau viel zu sehr liebte um sie verlassen zu koennen. Nun da fiel mir dann auch nichts mehr dazu ein und so sagte ich nichts weiter.</p>
<p>Als wir in Cawayan angekommen waren, entschloss sich Dodong bei uns zu uebernachten, da es schon nach 5 Uhr nachmittags war und er informierte seine Frau. Die machte ihm sogleich Vorwuerfe und beschuldigte ihn bei einer anderen Frau zu schlafen. Selbst als ich mit ihr sprach, glaubte sie kein Wort und beschimpfte mich als Mitwisser, der Dodong beim Fremdgehen unterstuetzen wuerde. Dodong entschloss sich doch noch nach Hause zu fahren.</p>
<p>Am naechsten Morgen bekam ich eine SMS von seiner Frau, die mich fragte wo Dodong denn bliebe. Das Taxi haette schon vor einer Stunde zurueck gegeben werden muessen. Ich sagte ihr dass Dodong kurz vor sechs Uhr abends hier abgefahren waere. Sogleich begann sie zu schimpfen und meinte da sei sicher eine andere Frau im Spiel.</p>
<p>Gegen 9 Uhr &#8220;sang&#8217; dann mein Funkgeraet: &#8220;Break RVL 92, Break RVL 92&#8243; usw (RVL92 war mein Rufname am Funkgeraet) Ich antwortete und der Caller informierte mich, dass er von der Polizei in Malaybalay sei, und dass man heute morgen im Park vor dem Capitol einen bewusstlosen Mann gefunden haette, der nichts weiter in der Tasche hatte, als meine Visitenkarte. Ich konnte mir nun nicht vorstellen, wer das sein koennte. Ich hatte schliesslich meine Visitenkarte seit Jahren an verschiedene Leute ausgegeben. Der Polizist bat mich nach Malaybalay ins Krankenhaus der Provinz zu kommen, da der Mann immer noch bewusstlos sei und ich ihn moegleicherweise identifizieren koenne. Ich fuhr dann mit dem naechsten Jeepney in die Provinzhaupptstadt und ging ins Krankenhaus. Dort sah ich mir den Bewusstlosen an, es war Dodong, der Taxifahrer. Seinen Familiennamen wusste ich nicht, aber ich hatte ja die Nummer von seiner Frau und rief sie, um ihr zu sagen was passiert war. Sie versprach auch sofort nach Malaybalay zu fahren und ich sollte sie in etwa drei Stunden dort erwarten.</p>
<p>Dodong war im <a href="http://www.phil-life.net/2009/10/13/begriffserklaerungen/" target="_self">ICU</a> da er einen Schaedelbruch erlitten hatte. Wie und was genau passiert war sollten wir aber erst erfahren, wenn Dodong wieder zu Bewusstsein kaeme. Ich ass in der Zwischenzeit etwas zu Mittag und ging dann bei einem Bekannten vorbei um meine Frau ueber Funk zu informieren, was geschehen war. Gegen 14.30 kam Dodongs Frau Wilma im Krankenhaus an. Wir unterhielten uns eine Weile und ich ging dann in die Pension um ein wenig zu ruhen. Um 17 Uhr fuhr ich mit einer Motorela zurueck ins Krankenhaus um nach Dodong zu sehen. Gegen sechs Uhr fand Dodong den Weg zurueck zu den &#8220;Lebenden&#8221; und beklagte sich ueber heftige Kopfschmerzen. Wir wollten nicht in ihn dringen und einige Minuten spaeter schlief er wieder ein.</p>
<p>Am naechsten Morgen ging ich dann zurueck ins Krankenhaus. Dodong war wach und es ging ihm besser. Seine Frau sass auf einem Stuhl neben dem Bett und schaute sehr veraergert aus. Dodong erzaehlte dann, was passiert war: In Aglayan stoppten zwei Maenner sein Taxi, die nach Malaybalay wollten. Dort angekommen sollte er sie in der Naehe des Capitols aussteigen lassen. Als sie dort ankamen zogen sie ihm mit einem harten Gegenstein kraeftig einen ueber und beim zweiten Schlag verlor er das Bewusstsein. Danach hatten sie ihn offensichtlich in den Park geschleppt, nachdem sie ihn ausgeraubt hatten und das Taxi nahmen sie auch gleich mit. Ich ging danach zur Polizei um dort die Geschehnisse zu schildern und das Taxi suchen zu lassen. Die Polizei verzichtete vorerst auf eine Vernehmung von Dodong und leitete die Angaben ueber den Wagen an das Provincial Hadquarter weiter, damit man das gestohlene Auto in einer Liste aufnaehmen koennte. (Das Taxi wurde zwei Tage spaeter in Cagayan de Oro gefunden)</p>
<p>Als ich zurueck ins Krankenhaus kam, gab es gerade einen Riesenauflauf im ICU, denn dort machte Wilma Rabatz und beschuldigte Dodong erneut, dass er nur wegen seiner &#8220;Liebe&#8221; fuer andere Frauen in diese prekaere Lage gekommen waere. Er habe die ganze Geschichte bestimmt nur erfunden um seine Liebschaft zu tarnen. Den Schaedelbruch habe er sich sicher selbst zugefuegt. Zwei Pfleger packten Wilma an beiden Armen fuehrten sie aus dem ICU und warfen sie sehr unsanft aus dem Krankenhaus.</p>
<p>Fortsetzung folgt</p>

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		<title>Eifersucht 4. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 21:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am naechsten Morgen entschuldigte sich Wilma und sie durfte wieder zu ihrem Mann, der mittlerweile in ein normales  Zimmer verlegt worden war, da es ihm besser ging. Sie verhielt sich nun eher sehr schweigsam und kontrollierte ihre &#8220;Anfaelle&#8221;. Ich selbst fuhr nach Cawayan zurueck, da Dodong ja auf dem Weg der Besserung war. Eine Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am naechsten Morgen entschuldigte sich Wilma und sie durfte wieder zu ihrem Mann, der mittlerweile in ein normales  Zimmer verlegt worden war, da es ihm besser ging. Sie verhielt sich nun eher sehr schweigsam und kontrollierte ihre &#8220;Anfaelle&#8221;. Ich selbst fuhr nach Cawayan zurueck, da Dodong ja auf dem Weg der Besserung war. Eine Woche spaeter bekam ich einen Brief von Dodong in dem er sich bedankte und uns mitteilte, dass er morgen entlassen wird und nach Cagayan zurueck faehrt. Allerdings wuerde er erst in etwa zwei Wochen wieder Taxi fahren. Der Brief war von einem Jeepneyfahrer aus Malaybalay mitgebracht worden.</p>
<p>Ich habe dann ueber einen Monat nichts von Dodong gehoert, bis er eben eines Tages aus heiterem Himmel bei uns in Bulua aufkreuzte. Er wusste ja, dass ich am Wochenende regelmaessig in Cagayan war. Aber wie sah er aus: Das Gesicht war zerkratzt, er hatte eine Beule an der Stirn und er hinkte. Wilma war mal wieder &#8220;am Werk&#8221;  gewesen und Dodong war nun schon ziemlich verzweifelt. Ich riet ihm nochmal sich von ihr zu trennen, aber er wollte es nicht, auch schon wegen der beiden Kinder. <span id="more-1106"></span>Ich warnte ihn, dass das mal noch boese enden koennte, wenn Wilma nicht lernt ihre Eifersuchtsanfaelle zu kontrollieren. Aber zu der Frage, wie man das stoppen koennte, fiel mir auch keine Loesung ein. Ich schlug ihm vor doch mit ihr mal zu reden und ihr klipp und klar zu sagen, dass er sie verlassen wuerde, wenn sie sich nicht aendert. Naja ich denke der geneigte Leser kann sich ihre Antwort vorstellen. Sie meinte einfach nur, wenn Dodong nicht dauernd mit anderen Frauen &#8216;rummachen wuerde, dann waere es auch nicht noetig eifersuechtig zu sein. Es war einfach unmoeglich ihr das auszureden.</p>
<p>Drei Wochen spaeter erhielt ich eine SMS von Dodong, dass er seine Siebensachen gepackt haette und Wilma verlassen haette, und ob er heute nacht bei uns schlafen koenne. &#8220;Aber gerne&#8221; antwortete ich und eine halbe Stunde spaeter war er dann da. Er hatte mal wieder eine Risswunde an der Stirn. Wir unterhielten uns gut am Abend und vermieden das Thema &#8220;Wilma&#8221;.</p>
<p>Am naechsten Tag fuhr er Taxi und kam erst 24 Stunden spaeter zurueck. Gleich nach seiner Ankunft legte er sich aufs Ohr und schlief durch bis gegen 2 Uhr nachmittags. Nachdem er aufgestanden war, duschte er und trank danach Kaffee. Er sass noch keine 5 Minuten beim &#8220;Fruehstueck&#8221;, als Wilma ohne sich anzumelden einfach ins Haus kam, unserer Maid den Besen aus der Hand nahm und begann auf Dodong einzudreschen. Dabei schrie sie: &#8220;Du hast vorgestern unsere Nachbarin gevoegelt. Sie hat es zugegeben.&#8221; Ich war im Schlafzimmer gewesen und als ich den Laerm hoerte rannte ich ins Wohnzimmer. Dort sah ich die tobende Wilma mit dem Besen auf Dodong einschlagen. Ich gab ihr eine ordentliche &#8220;Watschen&#8221; und nahm ihr den Besen ab. Sofort begann sie auf mich einzuschlagen und ich knallte ihr nochmal eine. Ich weiss, das macht man normalerweise nicht, aber anders war diese Furie nicht zu stoppen. Danach warf ich sie kurzerhand aus dem Haus und machte ihr klar, dass ich die Polizei rufen werde, wenn sie noch einmal hier auftaucht.</p>
<p>Am Abend kam eine SMS von Wilma an Dodong und darin drohte sie sich und die Kinder umzubringen wenn er nicht sofort nach Hause kaeme. Dodong hatte nun echt Angst, dass sie ihre Drohung wahr machen wuerde und machte sich auf den Weg nach Hause. An jenem Abend hoerte ich nichts mehr von ihm.</p>
<p>Am naechsten Tag traf ich Dodong auf eine Tasse Kaffee im Shakey&#8217;s und er erklaerte bei seiner Frau zu bleiben, da er Angst um die Kinder habe. Sie habe aber versprochen sich zu benehmen. Das hatte sie ja schon oefter und ich selbst glaubte nicht daran. Da es aber auf den Philippinen ja keine Scheidung und damit auch keine Sorgerechtsregelung gibt war die Situation schon sehr schwierig fuer ihn. Und eine &#8220;Legal Separation&#8221; oder ein Anulment kosteten zuviel Geld das er einfach nicht hatte.</p>
<p>Meine Frau und ich gingen am naechsten Tag zum DSWD um uns zu erkundigen ohne Namen zu nennen, was man tun koennte. &#8220;Nichts&#8221; war die lapidare Antwort und dazu kam der &#8220;gute Rat&#8221; sich doch mal mit einem Priester zu unterhalten. Als wenn der wuesste, wie man mit einer extrem eifersuechtigen Frau umginge.</p>
<p>Fuer etwa zwei Wochen hoerte ich nun nichts von Dodong, bis mir ein Taxifahrer erzaehlte, dass es scheinbar zur Zeit bei den beiden recht gut laufen solle. Dodong hatte sich unbefristeteten Urlaub genommen und sei immer daheim bei der Familie. Wir hofften, dass der Zustand anhalten wuerde.</p>
<p>So vergingen einige Monate in denen ich Dodong zwar nicht traf aber ich bekam regelmaessig Textnachrichten von ihm. So waren wir doch up to date. Eines Tages verstummten auch die Texte und wir begannen uns Sorgen zu machen insbesondere weil auch meine Anfragen an ihn unbeantwortet blieben. Meine Frau machte sich da weniger Gedanken, meinte nur das sei haeufig bei Pinoys, dass sie sich einfach mal eine Zeit lang nicht melden um dann eben unversehens aus der Versenkung wieder aufzutauchen.</p>
<p>Zwei Tage spaeter erzaehlte unsere Tochter, dass in der Nachbarschaft einer Klassenkameradin eine Frau aus Eifersucht ihren Mann umgebracht habe. Wegen des Schweigens von Dodong machte ich mir nun schon Sorgen, dass da etwas passiert sei. Ich fuhr also zum Haus der beiden und das erste was ich hoerte, war, dass die Familie vor drei Wochen umgezogen war, da der Eigentuemer die dauernden Streitereien nicht mehr ertragen konnte. Leider konnte mir keiner die genaue Adresse geben, nur dass es irgendwo in Carmen sei. Als ich wieder zu Hause war, fragte ich meine Tochter wo die Klassenkameradin denn wohnte und bekam zur Antwort: &#8220;In Carmen&#8221;. &#8220;Wo da genau&#8221; fragte ich und sie meinte ganz in der Naehe des Cockpits. Ich fuhr dann mit meiner Tochter dort hin und wir fragten im Haus der Klassenkameradin nach Einzelheiten.</p>
<p>Dodong war tot! Seine Frau hatte ihn waehrend eines Eifersuchtsdramas mit einem Hammer erschlagen.</p>
<p>Ich war wie vor den Kopf geschlagen und machte mich bedrueckt auf den Weg nach Hause. Dodongs Frau war etwa zwei Wochen im Gefaengnis aber da niemand Anzeige erstattete wurde sie wieder frei gelassen.</p>
<p>Morgen kommt noch eine letzte Geschichte zum Thema Eifersucht.</p>

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		<title>Eifersucht 5. Teil</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 08:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang 1993 traf ich Hans in Cagayan de Oro in einem Supermarkt. Er hatte gerade Gemuese gekauft, das von uns geliefert worden war und fragte mich, ob ich wuesste wo das Gemuese her kaeme. Er sei ja nun schon fuenf Jahre auf den Philippinen, aber selbst frueher in Cebu haette er weder Fenchel, Chicoree oder Schwarzwurzeln gesehen. Ich sagte ihm, dass wir dieses Gemuese seit nunmehr fast zwei Jahren anbauen wuerden, es aber nur ein Nebenprodukt sei, da es kaum einen Markt dafuer gibt. Wir setzten uns anschliessend ins Shakeys und unterhielten uns bei einer Tasse Kaffee. Er erzaehlte von seiner Frau, die so furchtbar eifersuechtig sei und es verginge fast keine Woche in der es kein Drama gaebe. Sie wuerde sogar gewalttaetig werden wenn er nicht kusche bei solchen Streitereien. Kurz darauf erzaehlte er von seinen amouroesen Abenteuern mit anderen Filipinas und wie sehr er das geniessen wuerde neben der eigenen Frau eben auch noch mit anderen zu schlafen. Nun zumindest in diesem Fall schien die Eifersucht berechtigt zu sein.<span id="more-1114"></span></p>
<p>Ich traf Hans nun fast jede Woche im Supermarkt bei unserer Anlieferung, da er sich immer das beste von unserem Gemuese heraussuchen wollte. Besonders unser frischer Spinat und die Radieschen hatten es ihm angetan. Und jedesmal unterhielten wir uns im Shakeys. Die Themen waren fast immer die gleichen; die Eifersucht der Frau und seine Abenteuer. Zudem kristallisierte sich heraus dass er soff wie ein Loch wenn er nicht ausging. Einen Kasten San Miguel am Tag liess er locker durch.</p>
<p>Ein paar Wochen spaeter kam Hans nicht mehr in den Supermarkt, statt dessen sprach mich eine Filipina an und fragte mich ob ich der Kai sei. Ich bejahte und sie stellte sich als die Frau vom Hans vor, der sich ein Bein gebrochen hatte und deswegen nicht zum einkaufen kommen konnte. &#8220;Wie ist das denn passiert&#8221; wollte ich wissen. &#8220;Nun er war wohl betrunken und fiel die Treppen herunter.&#8221; Wir unterhielten uns noch einige Minuten, sie machte ihre Einkaeufe nebenbei und dann ging jeder seinen eigenen Weg.</p>
<p>Einen guten Monat spaeter traf ich Hans dann wieder im Ororama und er lief mit Hilfe von Kruecken. Er hatte sich nicht nur ein Bein gebrochen sondern beide.  Im Shakeys erzaehlte er mir dann, dass seine Frau waehrend eines Eifersuchtsanfall ihn mit einem Baseballschlaeger beide Beine zertruemmert hatte. Er war besoffen und hatte den Angriff gar nicht kommen sehen.</p>
<p>&#8220;Warum trennst du dich denn nicht von der dummen Kuh?&#8221; fragte ich ihn.</p>
<p>&#8220;Nun&#8221; meinte er &#8220;die dumme Kuh kann sehr gut Deutsch kochen und ich kann den philippinischen Frass einfach nicht essen. Reis hasse ich und das ganze fette Fleisch und der ewige Fisch gehen mir eben auf die Nerven.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist doch nun wirklich kein Grund bei einer Frau zu bleiben,&#8221; meinte ich, &#8220;du hast ihr das Kochen gelernt, dann wirst du es einer anderen auch beibringen koennen und musst sie auch nicht gleich heiraten. &#8221;</p>
<p>Nun kam Janet seine Frau in das Lokal und wir unterhielten uns ueber belangloses. Janet sah mich intensiv an. Ich bekam das Gefuehl als ob sie heraus finden wollte, was Hans mir erzaehlt hatte.</p>
<p>Am folgenden Wochenende trafen wir uns wieder und diesesmal sollte ich eine Eifersuchtsszene selbst miterleben. Hans ging nach wie vor an Kruecken und als wir das Lokal zusammen verliessen schaute Hans einem Maedel nach. Janet sah das und schlug mit ihrem Regenschirm die Kruecken von Hans weg und &#8211; batsch &#8211; lag Hans auf der Schnauze. Damit nicht genug sie begann mit dem Schirm auf Hans einzuschlagen. Ich sprang dazu und hielt den Schirm fest, sie schrie mich an ich soll loslassen, sonst wuerde sie mich pruegeln. Zwischenzeitlich kam ein Security Guard dazu und &#8220;entwaffnete&#8221; Janet. Hans hatte sich bei dem Fall das rechte Schienbein noch mal gebrochen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.</p>
<p>Ich hab dann Hans fuer etwa sechs Wochen nicht gesehen und auch Janet kam nicht zum Einkaufen in den Supermarkt. Nach diesen sechs Wochen sah ich Hans dann wieder, diesmal ohne Kruecken aber mit einem Gehstock. Wie ueblich gingen wir ins Shakeys und er erzaehlte mir, dass er sich entschlossen habe sich von Janet zu trennen, aber Angst habe ihr das zu sagen, insbesondere wenn sie alleine seien und sie moeglicherweise dann zu einem Messer oder sowas greifen wuerde.</p>
<p>&#8220;Bei dir zu Hause mache  ich das sicher nicht aber zum Beispiel hier im Shakeys wuerde ich mich mit an den Tisch setzen, wenn du es ihr verklickern willst.&#8221; Also machten wir den naechsten Sonntag als den &#8220;Tag der Wahrheit&#8221; aus.</p>
<p>Am naechsten Sonntag war ich bereits im Shakeys als die beiden &#8216;rein kamen. Sie setzten sich und bestellten. Was dann folgte war in erster Linie Small Talk bis wir gegessen hatten. Danach begann Hans zu reden: &#8220;Janet, ich habe Kai dazu bestellt, weil ich dir etwas wichtiges sagen muss, &#8221; begann er, &#8220;deine Eifersuchtsszenen, von denen Kai ja auch schon eine mit bekommen hat sind nicht zum aushalten. Du wirst gewalttaetig und hast mich schon einige Male ins Krankenhaus gebracht. Es ist vorbei. Wenn wir hier bezahlt haben, wirst du nicht mehr mit mir ins Haus zurueck gehen.&#8221; Janet schaute erst verdutzt, als wenn sie das Gehoerte erst mal verarbeiten muss. Danach bruellte sie los, ihre Stimme ueberschlug sich dabei. Ich moechte hier nicht wiederholen was sie dem Hans an Schimpfworten an den Kopf warf, aber sie schien einen groesseren Wortschatz an Fluechen und Schimpfworten zu haben als ein bayrischer Bierkutscher, dessen Pferde den Wagen nicht ziehen wollten. Danach schnappte sie sich den Gehstock von Hans und begann erneut zu pruegeln. Ich hatte so etwas erwartet und meine Hand schon oben um den Stock abzufangen. Ich entriss ihr den Stock und rief nach der Security. Der Guard kam auch sofort und ich sagte ihm er solle doch bitte die &#8220;Dame&#8221; hinaus begleiten. Das machte er und wir blieben noch eine Weile sitzen. Als wir Shakeys verliessen wollten wir mit einem Taxi zur Wohnung von Hans fahren um dort die Sachen von Janet zu packen, und mit dem Taxifahrer zum Haus ihrer Mutter zu bringen. Als wir ins Taxi stiegen wartete Janet schon und begann Hans auf das uebelste zu beschimpfen. Ueberall blieben die Menschen stehen um zu sehen was da los war. Danach begann sie mit Steinen zu werfen und traf das Taxi einige Male. Zwei Security Guards hielten Janet dann fest und uebergaben sie einige Minuten spaeter der Polizei. Wir fuhren zum Haus von Hans und packten ihre Sachen zusammen. Danach riefen wir ein Taxi und liessen alles nach Patag bringen, wo ihre Mutter wohnte.</p>
<p>Ich warnte Hans noch sie ja nicht rein zu lassen und alles gut zu verschliessen, der Frau waere wohl alles zuzutrauen. Ueberraschender  hat Hans  aber nie mehr von ihr gehoert. Die Ehe wurde nicht allzulange danach geschieden und Hans heiratete ein nettes Maedel. Sie lebten gluecklich zusammen bis er 2006 an einer Leberzirrhose verstarb.</p>
<p>Ich wollte mit diesen Geschichten ueber Eifersucht nicht ausdruecken, das alle Filipinos und Filipinas eifersuechtig bis ins Extrem sind, aber eine &#8220;gesunde Eifersucht&#8221; haben wohl die meisten. Aber damit kann man im allgemeinen schon umgehen, insbesondere wenn sich Vertrauen in der Ehe aufgebaut hat.</p>
<p>The End</p>

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