Von einem der auszog um Expat zu werden… 2.Teil

Wir waren natuerlich alle zuerst sprachlos nach dieser Eroeffnung  meiner Tochter.  Meine Frau fragte sofort ob sie denn den „Typen“ getroffen haetten, was natuerlich verneint wurde, denn er war ja nicht zu Hause gewesen. Dann fragte sie mich ob ich ein Bild haette und ich zeigte ihr das, das Walter mir geschickt hatte. Nach laengerem Betrachten meinte sie, dass man den Ladyboy auf diesem Bild wirklich nicht erkennen koenne.

Oh je, dachte ich mir, das ist ja eine schoene Scheisse. Wie bringe ich das nur dem Walter bei. Das war eine aeusserst unangenehme Aufgabe. Nun etwa zwei Stunden spaeter kam Walter online und „funkte“ mich auch erwartungsgemaess sofort an:

„Nun habt ihr was ‚rausbekommen?“  war seine erste Frage und ich zoegerte erst einen Moment bevor ich antwortete: “ Ja schon aber das ist alles nicht ganz so einfach zu erklaeren. Und die Frage hier ist, ob du das ueberhaupt glaubst.“

Und so erzaehlte ich ihm die ganze Geschichte genauso wie Marion sie uns erzaehlt hatte. Wie erwartet war er erst etwas unglaeubig und platzte dann heraus: „Aber sie hatte mir doch ihre Pussy gezeigt!“  „Was, wie soll das denn gehen?“ fragte ich und er sagte: „Warte mal ich schicke dir das Bild.  Auf dem Bild war dann zu sehen wie „sie“ ihr Hoeschen etwas nach unten rollte und ausser Haaren waren keine Einzelheiten zu erkennen. Wenn „sie“ also den Penis geschickt zwischen den Beinen „verklemmt“ hatte, konnte man das durchaus als „Maedchen“ durchgehen lassen. Ich erklaerte ihm, dass dieses Bild ja nun wirklich kein Beweis ist so wie man „es“ saehe, und er sollte sich nun doch ueberlegen, was er weiterhin tun wolle. Walter bedankte sich und meinte er muesse erstmal darueber nachdenken, wie er das weiter handhaben wolle und wuerde mir spaeter Bescheid geben.

Fuer drei Tage meldete  Walter sich nicht um dann wieder online zu kommen und mir seine Plaene zu erlaeutern: “ Ich habe in den drei Tagen zweimal mit ihr gechattet und mich entschlossen nichts zu sagen. Ich werde kommen und mich mit „ihr“ treffen und dann eben konfrontieren.“ „Wenn du das willst, sollten wir aber, bevor du das machst, ein paar Einzelheiten besprechen. Pinoys haben es nicht so gerne, wenn sie bloss gestellt werden.“  Wir beliessen es dabei und „redeten“ noch ein Weilchen ueber andere Dinge.

Die Wochen vergingen und Walter erwaehnte „sie“ mit keinem Wort mehr und ich fragte auch nicht weiter. Der September kam und der Tag seiner Abreise rueckte immer naeher. Ich fragte Walter, ob er mir Schnapsbohnen und Marzipan mitbringen koennte, denn das bekomme ich hier nirgendwo zu kaufen und er versprach es mir.

Am 21. September sollte er nachmittags in Davao ankommen und ich fuhr bereits am Vortag nach Davao, da ich beim Swiss Deli in Lanang noch einkaufen wollte. Nach der Ankunft ging ich also erstmal in den Deli Shop und machte die Vorbestellung und sagte ich wuerde alles am fruehen Nachmittag des naechsten Tages abholen. Das mache ich immer so wenn ich dort einkaufe.

Abends assen meine Frau und ich wie so oft im Picobello und gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen um Walter abzuholen. Der Flug aus Singapur war puenktlich gelandet und da Walter der einzige „Weisse“ war, erkannten wir ihn sofort. Wir begruessten uns und luden erst mal seine Koffer ins Auto. Dann fuhren wir los, rauschten kurz im Swiss Deli vorbei um das Bestellte abzuholen und fuhren dann los nach GenSan.  Unterwegs hielten wir an verschiedenen Stellen an zum fotographieren und als wir am Tubac Viewpoint ankamen traute er sich nicht an das Gelaender ‚ran um Bilder zu machen und bat mich das fuer ihn zu tun.  Walter hatte Hoehenangst aber merkwuerdigerweise nicht im Flieger. Er erzaehlte dann auch, dass sich diese Angst in den letzten Jahren bei ihm graduell entwickelt hatte und so schlimm wurde, dass er seinen Job als LKW Fahrer aufgeben musste, weil er nicht mehr ueber Bruecken fahren konnte. Es wurde immer schlimmer und am Ende konnte er nicht mal Treppen hochsteigen, die an einer Seite ein Gelaender hatten. Das machte ihn voruebergehend berufsunfaehig und er bezog eine kleine Rente, die in etwa Hartz IV entsprach. Nebenher verdiente er sich schwarz einiges dazu, da er sich mit Computern bestens auskannte. Er lebte also nicht schlecht, wenn er auch keine Reichtuemer besass. Er war sozusagen Fruehrentner mit 40 Jahren.

Nach knappen drei Stunden kamen wir in GenSan an und quartierten ihn erstmal im Zimmer meines Sohnes ein, da das Gaestezimmer von Besuch aus Surigao belegt war. Danach gab es Abendessen und Walter ging schon um neun Uhr schlafen, da er auf Grund der Zeitverschiebung schon muede war. Zudem hatte er im Flugzeug nicht schlafen koennen.

Am naechsten Morgen besorgten wir ihm eine lokale SIM Karte, damit er sich mit „seiner Liebsten“ in Verbindung setzen konnte. Die ersten Text Messages wurden ausgetauscht und „sie“ weigerte sich  zu einem Treffen zu kommen. „Sie“ wollte unbedingt, dass Walter nach Alabel kommt, wovon wir ihm aber abrieten, da wir wollten, dass er sich mit „ihr“ an einem oeffentlichen Ort triftt, damit es im Falle von Streitereien nicht zu Handgreiflichkeiten gegen ihn kommen konnte.  Am Ende stimmte „sie“ zu sich mit Walter im Fagioli Cafe zu treffen. Morgen um drei sollte dann die „Stunde der Wahrheit“ sein.

Unterdessen nahm sich Walter mal meinen PC vor, bemaengelte dies und jenes, lud ‚runter, installierte, machte dies und das,  und am Ende war das Ding doppelt so schnell. Er konnte also wirklich was. Ansonsten passierte nicht weiter viel an jenem Tag.

Nun war es soweit. Am Vormittag war ich mit Walter zum Fagioli gefahren um es ihm zu zeigen, denn er wollte nicht, dass wir ihn nachmittags  hinbringen. „Sie“ sollte, falls sie schon da ist, keine Moeglichkeit haben, Walter mit uns in Verbindung zu bringen. Um viertel vor drei zog Walter los und wir alle im Haus waren gespannt wie der legendaere Flitzebogen,  was da nun passieren wuerde. Ich hatte Walter ja prophezeit, dass „sie“ nicht in Erscheinung treten wuerde, er meinte aber „die kommt bestimmt“……

Fortsetzung folgt….

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2 Comments
  • Micky
    Reply

    Kai,
    mir hat schon deine erste story sehr gut gefallen, daher kann ich es kaum erwarten, dass es mit dem 3.Teil dieser Geschichte weitergeht.
    Liebe Grüße
    Micky

  • Brigitte
    Reply

    Hallo Kai
    Das ist ja eine unglaubliche Geschichte. Da sieht man was sich geldgierige Menschen einfallen lassen und vor nichts zurückschrecken! Kanns kaum erwarten wie es weitergeht! Hätte ich nur auch das geld und den Mut dahin zu fliegen!!
    Brigitte

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