Unsere Hunde 4. Teil

Mac frass und frass und frass. Er wuchs und wuchs und wuchs. Und als er ein Jahr alt war, hatte er eine Schulterhoehe von 98 Zentimetern erreicht. Das war aber nicht das Ende, denn das erreichte Mac bei 108 Zentimetern. Damit gehoerte er zweifelsohne zu den grossen Doggen. Doggen sind ja erstaunlich verspielt und trotz ihrer Groesse echte Familienhunde. Und sie sind aeusserst wirkungsvoll dank ihrer Groesse. Filipinos kamen nie auf das Grundstueck, bevor der Hund nicht angeleint war. Aber so eine Dogge hat auch eine komische „Angewohnheit“. Sie stecken einem den Kopf in den Schoss und dann schieben sie. Mit 80 kg Gewicht dahinter, muss man sich schon anstrengen, damit man nicht auf den „Arsch“ faellt. Und wenn der Hund einen anspringt hat man besser eine gute Reaktion und weicht aus, weil man ansonsten auf dem Hinterteil sitzt. Aber sie klaeffen nicht herum. Mac bellte nur, wenn es einen Grund gab. Seine tiefe „Stimme“ nervte wenigstens nicht wie das Geklaeffe von Poypoy zuvor.

Wenn Doggen laufen oder rennen sieht es schon etwas tolpatschig aus, denn diese grossen Hunde sind wohl im Laufen nicht so geschickt wie kleinere. Aber sie koennen ein enormes Tempo entwickeln.

Wir trainierten mit Mac so das uebliche und er war gelehrig und lernte schnell. Als er aelter war, entdeckte Jonathan, dass man auf dem Hund reiten kann und so wurde er fuer Jonathan und Joshua, Jory’s Kinder, zum „Ersatzpferdl“.

Und natuerlich hatten wir einige Erlebnisse mit ihm, die ich nicht unerwaehnt lassen will. Als wir ihn im Alter von einem Jahr zum Tierarzt brachten um seine Impfungen auffrischen zu lassen, verwendeten wir den Truck, da er fuer das Auto einfach zu gross war. Und als er unterwegs einen anderen Hund sah, sprang er vom fahrenden Laster einfach trotz Leine herunter. Meine Tochter war nicht in der Lage gewesen ihn zu halten. Bei dieser Gelegenheit brach sich Mac einen Knochen im Fuss und musste dafuer auch behandelt werden. Was mich ueberraschte, war de Tatsache, dass er nicht versuchte die elastische Binde abzubeissen, die der Tierarzt ihm verpasst hatte. Nach zwei Wochen sprang er wieder herum, als ob nichts gewesen waere.

Wir haben zwar einen recht grossen Hof, aber Mac versuchte bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu entwischen. Schraeg gegenueber von unserem Grundstueck ist ein freies Feld, das etwa einen halben Hektar gross ist und dort tollte er dann herum. Er spielte auch mit den Nachbarhunden, aber das hatten wir nicht so gerne wegen Floehen und Laeusen. Danach war immer eine Waesche mit einer Entlausungsseife angesagt. Als Mac geschlechtreif wurde versuchte er sich natuerlich auch an den Nachbarhuendinnen, wenn die gerade laeufig waren, aber das war auf Grund seiner Groesse immer vergebliche Liebesmueh. Es klappte einfach nicht. Das war wirklich frustrierend fuer den armen Kerl. Ohne Konkurrenz war er fast immer, denn die anderen Hunde trauten sich nicht an ihn ran, aber selbst kam er auch nicht zum „Schuss“. Allerdings gab es einmal den Versuch ihm Konkurrenz zu machen und es kam zum Kampf, der etwa drei Sekunden dauerte. Mac biss einmal kraeftig zu und sein Kontrahent lief „dreibeinig“ davon. Nun ja es sprach sich herum unter den paar Doggenliebhabern der Gegend, dass wir eine grosse Dogge hatten und vor allem, dass es sich um „frisches Blut“ handelte, da die Doggen hier alle von einem Paar abstammten. Und so kamen die ersten Anfragen, ob wir Mac zum decken zur Verfuegung stellen wuerden. Wir stimmten zu und es gab dann immer ein Puppy vom Wurf als „Bezahlung“. Und so kam unser Mac dann doch noch zu seinem Vergnuegen.

Aus dem ersten Wurf sind angeblich alle Hunde eingegangen, aber wie meine Tochter spaeter heraus fand, wurden wir beschissen, denn der Eigentuemer hatte fuenf Hunde aus dem Wurf verkauft. Ihm liehen wir Mac natuerlich nicht mehr.

Aber von anderen Zuechtern gab es den „Lohn“ und als erstes Puppy kam Sheila zu uns ins Haus. Leider wurde sie bald sehr krank und verstarb bei der zweiten Erkrankung im zarten Alter von fuenf Monaten. Die naechsten beiden Puppies verkauften wir und dann kam Kathi (den Namen hatte meine Frau gewaehlt), die sehr anhaenglich war und die meine Frau unbedingt behalten wollte. Also blieb Kathi bei uns. Leider stellte sich spaeter heraus, dass sie taub war. Man konnte direkt neben ihrem Ohr in die Haende klatschen und es gab keine Reaktion. Trotz diesem Handycap ist sie aber sehr aufmerksam und entdeckt – wie weiss ich nicht, aber ich vermute durch den Geruchssinn – Besucher schneller als Mac und die anderen Hunde. Im Gegensatz zu Mac neigt Kathi zum dick werden und wir muessen aufpassen, dass sie nicht zuviel frisst. Aber Kathi ist sehr umgaenglich und folgt den wichtigsten Befehlen durch Zeichen.Alle weiteren Nachkoemmlinge von Mac haben wir verkauft.

Mac ist mittlerweile sieben Jahre alt und wir haben uns entschlossen vom naechsten Nachwuchs ein maennliches Tier zu behalten. Doggen werden ja leider nur etwa 7-9 Jahre alt.

Fortsetzung folgt

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