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	<title>Phil-Life.net &#187; walter</title>
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		<title>Walter in Deutschland</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 13:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte ja die letzte Geschichte von Walter versprochen und hier ist sie. Am 10. November 2009 war es soweit. Walter konnte nach 15 Monaten auf den Philippinen endlich nach Hause fliegen und er war sehr froh darueber, da er hier eben mit der Mentalitaet nicht zurecht gekommen war und es ihm wohl auch etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja die letzte Geschichte von Walter versprochen und hier ist sie.</p>
<p>Am 10. November 2009 war es soweit. Walter konnte nach 15 Monaten auf den Philippinen endlich nach Hause fliegen und er war sehr froh darueber, da er hier eben mit der Mentalitaet nicht zurecht gekommen war und es ihm wohl auch etwas am Willen zur Anpassung fehlte.</p>
<p>Am Morgen standen wir also sehr frueh auf, tranken noch einen Kaffee zusammen und dann war es auch schon soweit. Die Zeit des Abschieds war gekommen. Ich brachte Walter mit meiner Frau zum Flughafen in General Santos und nach einer langen Verabschiedung verschwand er im Flughafengebaeude mit dem Versprechen aus Manila noch mal zu texten und sich aus Deutschland sobald wie moeglich zu melden.</p>
<p>Tatsaechlich meldete er sich ein paar Stunden spaeter aus Manila. <span id="more-2103"></span>Er war gut angekommen und musste nun fast bis Mitternacht auf seinen Flug dort warten. Wir wuenschten ihm Glueck.</p>
<p>Es dauerte fast zwei Wochen bis er sich das erste Mal aus Deutschland meldete und er erzaehlte: Er war gut im Heimatland angekommen, aber sein restliches Geld reichte nicht mehr um von Frankfurt nach Hamburg zu fahren. Er rief daher seinen Bruder an, der ihn in Hannover vom Bahnhof abholte, denn bis dort hatte sein Geld noch gereicht. In Hamburg brachte ihn sein Bruder zu einem Cousin, der ein echter &#8220;Moechtegernbastler&#8221; war und auf dem Hof seines Vaters neben einigen Wohnwagen zum Herrichten auch alte Boote und sonstiges herum liegen hatte. In einem solchen Wohnwagen durfte Walter einziehen. Nun als Uebergangsloesung duerfte das ja reichen.</p>
<p>Gleich am naechsten Tag meldete sich Walter bei den Behoerden um voruebergehend, bis seine Rente wieder eingerichtet war, HARTZ IV zu kassieren. Er bekam auch sofort einige Euro als Anzahlung bis sein Antrag eben durch war. Und er richtete sich in dem Wohnwagen ein so gut es eben ging. Sein Cousin lebte in einem anderen Wohnwagen und der Strom kam vom Haus des Vaters, mit dem sich der Sohn nicht so gut verstand.</p>
<p>Es wurde nun sehr kalt in Deutschland und ich glaube jeder Leser erinnert sich an den letzten kalten und schneereichen Winter. Der Wohnwagen des Cousins war neueren Datum und sehr gut isoliert, aber der, in dem Walter wohnte eben nicht und nicht einmal das elektrische Heizgeraet konnte da fuer echte Abhilfe sorgen. Zudem war der Stromverbrauch sehr hoch und was Walter eben nicht hatte war Geld. Und so sass er im Wohnwagen im dicken Mantel denn er musste an der Heizung sparen. Das zog sich ja einige Zeit hin und der Onkel war stinksauer wegen der hohen Stromkosten. Sicher bekam er die bezahlt, aber er wollte eben auch verdienen und setze waehrend der groessten Kaelteperiode den Preis auf einen Euro pro Kilowattstunde hoch. Zudem verlange er fuer einmal duschen im Haus 5 Euro. Fuer Walter wurde es nun ganz hart. Der Ofen lief nur noch um die Temperatur knapp ueber dem Gefrierpunkt zu halten und eines nachts hatte sich der gute Walter die tollsten Frostbeulen geholt einschliesslich zweier erfrorener Zehen die aerztlicher Behandlung bedurften.</p>
<p>Jeden Tag ging Walter auf Wohnungssuche und gleichzeitig trieb er sich in Geschaeften und Kaufhaeusern herum um sich aufzuwaermen. Aber immer wenn er den Wohnungsbesitzern sagte, dass er Hartz IV Empfaenger ist fiel die &#8220;Klappe&#8221;.   Einige wenige sprachen aus, was andere nur dachten, naemlich dass ihnen so ein &#8220;faules Gesindel&#8221; nicht ins Haus kaeme.</p>
<p>Zwischendurch standen auch die Untersuchungen an, damit er seine Rente wieder bekaeme, die zwar auch nicht hoeher war, aber ihm wenigstens das herum lungern auf den Aemtern ersparte.</p>
<p>Wenn er sich bei mir melden konnte, machte er das immer von PC seines Cousins aus, aber das ging nur wenn der schlief, da er niemanden an sein &#8220;wertvolles Geraet&#8221; ran lassen wollte. Und dann konnte er auch nicht sehr lange online sein.</p>
<p>Die Entbindung seiner Tochter hatte ja Geld gekostet, Geld dass sich die Mutter bei einer Cooperative im Dorf lieh. Die wollten natuerlich das Geld zurueck und so schickte er Geld an seine Frau um diese Schulden zu bezahlen. Er hatte sich das buchstaeblich vom Mund abgespart, aber natuerlich wurde das Geld fuer alles moegliche verwendet, aber nicht zum bezahlen der Schulden. Natuerlich fragte die Frau auch laufend nach Unterstuetzung fuer das Baby. Auch hier schickte er was immer er sich absparen konnte, aber das Geld wurde ebenso zweckentfremdet wie alle anderen Gelder zuvor. Als er dann kein Geld mehr schicken wollte, und stattdessen der Mutter seiner Tochter anbot in Sachwerten zu bezahlen wie Babynahrung und Kinderklamotten weigerte sie sich strickt das anzunehmen und bestand auf cash, was er natuerlich nicht schicken wollte, weil es eben nicht seiner Tochter zugute kam. Die Mutter beschwerte sich einige Male bei der Botschaft und drohte massiv, aber er beharrt verstaendlicherweise auf seinem Standpunkt.</p>
<p>Schoen waren die ersten Monate in Deutschland nicht.</p>
<p>Dann klappte es endlich auch mit einer Wohnung, aber nicht in Hamburg, sondern in Luebeck. Da hatte er ja vorher schon gelebt, insoweit, war das also kein Problem fuer ihn. Er zog also um und lebt nun wieder wie vor seinem Auswanderungsversuch in Luebeck. Seine Rente wurde wieder bewilligt und so geht es einigermassen mit dem Leben.</p>
<p>Seine Plaene in ein oder zwei Jahren wieder zu kommen hat er scheinbar aufgegeben. Vielleicht kommt er in zehn Jahren, vielleicht auch nicht. Vielleicht geht er aber auch woanders hin.</p>
<p>The End; und wenn Walter nicht wieder auf die Philippinen kommen sollte auch das endgueltige Ende.</p>

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		<title>Walter und die Maedels</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 12:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als einmal haette ich in den letzten Monaten seines Aufenthaltes auf den Philippinen &#8220;Mein Gott, Walter&#8221; sagen koennen, denn immer wieder liess er es mehr oder weniger &#8220;krachen&#8221; insbesondere seine Auffassung ein Geschaeft zu gruenden sowie sein Umgang mit den Maedels. Da konnte er nach der Trennung von Helen nicht genug davon bekommen.</p>
<p>Nachdem wir Walter nach seiner Ankunft von Paniog hochgepaeppelt hatten, &#8220;<a href="http://www.phil-life.net/2009/10/21/ein-expat-der-auszog-das-gruseln-zu-lernen-1-teil/" target="_self">naeheres findet ihr in der Geschichte &#8220;Von einem der auszog um Expat zu werden Teil 1-6</a>&#8221; und ihr solltet diese sechs Teile lesen um die heutige Geschichte besser zu verstehen, begann er ja den sogenannten &#8220;Geschaeftsaufbau fuer seine &#8220;Computer Reparatur&#8221;. Nur lief dieser Aufbau nicht so, wie von mir vorgeschlagen. Er sollte Firmen ansprechen und seine Dienste als &#8220;Home Service&#8221; anbieten. Ich weiss ja nun aus Erfahrung, dass es kaum gute Experten in Gensan gibt und diejenigen die Home Service machten, waren im Prinzip &#8220;Pfeifen&#8221;. <span id="more-1961"></span>Walter war gut und haette sich hier in kurzer Zeit ein gutes Geschaeft aufbauen koennen. Aber leider war er eben auch sehr beratungsresistent! Anstatt nun das Telefonbuch in die Hand zu nehmen, wollte er jemanden haben der ihm den sogenannten &#8220;Aussendienst fuer Kundenwerbung&#8221; abnahm.</p>
<p>Wir wissen alle, dass es nicht einfach ist gutes Personal zu finden aber Walter war ueberzeugt, dass er <strong>DIE</strong> Fachkraft in Kuerze finden wuerde. Ich sagte also nichts weiter dazu und Walter machte sich auf die Suche. Nun wie sah eine solche Suche denn aus? Einfach, denn Walter sprach einfach Maedels zwischen 18 und 25 Jahren an und bot seine Stelle an. Natuerlich musste das alles auch privat besprochen werden und so kam das erste Maedel zu uns ins Haus um sich genauer zu informieren. Walter lebte tagsueber in unserem stillgelegten Buero auf dem Grundstueck und dort fand dann die &#8220;sogenannte Einweisung&#8221; in den neuen Job statt. Und eingewiesen hat der Walter wie ein Weltmeister, allerdings nicht in den Belangen der Arbeit, sondern in Angelegenheiten eines beglueckenden Sexuallebens, wobei ich mich frage, ob das fuer die Maedels wirklich so beglueckend war.</p>
<p>Nicht immer kam Walter &#8220;zum Schuss&#8221; und das erste Maedel kam auch nach dem &#8220;beglueckenden Erlebnis&#8221; nicht wieder, aber Walter meinte nur lakonisch, dass es da wo die herkommt noch viele andere gaebe.</p>
<p>Walter war ein &#8220;Lustmolch&#8221; und wenn er anderweitig nicht zum &#8220;Abschuss&#8221; kam dann gelang es ihm oft auch fuer 100-200 Pesos  &#8220;Chicks&#8221; fuer ein oder zwei Stunden aufzureissen. Schoenheiten waren das bei den Preisen sicher keine, aber sie hatten andere Vorzuege. So verpasste ihm eine, als ihm eben mal der Gummi platzte, einen ausgewachsenen Tropentripper, den er einige Wochen durch die Gegend schleppte. Das hat ihn allerdings nicht davon abgehalten weiter kreuz und quer durch die Gegend zu &#8220;begluecken&#8221;, da er ja immer mit Kondom &#8220;arbeitete&#8221; und auf meinen Einwand hin, dass der Gummi ja mal wieder platzen koennte, meinte er nur: &#8220;Pech fuer die Dame!&#8221; Nunja dachte ich mir, dass koennte auch mal Pech fuer ihn sein, wenn dabei zusaetzlich eine Syphilis, Aids oder Hepa B &#8220;rueber kommen. Er musste es wissen, denn schliesslich war er alt genug, oder etwa nicht?</p>
<p>Beim naechsten mal schleppte er ein Maedel an, die unter dem strengen Regime einer Tante litt und in Walter wohl eine Ausbruchsmoeglichkeit gesehen hatte. Nun das ging zwei Wochen gut, aber dann erwies sich die Tante eben doch als staerker und zukuenftige Kontakte beschraenkten sich auf Textmessages. Andere Maedels kamen und gingen, aber nicht eine einzige wollte den Job machen, den er anbot.</p>
<p>Ueber das Internet lernte er dann eine kennen, die ihn nehmen wuerde trotz verheiratet sein und alles, aber die lebte in Bicol und wollte nach ihrer Rueckkehr aus Dubai in zwei Wochen nach Gensan kommen, um Walter kennen zu lernen. Nun ja die Zeit verging aber sein Besuch kam nicht, denn die hatte sich nach ihrer Rueckkehr mit ihrem Exboyfriend versoehnt, der natuerlich gerne die &#8220;Knete&#8221; einer OFW empfing.</p>
<p>Und dann kam eine andere Chat Dame, die angeblich so ganz anders war. Die lebte in Bukidnon und hatte dort anscheinend eine kleine Reisfarm. Nun wie erwartet musste Walter sie besuchen und anfaenglich schien das alles auch ganz in Ordnung. Das Maedel hatte auch einen City Councilor von Valencia in der Verwandtschaft, der Walter versprach bei einem Dauervisum behilflich zu sein. Scheinbar waren keine Bedingungen damit verknuepft, aber wie so oft im Leben nichts ist so, wie es scheint! Denn nach dem dritten Besuch in Valencia tauchte der Wunsch auf nach finanzieller Hilfe fuer die kleine Farm und selbstverstaendlich wuerde er seinen Anteil an der Ernte bekommen. Nun ja Walter hatte kein Geld und was die Mutter schickte war hinten und vorne eh nicht genug. Zumindest wurde er durch den Geldmangel nicht in Versuchung gefuehrt es zum Fenster hinaus zu werfen.</p>
<p>Danach tauchte auch die Kleine mit der strengen Tante wieder auf und wollte eine Freundschaft mit Walter. Der Sex kam Walter recht, am Rest hatte er weniger Interesse und so schlief auch das bald wieder ein, obwohl die Tante dieses Mal nicht am rufen war.</p>
<p>Walter hatte also viele Maedels an der &#8220;Angel&#8221; aber er hatte nicht eine gefunden, die fuer ihn in den Firmen seine Dienste anbieten wuerde. Vielleicht hatte er erwartet, dass ich das auch machen wuerde, aber ich habe ihm die Idee gegeben und war der Meinung, dass auch von ihm was dazu kommen koennte. Ich schlug vor, doch mal nach einem maennlichen Wesen zu schauen, der die Firmen anspricht, wobei Walter meinte, dass er schliesslich nicht schwul sei. Nun ja, Walter scheint das Geschaeftliche wohl unbedingt mit dem Privaten verbinden zu muessen und das geht ja bekanntlich sowieso fast immer schief. Waere Walter ein Geschaeftsmann mit Privatsekraetaerin gewesen, haette er sicher auf die gute alte Stenographie bestanden, um den Witzen &#8220;ueber auf dem Schoss sitzenden Sekretaerinnen&#8221; gerecht zu werden.</p>
<p>Als dann die Computer anrollten und er sehr damit beschaeftigt war, blieb nur das Maedel aus Valencia uebrig, denn fuer mehr war keine Zeit. Und kurz danach kam ja dann auch seine Heimreise, so dass er wohl viele weinende Meadels zurueck gelassen hat. Ob ein kleiner Walter dabei war, weiss ich nicht, wuerde es aber nicht ausschliessen.</p>
<p>Bedauerlicherweise war das die letzte Philippinengeschichte vom Walter. Es kommt noch ein Nachschlag von seinen ersten Monaten in Deutschland und dann muessen wir uns wohl gedulden, bis Walter wieder hier ist, um in philippinische Fettnaepfe zu treten.</p>
<p>Zum Abschluss bleibt dann nur ein herzliches: &#8220;Mein Gott Walter!&#8221;</p>

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		<title>Walters Zeit in Paniog</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 07:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die eifrigen Leser hier koennen sich sicher an Walters Umzug erinnern, als er mit dem Motorrad von San Jose nach Paniog fuhr. Er kam ja total verdreckt an und hatte eigentlich eine freundliche Begruessung erwartet. Aber dem war nicht so. Helen fauchte ihn an, doch erst einmal ein Bad zu nehmen mit all dem Schlamm. Also wollte Walter baden. Aber was fuer ein Bad! Denn die Eltern von Helen hatten kein Badezimmer. In San Jose konnten sie wenigstens noch beim Onkel baden. Rico, mein Schwager hatte Mitleid mit Walter und bot ihm das Badezimmer im Haus der Familie an. War zwar auch nur ein &#8211; wie es auf dem Land eben ueblich ist &#8211; &#8220;Schoepfkellenbad&#8221;, aber nachdem er sich gruendlich geschrubbt hatte, sah er wieder aus wie ein Mensch.</p>
<p>Zurueck im Haus von Helens Eltern wurde dann auch gleich ueber finanzielles gesprochen. Denn die Eltern hatten kein Geld, Walter auch nicht und nun wurde Druck auf ihn gemacht, das Motorad zu verkaufen. <span id="more-1886"></span>Walter wollte eigentlich nicht so recht, aber Helen jammerte und am Ende stimmte er zu.</p>
<p>Am Abend musste er sich zum ersten Mal an wirkliches &#8220;Landessen&#8221; gewoehnen, denn es gab Bulad und Reis. Geschmeckt hat es ihm nicht und gegessen hatte er auch nicht viel. Ich bekam von ihm auch prompt eine SMS, in der er von seinem &#8220;opulenten Mahl&#8221; erzaehlte. Und zum ersten Mal musste er am naechsten morgen Nilugao zum Fruehstueck essen. Das ist nur eben waessrig gekochter Reis in Salzwasser. Natuerlich war sein Essen wieder von einer SMS begleitet.</p>
<p>Die ersten Tage gingen vorbei und es meldete sich ein Kaeufer fuer das Motorrad. Man hoere und staune: Es war der dicke Cousin von Helen, der seinerzeit ein Laptop von Walter bestellt hatte, es ihm aber nicht abnahm nach Walters Ankunft auf den Philippinen. Denn angeblich hatte er kein Geld. Natuerlich sollte es ein Teilzahlungsgeschaeft sein, denn er hatte nicht genug cash. 25000 Pesos wollte es bezahlen und 15000 wollte er anzahlen. Das Motorrad war aber wesentlich mehr wert. Walter protestierte und wollte nicht verkaufen, aber da das Motorrad auf Helen zugelassen war, hatte er keine Wahl. Der Cousin machte also seine Teilzahlung und uebernahm das Motorrad. Die Papiere bekam er natuerlich noch nicht. Aber wie ihr euch denken koennt, ist das nicht das Ende der Geschichte.Das Geld nahm zum Grossteil Helen in Verwahrung und Walter behielt nur 5000 Pesos.</p>
<p>Am Anfang machte Walter das Landleben noch einigermassen Spass; er schaute sich die Gegend an, wanderte nach Sering und Melgar, fuhr mit dem Boot nach San Roque und kam &#8211; vom Essen mal abgesehen &#8211; einigermassen zurecht. Nur wird das natuerlich innerhalb weniger Tage langweilig,  insbesondere da er alles auf dem Landweg zu Fuss machen musste.</p>
<p>Jeden Tag gab es Reis mit Fisch in allen erdenklichen Variationen. Ich will euch das hier ersparen, da Philippinenkenner das ja eh wissen.</p>
<p>In Sering, dem Nachbardorf, wurde jeden Sonntag geschlachtet und Walter wollte auch mal wieder Fleisch essen. Er sprach mit Helen, und die meinte lapidar, dass man kein Geld dafuer habe. Als Walter nach dem Verbleib des Geldes fragte, meinte sie dass sie alles ausgegeben habe fuer Reis und Fisch und fuer das Baby und verlangte natuerlich auch die 5000 von Walter. Auf mein Anraten hin, hatte er das Geld aber zur Verwahrung Rico gegeben und ich habe dafuer garantiert. Er behielt sich lediglich 200 Pesos in der Tasche, die er alle zwei oder drei Tage aufrischte. Er sagte, dass er dieses Geld als absoluten Notgroschen aufheben wuerde und es nicht herausgeben werde. Helen war sauer und sprach nicht mehr mit ihm.</p>
<p>Als es Zeit zum Essen war rief ihn keiner an den Tisch, als er sich hinsetzte &#8211; alle anderen hatten schon angefangen bzw. waren fast fertig &#8211; gruesste ihn keiner. Es war als ob er nicht existierte. Ich hatte ihn ja schon lange vor einer solchen Situation gewarnt und er nahm es eben hin.</p>
<p>Leider kam Walter mit dem Essen ueberhaupt nicht zurecht und er ass nur sehr wenig. Natuerlich nahm er ab. Einmal die Woche klagte er mir mindestens sein Leid. Waere wohl taeglich gewesen, aber er hielt sich zurueck mit dem Load kaufen.</p>
<p>Und so kam es wie es kommen musste. Eines Tages, es muss um den 20. April herum gewesen sein, klappte er zusammen und kollabierte. Wie lange er da bewusslos auf dem Boden gelegen hatte, wusste er nicht mehr, aber es war wohl gegen fuenf gewesen als er zusammen brach und nun war es schon dunkel und es ruehrte sich nichts im Haus. Er schleppte sich zu seinem Schlafplatz in der Ecke &#8211; aus dem gemeinsamen Zimmer hatte Helen ihn seit der Weigerung mit dem Geld ausquartiert &#8211; entrollte die Matte und schlief auch sofort ein. Drei Tage lag er auf seiner Matte, und wenn er etwas brauchte wie Wasser zumTrinken musste er es sich trotz seines erbaermlichen Zustandes selber holen. Nach drei Tagen schickte er mir eine SMS und bat mich anzurufen. Das machte ich und als er mir von seinem Zusammenbruch und der &#8220;Hilfe&#8221; erzaehlte, riet ich ihm zu gehen. Ich bot ihm an bei uns zu bleiben, bis er nach Hause fliegen konnte. Nun machte sich sein Notgroschen bei Rico bezahlt.</p>
<p>Ich rief Rico an und bat ihn fuer Walter was vernuenftiges zu kochen wie Huehnersuppe.  Inday wuerde ihm das Huhn bei ihrem naechsten Besuch bezahlen. Zwei Stunden spaeter kam eine SMS von Walter und er bedankte sich fuer das Essen. In jener Nacht blieb er bei Rico.</p>
<p>Am naechsten Tag erzaehlte er Helen, dass er gehen wuerde. Sie nahm es mit einem Axelzucken zur Kenntnis. Er packte seine Sachen und kroch erst mal bei Rico unter. Am 27.4. bekam ich frueh morgens eine SMS, dass er Paniog verlassen hatte und auf dem Boot nach Surigao City sei.</p>
<p>Von dort fuhr er mit dem Bus nach Butuan und ueber Davao nach Gensan. Nachts um eins kam er bei uns an. Aber er sah schlimm aus. Wog er frueher 80 Kilo, dann wog er jetzt nur noch 60 Kilo.</p>
<p>Wir mussten ihn wohl erst einmal wie hoch paeppeln.</p>
<p>Und das austehende Geld fuer den Motorradverkauf wurde nie an Ihn bezahlt.</p>
<p>The end.</p>

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		<title>Walter zieht um&#8230;..</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 10:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war im Maerz 2009 als Walter einsehen musste, dass das mit dem Internetcafe nun ueberhaupt nichts werden wuerde und dass die Besitzer von Computern wohl weiterhin ihre Geraete nach Surigao bringen wuerden, anstatt zu ihm zu kommen, obwohl er da ja wirklich extrem viel drauf hatte und den meisten Pinoys etwas vormachen konnte. Auch die Sache mit den Bildern &#8220;aus alt mach neu&#8221; lief nicht und so wurde beratschlagt, was als naechstes moeglich waere.  Geld kam ja aus Deutschland nicht mehr, nachdem die Rentengeschichte vorlaeufig auf Eis lag, zumindest solange bis er sich in Deutschland einer Untersuchung unterzogen hatte, und die Wiedergenehmigung durch ist, aber wie kommt man ohne Geld nach Deutschland? Zum Schwimmen ist dann doch ein wenig zu weit.</p>
<p>Die Loesung hiess Paniog, das Heimatdorf von Helen und auch die Heimat meiner Frau. Ein grosser Umzug waere es ja nicht nur etwa 5 Kilometer ueber die Melgar Bay hinueber und schon war man da. <span id="more-1445"></span>Aber erst musste Helen das mal mit den Eltern abklaeren und die wussten ja mittlerweile, dass Walter nichts hatte. Ob sie da wohl gewillt waeren den Schwiegersohn aufzunehmen? Nun die Hoffnung, dass da vielleicht doch noch was aus Deutschland kommt, war gross und so stimmten die Eltern zu. Also wurde wieder mal gepackt und der Umzug vorbereitet, nicht dass es viel zum packen gegeben haette. Der Onkel wurde einmal mehr gebeten doch den Helm zu bezahlen, da man das Geld fuer den Umzug benoetigte, um den Transport fuer das Motorrad bezahlen zu koennen, aber der Onkel hatte wie immer kein Geld oder wollte keines haben. Die Eltern versprachen fuer &#8220;alles&#8221; zu bezahlen, aber fuer das Motorrad wuerde es nicht reichen. Walter &#8220;weinte&#8221; sich bei mir per SMS aus und ich erzaehlte ihm, dass es eine &#8220;Strasse&#8221; gaebe und er die wohl mit dem Motorrad fahren koenne, aber mit dem Auto waere in Tacabaca Schluss. Allerdings sei diese Strasse nicht in sehr gutem Zustand, aber bei trockenem Wetter gibt es doch Leute die gelegentlich von Sering &#8211; dem Nachbardorf von Paniog &#8211; nach Tacabaca oder San Jose fahren wuerden. Es war ja Maerz und da regnete es noch immer, wenn auch bei weitem nicht mehr so viel wie im Februar. Wer die Ostkueste Mindanaos kennt, der weiss, dass Surigao von November bis Mitte Maerz buchstaeblich im Regen ertrinkt.</p>
<p>Walter war mutig! Wie koennte es auch anders sein! Es wurde also alles an einem Montag vormittag in ein Boot geladen und Helen machte sich mit den Siebensachen auf den Weg nach Paniog und Walter machte sich zunaechst auf die Fahrt nach Tacabaca, wo er sich mal nach dem Zustand der &#8220;Strasse&#8221; erkundigen wollte. Ueber Balthasar, Wilson, Tagbaboy Gagmay und Dona Helene ging die Fahrt bis nach Tacabaca. Dort erkundigte sich Walter bei der Polizei nach dem Strassenzustand. Die aber wusste nichts zu sagen, da ja keiner so verrueckt ist und die Strecke Mitte Maerz faehrt. Er sprach mit den Habal Habal Fahrern, aber die waren auch nicht schlauer, da sie eben auch nicht gspinnert genug waren bei dem Wetter dort fahren zu wollen. Aber Walter war verrueckt genug und  entschloss sich nach dem genauen Weg zu fragen und wollte es wagen. Er war wie schon gesagt sehr mutig!</p>
<p>Walter fuhr also los und das erste Ziel war Nazareth am Ostende der Melgar Bay. Der Weg war ja ziemlich lang da die Melgar Bay sehr zerklueftet ist mit vielen kleinen Buchten und um jede einzelne musste er herum fahren, entweder am Meer entlang oder ueber die Kuestenberge hinweg, die gluecklicherweise nicht ueber 250 Meter Hoehe anstiegen.</p>
<p>Die Fahrt nach Nazareth dauerte auch nur eine gute Stunde und da die &#8220;Strasse&#8221; (Pfad waere ein besseres Wort) sehr viel Kies im Belag hat, war es weder zu matschig noch rutschig.  Aber Nazareth war ja noch nicht mal die halbe Miete. In Nazareth staerkte sich Walter erstmal mit einer Tasse Kaffee im Sari Sari Store, um sich dann auf die Weiterfahrt zu machen. Nun wurde es &#8220;kriminell&#8221;, denn gleich hinter Nazareth stieg die Strasse an und nun war kein Schotter mehr im Belag, sonder nur noch die rote Erde von Dinagat und die ist wie Schmierseife als Strassenbelag. Sehr bald konnte Walter nicht mehr fahren, sondern musste an den schlimmsten Stellen schieben. Er schwitzte &#8211; bei ueber 90% Luftfeuchtigkeit auch kein Wunder &#8211; und er fluchte. Aber bald war oben und runterwaerts ging es doch bedeutend leichter, da die Schwerkraft mit half. Aber Walter rutschte und schleuderte nur so herum und nicht nur einmal fiel er dabei auf die Nase. Bald sah unser guter Walter aus, als ob er an einer Schlamm-schlacht teilgenommen hatte und nirgendwo war weit und breit jemand zu sehen, der ihm an den kniffligsten Stellen helfen konnte. Also musste er eben durch.  Und so langsam naeherte er sich Sering. Aber er musste noch durch ein sehr schattiges Tal und da stand das Wasser in den schlammigen Furchen. Aber fahren ging nicht, also war mal wieder schieben angesagt. Bei seinen ersten Versuchen dieses zirka 200 Meter lange Strassenstueck hinter sich zu bringen, versank er bis weit ueber die Knie im Matsch. Dem Motorrad erging es aehnlich, das wollte auch nicht oben bleiben. Also schob er und hob und wuchtete und fiel hin und wurde nasser und nasser und dreckiger und dreckiger und fluchte dabei lautstark vor sich hin. Der Schweiss lief in Stroemen und weit und breit gab es kein Bier um den Fluessigkeitsverlust auszugleichen. Nach knappen zwei Stunden hatte er auch dieses Wegstueck geschafft und musste nun nur noch die Anhoehe vor Sering hoch und danach kam eine tolle Abfahrt, die ich selbst nur noch allzugut in Erinnerung habe. Denn die ist wie eine Eisbahn wenn sie nass ist.</p>
<p>Er keuchte den Berg schiebend hoch mit Unterstuetzung des Motors und der Dreck flog in alle Richtungen. Mehr als einmal fiel er dabei wieder auf die Schnauze. Aber so langsam gewoehnte er sich daran. Endlich war er oben und nun kam die Abfahrt. Er schwang sich aufs Bike und los gings. Keine 30 Meter ist er gekommen und schon lag er das erste mal da. Ich sagte ja, das ist wie eine Eisbahn. Nach dem zweiten Sturz wurde Walter vorsichtiger und entschloss sich das Motorrad zu schieben. Aber es dauerte keine zwei Minuten und das Bike machte sich selbstaendig und rutschte die Abfahrt hinunter.  Zum Glueck ging es nur geradeaus, aber das Motorrad kam bestimmt fuenf Minuten vor ihm in Sering an. Ich bin diese Strecke nach einer Wanderung von San Pablo kommend 1989 auch heruntergekommen und es war genauso rutschig und so hatte ich mir die Schuhe ausgezogen und bin in Socken gelaufen, das bremste gewaltig.</p>
<p>Walter erreichte sein Motorrad und schwang sich auf das Geraet um nach Paniog zu fahren. Dieser letzte Kilometer war ein Kinderspiel auf nunmehr geschottertem Weg. Ohne weitere Zwischenfaelle kam er beim Haus von Helen an, wo zuerst einmal keiner glauben wollte, dass unter all dem Schmutz und Schlamm wirklich der Walter steckte. Aber es ga ja genuegend Wasser um dieses Problem zu beheben.</p>
<p>Aber die echten Probleme fuer Walter lagen alle noch in der Zukunft zum Teil sehr ueberraschende Schwierigkeiten zum Teil aber auch hausgemachte. Davon werde ich ein anderes mal erzaehlen.</p>

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		<title>Walters Motorrad &#8211; Eine Fahrt mit &#8220;Hindernissen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 07:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mindanao]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war Anfang Februar 2009 als Walter sich entschloss zu Helen nach Surigao zu fahren und dort zu leben. Ich warnte ihn wegen der Naehe der Familie, aber er erwies sich wie so oft als beratungsresistent und begann die Reise kurzfristig zu planen. Er wollte mit dem Motorrad fahren und ich beschrieb ihm den Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Anfang Februar 2009 als Walter sich entschloss zu Helen nach Surigao zu fahren und dort zu leben. Ich warnte ihn wegen der Naehe der Familie, aber er erwies sich wie so oft als beratungsresistent und begann die Reise kurzfristig zu planen. Er wollte mit dem Motorrad fahren und ich beschrieb ihm den Weg und die Strassen sehr genau und informierte ihn auch ueber die Bruecken und Bergdurchfahrten, also alles wo Hoehen vorkamen, da er ja wegen seiner Hoehenangst eingeschraenkt war. Zudem machte ich eine Farbkopie meiner Strassenkarte. Er entschloss sich nachts zu fahren nach dem Motto &#8220;Was ich nicht sehen kann, macht mir auch keine Angst&#8221;.</p>
<p>Zwei Tage nach seinem Entschluss brach er dann abends gegen acht Uhr auf, nachdem er alles in die Satteltaschen gepackt hatte, die er sich schon vor einiger Zeit gekauft hatte. Alles andere liess er bei uns und das sollten wir mitbringen wenn unser Truck nach Surigao fuhr um Teile fuer den Bootsbau dort hinzubringen. Wir verabschiedeten uns und wuenschten gute Reise. Es war bereits nach acht Uhr, als er los fuhr. <span id="more-1306"></span></p>
<p>Gegen zehn Uhr ratterte mein Handy los und ich erhielt eine SMS von Walter. Sein Motorrad hatte den &#8220;Geist&#8221; aufgegeben und da stand er nun irgendwo in der &#8220;Prairie&#8221; zwischen dunkel und siehst mich nicht.</p>
<p>Ich rief  ihn also an und fragte: &#8220;Sag mal, was ist denn passiert?&#8221;</p>
<p>Er entwortete: &#8220;Die Kiste hat den Geist aufgegeben, der Motor starb einfach ab und dann rollte ich aus und nun stehe ich da wie bestellt und nicht abgeholt.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja wo bist du denn genau?&#8221; fragte ich, aber er konnte mir es nicht sagen.</p>
<p>&#8220;Kannst du mir nicht einen Mechaniker schicken, ich kann da draussen in der Dunkelheit nichts machen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Wo soll ich denn mitten in der Nacht einen Mechaniker hernehmen?&#8221; entgegnete ich und bat ihm mir seinen letzten Weg genau zu beschreiben.</p>
<p>&#8220;Ich war auf einer abschuessigen betonierten Strasse mit ein paar scharfen Kurven und stehe nun an einer Bruecke ueber einen Bach in einem kleinen Tal&#8221;, erzaehlte er.</p>
<p>Ich ueberlegte und meinte: &#8220;Ich glaube ich weiss wo du bist. Lauf einfach mal 200 Meter die Strasse entlang in Richtung Davao, da stehen ein paar Haeuser und frag da mal nach ob sich einer mit Motorraedern auskennt.&#8221;</p>
<p>Eine Stunde spaeter bekam ich eine weitere SMS, in der er mir mitteilte, dass jemand dort sein Motorrad in Ordnung gebracht hatte und es laufe wieder. Habe ihm allerdings 200 Pesos gekostet. Es war nur ein Problem mit der Zuendung gewesen.</p>
<p>Zum Glueck bin ich ein Nachtmensch, denn gegen drei Uhr morgens meldete sich Walter wieder bei mir. Er war nun bei Trento und hatte dort in einer Karaoke Bar ein nettes Madel getroffen und wuerde wohl den Rest der Nacht bei ihr verbringen. &#8220;Mein Gott Walter&#8221; bitte nicht schon wieder ein &#8220;nettes Maderl&#8221;&#8230;.. und dann noch aus einer Bar&#8230;&#8230;</p>
<p>Aber Walter konnte es halt nicht so gut ohne die Maedels. Gegen Mittag erreichte mich die naechste SMS und er sei nun in Butuan und furchtbar muede. Er werde also erstmal in eine Lodge gehen und schlafen und morgen in aller Fruehe weiter fahren. Na wenn da mal nicht ein anderes Paar huebscher Beine dahinter steckte?</p>
<p>Am naechsten Tag bekam ich dann die Nachricht, dass er in Surigao angekommen sei, aber das Pumpboot nach San Jose nicht finden koenne. Ich schrieb zurueck, dass er die in der Naehe vom Tavern Hotel finden wuerde. Die naechste Nachricht liess nicht lange auf sich warten. Er beschwerte sich, dass das Boot 2500 Pesos haben will fuer die Ueberfahrt und er soll extra nochmal 350 fuer das Laden bezahlen. Ich wusste, dass 350 fuer die Passage und 200 fuer das aAufladen angemessen sei, aber versicherte mich nochmal bei meiner Frau. Sie bestaetigte die Preise und ich rief an. Ich unterhielt mich mit dem dem &#8220;Purser&#8221; vom Boot und wir &#8220;stritten&#8221; eine Weile in philippinischer Manier um den Preis. Als ich dann Indays einflussreichen Onkel erwaehnte (Name dropping funktioniert fast immer auf den Philippinen) ging es auf einmal zum Normalpreis. Walter musste also nur 550 Pesos einschliesslich laden bezahlen und dann nochmal 200 fuer das Ausladen in San Jose.</p>
<p>Gegen 3 Uhr nachmittag informierte mich Walter, dass er gut angekommen sei in San Jose.</p>
<p>Nun stand dem &#8220;jungen Glueck&#8221; ja hoffentlich nichts mehr im Wege und ich hoffte, die beiden wuerden nun endlich ihre Ehe zum Laufen bringen.</p>

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		<title>Walters Motorrad</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 07:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 18. Oktober 2008 waren Walter und Helen aus unserem Haus ausgezogen und hatten sich nur zirka 2 Kilometer von uns entfernt ein Haus gemietet, das allerdings reparaturbeduerftig war und bei heftigem Regen stellte es sich auch als nicht ganz dicht heraus. Zum Glueck erlaubte die Eigentuemerin Reparaturen von der Miete abzuziehen. Schon zwei Tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. Oktober 2008 waren Walter und Helen aus unserem Haus ausgezogen und hatten sich nur zirka 2 Kilometer von uns entfernt ein Haus gemietet, das allerdings reparaturbeduerftig war und bei heftigem Regen stellte es sich auch als nicht ganz dicht heraus. Zum Glueck erlaubte die Eigentuemerin Reparaturen von der Miete abzuziehen.</p>
<p>Schon zwei Tage nach dem Umzug schaute Walter nach einem Motorrad. Er dachte daran sich ein neues zu kaufen und auf Raten zu bezahlen, aber das erwies sich als gar nicht so einfach, schliesslich hatte er &#8220;nur&#8221; ein Touristenvisum und die Verkaeufer waren da wohl skeptisch er koennte einfach wieder ausreisen. Schliesslich fand er eine gebrauchte 125er Yamaha XT die ihm gefiel und die scheinbar auch einigermassen in Ordnung war. Scheinbar&#8230;.. <span id="more-857"></span>Nun der Verkaeufer wollte 40k haben, aber Walter war ja nun wirklich klamm bezueglich barem und da er schnell feststellte, dass der Verkaeufer einen Laden fuer Computerteile und Elektronik hatte, machte er ihm ein Angebot. 10k in bar und der Rest durch einen Tausch mit seinen Computerteilen, die er ja im voraus per Balikbayan Box an mich geschickt hatte. Der Verkaeufer stimmte nach ausgiebiger Besichtigung aller Teile zu und Walter war nun motorisiert. Ein Kaufvertrag wurde geschlossen, aber das war etwas komplizierter, da der Eigentuemer nicht der Verkaeufer war, sondern dessen Bruder. Eine &#8220;Power of Attorney&#8221; lag nicht vor. So wurde das Geschaeft zwar abgeschlossen, aber eine Umschreibung des &#8220;Bikes&#8221; war nicht moeglich, da der Bruder erstmal den Vertrag unterschreiben musste. So konnte Walter zwar das Motorrad benutzen, aber das war auch alles fuer den Moment.</p>
<p>Als naechstes mussten zwei Helme besorgt werden, denn auch hier galt die Helmpflicht. Walter kaufte zwei billige &#8220;Integralhelme&#8221; Made in China und was oder ob die was taugen, wuerde man nur im Falle eines Unfalls erfahren. Hoffentlich mussten sie sich nicht bewaehren, denn bei 1500 Pesos pro Helm bin ich eher skeptisch.</p>
<p>Nach den ersten Tagen stellte Walter natuerlich einige ganz erhebliche Maengel an dem &#8220;Gefaehrt&#8221; fest. So musste der Motor ueberholt werden. Wie schon gesagt war Walter sehr geschickt im Handwerklichen und hatte auch in Bezug Motoren Erfahrung und er zerlegte das &#8220;Geraet&#8221; komplett in seine Einzelteile. Ich kannte ja Walter in dieser Beziehung. Auch wenn er ein &#8220;Teil&#8221; noch nie zerlegt hatte, so begann er die Arbeit sowieso und sortierte alle Teile, jede Schraube in der Reihenfolge, in der er sie entnahm. Die ganzen Teile wurden auf ein grosses weisses Tuch gelegt. So hatte er versucht meine Bridge Kamera zu reparieren. Leider war das kaputte Teil fuer die Kamera einzeln nicht zu bekommen und so baute er sie wieder zusammen und sie funktionierte genauso wie vorher ohne das Zoom. Auch die Zerlegung des Motors ging so von statten. Als er den Motor zerlegt hatte wollte er erstmal einen neuen Dichtungssatz und verschieden andere Teile kaufen. Er ermahnte Helen noch einmal nur ja nichts anzufassen und zog los um alles zu besorgen. Als er zurueck kam, gab es einen Riesenschrecken. Das weisse Tuch mit den Teilen war weg. &#8220;Wo sind die Motorenteile?&#8221; fuhr er Helen an. &#8220;Na im Tuch schoen gebuendelt in der Abstellkammer. Mich hat das hier im Wohnzimmer gestoert.&#8221; entgegnete sie und Walter holte sich das Buendel aus der Kammer. Alles war natuerlich durcheinander gepurzelt und Walter fluchte erst mal alle Heiligen vom Himmel &#8216;runter. Dann schiss er Helen zusammen, die natuerlich &#8220;nix&#8221; gemacht hatte, schliesslich sei alles vollstaendig war ihre Ausrede um das &#8220;nix&#8221; zu begruenden. Der Haussegen hing also die naechsten drei Tage schief, denn als Walter versuchte nach einer Stunde oder so einzulenken, machte Helen einen auf &#8220;Tampo&#8221; und fuer drei Tage gab es das Schweigen im Walde. Walter kam erst mal zu uns &#8216;rueber und &#8220;weinte&#8221; sich aus.</p>
<p>Am naechsten Tag versuchte Walter die Teile wieder zu sortieren so gut es ging und alles was er nicht genau wusste wurde getrennt aufbewahrt. Dann ging es an die Reparatur und Walter fing mit dem Zusammenbau an und tauschte dabei Beschaedigtes aus. Da er drei Tage brauchte wurde er wegen Helens Schweigen wenigstens nicht gestoert. (Ich frage mich, was solche &#8220;Streitereien&#8221; bringen, ist doch schade um die verlorene Zeit miteinender. Wir haben das in unserer Ehe ganz am Anfang schon abgestellt.) Walter brachte den Motor &#8211; wie nicht anders zu erwarten &#8211; am Ende auch ohne Probleme zum Laufen. Er musste auch noch einige andere Teile besorgen und erneuern, aber dann stand das &#8220;Ding&#8221; da wie eine eins.</p>
<p>Mittlerweile war auch der unterschriebene Kaufvertrag zurueck gekommen und das Motorrad wurde auf den Namen von Helen umgemeldet. Das naechste Problem war nun Walters Fuehrerschein, denn mit dem deutschen &#8220;Lappen&#8221; (er hatte noch den Rosanen) konnte er nur bis zum 6. November fahren. Er ging also auf die LTO und beantragte einen philippinischen Fuehrerschein. Nun es blieb beim Versuch, denn mit einem Touristenvisa wollten sie den Fuehrerschein nicht umschreiben. Und seinen internationalen &#8220;Lappen&#8221; haben sie nur angesehen, die Nase geruempft und gemeint, dass der hier nicht gilt. Zum Glueck habe ich gute Beziehungen zum Chef der LTO hier und lud den in den naechsten Tagen zum Abendessen ein. Er kam gerne, denn er fuhr auf Rindsrouladen absolut ab. Spaetzle wollte er keine dazu, aber Kartoffelbrei. Nach dem Essen schilderte ich ihm Walters Problem, dass fortan fuer kurze Zeit sein Problem war. Innerhalb von zwei Tagen hatte Walter einen Computerausdruck als Fuehrerschein in der Tasche, der fuer 5 Monate galt. Bis dahin wuerde der origninale Fuererschein aus Manila ankommen.</p>
<p>Also war nun fuer Walter erstmal &#8220;Friede, Freude, Eierkuchen in Sachen Motorrad und Fuehrerschein angesagt und er brauchte keine Kontrollen mehr zu fuerchten.</p>

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		<title>Walters &#8220;Internet Cafe&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 06:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesem und in einigen zukuenftigen Beitraegen will ich ein wenig mehr von Walter erzaehlen. Es gibt da doch einiges, das in der langen Fortsetzungsgeschichte nur kurz angerissen war. Als Walter nach San Jose in Surigao zog, plante er ja ein Internet Cafe aufzumachen, sicherlich ein schwieriges Unternehmen ohne Geld. Aber Walter war ja ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem und in einigen zukuenftigen Beitraegen will ich ein wenig mehr von Walter erzaehlen. Es gibt da doch einiges, das in der langen Fortsetzungsgeschichte nur kurz angerissen war.</p>
<p>Als Walter nach San Jose in Surigao zog, plante er ja ein Internet Cafe aufzumachen, sicherlich ein schwieriges Unternehmen ohne Geld. Aber Walter war ja ein ewiger Optimist und glaubte das schon durchziehen zu koennen. Er kam also guten Mutes in San Jose an und dort zogen Helen und Walter erst einmal bei Helens Onkel ein. Der war natuerlich riesig erfreut ueber die unerwarteten Gaeste, aber philippinische Gastfreundschaft verbot ihm zu meckern. <span id="more-518"></span>Am naechsten Tag schwang sich Walter auf sein Motorrad um den Ort zu erkunden. Helen hatte ihm erzaehlt, dass es in der ganzen Town kein Internet Cafe gaebe und auf seiner Erkundungsfahrt konnte Walter natuerlich drei Internet Cafes entdecken. Er ging in alle drei  &#8216;rein und unterhielt sich mit den Betreibern, die vom guten Geschaeft schwaermten, aber ueber mangelndem Reparatur Service schimpften. Alles muessten sie nach Surigao City bringen und da ging mindestens ein Tag verloren, bei schlechtem Wetter manchmal auch zwei. &#8220;Halloooo&#8221; dachte sich Walter da ist ja Geld zu machen.</p>
<p>Zu Hause angekommen erzaehlte er Helen, dass man statt einem Internet Cafe doch ein &#8220;Repair Shop&#8221; fuer Computer aufmachen koennte und gleichzeitig andere Arbeiten mit anbieten koennte wie z.B. alle Arten von Software und Installationen und andere Dinge, wie die zahlreichen alten Fotos, die ueberall in den Haeusern hingen durch neue Ueberarbeitungen auf Vordermann bringen. Helen war insbesondere begeistert ueber die Idee mit den alten Bildern. Das sollte gutes Geld bringen meinte sie.</p>
<p>Am naechsten Tag zog Walter also los um nach einem geeignetem Platz zu suchen, wo man diese Idee verwirklichen koenne. Er wurde auch recht bald fuendig und sah eine alte groessere Garage leer stehen, zwar ohne Fenster aber mit offenem Tor war es hell genug und nachts musste man eh Licht machen. Nun die Eigentuemerin witterte natuerlich in dem daher gelaufenen &#8220;Joe&#8221; das Geschaeft ihres Lebens und forderte eine Monatsmiete von 5000 Pesos fuer das vergammelte Loch in dem es noch nicht mal  Strom gab und man sich erstmal mit der elektrischen Kooperative in Verbindung setzen musste um die Stromversorgung zu sichern. Zu Hause erzaehlte er von seinem &#8220;Fund&#8221; und der Onkel meinte, dass er die Eigentuemerin kenne und der erst mal den Marsch blasen wuerde wegen ihrer unverschaemten Forderungen. Am naechsten Tag gingen Walter, Helen und der Onkel zu der &#8220;Tante&#8221; und verhandelten. Man einigte sich auf eine Monatsmiete von 800 Pesos und Strom wuerde sie mittels eines Verlaengerungskabels vom Haus zur Verfuegung stellen, bis die Coop den Zaehler installiert hatte.</p>
<p>Man benoetigte nun einen oder mehrere Computer und so machte sich Walter am naechsten Morgen auf den Weg nach Surigao um sich dort zu erkundigen. In einem Computerladen fand er auch ein komplettes Angebot einschliesslich Drucker fuer 13000 Pesos. Man verhandelte und der Verkaeufer gab ihm Discount und Walter bezahlte nur knappe 12k. Fuer einen zweiten Rechner langte das Geld aber nicht mehr. Walter fuhr zurueck nach San Jose und besorgte dort noch Holz, Farbe und Naegel, denn am naechsten Morgen wollte man mit der Renovierung der Garage beginnen.</p>
<p>Da man Geld fuer den Schreiner sparen wollte, machte sich Walter selbst an die Arbeit. Er war handwerklich wirklich geschickt, aber er war kein Schreiner. Trotzdem zimmerte er, was das Zeug hielt; er haemmerte und fluchte, hobelte und schimpfte, saegte und maulte, nagelte und schrie usw. Aber entgegen aller Erwartungen war das &#8220;Rumgeschreinere&#8221; von Walter gar nicht so schlecht. So langsam nahm alles Formen an in den naechsten Tagen. Ein kleiner Bereich wurde abgetrennt zum schlafen. Der Rest war das &#8220;Shop&#8221; mit Arbeitstisch, Wartebank und dem Computertisch, der ja beim Kauf dabei gewesen war.</p>
<p>Am naechsten Tag druckte Walter einige &#8220;Broschueren&#8221; und verteilte die im Ort. Einige wurden auch an strategisch wichtigen Stellen aufgehaengt um Kunden zu werben. Und nun begann das Warten auf Kunden. Die Internet Cafes hatte er persoenlich ueber seinen Reparatur Service informiert. Nach einigen Tagen sollte dann auch der erste Kunde kommen. Ein altes vergammeltes Hochzeitfoto solle also &#8220;restauriert&#8221; werden. Nun Walter sagte dem Kunden am naechsten Tag wieder zu kommen und machte sich an die Arbeit. Als er fertig war, war das Resultat nun wirklich gelungen.</p>
<p>Am naechsten Tag kam der Kunde um sein neues &#8220;altes&#8221; Hochzeitsbild abzuholen. Die Begeisterung war gross und er meinte, er wuerde Walter weiter empfehlen, aber als der Kunde zahlen sollte, gab es ein langes Gesicht. Denn die 450 Pesos die Walter fuer seine Arbeit einschlieslich Drucken verlangte waren dem guten Mann zuviel. Denn die Preisliste, die Walter ihm gegeben hatte, hatte der Kunde  nicht gelesen. Es wurde also eine Weile gefeilscht und man einigte sich auf 350 Pesos. Natuerlich hatte der Kunde nicht genug Bares in der Tasche und zahlte 200 Pesos an und versprach den Rest in der kommenden Woche zu begleichen. Aber der Kunde kam nie mehr zurueck. Weitere Kunden kamen nur sporadisch und das eingenommene Geld reichte hinten und vorne nicht. Der Onkel bot Walter an seinen Helm zu kaufen und machte eine Anzahlung von 500 Pesos. Auch hier bekam er das Versprechen: Naechste Woche und danach hiess es wieder: Naechste Woche&#8230;. usw, aber das kennen ja die meisten Expats nur zu gut.</p>
<p>Die Miete war faellig, aber Walter konnte nur die Haelfte bezahlen, versprach aber von den naechsten Einnahmen zu &#8220;loehnen&#8221; was er auch machte. Sechs Wochen mit dem &#8220;Internet Cafe&#8221; waren vergangen, aber Geld wurde keines verdient. Reserven hatte man nicht, also musste das Cafe geschlossen werden. Uebrigens waren die Internet Cafe Betreiber nie zu Walter gekommen, die waren weiter nach Surigao City gefahren um ihre PCs repariert zu bekommen.</p>
<p>Helen und Walter entschlossen sich nach Paniog zu ziehen, aber das ist eine andere Geschichte.</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden&#8230; 1.Teil</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 04:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einen Philippinenblog gehoert eigentlich alles was auch im weiteren Sinn etwas mit den Philippinen zu tun hat. Diese Geschichte begann in Deutschland zu einer Zeit, als Hartz IV noch relativ neu war. Der Betroffene hatte zu der Zeit alles Moegliche im Sinn, aber ganz sicher nicht die Philippinen.  Das Chatten im Internet kam immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einen Philippinenblog gehoert eigentlich alles was auch im weiteren Sinn etwas mit den Philippinen zu tun hat. Diese Geschichte begann in Deutschland zu einer Zeit, als Hartz IV noch relativ neu war. Der Betroffene hatte zu der Zeit alles Moegliche im Sinn, aber ganz sicher nicht die Philippinen.  Das Chatten im Internet kam immer mehr in Mode und viele Maedels aus sogenannten &#8220;Drittweltlaendern&#8221; merkten recht schnell, das damit Kohle zu machen ist.  Die Filipinas gehoerten natuerlich zu den Vorreitern, zu deutsch,  sie sind fast immer vorne dran, wenn es etwas zu holen gibt. Ich habe mich schon oft gefragt, was passieren wuerde, wenn diese Energie bei ehrlicher Arbeit eingesetzt wuerde. Und der Deutsche um den es in dieser Geschichte geht, begann mit der &#8220;Chatterei&#8221;, ohne die diese Story niemals geschrieben worden  waere.<span id="more-275"></span></p>
<p>Im Sommer 2007 wurde ich dann in die Sache hinein gezogen und sollte erste &#8220;Erfahrung&#8221; in Bezug auf Chat Girls sammeln. Halt!  Nicht was ihr jetzt alle denkt, nein, sondern&#8230;. aber lasst mich das von Anfang an erzaehlen.</p>
<p>Es war Juli und ich war seit einigen Monaten im Philippinenforum Deutschland angemeldet aber erste seit zirka Mitte Juni aktiv. Ich war also ein &#8220;Jungspund&#8221; im Forum und trotzdem kam diese private Nachricht &#8211; in Kuerze PN genannt &#8211; bei mir an. Warum? Nicht weil ich so ein erfahrener &#8220;Forumsschreiberling&#8221; gewesen waere, sondern weil ich eben in General Santos lebte.  Der &#8220;junge&#8221;  Mann &#8211; im Vergleich zu mir war er das wohl &#8211; erkundigte sich bei mir, wie er am besten von Davao nach GenSan kaeme. Er hatte einen Flug gebucht, der in Davao landete und wollte also Mitte September hier in GenSan ankommen um seine Internet Bekanntschaft kennen zu lernen.</p>
<p>Nun in den naechsten Wochen unterhielten wir uns sehr oft im Messenger und Walter &#8211; so wollen wir ihn der Einfachheit halber mal nennen &#8211; hatte sehr viele Fragen. Ich habe den Namen Walter bewusst gewaehlt, denn das &#8220;Mein Gott&#8221; steht dann sozusagen schon im Raum. Und ich moechte mich im Vorfeld bei allen, die Walter heissen, entschuldigen.</p>
<p>Aber zurueck zur Geschichte:  Nach vielen Chats im Messenger bot ich Walter an, dass ich ihn gerne auch in Davao am Flughafen abholen koenne, wenn er mir den Sprit bezahlen wuerde. Walter hatte naemlich etwas Angst am Ende ueberall anzukommen nur eben nicht da, wo er hin wollte.  Naja und bescheuert wie ich bin, sagte ich ihm auch noch er koenne bei uns schlafen. Aber er war auch ein sehr netter Mensch.</p>
<p>Nun ja Walter erzaehlte mir nun, dass er das Maedel schon seit einem Jahr kannte &#8211; zuvor hatte er auch mit Girls aus anderen Laendern gechattet, und seit 2006 &#8211; da war er in China &#8211; hatte er sich auf Asiatinnen &#8220;eingeschossen&#8221;,  aber eine Chinesin wollte er nicht, weil er die Sprache nicht erlernen wollte und er beim Englisch reden mit deren Akzent Probleme haette. Das wundert mich nicht, denn diese Probleme habe ich auch, obwohl ich geschaeftlich schon oft genug mit Chinesen zu tun hatte.  Je besser wir uns kennen lernten um so mehr erzaehlte er, und dabei stellte sich nun heraus, dass er des oefteren Geld an seine &#8220;Internetliebe&#8221; geschickt hatte, immerhin den stolzen Betrag von guten 3000 Euro im Verlauf von elf  Monaten.</p>
<p>Nachdem er nun im Chat angekuendigt hatte, dass er eben Mitte September auf Besuch kommen wollte, reagierte seine Angebetete nicht ganz so, wie er es sich erhoffte. Nachtigall ick hoer dir trappsen!  (Hoppla, als Bayer sollte ich da eigentlich sagen: Jo mie leckst am Arsch, aber do is der Wurm drin) Haben wir das denn nicht schon oefter gehoert? Er erzaehlte es mir und ich bot ihm an, dass wir uns ja mal erkundigen koennten, um welche &#8220;Dame&#8221; es sich bei seiner &#8220;Liebsten&#8221; handelte. Er stimmte zu und gab mir den Namen und die Adresse seiner hoffentlich zukuenftigen Lebenspartnerin.  Ein Bild schickte er mir auch &#8211; es war eine Webcam Aufnahme -  und &#8211; ohlala &#8211; ich konnte ihn verstehen. Ein bildhuebsches Maedel, vielleicht ein bisserl zu sehr geschminkt fuer meinen Geschmack,  lachte mich vom Bildschirm an.</p>
<p>Am Abend dieses Tages unterhielt ich mich mit meiner Tochter und fragte ob sie dieses Maedchen &#8211; sie wohnte uebrigens in Alabel, einer Staedtchen nur neun Kilometer von GenSan entfernt, aber bereits in Sarangani der Nachbarprovinz &#8211; kenne, was sie aber verneinte. Nun ich erzaehlte ihr von Walters Bedenken und fragte Marion, ob sie sich vielleicht in Alabel  ueber das Maedel erkundigen koennte. Meine Tochter bejahte, koenne aber erst am Wochenende hin, da es sonst mit der Schule Probleme geben koennte, sie wollte deswegen nicht abwesend sein. Ich erzaehlte Walter von seinem Glueck und er war schon sehr gespannt, was Marion heraus finden wuerde.</p>
<p>Das Wochenende kam, und am Sonntag Nachmittag machte sich meine Tochter auf, zusammen mit meiner Schwaegerin um hier Informationen zu bekommen. Wir anderen blieben daheim und vertrieben uns den Nachmittag mit der Glotze und angeregter Unterhaltung. Die Stunden vergingen und wir wunderten uns schon ein wenig, dass die &#8220;Ermittlungen&#8221; von Marion so lange dauerten. Musste wohl doch ein wenig komplizierter sein als es ausgesehen hatte.  Nun der Schlag mit dem &#8220;Hammer&#8221; sollte uns noch frueh genug treffen.</p>
<p>Gegen halb sieben kamen die beiden dann nach Hause und noch bevor sie zu erzaehlen begannen, lachten sie erstmal und es war kein Wort aus ihnen herauszubringen. Jedesmal wenn sie anfingen zu erzaehlen, begannen sie zu lachen. Wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen warum.  Nun ja, alles was lustig ist geht mal zu Ende und meine Tochter begann zu erzaehlen: &#8220;Wir sind also in Alabel erst mal ein wenig &#8216;rum gefahren und haben einige Leute gefragt, aber keiner konnte mit dem Namen etwas anfangen. Daher fuhren wir zur Polizeistation um dort zu fragen und auch da sagte man uns, dass es den Familennamen zwar gaebe, aber niemand dort hiesse Maria. Wir liessen uns die Adresse geben und fuhren einfach mal dort hin. Wir riefen &#8216;Ayo&#8217; und eine Frau um die 45 herum oeffnete. Wir fragten nach Maria und die Frau schaute einen Moment verdutzt und fragte, ob wir wohl den Mario meinten, ihren Sohn. Nein nein, wir meinen schon Maria, es handelt sich um ein Maedchen. Die Frau begann zu lachen um dann aufklaerend zu bemerken: Mein Sohn ist ein Ladyboy!&#8221;</p>
<p>Tja und hier kommt es zum ersten mal in dieser Story: &#8220;Mein Gott Walter!</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;..</p>

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		<title>Von einem der auszog um Expat zu werden… 2.Teil</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 06:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[expat]]></category>
		<category><![CDATA[immigration]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den &#8220;Typen&#8221; getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem Betrachten meinte sie, dass man den Ladyboy auf diesem Bild wirklich nicht erkennen koenne.</p>
<p>Oh je, dachte ich mir, das ist ja eine schoene Scheisse. Wie bringe ich das nur dem Walter bei. <span id="more-297"></span>Das war eine aeusserst unangenehme Aufgabe. Nun etwa zwei Stunden spaeter kam Walter online und &#8220;funkte&#8221; mich auch erwartungsgemaess sofort an:</p>
<p>&#8220;Nun habt ihr was &#8216;rausbekommen?&#8221;  war seine erste Frage und ich zoegerte erst einen Moment bevor ich antwortete: &#8221; Ja schon aber das ist alles nicht ganz so einfach zu erklaeren. Und die Frage hier ist, ob du das ueberhaupt glaubst.&#8221;</p>
<p>Und so erzaehlte ich ihm die ganze Geschichte genauso wie Marion sie uns erzaehlt hatte. Wie erwartet war er erst etwas unglaeubig und platzte dann heraus: &#8220;Aber sie hatte mir doch ihre Pussy gezeigt!&#8221;  &#8220;Was, wie soll das denn gehen?&#8221; fragte ich und er sagte: &#8220;Warte mal ich schicke dir das Bild.  Auf dem Bild war dann zu sehen wie &#8220;sie&#8221; ihr Hoeschen etwas nach unten rollte und ausser Haaren waren keine Einzelheiten zu erkennen. Wenn &#8220;sie&#8221; also den Penis geschickt zwischen den Beinen &#8220;verklemmt&#8221; hatte, konnte man das durchaus als &#8220;Maedchen&#8221; durchgehen lassen. Ich erklaerte ihm, dass dieses Bild ja nun wirklich kein Beweis ist so wie man &#8220;es&#8221; saehe, und er sollte sich nun doch ueberlegen, was er weiterhin tun wolle. Walter bedankte sich und meinte er muesse erstmal darueber nachdenken, wie er das weiter handhaben wolle und wuerde mir spaeter Bescheid geben.</p>
<p>Fuer drei Tage meldete  Walter sich nicht um dann wieder online zu kommen und mir seine Plaene zu erlaeutern: &#8221; Ich habe in den drei Tagen zweimal mit ihr gechattet und mich entschlossen nichts zu sagen. Ich werde kommen und mich mit &#8220;ihr&#8221; treffen und dann eben konfrontieren.&#8221; &#8220;Wenn du das willst, sollten wir aber, bevor du das machst, ein paar Einzelheiten besprechen. Pinoys haben es nicht so gerne, wenn sie bloss gestellt werden.&#8221;  Wir beliessen es dabei und &#8220;redeten&#8221; noch ein Weilchen ueber andere Dinge.</p>
<p>Die Wochen vergingen und Walter erwaehnte &#8220;sie&#8221; mit keinem Wort mehr und ich fragte auch nicht weiter. Der September kam und der Tag seiner Abreise rueckte immer naeher. Ich fragte Walter, ob er mir Schnapsbohnen und Marzipan mitbringen koennte, denn das bekomme ich hier nirgendwo zu kaufen und er versprach es mir.</p>
<p>Am 21. September sollte er nachmittags in Davao ankommen und ich fuhr bereits am Vortag nach Davao, da ich beim Swiss Deli in Lanang noch einkaufen wollte. Nach der Ankunft ging ich also erstmal in den Deli Shop und machte die Vorbestellung und sagte ich wuerde alles am fruehen Nachmittag des naechsten Tages abholen. Das mache ich immer so wenn ich dort einkaufe.</p>
<p>Abends assen meine Frau und ich wie so oft im Picobello und gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen um Walter abzuholen. Der Flug aus Singapur war puenktlich gelandet und da Walter der einzige &#8220;Weisse&#8221; war, erkannten wir ihn sofort. Wir begruessten uns und luden erst mal seine Koffer ins Auto. Dann fuhren wir los, rauschten kurz im Swiss Deli vorbei um das Bestellte abzuholen und fuhren dann los nach GenSan.  Unterwegs hielten wir an verschiedenen Stellen an zum fotographieren und als wir am Tubac Viewpoint ankamen traute er sich nicht an das Gelaender &#8216;ran um Bilder zu machen und bat mich das fuer ihn zu tun.  Walter hatte Hoehenangst aber merkwuerdigerweise nicht im Flieger. Er erzaehlte dann auch, dass sich diese Angst in den letzten Jahren bei ihm graduell entwickelt hatte und so schlimm wurde, dass er seinen Job als LKW Fahrer aufgeben musste, weil er nicht mehr ueber Bruecken fahren konnte. Es wurde immer schlimmer und am Ende konnte er nicht mal Treppen hochsteigen, die an einer Seite ein Gelaender hatten. Das machte ihn voruebergehend berufsunfaehig und er bezog eine kleine Rente, die in etwa Hartz IV entsprach. Nebenher verdiente er sich schwarz einiges dazu, da er sich mit Computern bestens auskannte. Er lebte also nicht schlecht, wenn er auch keine Reichtuemer besass. Er war sozusagen Fruehrentner mit 40 Jahren.</p>
<p>Nach knappen drei Stunden kamen wir in GenSan an und quartierten ihn erstmal im Zimmer meines Sohnes ein, da das Gaestezimmer von Besuch aus Surigao belegt war. Danach gab es Abendessen und Walter ging schon um neun Uhr schlafen, da er auf Grund der Zeitverschiebung schon muede war. Zudem hatte er im Flugzeug nicht schlafen koennen.</p>
<p>Am naechsten Morgen besorgten wir ihm eine lokale SIM Karte, damit er sich mit &#8220;seiner Liebsten&#8221; in Verbindung setzen konnte. Die ersten Text Messages wurden ausgetauscht und &#8220;sie&#8221; weigerte sich  zu einem Treffen zu kommen. &#8220;Sie&#8221; wollte unbedingt, dass Walter nach Alabel kommt, wovon wir ihm aber abrieten, da wir wollten, dass er sich mit &#8220;ihr&#8221; an einem oeffentlichen Ort triftt, damit es im Falle von Streitereien nicht zu Handgreiflichkeiten gegen ihn kommen konnte.  Am Ende stimmte &#8220;sie&#8221; zu sich mit Walter im Fagioli Cafe zu treffen. Morgen um drei sollte dann die &#8220;Stunde der Wahrheit&#8221; sein.</p>
<p>Unterdessen nahm sich Walter mal meinen PC vor, bemaengelte dies und jenes, lud &#8216;runter, installierte, machte dies und das,  und am Ende war das Ding doppelt so schnell. Er konnte also wirklich was. Ansonsten passierte nicht weiter viel an jenem Tag.</p>
<p>Nun war es soweit. Am Vormittag war ich mit Walter zum Fagioli gefahren um es ihm zu zeigen, denn er wollte nicht, dass wir ihn nachmittags  hinbringen. &#8220;Sie&#8221; sollte, falls sie schon da ist, keine Moeglichkeit haben, Walter mit uns in Verbindung zu bringen. Um viertel vor drei zog Walter los und wir alle im Haus waren gespannt wie der legendaere Flitzebogen,  was da nun passieren wuerde. Ich hatte Walter ja prophezeit, dass &#8220;sie&#8221; nicht in Erscheinung treten wuerde, er meinte aber &#8220;die kommt bestimmt&#8221;&#8230;&#8230;</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen halb sieben kam Walter wieder zurueck und nach einem kurzen Hallo begann er zu erzaehlen: &#8220;Als ich ins Fagioli kam und mich hinten in den Garten setzte wegen der Raucherei, bekam ich kurz darauf eine SMS mit der Frage, wo ich denn sei. Ich antwortete, dass ich im Garten sitze und zwei Minuten spaeter kam ein Maedel und steuerte auf meinen Tisch zu. Hallo Walter, sagte sie und setzte sich. Ich schluckte erst mal und dachte mir, das ist aber ganz jemand anderes. Na ja, ich sagte erst mal nichts und wartete ab, welches Spiel hier gespielt werden soll. Nach der kurzen Begruessung meinte sie, wie schoen es doch waere, dass man sich endlich persoenlich kennenlernen wuerde. <span id="more-336"></span>Scheisspiel, dachte ich mir, denkt sie denn, dass ich als Kind zu heiss gebadet worden war und das nicht merke. Ich liess sie erzaehlen, beantwortete ihre Fragen und spielte mit. Gegen sechs Uhr meinte sie, dass sie nun gehen muesse, weil die Eltern es nicht gerne sehen wuerden, wenn sie spaet unterwegs sei. Wir verabredeten uns fuer den naechsten Tag und ich war eigentlich schon gespannt, wie das Spiel weitergehen sollte.&#8221;</p>
<p>Ich meinte: &#8220;Walter, der hat eine Cousine oder sowas geschickt, nach dem Motto, dass wir den vielleicht weiter melken koennen.&#8221; &#8220;Ja&#8221; sagte Walter &#8220;das dachte ich mir auch. Ich werde mich noch ein oder zweimal mit ihr treffen und dann aber Aufklaerung verlangen. Das ist schon eine Frechheit.&#8221; Wir diskutierten alle noch eine Weile darueber, aber wir kamen einstimmig zu dem Schluss, dass hier ein weiterer Abzockversuch gestartet werden soll.</p>
<p>Am naechsten Tag ging Walter also wieder aus um sich mit ihr zu treffen und es gab das gleiche Spiel. Kein Wort, dass sie eigentlich als &#8220;Ersatz fuer Maria&#8221; gekommen war.  Also schrieb Walter am Abend eine SMS und fragte, was das denn fuer ein Scheisspiel sei, das hier getrieben wird. Die Antwort war Entruestung und Unverstaendnis. Schliesslich sei sie ja sehr an Walter interessiert und wuesste ueberhaupt nicht was er mit Spiel meinte.  Walter entschloss sich sie dann morgen zur Rede zu stellen.  Aber dazu kam es nicht mehr.</p>
<p>Als die beiden sich dann am naechsten Tag trafen, platzte &#8220;Maria&#8221; heraus, dass sie eigentlich gar nicht Maria waere. Walter antwortete gelassen, dass ihm das im ersten Moment schon klar war, schliesslich haette er Mario oft genug mit der Webcam gesehen. Nun war sie aber ueberrascht, dass Walter wusste, dass Mario/Maria ein Ladyboy sei.  Alice, so hiess die &#8220;Ersatzmaria&#8221; entschuldigte sich wortreich, dass sie sich von ihrem Cousin ueberreden lassen hatte diese dumme Spiel mitzumachen. Man trennte sich und Walter kam nach Hause. Dort fragten wir ihn natuerlich was er nun vor haette. Er meinte, er wuerde dem Mario jetzt erst mal eine wuetende SMS schicken um sein Geld zurueckzufordern. Ich machte ihm klar, dass er davon wohl keinen Cent wiedersehen wuerde und eine Klage wohl auch nicht erfolgversprechend waere. Die SMS ging raus und die Antwort kam prompt. Mario schrieb, dass er fuer die Dummheit von Walter wohl nicht verantwortlich gemacht werden kann. Walter antwortete, die Tatsache, dass Mario sich als Frau ausgegeben haette, kann durchaus als Betrug angesehen werden und er werde klagen. &#8220;Ja klag doch du Arsch&#8221;  kam es hoehnisch in der naechsten SMS zurueck. &#8220;Walter hoer auf damit, du erreichst ueberhaupt nichts&#8221; unterbrach ich ihn beim Antwort texten, &#8220;am besten du gehst morgen zur Polizei in Alabel um das ganze aufnehmen zu lassen. Das ist keine Anzeige wie in Deutschland, aber es ist zumindest aktenkundig gemacht worden, falls du spaeter doch was unternehmen willst und moeglicherweise bekommt Mario Schiss und zahlt vielleicht doch was zurueck.&#8221;</p>
<p>Damit war das Thema zumindest vorlaeufig erledigt und am naechsten Tag fuhr ich mit Walter nach Alabel um die Sache bei der Polizei eintragen zu lassen. Wie erwartet grinsten sich die Polizisten eins, aber nahmen die Sache auf und der eine Polizist informierte Mario, dass eine &#8220;Anzeige&#8221; gegen ihn eingegangen sei. Am Abend kam dann eine SMS mit dem Angebot von Mario, das erschwindelte Geld in Raten zurueckzuzahlen. &#8220;Na prima&#8221; meinte Walter aber ich zog ihm den Zahn und erklaerte, dass Filipinos  schnell etwas versprechen wuerden, wobei man es mit dem Halten des Versprochenen nicht sehr ernst nehmen wuerde.</p>
<p>Dann fragte Walter, ob wir ihn nicht jemanden vorstellen koennten, damit er wenigstens etwas Begleitung in seinem Urlaub haben wuerde. Meine Frau dachte ein Weilchen nach und ihr fiel eine entfernte Cousine ein, die in Butuan als Maid arbeitete.  Also ging eine SMS  &#8216;raus und die beiden texteten eine Weile. Dann meinte meine Frau, dass Helen &#8211; so hiess die Cousine &#8211; fuer ein paar Tage kommen koennte. Allerdings muessten wir ihr das Fahrgeld schicken, denn wie ueblich hatte die Cousine  kein Geld in der Tasche.</p>
<p>Am naechsten Tag schickte ihr Walter das Fahrgeld und am folgenden Tag kam Helen in GenSan an. Die beiden lernten sich kennen und mochten sich scheinbar. Wir liessen die zwei meist alleine und sie erforschten auf eigene Faust GenSan und die naechste Umgebung. Wir machten auch einen Ausflug zum Lake Sebu fuer zwei Tage, verbrachten einen Tag am Gumasa Beach und die beiden fuhren auch oefter alleine zum London Beach (das Resort dort ist mittlerweile geschlossen) um zu schwimmen. So gingen die Tage doch recht schnell vorbei, bis eine SMS aus Butuan ihre Rueckkehr forderte. Schliesslich hatte Helen einen Job dort und dem Boss dauerte die Abwesenheit seiner Helferin schon entschieden zu lange. Also hiess es Abschied nehmen als meine Frau ein Angebot machte: &#8220;Helen du kannst auch bei uns arbeiten, wenn du willst. Dann kannst du zumindest bis zum Ende von Walters Urlaub mit ihm zusammen sein.&#8221; Das schien Helen nicht so sehr zu schmecken und es stellte sich schnell heraus, dass sie 13000 Peso &#8220;cash advance&#8221; bei ihrem Boss hatte. Walter bot an das ihr zu zahlen, aber er hatte nun auch nicht soviel Bargeld dabei, dass es am Ende auf uns zurueck fiel. Aber Walter bezahlte uns spaeter von Deutschland aus.  So fuhren die beiden gemeinsam nach Butuan um Helen von ihrer Arbeitsstelle loszueisen und dann wollten die beiden noch nach Dinagat in das Dorf von dem Helen stammte.</p>
<p>Wir waren gespannt, wie Walter das Leben in einem einfachen Dorf wie Paniog aufnehmen wuerde, denn das kannte er noch nicht.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>

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