Walter und die Maedels

Mehr als einmal haette ich in den letzten Monaten seines Aufenthaltes auf den Philippinen „Mein Gott, Walter“ sagen koennen, denn immer wieder liess er es mehr oder weniger „krachen“ insbesondere seine Auffassung ein Geschaeft zu gruenden sowie sein Umgang mit den Maedels. Da konnte er nach der Trennung von Helen nicht genug davon bekommen.

Nachdem wir Walter nach seiner Ankunft von Paniog hochgepaeppelt hatten, „naeheres findet ihr in der Geschichte „Von einem der auszog um Expat zu werden Teil 1-6“ und ihr solltet diese sechs Teile lesen um die heutige Geschichte besser zu verstehen, begann er ja den sogenannten „Geschaeftsaufbau fuer seine „Computer Reparatur“. Nur lief dieser Aufbau nicht so, wie von mir vorgeschlagen. Er sollte Firmen ansprechen und seine Dienste als „Home Service“ anbieten. Ich weiss ja nun aus Erfahrung, dass es kaum gute Experten in Gensan gibt und diejenigen die Home Service machten, waren im Prinzip „Pfeifen“. Walter war gut und haette sich hier in kurzer Zeit ein gutes Geschaeft aufbauen koennen. Aber leider war er eben auch sehr beratungsresistent! Anstatt nun das Telefonbuch in die Hand zu nehmen, wollte er jemanden haben der ihm den sogenannten „Aussendienst fuer Kundenwerbung“ abnahm.

Wir wissen alle, dass es nicht einfach ist gutes Personal zu finden aber Walter war ueberzeugt, dass er DIE Fachkraft in Kuerze finden wuerde. Ich sagte also nichts weiter dazu und Walter machte sich auf die Suche. Nun wie sah eine solche Suche denn aus? Einfach, denn Walter sprach einfach Maedels zwischen 18 und 25 Jahren an und bot seine Stelle an. Natuerlich musste das alles auch privat besprochen werden und so kam das erste Maedel zu uns ins Haus um sich genauer zu informieren. Walter lebte tagsueber in unserem stillgelegten Buero auf dem Grundstueck und dort fand dann die „sogenannte Einweisung“ in den neuen Job statt. Und eingewiesen hat der Walter wie ein Weltmeister, allerdings nicht in den Belangen der Arbeit, sondern in Angelegenheiten eines beglueckenden Sexuallebens, wobei ich mich frage, ob das fuer die Maedels wirklich so beglueckend war.

Nicht immer kam Walter „zum Schuss“ und das erste Maedel kam auch nach dem „beglueckenden Erlebnis“ nicht wieder, aber Walter meinte nur lakonisch, dass es da wo die herkommt noch viele andere gaebe.

Walter war ein „Lustmolch“ und wenn er anderweitig nicht zum „Abschuss“ kam dann gelang es ihm oft auch fuer 100-200 Pesos  „Chicks“ fuer ein oder zwei Stunden aufzureissen. Schoenheiten waren das bei den Preisen sicher keine, aber sie hatten andere Vorzuege. So verpasste ihm eine, als ihm eben mal der Gummi platzte, einen ausgewachsenen Tropentripper, den er einige Wochen durch die Gegend schleppte. Das hat ihn allerdings nicht davon abgehalten weiter kreuz und quer durch die Gegend zu „begluecken“, da er ja immer mit Kondom „arbeitete“ und auf meinen Einwand hin, dass der Gummi ja mal wieder platzen koennte, meinte er nur: „Pech fuer die Dame!“ Nunja dachte ich mir, dass koennte auch mal Pech fuer ihn sein, wenn dabei zusaetzlich eine Syphilis, Aids oder Hepa B „rueber kommen. Er musste es wissen, denn schliesslich war er alt genug, oder etwa nicht?

Beim naechsten mal schleppte er ein Maedel an, die unter dem strengen Regime einer Tante litt und in Walter wohl eine Ausbruchsmoeglichkeit gesehen hatte. Nun das ging zwei Wochen gut, aber dann erwies sich die Tante eben doch als staerker und zukuenftige Kontakte beschraenkten sich auf Textmessages. Andere Maedels kamen und gingen, aber nicht eine einzige wollte den Job machen, den er anbot.

Ueber das Internet lernte er dann eine kennen, die ihn nehmen wuerde trotz verheiratet sein und alles, aber die lebte in Bicol und wollte nach ihrer Rueckkehr aus Dubai in zwei Wochen nach Gensan kommen, um Walter kennen zu lernen. Nun ja die Zeit verging aber sein Besuch kam nicht, denn die hatte sich nach ihrer Rueckkehr mit ihrem Exboyfriend versoehnt, der natuerlich gerne die „Knete“ einer OFW empfing.

Und dann kam eine andere Chat Dame, die angeblich so ganz anders war. Die lebte in Bukidnon und hatte dort anscheinend eine kleine Reisfarm. Nun wie erwartet musste Walter sie besuchen und anfaenglich schien das alles auch ganz in Ordnung. Das Maedel hatte auch einen City Councilor von Valencia in der Verwandtschaft, der Walter versprach bei einem Dauervisum behilflich zu sein. Scheinbar waren keine Bedingungen damit verknuepft, aber wie so oft im Leben nichts ist so, wie es scheint! Denn nach dem dritten Besuch in Valencia tauchte der Wunsch auf nach finanzieller Hilfe fuer die kleine Farm und selbstverstaendlich wuerde er seinen Anteil an der Ernte bekommen. Nun ja Walter hatte kein Geld und was die Mutter schickte war hinten und vorne eh nicht genug. Zumindest wurde er durch den Geldmangel nicht in Versuchung gefuehrt es zum Fenster hinaus zu werfen.

Danach tauchte auch die Kleine mit der strengen Tante wieder auf und wollte eine Freundschaft mit Walter. Der Sex kam Walter recht, am Rest hatte er weniger Interesse und so schlief auch das bald wieder ein, obwohl die Tante dieses Mal nicht am rufen war.

Walter hatte also viele Maedels an der „Angel“ aber er hatte nicht eine gefunden, die fuer ihn in den Firmen seine Dienste anbieten wuerde. Vielleicht hatte er erwartet, dass ich das auch machen wuerde, aber ich habe ihm die Idee gegeben und war der Meinung, dass auch von ihm was dazu kommen koennte. Ich schlug vor, doch mal nach einem maennlichen Wesen zu schauen, der die Firmen anspricht, wobei Walter meinte, dass er schliesslich nicht schwul sei. Nun ja, Walter scheint das Geschaeftliche wohl unbedingt mit dem Privaten verbinden zu muessen und das geht ja bekanntlich sowieso fast immer schief. Waere Walter ein Geschaeftsmann mit Privatsekraetaerin gewesen, haette er sicher auf die gute alte Stenographie bestanden, um den Witzen „ueber auf dem Schoss sitzenden Sekretaerinnen“ gerecht zu werden.

Als dann die Computer anrollten und er sehr damit beschaeftigt war, blieb nur das Maedel aus Valencia uebrig, denn fuer mehr war keine Zeit. Und kurz danach kam ja dann auch seine Heimreise, so dass er wohl viele weinende Meadels zurueck gelassen hat. Ob ein kleiner Walter dabei war, weiss ich nicht, wuerde es aber nicht ausschliessen.

Bedauerlicherweise war das die letzte Philippinengeschichte vom Walter. Es kommt noch ein Nachschlag von seinen ersten Monaten in Deutschland und dann muessen wir uns wohl gedulden, bis Walter wieder hier ist, um in philippinische Fettnaepfe zu treten.

Zum Abschluss bleibt dann nur ein herzliches: „Mein Gott Walter!“

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